Auch wenn es nicht mehr aktuell ist habe ich noch eine Anmerkung zu der Ludwig Münze 20 Mark von eric 7.
An den Fotos der Randschrift erkennt man nicht nur das die Schrift von den Buchstaben her nicht stimmt.
Besonders gut kann man bei diesen Fotos die Aufwulstung am Rand der Buchstaben erkennen. Das ist ganz typisch für Fälschungen bei denen die Randschrift nachträglich aufgebracht wurde.
Eine Rändelung sieht anders aus.
Solche Hinweise sind immer aktuell, zumindest für mich und unabhängig davon, ob es meine Münze ist oder nicht.
Kannst du mir sagen, wie die Randschrift angebracht wurde? Wurde sie nur graviert oder gabs da noch andere Möglichkeiten? Würde mich sehr interessieren, obs da auch noch andere Merkmale gibt, eine gute Fälschung zu erkennen. Der Weege hilft mir da ehrlich gesagt nicht wirklich weiter...
Das ist ganz unterschiedlich. Wenn die Randschrift eingestanzt, eingepunzt oder graviert wurde, ist der Rand oft "aufgewulstet". Außerdem werden die Buchstaben einzeln angebracht. Es kann also sein, dass sie nicht auf einer Linie liegen sondern "tanzen".
Wenn bei der Anbringung der Randschrift eine Rändelmaschine benutzt wurde, kann man sie eigentlich nur an der abweichenden Form der Buchstaben als falsch identifizieren.
erst einmal vielen Dank für deine Erklärung. Ich hätte da noch ein paar Bildchen vor einer Randschrift, und deine Meinung dazu würde mich sehr interessieren. Es ist ein Otto von 1905.
Übrigens sind auch Meinungen anderer Experten durchaus willkommen...
ich hab noch mal ein paar Bilder nachzulegen, wobei es um den Otto vom vorletzten Beitrag geht.
Hier sind Bilder der Randschrift von insgesamt fünf Ottos (der oberste passt leider nicht mehr ganz in die Linse...), unten 1895, dann 1900, 1905 (!), 1905 und 1900. Der dritte von unten (!) ist der aus dem anderen Beitrag und der einzige, der nicht von einem Händler stammt. Also vier 20er mit Echtheitsgarantie und ein Wackelkanditat.
Was meint Ihr zu den Randschriften? Ich bin unsicher, aber denke (hoffe?), dass wenn dann alle echt sind... Oder???
Ich finde das G in GOTT sieht immer noch schwächlich geprägt aus und das T in MIT gefällt mir auch nicht so recht.
Übrigens finde ich das UNS in der untersten Münze merkwürdig, aber man kann sich sicher blindsehen, Du sagt der stammt aus vertrauenswürdiger Quelle.
Je länger ich mich mit Reichsgold beschäftige, desto schleierhafter ist es mir, wieso diese " dritte Seite " der Münzen so wenig Aufmerksamkeit geniesst.
Im Gegensatz zu Avers und Revers gibt es hier doch nun wirklich eine gewisse Bandbreite an Varianten.
ich hab noch mal ein paar Bilder nachzulegen, wobei es um den Otto vom vorletzten Beitrag geht.
Also vier 20er mit Echtheitsgarantie und ein Wackelkanditat.
Was meint Ihr zu den Randschriften? Ich bin unsicher, aber denke (hoffe?), dass wenn dann alle echt sind... Oder???
Hallo Eric7,
hat sich in Punkto Wackelkandidat was neues ergeben ? Mir ist neulich ein 3 M 1914 D in die Hände gefallen, dass eine ziemlich grottige Randschrift aufweisst ( G nur hingehaucht, T`s unvollständig ausgeprägt ). Einen Fälschungsverdacht habe ich nicht, aber könnte es sein, das München zeitweise bei den Randschriften nachlässiger war, als andere Prägeanstalten ?
Leider weis ich immer noch nicht genau, ob der Otto echt ist. Das mit den Randschriften von München ist mir auch schon mal in den Sinn gekommen. Münzen von bekannten Händlern weisen oft auch holprigere und unscharf geprägte Randschriften auf.
Vllt. lasse ich den Otto und ein paar andere Münzen mal prüfen. Das kommt natürlich auf die Kosten an, aber da ich mit meinem alten Mütterchen sowieso eine Cousine im schwäbischen besuchen möchte könnte ich ja einen Zwischenstop in Crailsheim machen.
Leider weis ich immer noch nicht genau, ob der Otto echt ist. Das mit den Randschriften von München ist mir auch schon mal in den Sinn gekommen. Münzen von bekannten Händlern weisen oft auch holprigere und unscharf geprägte Randschriften auf.
Vllt. lasse ich den Otto und ein paar andere Münzen mal prüfen. Das kommt natürlich auf die Kosten an, aber da ich mit meinem alten Mütterchen sowieso eine Cousine im schwäbischen besuchen möchte könnte ich ja einen Zwischenstop in Crailsheim machen.
Mal sehen was ich mache.
Gute fahrt nach Crailsheim. Hier zum " Geleitschutz " der schlechte Gott aus Bayern ( unten ), die übrigen Götter sind gute Götter aus A und J
ich hab noch mal ein paar Bilder nachzulegen, wobei es um den Otto vom vorletzten Beitrag geht.
Hier sind Bilder der Randschrift von insgesamt fünf Ottos (der oberste passt leider nicht mehr ganz in die Linse...), unten 1895, dann 1900, 1905 (!), 1905 und 1900. Der dritte von unten (!) ist der aus dem anderen Beitrag und der einzige, der nicht von einem Händler stammt. Also vier 20er mit Echtheitsgarantie und ein Wackelkanditat.
Was meint Ihr zu den Randschriften? Ich bin unsicher, aber denke (hoffe?), dass wenn dann alle echt sind... Oder???
Moin, Moin, (nicht nur) "Eric7",
hier nur ein Tipp zu der Diskussion um Vergleichbarkeiten von Rändelungen: Bitte immer daran denken, dass die Rändelungen (außer Kerben, Riffeln, Wellen, die beim Prägen über den Prägering erzeugt werden) immer in einem separaten Arbitsschritt vor dem Prägen aufgerollt werden.
Dadurch erfahren diese Rändelungen je nach Prägedruck (und jeweiliger Güte von Rändeleisen und Aufrollvorgang) und der dadurch bedingter "Verquetschung" durch Materialfluss selbst innerhalb eines Jahres und einer Prägestätte schon (oft sogar deutliche) Unterschiede - sowohl im Aussehen als auch in ihren Abmessungen !!
Bei gebrauchten Stücken muss man ebenfalls noch die zwangsläufigen Veränderungen des Geldverkehrs berücksichtigen.
Das ergibt dermaßen viele Veränderungsparameter mit massivem Einfluss, dass ein - wie hier angestellter - Vergleich von Stücken mit unterschiedlichen Jahreszahlen (wie der sprichwörtlich unsägliche Vergleich von Äpfeln und Birnen ) absolut in die Irre führen und letztlich auch zur Verzweiflung führen kann (muss!?) .
hier nur ein Tipp zu der Diskussion um Vergleichbarkeiten von Rändelungen: Bitte immer daran denken, dass die Rändelungen (außer Kerben, Riffeln, Wellen, die beim Prägen über den Prägering erzeugt werden) immer in einem separaten Arbitsschritt vor dem Prägen aufgerollt werden.
Dadurch erfahren diese Rändelungen je nach Prägedruck (und jeweiliger Güte von Rändeleisen und Aufrollvorgang) und der dadurch bedingter "Verquetschung" durch Materialfluss selbst innerhalb eines Jahres und einer Prägestätte schon (oft sogar deutliche) Unterschiede - sowohl im Aussehen als auch in ihren Abmessungen !!
Bei gebrauchten Stücken muss man ebenfalls noch die zwangsläufigen Veränderungen des Geldverkehrs berücksichtigen.
Das ergibt dermaßen viele Veränderungsparameter mit massivem Einfluss, dass ein - wie hier angestellter - Vergleich von Stücken mit unterschiedlichen Jahreszahlen (wie der sprichwörtlich unsägliche Vergleich von Äpfeln und Birnen ) absolut in die Irre führen und letztlich auch zur Verzweiflung führen kann (muss!?) .
Beste Grüße
varukop
Sicher, man kann nicht folgern, dass die schlechte Randschrift der Münze A aus X falsch sein muss, weil die schöne Randschrift der Münze B aus Y nur echt sein kann.
Aber man kann schon versuchen anhand des Vergleiches von mehrerern Randschriften verschiedener Jahrgänge und Prägeanstalten einen Schluss dahingehend zu ziehen, ob eine Prägeanstalt möglicherweise beim Instandhalten und Austausch der Randeisen zeitweise oder ständig anders verfahren ist, als die übrigen. Natürlich immer mit all den Variabeln vor Augen, die das Erscheinungsbild der Randschrift nach Verlassen der Prägeanstalt beeinflussen.
Ich zeige hier zwei Stücke der 5 Mark 1877 Württemberg unter König Karl.
Das rechts abgebildete 5 Mark-Stück habe ich bei ebay ersteigert,
für das linke Stück bei der Knopek-Auktion 2007 den Zuschlag erhalten.
Das linke Stück ist auf jeden Fall echt, bei dem rechten Stück hatte ich erhebliche Zweifel bzw sah ich eine Fälschung. Zur Sicherheit schickte ich sie zur Feststellung der Authentizität an Guy Franquinet.
Laut Franquinet handelt es sich um "eine plumpe Fälschung". Das kann ich so zwar nicht erkenne, allerdings sieht man aufgrund der flauen Prägung vor allem der Kopfseite schon einen eindeutigen Unterschied zur echten.
Es handelt sich wohl nicht um eine Hausmann-Fälschung, wohl aber um irgendeine andere unbekannte Herkunft.
Ich denke, auf den Vergleichsbildern kommt die flaue Prägung gut raus.
Gewicht:
echtes Stück aus der Knopek-Auktion: 1,995 Gramm
falsches Stück: 1,999 Gramm
Die Anzahl der Randperlen, Bildseite 118 - Adlerseite 119, stimmt bei beiden.
Herr Hegele (sorry) allerbesten Dank für die super Bilder und die hochinteressante Gegenüberstellung. Dank solcher Beiträge bin ich froh, auf dieses Forum gestoßen zu sein.
Was mir insbesondere auf dem dritten Bild mit den Kopfseiten auffällt, ist die durchgängig sehr unregelmäßige, wie "herausgeschnitzelt" wirkende Oberfläche der Buchstaben. Da hat sich der "Fälscher" m. E. verraten. Ich hoffe nur, dass er hier nicht mitliest, um bei seinem nächsten Wurf (oder sollte ich in Ahnlehnung an die früherere Prägetechnik nicht besser sagen Schlag) dieses Manko auszumerzen.
Ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg bei der Klärung mit dem eBay-Anbieter. Ich würde, denke ich, allenfalls einen goldwerten Betrag akzeptieren oder auf Wandelung bestehen.
Noch was liegt mir am Herzen: Mit Ihren Beiträgen im "Goldpreisthread" sprechen Sie mir meist aus der Seele.