02-09-2005, 22:03
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#5 (permalink)
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Manchmal kaufe ich keine Münzen, sondern Literatur über Münzen. Diesmal war es das "Lexikon der Numismatik" von Tyll Kroha.
Er schreibt unter ->
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Scheidemünzen, Kleinmünzen zur »Scheidung der Leute« (Herzog Christian zu Braunschweig-Lüne-burg 24. 8.1620). Die S. dienten dazu, die kleinen Wertdifferenzen bei Geschäften auszugleichen, was mit der groben Münze nicht möglich war. Die Prägung von S. war von Anbeginn an problematisch, denn die Ausprägung der kleinen Werte kam wegen des größeren Arbeitsaufwandes für die gleiche Summe Geldes wesentlich teurer. Man beraubte also die S. ihres inneren Wertes und prägte sie aus geringwertigeren Materialien. Zuerst nahm man Billonlegierungen, neben diesen später auch Kupfer. Kupferne tragen im 18. Jh. neben z. T. gleichwertigen aus Billon (die gleichfalls S. sind) das Wort Scheidemünze aufgeprägt. In der Neuzeit haben sich die Verhältnisse währungstechnisch geändert. So waren z. B. die Münzen des deutschen Reichs mit Ausnahme der Goldstücke seit Anbeginn alle S., wurden allerdings nicht so genannt.
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Dem ist nichts hinzu zu setzen.
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