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Deutschland vor 1948 Drittes Reich, Weimar, Kaiserreich, Taler

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Alt 01-09-2005, 17:53   #1 (permalink)
 
Unterschied zwischen Münzen und Scheidemünzen

Guten Tag an alle.

Kann mir jemand verraten, was für ein Unterschied zwischen
Münzen und Scheidemünzen besteht ???
Ich bin Laiin - eine Erklärung, die ich verstehe, wäre mir
wirklich willkommen.
Danke
MfG Michaela
michaela.bln ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01-09-2005, 18:21   #2 (permalink)
 
Scheidemünzen brauchst du für den täglichen Einkauf, quasi Wechselgeld.
Raphael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01-09-2005, 18:35   #3 (permalink)
 
Ich bin Laiin - eine Erklärung, die ich verstehe, wäre mir
wirklich willkommen.
Hallo michaela.bln,
Früher gab es Kurantmünzen (Gold und Silber, in wenigen Fällen auch schwere Kupfermünzen), diese waren praktisch das Wert was sie an (Edel)metall enthielten. Die kleineren Wertstufen wurden "unterwertig" geprägt, das heißt der aufgeprägte Wert und der reine Metallwert unter"scheiden" sich. Die heutigen Umlauf-Münzen sind also generell Scheidemünzen. Bei einigen Gedenkmünzen kann man das so nicht sagen (z.B. 1 Dollar Silber aus den USA mit 1 Unze Gewicht hat allein rund 7,- $ Silberwert - nur diese Stücke werden nicht für den Umlauf geprägt, wenn man damit auch zahlen könnte - aber wer macht das schon)
Gruß Medaille
Medaille ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01-09-2005, 18:37   #4 (permalink)
 
Eine Scheidemünze ist eine Münze, denen Metallwert geringer ist als der Nennwert.
Huehnerbla ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-09-2005, 22:03   #5 (permalink)
 
Manchmal kaufe ich keine Münzen, sondern Literatur über Münzen. Diesmal war es das "Lexikon der Numismatik" von Tyll Kroha.
Er schreibt unter ->

Scheidemünzen, Kleinmünzen zur »Scheidung der Leute« (Herzog Christian zu Braunschweig-Lüne-burg 24. 8.1620). Die S. dienten dazu, die kleinen Wertdifferenzen bei Geschäften auszugleichen, was mit der groben Münze nicht möglich war. Die Prägung von S. war von Anbeginn an problematisch, denn die Ausprägung der kleinen Werte kam wegen des größeren Arbeitsaufwandes für die gleiche Summe Geldes wesentlich teurer. Man beraubte also die S. ihres inneren Wertes und prägte sie aus geringwertigeren Materialien. Zuerst nahm man Billonlegierungen, neben diesen später auch Kupfer. Kupferne tragen im 18. Jh. neben z. T. gleichwertigen aus Billon (die gleichfalls S. sind) das Wort Scheidemünze aufgeprägt. In der Neuzeit haben sich die Verhältnisse währungstechnisch geändert. So waren z. B. die Münzen des deutschen Reichs mit Ausnahme der Goldstücke seit Anbeginn alle S., wurden allerdings nicht so genannt.
Dem ist nichts hinzu zu setzen.
diwidat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-09-2005, 22:34   #6 (permalink)
 
Wikipedia ist manchmal auch für fachliche Dinge ganz gut:
http://de.wikipedia.org/wiki/Scheidem%C3%BCnze
Marvek ist offline   Mit Zitat antworten
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