Zwischen meinen Münzen habe ich eine mir unbekannte sehr leichte Silbermünze gefunden, die ich nicht zuordnen kann.
Der Durchmesser ist 28 mm und die Dicke beträgt weniger als 1 mm, habe ich mit meinem durchsichtigen Geodreieck gemessen!
Auf der Waage hatt sie einGewicht von unter 3 Gramm, könnte aber richtiges Siber sein, wenn man die Farbe sieht.
Auf der einen Seite ist ein Löwe mit gewaltigem Schwanz und ein Kreuz auf der anderen Seite mit lauter kleinen Kreuzen. Die Schrift kann ich nicht lesen muss ganz alt sei.
Wenn nur der Silberpreis zählt hat sie einen Wert von weniger als einen Euro. Was ist es und wieviel wert?
Danke im Voraus für die Mühe. Alte Hasen haltet ein und lasst die Jungen ran.
Ach was ich noch schreiben wollte, die Münze ist geputzt. Das macht aber bei der Bestimmung nichts aus, denke ich.
damit hast du uns ja ein Ei gelegt.
Eigentlich muss ich morgen wieder raus,
doch dein gutes Stück hat mich förmlich gefesselt.
Also zur Auflösung ( natürlich nur meiner Meinung nach, ohne Vorkenntnis und weiterführende Literatur auf dem Gebiet )
Es handelt sich bei deinem Stück um einen undatierten Meissener Groschen, welcher auf dem Revers einen steigenden Löwen ( den Meißener Löwen ), und auf dem Avers ein Lilienkreuz zeigt.
Die Münze müßte theoretisch ein Feingewicht von 3,66g und ein Rauhgewicht von 3,9g haben.
Die Umschrift lautet:
Revers: GROSSVS MARCH MISNENSIS
-> Groschen der Mark Meißen
Avers: FRID DI GRA TVRING LANGREVIS
-> Von Gottes Gnaden Landgraf von Thüringen
Mit der Datierung tue ich mich gerade etwas schwer,
den erst ab 1457 sind erscheinende Jahreszahlen belegt.
Ich schätze aber, dass das Stück unter Friedrich II. dem Ernsthaften geprägt wurde. Also unter Askanischer Herrschaft.
Der Prägezeitraum läßt sich damit auf die die Jahre 1324-49 eingrenzen.
Übrigens kamen 64 Groschen auf eine Mark,
wobei der Meißener Groschen im Laufe der Jahrhunderte einer extremen Wertverschlechterung unterworfen war.
1432 gingen bereits 525 Groschen auf eine Mark.
Dem Spuk wurde ein Ende gesetzt, indem man den Meißener Groschen Mitte des 15 Jhrd. eine Parität zum rheinischen Gulden auferlegte.
Der Wert eines Groschens betrug demnach 1/20 eines rheinischen Guldens.
Den Wert des Stückes kann ich dir allerdings nicht nennen.
Gruß,
Don
Geändert von Don_Carleone (31-01-2006 um 22:55 Uhr)
Hallo Don, - nee war nur ein Spass um Deinen Kreislauf wieder richtig in Gang zu bringen.
Die Münze ist selbstverständlich nicht geputzt.
Sie ist immer noch genau so schmutzig, wie sie der Ritter Rappelblech um 1435 in den Ausschnitt der Gräfin Lotter hat fallen lassen, um in ihr ein gewisses Wohlwollen zu erzeugen. Ich hab die DNA prüfen lassen, ist alles authentisch.
Ich glaube Don Corleone, der Geheimnisvolle, hatte schon einmal die Antwort eingestellt - um uns ein kleines Rätsel aufzugeben!
Ich denke, die Münze ist ein Meißner Groschen des Landgrafs Friedrich des Friedfertigen von Thüringen 1406 -1440.
Man sieht als Beizeichen die gotische Majuskel F vor dem steigenden Löwen und das Beizeichen Ringel zwischen dessen Rücken und Schwanz. - daher Münzstätte Freiberg.
Rückseite Kreuz im Vierpaß.
Umschrift Vorderseite:
+ o GROSSVS o MARCH o MISNENSIS (Groschen der Mark Meißen)
Umschrift Rückseite:
CRUX um das Kreuz geschrieben.
+ o FRID o DI o GRA o TURING o LANGRAVIS o
(Übersetzung : Friedrich von Gottes Gnaden Thüringischer Landgraf)
Das A und das N in Langravis sind ligiert, daher kann die Münze meiner Meinung nach unter Zitat Krug 585 / 3 eingeordnet werden.
Beste Grüße aus Ostwestfalen
von
captain-freddy
P.S.: Ich habe Euch Mittelalter - Spezies heute auch ein Rätsel aufgegeben, leider unter Antike eingestellt!
Aber trotzdem nur 99 Punkte.
Das A des GRA hat einen Balken, Krug 585 aber keinen, also 587/3.
Aber trotzdem, meine Hochachtung vor so viel Wissen.
Für mich ist der Krug ein großes Verwirrspiel. Bei 50 verschiedenen Münzen listet er über 2000 Nummern, genug Futter für lange Abende.
Das ist aber normalerweise nicht mein Gebiet. Meine Lieblingskopfbedeckung ist die Klappmütze der Söhne Friedrichs III. Sonst mag ich aber die Albertiner besonders gern. Die Thüringer sind aber halt die Urgroßelten, die man nicht verstecken oder übersehen sollte.
Es könnte eigentlich auch sächsische Euros geben, dann gäbs beim Sammeln mehr Spass.
Hallo.
Habe hier eine Silbermünze welche vermutlich aus dem Mittelalter stammt.
Kann mir irgendjemand sagen aus welcher Zeit diese ist und was sie wert ist?
Bilder sind im Anhang.
Mfg Adda1808