Die zweite Münze ist ein kursächsischer 1/3-Taler aus dem Jahr 1694 auf den Tod von Kurfürst Johann Georg IV. Das Wertzeichen steht normalerweise im Oval auf 6Uhr-Position unterhalb des Widmungstextes, ist aber praktisch hier nicht mehr sichtbar. Das Münzmeisterzeichen IK rechts und links der Wertzahl unterhalb des Widmungstextes steht für den Dresdener Münzmeister Johann Koch, der dort von 1688-1698 arbeitete. Der Wert im gezeigten Zustand dürfte 15-20.-€ nicht überschreiten.
Gruß
corrado26
Die zweite Münze ist ein kursächsischer 1/3-Taler aus dem Jahr 1694 auf den Tod von Kurfürst Johann Georg IV. Das Wertzeichen steht normalerweise im Oval auf 6Uhr-Position unterhalb des Widmungstextes, ist aber praktisch hier nicht mehr sichtbar. Das Münzmeisterzeichen IK rechts und links der Wertzahl unterhalb des Widmungstextes steht für den Dresdener Münzmeister Johann Koch, der dort von 1688-1698 arbeitete. Der Wert im gezeigten Zustand dürfte 15-20.-€ nicht überschreiten.
Gruß
corrado26
Danke corrado für deinen superschnellen und informativen Hinweis!!!
Kann mir noch jemand bei der Bestimmung der ersten Münze helfen? Vielen Dank!
@ corrado, das kommt davon wenn man immer nur die großen Dinge sieht, dann bleiben die kleinen am Wegesrand verborgen.
Bei dieser schönen Münze handelt es sich um einen Doppelgroschen mit dem schönen alten Groschenzeichen.
Da der Taler seit 1667 nach den Zinnaischen Fuss in 28 Groschen geteilt wurde, entspricht dieser Doppelgroschen = 1/14 Speziestaler, von dem 9 Stück aus der Mark Fein geschlagen wurden.
Es waren etwas andere Zeiten als heute, wo man weiß, dass der Euro in 100 Cent geteilt wird.
Das Bild habe ich extra kleiner gemacht, damit Du es auf Deinen kleinen Bildschirm laden kannst.
Danke diwidat, das Groschenzeichen habe ich echt nicht gesehen. So hast Du natürlich absolut recht
Im übrigen habe ich immerhin einen 18"-Bildschirm, sooo klein ist der also nicht, aber das leidige Hochladen der Bilder dauert meist unendlich lang ohne DSL.
@ corrado, das kommt davon wenn man immer nur die großen Dinge sieht, dann bleiben die kleinen am Wegesrand verborgen.
Bei dieser schönen Münze handelt es sich um einen Doppelgroschen mit dem schönen alten Groschenzeichen.
Da der Taler seit 1667 nach den Zinnaischen Fuss in 28 Groschen geteilt wurde, entspricht dieser Doppelgroschen = 1/16 Speziestaler, von dem 9 Stück aus der Mark Fein geschlagen wurden.
Es waren etwas andere Zeiten als heute, wo man weiß, dass der Euro in 100 Cent geteilt wird.
Das Bild habe ich extra kleiner gemacht, damit Du es auf Deinen kleinen Bildschirm laden kannst.
Das ist nicht mein Bereich, es könnte aber ein englischer Longcross Penny sein.
Hallo,
danke für eure Hilfe. Wie hoch ist dann der Wert des Doppelgroschen? Wie ich verstanden habe handelt es sich hier nicht um einen 1/3 taler und somit ist der Wert 15-20 euro irrtümlich, oder? Es liegt bestimmt in eurem Bereich
wie ich den guten Dieter "Diwidat" so kenne, gehört die Betrachtung und Beurteilung von Münzen rein nach ihrem Marktwert grundsätzlich nicht "in seinen Bereich".
Numismatiker sehen eben in Münzen ein wenig mehr als den schnöden Mammon, den man bei xbay für das geprägte Stückchen Metall heraus schlagen kann.
Damit aber die liebe Seele ihren Frieden findet: Der Doppelgroschen besitzt weniger Marktwert als der Dritteltaler. Ich habe bei einem Händler ein kleines Lot von drei Doppelgroschen (inklusive Deinem) sowie einem einfachen Groschen in vergleichbarer Erhaltung für insgesamt 30,- Euros gesehen. Hieraus kannst Du Dir in etwa den Marktwert Deiner Münze ableiten (nicht vergessen: der Händler will auch noch etwas verdienen).
Da heißt es: tapfer sein und weiter für den Lebensunterhalt malochen gehen....