Auf dem Bild in der Auktion sah die Münze eher nach vz-stgl. aus als auf Deinem Bild. Mich würden die feinen Kratzer auch stören. Streng genommen kann die Münze wirklich vz - stgl. sein, allerdings würde ich die so auch nicht haben wollen.
Wie sieht die Müze denn in natura aus? Vergrößerungen machen ja kleine Krätzerchen erst so richtig heftig.
Auf dem Auktionsbild sieht die Münze meiner Meinung nach um Längen besser aus. Mit Klick auf das Bild kann man es größer machen.
Und die von jeggy angesprochenen winzigen Kratzer sind auch nicht im Beschreibungstext erwähnt, obwohl man sie mit Brille auch sieht, und mit Lupe erst recht.
Ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Das oben am Kopf von Wilhelm II. eingeritzte Kreuz ist natürlich heftig und auf dem Internet-Foto überhaupt nicht zu sehen.
Trotzdem ist diese Seite wahrscheinlich noch als vorzüglich einzustufen.
Die Adlerseite würde ich besser einstufen. Aber für stgl. reichts wegen der Kratzer nicht ganz (stgl-). Übrigens sind die Kratzer, insbesondere die Macke im H von REICH auf dem Internet-Foto auch nicht zu sehen.
Ich weiss nicht, wie der Preis in Relation zur Erhaltung steht, aber wenn Du nicht zufrieden bist, würde ich versuchen die Münze zurückzugeben.
Auf dem Auktionsbild sieht die Münze meiner Meinung nach um Längen besser aus. Mit Klick auf das Bild kann man es größer machen.
Und die von jeggy angesprochenen winzigen Kratzer sind auch nicht im Beschreibungstext erwähnt, obwohl man sie mit Brille auch sieht, und mit Lupe erst recht.
Ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Du brauchst Dich nicht eines Besseren belehren zu lassen, Du hast vollkommen recht. Schade eigentlich, das ein so renommiertes Auktionshaus solche Kratzer nicht im Text erwähnt. Ich würde die Münze wieder zurückgeben.
Auf einen Auktionator ist auch nicht immer Verlass. Ich habe auch mal eine Münze bei Künker ersteigert, die als vz beschrieben war, meiner Meinung nach aber gerade mal ss+ ist. Zum Glück war sie trotzdem noch vergleichsweise günstig.
Eine Münze bei einer Auktion zurückzugeben, ist aber immer eine etwas schwierige Sache. Da muss die Abweichung vom beschriebenen Erhaltungsgrad schon sehr deutlich sein, denn letztlich läuft alles auf Kulanzbasis. Ich habe das einmal gemacht, da wurde es auch akzeptiert: eine stgl ausgeschriebene Münze war abgenutzt, am Rand ausgefranst und gereinigt.
Nein, ich werde die Münze auch nicht von mir aus zurückgeben und habe das Geld auch schon überwiesen.
Allerdings habe ich an Künker geschrieben, dass ich bei meiner ersten Künker Auktion nicht zufrieden war und dass ich sicher weiterhin nicht mehr bei Künker bieten werde.
Ich meine auch, dass seriöserweise zumindest "winzige Kratzer" hätten erwähnt werden sollen. Künker nimmt es da leider nicht immer so genau. Winzig heisst nicht, dass man die Kratzer nur mir der Lupe erkennt, es bedeutet nur, dass es sich um keine groben Schnitzer handelt.
Leider treten gerade beim Fernbieten die Schwächen des europäischen Standards der Erhaltungsangaben besonders hervor. Daher bin ich ja dafür, dass hier etwas Besseres eingeführt wird. Man braucht es ja nicht so übertreiben wie die Amis - aber eine Abstufung à la Franquinet wäre meiner Meinung besonders für Saalauktionen schon wünschenswert. Danach würde ich die Münze vielleicht mit 1,6 einordnen
Leider treten gerade beim Fernbieten die Schwächen des europäischen Standards der Erhaltungsangaben besonders hervor. Daher bin ich ja dafür, dass hier etwas Besseres eingeführt wird. Man braucht es ja nicht so übertreiben wie die Amis - aber eine Abstufung à la Franquinet wäre meiner Meinung besonders für Saalauktionen schon wünschenswert. Danach würde ich die Münze vielleicht mit 1,6 einordnen
Die Amis haben mindestens 5 Gradingagenturen, die alle unterschiedlich bewerten. Das ist auch nicht besser. Bei den Auktionatoren kriegt man irgendwann ein Gefühl dafür, wer streng und wer lax ist.
Die Amis haben mindestens 5 Gradingagenturen, die alle unterschiedlich bewerten. Das ist auch nicht besser. Bei den Auktionatoren kriegt man irgendwann ein Gefühl dafür, wer streng und wer lax ist.
Nur kann das leider ein etwas teurer Lernprozess werden. Der Spielraum bei den Amerikanern ist auch längst nicht so gross wie beim Einschätzen nach europäischen Standard. Und genau da ist ja das Problem. Aber wie gesagt, ich favorisiere nicht das amerikanische System - vor allem nicht, wie dort diesbezüglich so übertrieben wird. Das jagt nur die Preise für gute Stücke in den Himmel - schlecht für uns
Die Münze wurde mit 410 € zugeschlagen, inklusive Aufschlag und MwSt knapp 505 €.
Für die angegebene Erhaltung eigentlich ein guter Preis, da verlangen manche Händler einen höheren Preis.
Wenn ich mir die Münze aber anschaue, hätte ich sie bei einem Händler im Laden oder auf der Börse nicht genommen.
Naja, nachdem ich die 177a in besserer Erhaltung habe, werde ich diese wohl behalten und nicht durch einen Verkauf Geld kaputt machen.
Wieder etwas gelernt. Man muss Münzen halt doch anschauen, bevor man sie kauft.
Obwohl ich bei meinen wenigen Auktionskäufen, zuletzt J.172 bei Meister & Sonntag, nur gute Erfahrungen mit der Erhaltungsangabe gemacht habe.
Bei Künker war es meine erste (und wohl auch letzte) Mail-Biet-Auktion.
Wieder etwas gelernt. Man muss Münzen halt doch anschauen, bevor man sie kauft.
Obwohl ich bei meinen wenigen Auktionskäufen, zuletzt J.172 bei Meister & Sonntag, nur gute Erfahrungen mit der Erhaltungsangabe gemacht habe.
Bei Künker war es meine erste (und wohl auch letzte) Mail-Biet-Auktion.
Auch bei Künker bekommst Du manchmal genau das, was im Katalog drinsteht. Was ich Dir aber empfehlen kann: Ein vertrauter Münzagent bietet für Dich. Der ist persönlich vor Ort und schaut sich die Münze an. So hat er mir z.B. schon einmal gesagt, wann ich nicht bieten soll, weil die Erhaltungsangabe inkorrekt war. Der kostet Dich nix, sondern bekommt die Provision vom Auktionator (äquivalent zu dem Aufgeld, das Du als Sammler zahlst).
Die Münze finde ich aber besser erhalten. Vz-st finde ich hier abslut gerechtfertigt.
Da schliesse ich mich an. Es sind zwar auch winzige Kratzer drauf, aber nicht erwähnenswert, da wohl auch im Augenschein sicher nicht so ins Auge fallend wie bei Alfons' Stück. Hier wäre eine Erwähnung überflüssig, da die Spuren bereits durch die Erhaltungsangabe integriert sind. Auch die Stelle unter dem Halsabschnitt rechtfertigt wohl kein "minimal berieben". Die anderen feinen "Kratzer" (deutlich bei 11 Uhr) sind Abziehspuren.
Auf meine email an Künker, in der ich geschrieben hatte, daß ich sehr unzufrieden bin, aber das Geld überwiesen hätte, wurde mir gestern angeboten, die Münze auf deren Kosten zurückzuschicken, und die Kosten werden mir erstattet.
Ich finde das fair und werde das Angebot annehmen.
Auf meine email an Künker, in der ich geschrieben hatte, daß ich sehr unzufrieden bin, aber das Geld überwiesen hätte, wurde mir gestern angeboten, die Münze auf deren Kosten zurückzuschicken, und die Kosten werden mir erstattet.
Ich finde das fair und werde das Angebot annehmen.
Das finde ich klasse. So muss man mit Kunden umgehen. Diesbezüglich ist Künker auch meiner Erfahrung nach sehr gut. Vielleicht hat ja auch jemand hier mitgelesen