Warum großer weißer Streifen auf Münzen diesen Typ's?
Hey,
mir ist schon öfter aufgefallen, dass die 2,3 und 5 Mark Stücke Luitpold Prinzregent von Bayern eine großen weißen/hellen Streifen auf der Münze aufweisen. Bei meinen Münzen ist dies auch der Fall, ich habe mal als Beispiel eine Ebay Auktion drangehängt.
Es kann an der Aufbewahrung liegen. Die Kunststofftaschen haben einen Einstecklasche, so ergibt sich an dieser Stelle ein "Dreifachschutz" und die Münze wird ein wenig besser gegen das Licht geschützt.
Ja, sowas ähnliches habe ich mir uch schon gedacht, aber es kommt ja nur bei diesem Münztyp vermehrt vor und nicht bei anderen.
Wurden sie vielleicht bei einem Sammler gehortet?
Aber das müssen dann ja hunderte gewesen sein, da ich meine 2,3 und 5 mark bei verschiedenen Händlern gekauft habe, aber alle drei dieses Merkmal aufweisen.
Das sieht mir ziemlich eindeutig nach den spuren eines Tesa-Streifens aus. Wenn noch Rückstände auf der Münze sind, dann lassen die sich recht einfach mit Alkohol entfernen.
Früher gab es viele dieser Eindrückpappen. Damit nichts rausfällt, wurde gerne mal ein Tesa-Streifen zur Fixierung benutzt.
Vielen dank für die Antwort, mich interessiert aber mehr warum diese Streifen vermehrt gerade bei dieser Münzart auftreten und nicht so häufig bei anderen?
Das ist mir speziell bei diesen bayerischen Münzen auch schon aufgefallen.
Da sollten wir mal pipdurex fragen, der müsste sich als Bayernspezialist da auskennen
gut, dass ich nicht der einzige bin, dem das aufegfallen ist
@hegele Kannst du denn bitte pipdurex fragen? Ich kenn ihn leider nicht.
Was mir auch aufegfallen ist, dass diese Streifen unterschiedlich breit sind, ich stelle entweder noch gleich oder morgen Fotos rein, Scans kann ich leider erst morgen machen, mal sehen, ob überhaupt was auf den Fotos/Scans zu erkennen ist.
Edit:
Hab mal ein paar Fotos gemacht, von oben nach unten 5,3 und 2 Mark.
Diesen Streifen habe ich bei keiner anderen Münze.
Diese hellen Streifen treten nicht nur bei diesem Münztyp, sondern auch bei Otto und Ludwig III auf.
Ursache aus meiner Erinnerung (Quelle jetzt leider nicht gefunden):
Nach der Produktion wurden die Münzen zu Zählzwecken gestapelt und nach einer bestimmten Anzahl Münzen ein weißer Papierstreifen zwischen 2 Münzen gelegt. Die chemische Zusammensetzung des Papiers ist für diese Streifen auf vielen bayer. Silbermünzen dieser Zeit ursächlich.
Vielleicht hat jemand noch genauere Informationen hierzu.
Die Erklärung mit dem Papierstreifen klingt ganz plausibel.
Das hab ich mal ausprobiert -> bei einem Stapel von 100 Münzen bei jeder zehnten einen Papierstreifen eingelegt, da fing der Turm ganz schön an zu wackeln - also ziemlich unwahrscheinlich.
Aber auch nichts wissen, kann ich schon sehr viel,
(eine Vermutung!!) in den Münzstätten wurden die Silberbarren für die Zainen selber legiert und gegossen. Wenn die Knüppel liegend gegossen wurden (in Karlsruhe wurden sie stehend gegossen) könnte sich an der Legierung etwas getan haben. Die hellen Streifen sehen mir nach einer etwas höheren Silber Legierung aus, die ein anderes Patinierungsverhalten hat.
Legiert wurde damals einfach mit der Waage - 100 Kilo Kupfer zu 900 Kilo Silber - und fertig war die Schmelze.
Englische Münzen mit .925 patinieren auch etwas anders als die Deutschen mit .900.
In deiner interessanten Vermutung gibt es scheinbar einen Hacken. Wenn, dann müsste der "Streifen" unregelmäßig vorkommen. Was ich bis jetzt gesehen habe, er ist stets mittig.
Mich würde noch interssieren, ob auch andere Münztypen diesen Streifen aufweisen, denn mir ist er nur bei den bayrischen aufgefallen, aber vllt gibt es ja auch noch andere Münzen, die "befallen" sind.
Denn, wenn keine anderen Münztypen bis auf Bayern diesen Streifen aufweisen, dann liegt es höchstwarscheinlich am Fertigungsprozess und nicht an diesen Plastikhüllen, wie einige beschrieben haben.
Hat denn schon jemand versucht den Streifen wegzubekommen?
Ich trau mich da an meine Münzen nicht ran, da ich Angst habe, dass nacher die schöne Patina auch weg ist.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Streifen beim Herstellen der Barren enstand, da die Streifen keinerlei Wellen oder Störungen aufweisen, sondern eine gerade Linie sind, als ob man sie mit einem Lineal gezogen hätte.
Weiß jemand, ob die Münzen in Bayern nur in einer Prägeanstalt geprägt wurden oder ob es verschiedene Standorte gab?
Sonst könnte man vllt noch den Prägeort der "gestreiften" Münzen eingrenzen.
@Löwenherz: Und wie wurden die Münzen in den anderen Gebieten gezählt?
Ich denke mal, dass es einfachere Möglichkeiten gab die Münzen zu zählen als sie mit Papierstreifen zu ordnen. Man hätte ja ganz einfach Zählbretter nehmen können, oder wie es heute gemacht wird: einfach wiegen.
Egal ob es die Legierung ist oder ein Papierstreifen, der als Zählhilfe verwendet wurde: Beides erklärt nicht, warum der Streifen immer genau in der Mitte auftaucht. Daher will ich ein paar Fragen in die Diskussion einbringen: Wie wurden Münzen damals für den Transport und die Lagerung verpackt? Gab es auch schon so etwas wie Münzrollen? Und falls ja: Wie sahen die Öffnungen oben und unten der Rolle aus? Eine dicke Papierwulst am Rand, so wie bei heutigen Rollen, oder gab es vielleicht nur eine streifenförmige Öffnung?
Ich werde meine Streifen gleich mal messen, was mir auch noch aufgefallen ist, dass die Streifen nur auf der Vorderseite und nie auf der Adlerseite vorkommen.
Kann es denn sein, dass die Bayrische Prägeanstalt für besondere Zwecke/Personen Münzetuis entworfen hat, in denen dann jeweils 2,3 und 5 Mark lagen?
Vor ein paar Jahren gabs so eine Schatulle mit den Münzen bei Ebay.
Sie war länglich, sodass die 3 Münzen nebeneinander rein passten, dunkelblau und nicht besonders hoch.
Vielleicht liegt darin die Ursache.
aber warum die Streifen unterschiedlich groß sind, weiß ich auch nicht.
Der Streifen auf meinem Bayern geht zwar einigermaßen durch die Mitte, ist aber NICHT parallel.
In der Mitte ist er ca. 10 mm - und an den Rändern 7,5 mm breit.
Da fallen im Grunde schon mal die Papierstreifen weg.
Die schmalen Bändchen in den Etuis könnten es auch kaum sein, da ich sie auf der Adlerseite vermuten würde.
Wo bleiben die Experten, die Münzendoktoren, die Supersammler und Superberater - und was es sonst noch alles gibt?
So, von 100 bayrischen Münzen waren mind. 7 gestreift, bei bei einem Teil konnte man nicht 100%tig sagen, ob es ein Streifen ist oder nicht, was auch an den z.T. schlechten Fotos/Scans liegt.
Daher denke ich, dass es noch weitaus mehr sind als die 7 gefundenen.
Hat jemand schonmal auf nichtbayrischen Münzen diesen Streifen entdecken können?
Normal bin ich ganz geduldig, mir ist aber gerade etwas langenweilig
Aber Montag geht die Schule ja wieder los, da werde ich dann für solche Themen auch nicht mehr viel Zeit übrig haben. Denn bei 36(11 Fächer, Mathe LK, Erdkunde Lk) Wochenstunden, die die Schulleitung wieder so idiotisch legt, dass ich dann wie letztes Jahr 7 Freistunden in der Woche habe, womit ich nichts anfangen kann.
Wie alt seid ihr eigentlich alle so?
Ich bin jetzt 17,5 Jahre.
was mir auch noch aufgefallen ist, dass die Streifen nur auf der Vorderseite und nie auf der Adlerseite vorkommen.
ich habe dann hier mal einen Otto mit Streifen auf der Adlerseite
Bild ist nicht sonderlich scharf, den Streifen kann man aber sehr gut erkennen. Ich habe mir bisher noch keine Gedanken über die Herkunft gemacht . Beim Luitpold konnte ich nichts feststellen.
Normal bin ich ganz geduldig, mir ist aber gerade etwas langenweilig
Wenn dir wirklich gerade langweilig ist, dann stelle doch mal die NOCH IMMER fehlenden Bilder deiner Münze im Thema "Münzbestimmung" rein, die du versprochen hattest.