es ist nicht mein Hauptsammelgebiet deshalb sind meine Fälschungskenntnisse im Bereich Reichstaler eher schlecht. Es geht um einen Taler aus Sachsen bei dem ich den Rand etwas komisch finde. Unter dem Mikroskop ist die Oberfläche teilweise eher rau. Wenn man nur den Rand beurteilt, könnte man eigentlich schon fast von einer Gussfälschung ausgehen.
Gewicht: 28,46 g
Durchmesser: ca. 41 mm
Kann es möglich sein, dass solche Spuren von der Korrosion entstehen? Oder wie können solche Spuren entstehen, wenn man von keiner Fälschung ausgehen würde?
Es ist kein seltener Reichstaler, eher Massenware. Ich habe ein paar Fälschungen von anderen Talern als Vergleichsobjekte bei mir liegen. Bei den meisten sieht man es sofort, ob es sich um einen Guss handelt, bei anderen wo die Optik einigermaßen stimmt passt das Gewicht nicht.
Würde mich freuen, wenn Ihr mir weiterhelfen könnt. Vielen Dank.
Danke für deine Antwort. Auf dem Münzgrund sind auch Stellen mit Gussporen. Vom optischen Eindruck, wenn man den Taler in der Hand hält sieht er authentisch aus. Was mich bei dem Stück wundert ist, wie gesagt, das Gewicht.
die Flächen und der Rand zeigen eindeutige Spuren einer Überhitzung.
Während des WK II sind viele Häuser abgebrannt, in denen Taler gelegen haben (damaliger Preis = 6 Reichsmark), was auf vielen Münzen seine Spuren hinterlassen hat.
Die Gluht reichte nicht zum Schmelzen, und wenn die Stücke noch unter relativen Luftabschluss (Eiserne Truhe oder so) geglüht wurden - gibt es diese recht markanten Oberflächenbilder.
Meine gleichen Taler wiegen um 28,9 Gramm bei 40,5 mm Dm.
Das Stück halte ich für echt - aber durch Kriegsereignisse misshandelt (daher auch das Untergewicht durch Verzunderung)
Das ist ein Aspekt, den ich gar nicht berücksichtigt hatte.
Sehr interessant und lehrreich. Vielen Dank, Dieter.
Ich werde das bei der Besichtigung anderer Stücke in Zukunft mit bedenken.
die Flächen und der Rand zeigen eindeutige Spuren einer Überhitzung.
Während des WK II sind viele Häuser abgebrannt, in denen Taler gelegen haben (damaliger Preis = 6 Reichsmark), was auf vielen Münzen seine Spuren hinterlassen hat.
Die Gluht reichte nicht zum Schmelzen, und wenn die Stücke noch unter relativen Luftabschluss (Eiserne Truhe oder so) geglüht wurden - gibt es diese recht markanten Oberflächenbilder.
So junge Sammler können das aber nicht wissen.
Meine gleichen Taler wiegen um 28,9 Gramm bei 40,5 mm Dm.
Das Stück halte ich für echt - aber durch Kriegsereignisse misshandelt (daher auch das Untergewicht durch Verzunderung)
Gruß diwidat
Danke für deine Antwort, sehr interessant, an sowas habe ich noch überhaupt nicht gedacht. Bei dem Sammelgebiet fehlt mir leider noch das Expertenwissen. Wieder was gelernt .
Bei dem Sammelgebiet fehlt mir leider noch das Expertenwissen. Wieder was gelernt . mfg
Vor Jahren habe ich mal eine Aufstellung gemacht und gesehen, dass von der ersten Großmünze (Guldengroschen) von Friedrich dem Weisen 1522 bis Friedrich August's Abdankung 1918 gesamt ca. 5500 verschiedene Münzen geprägt wurden - da sind die Kippermünzen noch nicht enthalten.
Meine Dubletten kommen demnächst auf den Markt.