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Deutschland vor 1948 Drittes Reich, Weimar, Kaiserreich, Taler

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Alt 14-12-2011, 18:01   #26 (permalink)
 
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Aktualisiert. 17 Exemplare wurden dieses Jahr verkauft, dazu sind derzeit drei weitere Exemplare im Angebot. Angesichts solcher Zahlen kann man eine interessante Diskussion über den Inhalt des Begriffes " selten " beginnen. Wie auch immer 1915 A ist eine der faszinierensten Münzen des Sammelgebietes.
So ich spekuliere mal. In http://www.emuenzen.de/forum/754762-223-post.html habe ich das Verhätnis Prägezahl zu Angebot 2011 gesetzt. Da ich bei dem Elephanten von einer noch fast vollständige Auflage ausgehe, kann man mit dieser Verhältniszahl auch die Stücke des 1915er Willi hochrechnen. Also die 17 Exemplare mal 200 ergibt 3.400 Stück. Das ganze etwas kürzen (event. 90% siehe Elephant) so das man von ca. 3.000 Exemplarem auf dem Markt (incl. denen in Sammlungen) ausgehen kann. Da es natürlich eine gewisse Streubreite gibt würde ich plus minus 500 Exemplare rechnen.
Wie es Matthias schreibt, wirklich selten ist J 253 1915 damit nicht, aber eine faszinierende Münze.
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Fusselbär ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15-12-2011, 13:27   #27 (permalink)
 
3000 Exemplare entspricht 60 Rollen zu 50 Stk oder 30 Rollen zu 100 Stk. Da hat Kurtchen schön zu schleppen gehabt.
Kronerogøre ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 17-12-2011, 18:01   #28 (permalink)
 
Die Erhaltung sollte handelsüblich sein! Bei vz-st wäre ich besonders vorsichtig, was Fälschungen angeht! Dann ist der Preis von 2.800 Euro top, dafür verkauft aber leider kein Händler! Da auf Auktionen noch das Aufgeld zwischen 10 und 20 % dazu kommt, wird es eher wieder uninteressant!
Münzen ab 1871 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-12-2011, 18:10   #29 (permalink)
 
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Die Erhaltung sollte handelsüblich sein! Bei vz-st wäre ich besonders vorsichtig, was Fälschungen angeht! Dann ist der Preis von 2.800 Euro top, dafür verkauft aber leider kein Händler! Da auf Auktionen noch das Aufgeld zwischen 10 und 20 % dazu kommt, wird es eher wieder uninteressant!
Was möchtest du uns damit sagen? Ich habe von noch keinem 1915er als Fälschung gehört, möchte dies selbstverständlich auch nicht ausschließen. Hast du hinweise auf Fälschungen bei dem 1915er?
Fusselbär ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-12-2011, 21:06   #30 (permalink)
 
[QUOTE=Münzen ab 1871;755376]Die Erhaltung sollte handelsüblich sein! Bei vz-st wäre ich besonders vorsichtig, was Fälschungen angeht! Dann ist der Preis von 2.800 Euro top, dafür verkauft aber leider kein Händler! Da auf Auktionen noch das Aufgeld zwischen 10 und 20 % dazu kommt, wird es eher wieder uninteressant![/QUOTE]

Mitnichten, auch mit Aufgeld ist diese Münze hochinteressant. Die handelsübliche Erhaltung dieses Jahrgangs ist vz - st.

Geändert von Kronerogøre (17-12-2011 um 21:38 Uhr)
Kronerogøre ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 05-04-2012, 13:26   #31 (permalink)
 
Aus Anlass des Ebay_Angebotes (Von diesen Ebay - Angeboten die Finger weg), dass wir am Wochendene diskutiert haben, hole ich mal diesen Thread wieder hoch und füge folgenden Artikel bei, der gut zum Thema J 253 1915 A passt :

Spekulationen über eine angeblich geplante Gegenstempelung der deutschen Goldstücke wärend des Ersten Weltkrieges

Im Kriegsjahr 1915 waren die USA noch neutral, und auch in der numismatischen Literatur war von einem ” Feindbild Deutschland ” noch wenig zu spüren.>>
Blättert man den Jahrgang 1915 der noch heute bestehenden Monatszeitschrift ” The Numismatist ” durch, finden sich manche Bezüge zum Geldwesen auch der längst von den Kriegsgegnern blockierten Mittelmächte, und trotz der Zerstörung der deutschen Überseekabel gelangten teilweise recht detailierte Meldungen in die USA. Andererseits sind unsichere Informationskanäle stets auch gute Voraussetzungen für vage Gerüchte, und das Zustandekommen so mancher damals publizierten Idee wird sich wohl nie mehr einwandfrei rekonstruieren lassen.
So berichtet die Zeitschrift in ihrer Märznummer 1915 nach Auswertung verschiedener Leserbriefe, dass die deutsche Regierung mit allen tauglichen Mitteln versuchen würde, die Goldmünzen des Kaiserreichs aus dem Umlauf zu ziehen und der Reichsbank zur Verfügung zu stellen. Das war damals sicher der Fall, und auch in der deutschen geldgschichtlichen Literatur fehlt es nicht an Berichten über Massnahmen, mit denen man versuchte, den Bürger zu bewegen, seine Goldfüchse gegen Papiergeld umzutauschen.
Man versuchte, so der “ Numismatist “ 1915 weiter, die gehorteten Goldstücke durch Apelle in den Theatern aus den Taschen der Bürger zu ziehen. Dabei würden die Sprecher jeweils als besonderen Ansporn die Menge der bereits eingetauschten Goldstücke bekanntgeben.
In der aktuellesten Mitteilung an die damalige Redaktion wurde berichtet, die deutsche Regierung plane, alle eingewechselten Goldstücke bis zum Ende des Krieges gegenstempeln zu lassen. Anschliessend sollten nur diese Stücke vollen Kurswert behalten, die nicht gegengestempelten, von ängstlichen oder weniger patriotischen Bürgern gehorteten Goldstücke aber zu einem wesentlich niedrigerem Zwangskurs umlaufen. So sollten die Deutschen bestraft werden, die ihr Gold nicht gegen Papiergeld eingewechselt hatten.
Das angebliche deutsche Regierungsprojekt scheint auf den ersten Blick plausibel, jedenfalls in die Zeit passend. Auch der Redakteur der amerikanischen Münzzeitschrift war offenbar von der Möglichkeit einer solchen Entwicklung überzeugt, denn er sorgte sich über den Wert der im neutralen Ausland befindlichen deutschen Goldstücke. Denkt man aber etwas eingehender über den angehenden Plan nach, so fallen doch erhebliche Ungereimtheiten auf. So beruhte die deutsche Währung nach wie vor auf dem Wert des Edelmetalls, und es ist schwer vorstellbar, dass ein nicht gegengestempeltes Zwanzigmarkstück unter diesen Voraussetzungen weniger wert sein könnte als ein gegengstempeltes von gleichem Feingehalt und gleicher Masse. Hätte man eine Abwertung tatsächlich versucht, wären diese nach wie vor vollwertigen Stücke sofort ausser Landes geschmuggelt worden.

R.J.
( Quelle : Geldgeschichtliche Nachrichten, Nr 146, S . 303 – 304 )

Geändert von Kronerogøre (05-04-2012 um 13:28 Uhr)
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