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| Deutschland vor 1948 Drittes Reich, Weimar, Kaiserreich, Taler |
3gefällt
19-10-2011, 20:14
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#26 (permalink)
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Das ist alles korrekt. Und das ein vz nicht immer eindeutig ist auch. Auch das man bei älteren und selteneren Stücken vielleicht nicht die Traumerhaltung bekommt/bezahlen kann. Nur man kann doch nicht sagen, wenn das Stück von 1892 wär dann ist`s vz und bei 1914 ist es ss-vz. Da stößt mir dann doch sauer auf. Eine Erhaltungseinschätzung ist oftmals umstritten, wenn wir aber noch anfangen den Prägeauflagen und den Jahrgang mit einzubringen dann hörts auf.
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Ach so nein, dann habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Mit " akzeptieren " meinte ich nicht " als vorzüglich durchgehen lassen, obwohl es schwächer ist " , sondern " in der Sammlung akzeptieren, obwohl das Stück schlechter ist, als man es gern hätte ".
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20-10-2011, 19:39
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#27 (permalink)
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Hallo Fusselbär u. a.,
hierzu ein brandaktuelles Beispiel aus diesem Forum.
Ich beziehe mich auf die von Rambo vorgestelle 5 Mark Hessen 1876 J. 67.
http://www.emuenzen.de/forum/deutsch...uenzen-33.html
nambu94, platinum und Sie selbst, schätzen die Adlerseite einstimmig als vz ein. Dem stimme ich aufgrund der hohen Umlaufzeit dieses Jahrgangs vollumfänglich zu.
Würde es sich allerdings um beispielsweise eine J. 40 von 1913, eine J. 46 von 1913, eine J. 65 von 1913, eine J. 136 von 1914 oder um eine J. 176 von 1913 handeln, würde ich deutlich strengere Maßstäbe anlegen und käme beim Adler (Rv.) auf allenfalls ss-vz! Bitte beachten Sie die deutlich erkennbaren, das Relief verletzt habenden Kratzer sowie den deutlich erkennbaren Abrieb an der Krone - Reste von Stempelglanz zwischen den Buchstaben und zwischen den Federn sind in diesem Fall eher irrelevant.
P.S.
Das anlegen strengster (Erhaltungs)Maßstäbe bei bestimmten Jahrgängen stammt nicht - wie ich fälschlicherweise schrieb - von Jaeger sondern sind (alte) Empfehlungen aus der Zs. "Der Münzensammler mit dem Münzenkmarkt".
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20-10-2011, 20:08
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#28 (permalink)
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Hallo Fusselbär u. a.,
hierzu ein brandaktuelles Beispiel aus diesem Forum.
Ich beziehe mich auf die von Rambo vorgestelle 5 Mark Hessen 1876 J. 67.
http://www.emuenzen.de/forum/deutsch...uenzen-33.html
nambu94, platinum und Sie selbst, schätzen die Adlerseite einstimmig als vz ein. Dem stimme ich aufgrund der hohen Umlaufzeit dieses Jahrgangs vollumfänglich zu.
Würde es sich allerdings um beispielsweise eine J. 40 von 1913, eine J. 46 von 1913, eine J. 65 von 1913, eine J. 136 von 1914 oder um eine J. 176 von 1913 handeln, würde ich deutlich strengere Maßstäbe anlegen und käme beim Adler (Rv.) auf allenfalls ss-vz! Bitte beachten Sie die deutlich erkennbaren, das Relief verletzt habenden Kratzer sowie den deutlich erkennbaren Abrieb an der Krone - Reste von Stempelglanz zwischen den Buchstaben und zwischen den Federn sind in diesem Fall eher irrelevant.
P.S.
Das anlegen strengster (Erhaltungs)Maßstäbe bei bestimmten Jahrgängen stammt nicht - wie ich fälschlicherweise schrieb - von Jaeger sondern sind (alte) Empfehlungen aus der Zs. "Der Münzensammler mit dem Münzenkmarkt".
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Hallo Fehlprägung, auch bei vz kann geringer Abrieb vorkommen. Deshalb habe ich bei der Adlerseite von Rambos Hessen ein vz vergeben, weil ich dies so sehe. Wenn du (ich duze einfachalthaber mal weil es fast alle so machen) das anders einschäzt ist da voll ok. Nur bei mir gibt es halt keinen Bonus nur weil es eine Münze ist, welche 40 Jahre mehr auf dem Buckel hat, als z.B ein 1914er. Die Kratzer zeigen das die Münze im Umlauf war sind aber kein Grund deshalb auf ss Adlerseitig zu bewerten. Zugegeben ein vz+ ist auch die Adlerseite nicht.
Wie geschrieben, ist dies meine Meinung, wer eine andere hat, da kann ich mitgehen oder auch nicht. Münzbewertung ist immer schwierig, nur ich freunde mich nicht damit an den Jahrgang mit einfließen zu lassen.
grüße Matthias
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20-10-2011, 20:40
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#29 (permalink)
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Hallo Fusselbär u. a.,
hierzu ein brandaktuelles Beispiel aus diesem Forum.
Ich beziehe mich auf die von Rambo vorgestelle 5 Mark Hessen 1876 J. 67.
http://www.emuenzen.de/forum/deutsch...uenzen-33.html
nambu94, platinum und Sie selbst, schätzen die Adlerseite einstimmig als vz ein. Dem stimme ich aufgrund der hohen Umlaufzeit dieses Jahrgangs vollumfänglich zu.
Würde es sich allerdings um beispielsweise eine J. 40 von 1913, eine J. 46 von 1913, eine J. 65 von 1913, eine J. 136 von 1914 oder um eine J. 176 von 1913 handeln, würde ich deutlich strengere Maßstäbe anlegen und käme beim Adler (Rv.) auf allenfalls ss-vz! Bitte beachten Sie die deutlich erkennbaren, das Relief verletzt habenden Kratzer sowie den deutlich erkennbaren Abrieb an der Krone - Reste von Stempelglanz zwischen den Buchstaben und zwischen den Federn sind in diesem Fall eher irrelevant.
P.S.
Das anlegen strengster (Erhaltungs)Maßstäbe bei bestimmten Jahrgängen stammt nicht - wie ich fälschlicherweise schrieb - von Jaeger sondern sind (alte) Empfehlungen aus der Zs. "Der Münzensammler mit dem Münzenkmarkt".
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Ich schliesse mich Fusselbär an, die Kriterien für die Festlegung der Erhaltung, so unterschiedlich sie auch formuliert werden, erwähnen nie das Alter der Münze. Das wäre auch unlogisch, da das Alter an sich nicht zu einer Abnutzung der Münze führt. ( Es sei denn, es handelt sich um Münzen, die aus alten Sammlungen stammen , die Jahrzehnte oder sogar Jahrhundere lang in mit Filz ausgelegten Schubladen hin und her schurrten und dadurch leichte Abnutzungsspueren an den höchsten Reliefpartien erhalten haben. In Norwegen nennt man das " Kabinettabrieb " und erwähnt es in Zustandsbeschreibungen : In Deutschland gibt es hierfür meines Wissens nach keinen gesonderen Begriff ).
Eine ganz andere Frage hingegen ist, ob es wirklich immer mindestens vorzüglich sein muss, doch das ist eine ganz andere Diskussion.
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22-10-2011, 01:07
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#30 (permalink)
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Kronerogøre 20-10-2011 20:40:
"Ich schliesse mich Fusselbär an, die Kriterien für die Festlegung der Erhaltung, so unterschiedlich sie auch formuliert werden, erwähnen nie das Alter der Münze. Das wäre auch unlogisch, da das Alter an sich nicht zu einer Abnutzung der Münze führt."
Es ging mir zu keinem Zeitpunkt um das ABSOLUTE Alter einer Münze! Mir ist völlig klar, dass sich am Markt leichter ein 1900 Jahre alter prägefrischer römischer Denar auftreiben lässt, als beispielsweise eine prägefrische J. 26 oder J. 66.
Liebe Foristen, manche Kursmünzen wurden gerade im Kaiserreich aufgrund ihrer langen Umlaufzeit in der Masse regelrecht "verbraucht", wie Kurt Jaeger zu Recht schrieb. Infolgedessen gibt es gar keine ECHTEN (!!!!!) Stempelglanzstücke mehr davon. Dem trägt der Markt seit Jahrzehnten dahingegen Rechnung, dass man bei diesen Münztypen erhaltungsmäßig öfters mal (auch bei großen, bekannten Auktionshäusern) ein oder sogar zwei Augen zudrückt - und in der Regel wird das vom Sammler auch akzeptiert - ob das nun richtig oder falsch ist - darüber lässt sich natürlich weidlich streiten.
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22-10-2011, 05:40
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#31 (permalink)
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Dem trägt der Markt seit Jahrzehnten dahingegen Rechnung, dass man bei diesen Münztypen erhaltungsmäßig öfters mal (auch bei großen, bekannten Auktionshäusern) ein oder sogar zwei Augen zudrückt
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Diese (verkaufsfördernde) Tendenz von Auktionshäusern und Münzhändlern ist mir auch bekannt. Bei entsprechenden Beschreibungen werde ich immer ganz hellhörig und schaue zweimal hin.
Aber nicht nur die Seltenheit gewisser Münzen in bestimmten Erhaltungen führt zu wohlwollenden Einschätzungen.
Auch das Alter in Bezug auf die Herstellungtechnik spielt eine Rolle. Als ich angefangen habe, antike Münzen in meine Sammlung aufzunehmen, musste ich mich erst einmal umstellen. Unter einem (geschlagenen) römischen Denar in vz versteht man etwas anderes als bei einer maschinell geprägten Münze des Kaiserreiches in derselben Erhaltung. Das ist aus meiner Sicht durchaus nachvollziehbar.
Wenn es um industriell gefertigte Münzen geht, darf die Seltenheit einer Erhaltung m.E. keinen "wohlwollenderen" Blick mit sich bringen. So etwas ist eine Variable, die eine ohnehin nicht ganz 100%ige Einschätzung weiter "verwässert". Ich finde es besser, wenn ich in einer Beschreibung lese: Münze in ss (in diesem Jahrgang sehr selten in dieser Erhaltung) als: Münze (für diesen Jahrgang) in vz.
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22-10-2011, 15:00
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#32 (permalink)
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Hallo B555andi,
musste mich aufklären lassen, dass man sich auf dieser Plattform hier "dutzt". Soviel vorneweg. Sorry!
Andi, ich sehe das zu 100% genau so wie du. Beim Einkauf gilt für mich generell "Holzauge..." - nicht nur im Hinblick auf die Echtheit sondern v. a. auch auf den "angeblichen" Erhaltungsgrad.
Gruß
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23-10-2011, 23:41
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#33 (permalink)
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Kronerogøre 20-10-2011 20:40:
"Ich schliesse mich Fusselbär an, die Kriterien für die Festlegung der Erhaltung, so unterschiedlich sie auch formuliert werden, erwähnen nie das Alter der Münze. Das wäre auch unlogisch, da das Alter an sich nicht zu einer Abnutzung der Münze führt."
Es ging mir zu keinem Zeitpunkt um das ABSOLUTE Alter einer Münze! Mir ist völlig klar, dass sich am Markt leichter ein 1900 Jahre alter prägefrischer römischer Denar auftreiben lässt, als beispielsweise eine prägefrische J. 26 oder J. 66.
Liebe Foristen, manche Kursmünzen wurden gerade im Kaiserreich aufgrund ihrer langen Umlaufzeit in der Masse regelrecht "verbraucht", wie Kurt Jaeger zu Recht schrieb. Infolgedessen gibt es gar keine ECHTEN (!!!!!) Stempelglanzstücke mehr davon. Dem trägt der Markt seit Jahrzehnten dahingegen Rechnung, dass man bei diesen Münztypen erhaltungsmäßig öfters mal (auch bei großen, bekannten Auktionshäusern) ein oder sogar zwei Augen zudrückt - und in der Regel wird das vom Sammler auch akzeptiert - ob das nun richtig oder falsch ist - darüber lässt sich natürlich weidlich streiten.
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Das kann man nur unterschreiben, je nebulöser die Zustandsbeschreibung ( " Ehrliches sehr schön " , " Kl. Kr., ansonsten ein Augenschmauss " ; " altberieben, sonst st " ), desto wachsamer muss man sein.
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24-10-2011, 13:32
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#34 (permalink)
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" altberieben, sonst st "
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Köstlich!
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