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| Deutschland vor 1948 Drittes Reich, Weimar, Kaiserreich, Taler |
15gefällt
04-12-2011, 10:20
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#51 (permalink)
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Ich kann Dir mal ein wirklich "schönes" beriebenes Stück vorstellen. Falls Du so etwas mal siehst lass die Finger weg... 
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Sehe es so wie meine Vorredner. Das Stück ist nicht berieben, sondern geglättet. Meiner Meinung mit unter das Schlimmste was man in der Sammlung haben kann  . Ab und zu erkennt man es auf den Bildern nicht, aber wenn das Stück dann kommt, erlebt man sein blaues Wunder.
mfg
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04-12-2011, 12:21
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#52 (permalink)
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Anbei meine 5 Mark. Sind hochauflösende Scanns.
mfg
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Die ist ja ganz dreckig.
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06-12-2011, 21:29
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#54 (permalink)
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Putzspuren kann ich anhand er Scans nicht sehen, aber ich finde sie etwas fleckig. Um ganz ehrlich zu sein, halte ich die Münze für wenig attraktiv, doch in natura wirkt sie womöglich anders.
Geändert von Kronerogøre (06-12-2011 um 22:29 Uhr)
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07-12-2011, 16:11
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#56 (permalink)
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Hier mal ein Neuzugang meinerseits (gestern per Post gekommen):
Württemberg, 3 Mark 1914 F (J 175)
An sich ist das eine Münze, die mir richtig gut gefällt, wären da nicht Polierspuren links und rechts des Kopfes. Ich mache dem Verkäufer insoweit wenige bis keine Vorwürfe, da er einerseits nicht Münz- sondern "nur" Antik-Händler ist und man sich die Münze zudem schon bei etwas Licht ansehen muss, um die teils von Patina überwachsenen Spuren zu sehen. Da ich aber auch noch im Lernprozess bin und die Bilder des Verkäufers gar nicht sooo sehr schlecht sind, frage ich mich: Kann man die Spuren schon auf dem Foto erkennen oder zumindest erahnen und wenn ja, woran mache ich das fest?
Geändert von gound (07-12-2011 um 16:36 Uhr)
Grund: richtiger Link, aber falsche Münzbezeichnung
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07-12-2011, 19:38
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#58 (permalink)
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Danke Andi,
in der Tat hab ich die Kratzer eher für natürlichen Ursprungs gehalten. Gerade weil die Münze so großflächig patiniert ist, bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass jemand die Patina entfernt haben könnte und diese Arbeit dann nicht abgeschlossen hat.
Den Käufer bei solch eher preiswerten Münzen um zusätzliche Bilder zu bitten, ist mir (vor allem bei gewerblichen Verkäufern, die einigermaßen brauchbare Bilder hochgeladen haben) meist zu blöd, wenn ich ehrlich bin. Vielleicht ist das aber auch die falsche Herangehensweise. 
Naja, schade wegen der Polierspuren, aber ich behalte das Stück trotzdem erstmal. So ganz hässlich ist es ja nicht.
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07-12-2011, 19:53
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#59 (permalink)
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Hallo Robert,
es ist natürlich schon so, dass man sich ein solches Bild überkritisch anschaut, wenn man weiß, dass man auch etwas finden kann...
Ich will nicht behaupten, dass bei mir keine Warnlampe angegangen wäre und ich die Münze auch einfach gekauft hätte. Zumindest bei einem Händler, bei dem ich die Ware zurücksenden kann. Bei Privatkäufen bin ich überkritisch. Auf Münzen mit schlechten Fotos biete ich eigentlich nicht, auch wenn es noch so sehr in den Fingern juckt (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel....).
Die Kunst besteht darin, für solche Dinge ein Gespür zu entwickeln. Und ich gebe zu, dass ich da ebenfalls immer noch am Lernen bin. Man muss sein Auge durch das Betrachten und Einschätzen einer Vielzahl von Münzen schulen. Und dann die eigene Einschätzung mit der von anderen Sammlern vergleichen.
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08-12-2011, 15:54
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#60 (permalink)
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Ich muss jetzt doch mal etwas fragen: Aus welchem Grund sammelt Ihr eigentlich?
Geht's hier nur um Invest oder geht's hier tatsächlich um die reine Freude am Sammeln? Mein Gott, das Dreimarkstück hat läppische 37.-€ gekostet, das ist nicht mal ein halber Tank Sprit, über dessen Kauf an der Tanke man sich im allgemeinen auch nicht den Kopf zerbricht. Für diesen Kleinbetrag bekam man ein historisches Stück, das den Ersten und Zweiten Weltkrieg in nach meinen Maßstäben sehr guter Erhaltung und trotz kriegsbedingter Materialknappheiten bestens überlebt hat. Alleine das ist doch schon Grund genug, sich über den Erwerb zu freuen. Nein, statt dessen fängt man an, nach mikroskopischen Kratzern und Spuren zu suchen, die dieser Umlaufmünze vielleicht geschadet haben könnten. Was soll das?
Die kleinlichen Fragen nach guter, besserer oder schlechterer Erhaltung können nach meiner Meinung doch nur dann im Vordergrund stehen, wenn man das ausgegebene Geld als Investition für später mit Hoffnung auf gewaltige Wertzuwächse betrachtet. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. All die großen Münzsammlungen der vergangenen Jahrhunderte, die heute gottseidank noch in ihrer Vollständigkeit vorhanden sind, wurden nicht aus kleinlichen Investitionsgründen zusammengetragen, sonst hätten sie nicht die Zeiten bis heute überdauert.
Nur wenn man immer und generell am Investitionsgedanken hängt, macht man sich vom Zustandsurteil Anderer abhängig, wird unzufrieden und amerikanische Grading-Firmen können einem den Spaß an der Freude gründlich verderben. Mir kann das alles gestohlen bleiben, weil ich nicht vorhabe, meine Schätzchen jemals zu veräußern.
corrado26
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08-12-2011, 16:38
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#61 (permalink)
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Du kannst mir glauben, dass es mir beim Sammeln in keinster Weise um Wertzuwächse oder irgendwelches Investment geht. Ein Hobby kostet nunmal Geld.
Diese "kleinlichen" Fragen nach Zustand und Erhaltung der Münze haben (zumindest für mich) also nichts mit Investment zu tun.
Diese historischen Münzen aus dem Kaiserreich, die zwei Weltkriege unbeschadet überstanden haben (ziemlich viel Pathos), gibt es zahlreich am Markt zu kaufen. Und ich versuche, mir von einem Münztyp das (für mich) schönste Stück in die Sammlung zu legen. Einfach die nächste beste Münze kaufen und in einen Pappkarton legen - das ist zumindest nicht meine Auffassung vom Sammeln und würde mir bei den Kaiserreichmünzen keinen Spaß machen. Die Suche, das Vergleichen und dann der Kauf einer Münze, die mir wirklich ausnehmend gut gefällt und auf deren Besitz ich stolz bin - das macht für mich einen Teil der Freude am Sammeln aus.
Daneben steht natürlich die Beschäftigung mit der Geschichte, der Zeit, aus der die Münzen stammen. Ohne dies horte ich einfach nur Silber, da gebe ich Dir recht.
Für mich gehören aber beide Aspekte zusammen und bestimmen meinen ganz persönlichen Spaßfaktor.
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08-12-2011, 17:54
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#62 (permalink)
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Ich muss jetzt doch mal etwas fragen: Aus welchem Grund sammelt Ihr eigentlich?
Geht's hier nur um Invest oder geht's hier tatsächlich um die reine Freude am Sammeln? Mein Gott, das Dreimarkstück hat läppische 37.-€ gekostet, das ist nicht mal ein halber Tank Sprit, über dessen Kauf an der Tanke man sich im allgemeinen auch nicht den Kopf zerbricht. (...) Nein, statt dessen fängt man an, nach mikroskopischen Kratzern und Spuren zu suchen, die dieser Umlaufmünze vielleicht geschadet haben könnten. Was soll das? (...)
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Hallo corrado26,
dem Grunde nach habe ich Andis Ausführungen nicht allzuviel hinzuzufügen. Da Du konkret auf meinen Beitrag verweist, fühle ich mich aber dazu veranlasst, selbst ein paar Zeilen zu schreiben. Du hast recht, 37 Euro sind ein Betrag, dem man wegen dieser Münze nicht nachweinen muss. Würde ich mich dazu veranlasst fühlen, würde ich die Münze zurückschicken.
Wenn Du meinen Beitrag richtig gelesen hast, solltest Du aber bemerkt haben (so jedenfalls meine Absicht), dass es mir auch gar nicht vorrangig darum ging, das Stück zu kritisieren. Ich sammle Münzen, weil ich mich an ihrem Anblick erfreuen möchte - und das jedes Mal aufs Neue - und ich erfreue mich am ehesten an Münzen, wenn diese meinen optischen Vorstellungen von einer Münze dieses Typs entsprechen. Ob eine Münze in Stgl., vz oder ss vorliegt, ist eine Frage, die mich eigentlich erst dann ernsthaft interessiert, wenn ich die Münze doppelt habe und das mich weniger ansprechende Stück (und sei es nach der üblichen Kategorisierung im Einzelfall auch das besser erhaltene Stück) wieder verkaufen möchte. Bis dahin unterteilt sich meine Einschätzung nur in "sammelwürdig" und "nicht sammelwürdig".
Mir geht nur darum, ein Gespür dafür zu bekommen, potentielle mich störende Eigenschaften (hier die Polierspuren) auf Abbildungen zu erkennen und eventuelle Enttäuschungen bei anderen Stücken zu vermeiden. Je teurer die Stücke werden, desto mehr tut es mir weh, einen Aspekt, den ich als Makel empfinde, nicht gesehen zu haben (insbesondere wenn er erkennbar gewesen sein sollte).
Ach ja, mikroskopische Kratzer und Spuren stören mich übrigens nicht wirklich, ich kann auch in vielen Fällen mit Kratzern leben, die ich mit bloßem Auge erkennen kann. Wenn ich jedoch eine Münze unter meiner Schreibtischlampe von allen Seiten betrachte, um mich etwa an ihrer Patina zu erfreuen, trüben Spuren mutwilliger Misshandlungen wie etwa einer Politur mein Bild von dieser Münze ungemein.
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08-12-2011, 21:01
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#65 (permalink)
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Ich muss jetzt doch mal etwas fragen: Aus welchem Grund sammelt Ihr eigentlich?
Geht's hier nur um Invest oder geht's hier tatsächlich um die reine Freude am Sammeln? Mein Gott, das Dreimarkstück hat läppische 37.-€ gekostet, das ist nicht mal ein halber Tank Sprit, über dessen Kauf an der Tanke man sich im allgemeinen auch nicht den Kopf zerbricht. Für diesen Kleinbetrag bekam man ein historisches Stück, das den Ersten und Zweiten Weltkrieg in nach meinen Maßstäben sehr guter Erhaltung und trotz kriegsbedingter Materialknappheiten bestens überlebt hat. Alleine das ist doch schon Grund genug, sich über den Erwerb zu freuen. Nein, statt dessen fängt man an, nach mikroskopischen Kratzern und Spuren zu suchen, die dieser Umlaufmünze vielleicht geschadet haben könnten. Was soll das?
Die kleinlichen Fragen nach guter, besserer oder schlechterer Erhaltung können nach meiner Meinung doch nur dann im Vordergrund stehen, wenn man das ausgegebene Geld als Investition für später mit Hoffnung auf gewaltige Wertzuwächse betrachtet. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. All die großen Münzsammlungen der vergangenen Jahrhunderte, die heute gottseidank noch in ihrer Vollständigkeit vorhanden sind, wurden nicht aus kleinlichen Investitionsgründen zusammengetragen, sonst hätten sie nicht die Zeiten bis heute überdauert.
Nur wenn man immer und generell am Investitionsgedanken hängt, macht man sich vom Zustandsurteil Anderer abhängig, wird unzufrieden und amerikanische Grading-Firmen können einem den Spaß an der Freude gründlich verderben. Mir kann das alles gestohlen bleiben, weil ich nicht vorhabe, meine Schätzchen jemals zu veräußern.
corrado26
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Es ist gleichgültig, ob die Münze 37 Euro gekostet hat oder wesentlich teurer war, so wie das Hamburger Fünfmarkstück, das ich neulich wieder zurückgeschickt habe, weil es teilweise berieben war. Nicht der Preis ist das entscheidende, sondern die Frage, ob über Manipulationen oder Mängel vom Verkäufer informiert wird oder nicht. Als Käufer möchte ich gern wissen, was ich bekomme. Bei den Münzen des 2. Kaiserreiches wird die Erhaltung anders gewichtet, als bei alten Talern, vermutlich ganz einfach aus dem Grund, das das Angebot an gut erhaltenen Münzen dermassen gross ist, dass es sich als Standard durchgesetzt hat, Exemplare in besser als vz für erstrebenswert zu halten.
Für andere Sammelgebiete gilt das eben nicht. In Deinem Hauptsammelgebiet diesen Masstab anzulegen, corrado, würde vermutlich zu leeren Alben führen und auch bei den norwegischen Silbermünzen des späten 19. Jahrhunderts ist ss durchaus begehrt.
Diese Unterschiede gibt es nun mal.
Ich kann auch nichts Verwerfliches daran entdecken, an den Werterhalt der Sammlung zu denken. Jede Krone und jede Øre, die ich für Münzen ausgebe, wird von mir erarbeitet, für meine Arbeitszeit möchte ich auch einen Gegenwert haben.
Geändert von Kronerogøre (08-12-2011 um 21:28 Uhr)
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08-12-2011, 21:08
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#66 (permalink)
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Ehrlich gesagt weiß ich nicht wo das ein Problem ist, Münzen zu sammeln, sich daran zu erfreuen und trotzdem das Hobby als eine Art absicherung anzusehen. Zumindest geht es mir genau so. Ich habe nicht die Absicht nächsten Dienstag alle meine Münzen zu verkaufen, nur um Kasse zu machen, aber ausschließen kann ich es nicht, dass es mal sein kann, oder muss. Es gibt Dinge im Leben, die einfach nicht planbar sind. Und lieber habe ich einige schöne Münzen in der Hand, als Lehmann Zertifikate.
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Eben, wir Münzensammler sind glückliche Menschen, wir investieren unser Kapital in Kunstgegenstände, an denen wir uns jeden Tag erfreuen können.
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