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Deutschland vor 1948 Drittes Reich, Weimar, Kaiserreich, Taler

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  • 1 Post By Fehlprägung

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Alt 19-01-2012, 21:26   #1 (permalink)
 
Bitte um Einschätzung

Hallo allerseits,

heute hatte ich in der Post 2 Pfennige Herzogthum Sachsen-Meiningen 1865.

Mit unbewaffnetem Auge wirkt die Münze makellos. Unter der Lupe sehe ich schon einige Auffälligkeiten, welche der Scan dann offenbart.

Wie entstehen diese "Pickel" auf der Wappenseite, sehr deutlich bei den H`s in "Herzogthum" aber auch rechts und oberhalb des obersächsichen Schildes? Wie ist der "Buckel" zwischen dem Stern auf 6 Uhr und der ersten H in "Herzogthum" zu erklären? Weiterhin wirkt der Münzgrund auf der Nominalseite zwischen dem Schriftzug "Pfennige" seltsam porös.

Wie gesagt, mit bloßem Auge ist das auf dieser kleinen Münze kaum zu sehen.

Wer kann meinen Wissensstand erweitern? Vielen Dank im Voraus.
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JensiS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-01-2012, 22:19   #2 (permalink)
 
im prägevorgang fängt das material an zu fließen und es können feine pickel entstehen,kommt aber imo nur auf den erhabenen stellen vor und ich kenne das hauptsächlich von silbermünzen.
ein ungeschultes auge könnte in solchen fällen gusspickel vermuten,deine pickel sehen aber nicht so aus ("prägepickel") wie ich finde und deshalb bin ich auch überfragt.
auch sieht mir das nicht nach gusspickel aus,das stück ist eine fälschung auch nicht wert würde ich mal sagen.
n@utilus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-01-2012, 22:54   #3 (permalink)
 
Danke für die erste Einschätzung.

An eine Gußfälschung im Besonderungen oder generell an eine Fälschung glaube ich auch nicht. Bei so einem Stück? Lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

Die Pickel passen aber auch nicht in typische Fehlprägungsmuster, oder?

Nur mal zur Klarstellung, ich will hier nicht aus einem ansprechenden 5 Euro-Teil eine 1000 Euro-"Extrem selten und gesucht"-Rarität machen. Mich interessiert wirklich nur, wie solche Pickel entstehen können.

Zum Vergleich mal ein erheblich schlechter erhaltenes Exemplar von 1869.
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JensiS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-01-2012, 23:12   #4 (permalink)
 
Können wir eigentlich davon ausgehen, dass die Pickel, Löcher und die Delle gleichzeitig entstanden sind ?
- die Vertiefungen im Wort Pfennig könnten von einem teilweise rauhen Stempel stammen
- die Delle unter dem Wappen vielleicht durch einen mechanische Beschädigung
- für die Pickel habe ich keine gute Erklärung
Kronerogøre ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 20-01-2012, 19:21   #5 (permalink)
 
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Können wir eigentlich davon ausgehen, dass die Pickel, Löcher und die Delle gleichzeitig entstanden sind ?
- die Vertiefungen im Wort Pfennig könnten von einem teilweise rauhen Stempel stammen
- die Delle unter dem Wappen vielleicht durch einen mechanische Beschädigung
- für die Pickel habe ich keine gute Erklärung
Nein, könne wir nicht. Rauher Stempel oder ein nicht ganz perfekter Schrötling wäre vielleicht passend. Die erhabenen Stellen bleiben aber weiter mysteriös für mich.

Danke, Kronerogøre.
JensiS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-01-2012, 20:21   #6 (permalink)
 
Typische Hitzespuren geringen Ausmaßes. Ich vermute, der Doppelpfennig hat irgend wann einmal ein bisschen zu viel Hitze abgekriegt - und dabei kurz "durchgeatmet".
n@utilus gefällt dieser Beitrag.
Fehlprägung ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-01-2012, 18:39   #7 (permalink)
 
@Fehlprägung

In diese Richtung habe ich auch schon gedacht, habe schon mal Brandschäden an einer großen Silbermünze gesehen. Nur sah diese ziemlich ramponiert aus. Der Sachsen-Meininger wirkt aber tadellos, der Glanz im Münzgrund kommt im Scan leider nicht rüber. Wenn er Hitzeeinwirkung so überstanden hat, um so besser.

Vielen Dank, Fehlprägung.
JensiS ist offline   Mit Zitat antworten
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