Ich habe auf einer demnächst stattfinden Auktion ( Waldtier mit Geweih ) einen 1905er Willi 2, Hamburger Prägung gesehen. Die Münze isz ganz gut erhalten, auffällig ist dabei nur Kopfseitig eine Marke die Rund ist und vom Hals in den Münzgrund läuft bis zum Hinterkopf. Das interessante daran ist das ich auch solch ein Stück habe, aber Berliner Prägung von 1890. Auf meiner Münze ist die Marke auch noch auf der Haarpracht Willi`s zu sehen, siehe Bild. Nun bin ich Neugierig geworden woher die Marke stammen könnte. Vom Rollieren und Verpacken damals? Oder ist da etwas anderes mit passiert?
Geändert von Fusselbär (23-01-2012 um 20:20 Uhr)
Grund: Erweitert
Bevor varukop die richtige Antwort aus dem Ärmel schüttelt, bringe ich mal meine Erklärung vor : Ich habe solche Ringe auch schon bei modernen Münzen gesehen. Sie wirken stets so, als seien sie erst nach der Prägung entstanden. Ich habe mir das immer so erklärt, dass diese Münzen sich am Ende der Rolle befunden haben und deshalb mit durch eine Art Halteeinrichtung diese Marken bekommen haben.
Und wie der Zufall es so will : Die von mir geschätzte Zeitschrift " Die Münze " ging im Januar 1976 dieser Frage ebenfalls nach und kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass diese Ringe durch einen zu festen Anspanndruck beim Rollieren der Münzen in Banken und Sparkassen zu Stande kommen. Es handelt sich also nicht um ein herstellungsbedingtes Phänomen, sondern um ein durch den Umlauf erzeugtes.
Auf dem Geweihträger - Willi wirkten diese Ringe nur auf den Bildern stark hervorgehoben, in Natura sieht man sie kaum.