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| Edelmetalle Diskussionen zu Gold, Silber , Platin als Geldanlage |
335gefällt
28-06-2005, 15:58
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#276 (permalink)
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In Luxemburg benutze ich den Punkt als Dezimalseparator und das Komma als Tausendertrennzeichen 
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Is ja ok....dennoch: Schau genau
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28-06-2005, 18:37
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#278 (permalink)
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Jaja, die grossen Zahlen....es handelt sich dann doch eher um 1,3 Billionen Euro 
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Und diese 1,3 Billionen Euros entsprechen in etwa dem, was (offiziell zugegeben) sich (allein) der deutsche Staat zusammengeliehen hat und dessen Zinslast ihn nun mehr und mehr erdrückt.
Dies nur, um einmal die Relationen aufzuzeigen, wie gering die Bewertung von physischem Gold ist.
Zur Erinnerung: so manche US-Weltkonzerne besitzen eine Marktkapitalisierung von 100. MRD EUR und mehr.
Und genau aus diesem Grunde wäre eine Goldwärung auf dem heutigen Bewertungsniveau des Edelmetalles garnicht mehr praktikabel.
Würde man weltweit eine Goldwährung einführen, dann müsste, dem Gesetz von Angebot und Nachfrage sowie zur ausreichenden Geldversorgung der Wirtschaft der Goldpreis so hoch sein, daß größenordnungsmäßig eine Unze etwa einem durchschnittlichen Netto-Jahresverdienst eines Bürgers eines Industrielandes entspricht......
Begründung:
Bei 3,6 MRD Unzen käme (rein statistisch) auf einem Menschen etwa 20 g Gold.
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28-06-2005, 19:06
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#279 (permalink)
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Jaja, die grossen Zahlen....es handelt sich dann doch eher um 1,3 Billionen Euro 
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In der amerikanischen Schreibweise ist das Komma das Tausendertrennzeichen.
Wenn es ein Komma wäre, dann hätte man sich ja Nullen am Ende gespart.
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28-06-2005, 19:10
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#280 (permalink)
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Nun wird das Wort "Barren" auch schon lange von Münzstätten bei Münzen verwendet.
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Ich kenne keine deutsche Münzstätte, die "Barren" zu Münzen sagt. Daß die Schweiz 1935 beim Übergang der Vrenelis vom Nennwert zum höheren Goldhandelspreis ein unterscheidendes Wort suchte, ist eine spezielle Sache. Die Schweizer haben überhaupt einige seltsame Worte, die wir nicht alle in die deutsche Umgangssprache übernehmen müssen.
Mich nervt vor allem die hier so penentrant wiederholte, auch abwertend gemeinte, Bezeichnungsweise "Barren" oder gar "Bullion"-Münzen für Philharmoniker, Krügerrands etc, mit der sich die Beteiligten gegenseitig in der Meinung bestärken, diese wären die Besonderheiten, die nicht so richtig als Münzen zu betrachten wären. Hingegen werden Pseudo-Münzprägungen aller Art als die eigentlich sammelwürdigen Münzen hingestellt.
Umgekehrt ist es richtig: Die Goldmünzen, die zum Goldpreis ausgegeben werden, sind das echte Geld und der Pseudotalmi ist die reine Handelsware.
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28-06-2005, 20:44
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#282 (permalink)
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Sofern ich die gleiche, vor drei Jahren geführte Debatte hier im Forum noch richtig im Kopf habe, haben wir uns damals darauf geeinigt, daß der einzige wesentliche Unterschied der Bullionmünzen zu den Sammlermünzen die limitierte Auflage war.
Denn soweit ich mich erinnere, werden die Anlagemünzen nicht von vornherein limitiert, sondern nach Nachfrage geprägt bis das Jahr rum ist.
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Das ist für mich ein Gesichtspunkt rein aus dem Sammlerblickwinkel. Für Geldmünzen ist so etwas wie "limitierte Auflage" völlig ohne Sinn.
Der wesentliche Unterschied besteht vielmehr darin, daß echte Goldmünzen ein Zahlungsmittel in der einzig universellen Währung sind, während die sogenannten Sammlermünzen überhaupt keine Geldfunktion haben. Die können wunderschön und auch wertvoll sein und hervorragend in eine entsprechende Sammlung passen. Man muß sich aber schwer verrenken, um sich einzureden, daß das Geld wäre.
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28-06-2005, 21:49
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#283 (permalink)
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Goldmünzen sind heute kein Zahlungsmittel mehr, sie erfüllen gerade im Bereich
der Anlagemünzen dieselbe Funktion wie Barren. Nämlich jenen, das Edelmetall in
standardisierten und zählbaren Einheiten zur Verfügung zu stellen.
Klassischerweise bei grossen Einheiten in Barrenform, bei kleineren Einheiten in
der besonders griffigen (aber nicht so gut stapelbaren) Form von runden,
beprägten Edelmetallscheiben. Ich gehe sogar noch weiter: Edelmetall in Barren-
und Münzform hat heute eher den Charakter eine Ware, als jenen eines
Zahlungsmittels. Und das haben sie mit den Pseudomünzen gemeinsam.
Die ewige Frage, was als "richtige" Münze und was als Pseudomünze zu
bezeichen ist, hat für mich langsam einen Bart bis nach Pisa...
Gruss,
jeggy
Geändert von jeggy (28-06-2005 um 21:58 Uhr)
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28-06-2005, 22:13
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#284 (permalink)
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Mich nervt vor allem die hier so penentrant wiederholte, auch abwertend gemeinte, Bezeichnungsweise "Barren" oder gar "Bullion"-Münzen für Philharmoniker, Krügerrands etc, mit der sich die Beteiligten gegenseitig in der Meinung bestärken, diese wären die Besonderheiten, die nicht so richtig als Münzen zu betrachten wären. Hingegen werden Pseudo-Münzprägungen aller Art als die eigentlich sammelwürdigen Münzen hingestellt.
Umgekehrt ist es richtig: Die Goldmünzen, die zum Goldpreis ausgegeben werden, sind das echte Geld und der Pseudotalmi ist die reine Handelsware.
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@ Bukanier
Wenn ich einen Krügerrand, Philharmoniker oder Maple Leaf als "Barren" bezeichne, meine ich das keineswegs abwertend, ganz im Gegenteil.
Ich teile deine Meinung bzgl. Goldmünzen uneingeschränkt, genau diese Krügerrands, Philharmoniker etc. sind die richtigen Goldmünzen, weil sie (zum Großteil) "nur" den Materialwert besitzen (genauso, wie´s sein soll) - aber sie sind eben auch Barrenmünzen.
Du hast ein paar Postings weiter oben ein schönes Bild eingefügt und dazugeschrieben "So sehen Barren aus"
Auch da gebe ich dir recht, so können Barren unter anderem auch aussehen.
Barren gibts ja in den verschiedensten Formen...
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28-06-2005, 22:32
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#285 (permalink)
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Barrenmünzen und Ausbeuteprägungen
Man könnte die Gold-(Barren-)Münzen aus Süd-Afrika, Kanada, Australien und die USA auch als Ausbeuteprägungen bezeichnen, werden die doch allesamt aus frisch gefördertem Gold geprägt.
Ich denke da an die mehrfachen Talermünzen von Braunschweig-Lüneburg des 17. Jahrhunderts oder an die Ausbeutetaler oder Rheingolddukaten des 18. und 19. Jahrhunderts....
Die sind, damals (incl. der Flussgolddukaten) oftmals reines Wertaufbewahrungsmittel nun, ganz losgelöst vom Metallwert, sehr viel wert.
Ähnlich ist es übrigens auch bei den 4- und 8-Escudomünzen der spanischen Kolonien in Amerika.....
Speziell letztgenannte waren mal klassische Barremnümzen......
.....mit nahezu weltweiter Akzeptanz und Bekanntheit.
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28-06-2005, 23:33
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#286 (permalink)
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Was nun Sammlermuenzen sind und welche nicht, kann man meiner Meinung nach gar nicht definieren.
Viele der heutigen, aktuellen Bullionmuenzen (vor allem eben Gold, aber auch Silber, weniger Platin und Palladium) tragen sehr wohl auch einen Nennwert (wenn ich das richtig ueberblicke, nur der Kruegerrand und mexikanische Libertad nicht) und man koennte damit theoretisch in einem Geschaeft im entsprechenden Ausgabeland bezahlen. Macht natuerlich niemand, da das Material praktisch immer mehr wert ist als der Nennwert auf dem Stueck.
Ich rede nur von aktuellen Bullionmuenzen wie z.B. Philharmoniker, American Gold Eagle, Maple Leaf, Australische Lunar Serie, China Panda etc.
Aber sehr viele sammeln auch diese Muenzen, vor allem die Lunar Serie und China - Pandas mit jaehrlich wechselnden Motiven. Viele China Pandas haben sogar schon einen Sammlerwert entwickelt, der den Materialwert sehr weit uebersteigt (der erste Silberpanda wird z.B. um 350 Euro gehandelt, meiner Meinung Tendenz sogar steigend in den naechsten Jahren).
Meines Wissens nutzt kein einziges Land der Erde noch Muenzen aus Gold als Umlauf - Zahlungsmittel, so wie wir es von unseren Euro - Umlaufmuenzen hier kennen. Das ist auch so hier schon gesagt worden.
Manche sammeln eben z.B. Reichsgoldmuenzen, wieder andere alle Jahrgaenge des American Gold Eagle, Kruegerrand, China Panda etc. - Es liegt eben in den Augen des Betrachters, was man fuer "sammelwuerdig" haelt und was eben nicht. - Oder einfacher: Geschmackssache.
Wobei ein Grund fuer viele sein duerfte, Bullionmuenzen sind besser "handelbar", wird man im Notfall hier auf Anhieb sofort zu einem recht guten Preis (haengt vom Goldkurs ab) wieder los.
Bei z.B. sehr teuren alten "Sammlermuenzen" (jetzt benutze ich auch das Wort in einem bestimmten Zusammenhang) ist das nicht immer einfach. Wenn ich eine Muenze von 20.000 Euro Sammlerwert habe, so muss ich auch erst mal einen Kaeufer dafuer finden, wenn ich nicht nur den Goldpreis von vielleicht 100 Euro haben moechte. Der wird sich finden, aber in vielen Faellen bestimmt nicht "gleich und sofort".
@Jeggy
Stimmt es eigentlich, dass die Schweiz frueher mal die groessten Goldreserven der Welt hatte (also mehr als USA oder Deutschland)? - Habe ich irgendwann und irgendwo mal gehoert oder gelesen.
Gerade wenig hat die Schweiz auch heute nicht, vor allem gemessen wie klein das Land ist
Gruss Impaler
P.S. Mal nebenbei erwaehnt, es ist schon ein schoenes Gefuehl Gold zu besitzen. Fragt mich nicht warum, aber in meinem Fall ein Gefuehl von Sicherheit. Wenn sich andere vielleicht irgendwann mal mit ihren Aktien, Fonds, Versicherungen den A abwischen koennen, habe ich immer noch einen gewissen Wert  - Ob das mal so kommt, steht natuerlich auf einem ganz anderen Blatt
Geändert von Impaler (28-06-2005 um 23:35 Uhr)
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29-06-2005, 00:58
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#287 (permalink)
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@Jeggy
Stimmt es eigentlich, dass die Schweiz frueher mal die groessten Goldreserven der Welt hatte (also mehr als USA oder Deutschland)? - Habe ich irgendwann und irgendwo mal gehoert oder gelesen.
Gerade wenig hat die Schweiz auch heute nicht, vor allem gemessen wie klein das Land ist 
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Nein, das glaube ich nicht. Die kleine Schweiz hatte auch während des Goldstandards nie solch grosse Goldreserven wie z.B. die USA benötigt. Ich habe das auch so noch nirgends gelesen.
Wen das Thema Schweiz, Gold und die Rolle vor und während des Zweiten Weltkrieges interessiert, empfehle ich diesen Bericht, welcher bei der Schweizerischen Nationalbank hinterlegt ist. Da stehen viel interessante währungspolitischen Zusammenhänge des 20. Jahrhunderts (auch im globalen Kontext) drin.
http://www.snb.ch/d/download/publikationen/gold_d.pdf
...und hier noch mehr: http://www.snb.ch/d/publikationen/pu...text_hist.html
Gruss,
jeggy
Geändert von jeggy (29-06-2005 um 01:02 Uhr)
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04-07-2005, 20:09
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#289 (permalink)
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Nein, eine einfache Ware ist es nicht, jedoch eine besondere Ware. Das ist ja auch keinesfalls abwertend gemeint, die Ware Gold hat ja zweifellos einen besonderen Stellenwert. Aber Rohstoffe sind nun mal auch Ware - mir fällt jedenfalls kein Argument ein, welches dies eindeutig widerlegen könnte.
Es gibt übrigens auch Schweizer Ausbeutemünzen, die Vrenelis von aus hellem Walliser Gold, aus der Mine von Gondo. Diese Vrenelis von grosser Seltenheit tragen eine kreuzförmige Kontermarke auf dem Schweizerkreuz;
Auflagen:
1893: 25 Stück
1895: 19 Stück
1897: 29 Stück
Preis: sauteuer...ab €25-30.000 für sind Sie dabei...
Auch diese Schweizer Medaillen können als Ausbeuteprägungen bezeichnet werden: http://www.coinarchives.com/w/result...0&search=gondo
Gruss,
jeggy
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04-07-2005, 22:07
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#291 (permalink)
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Gold ist auch keine besondere Ware sondern Geld.
....
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90-95% der Bevölkerung wird dir glatt das Gegenteil behaupten. Ergo ist Gold das Geld der Spezialisten?
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06-07-2005, 03:03
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#294 (permalink)
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Gold ist auch keine besondere Ware sondern Geld
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Der Meinung bin ich auch. Gold ist das Geld schlechthin und der vernünftigste Maßstab für Währungen.
Einen steigenden oder fallenden Goldpreis kann man eigentlich garnicht feststellen, solange es von der Währung abhängt, in der man denkt. Viel einfacher wäre es, von einem veränderlichen Preis der Papierwährungen zu reden. Anders kann man ja auch garnicht sagen, ob zum Beispiel der Dollar fällt oder nicht eher der Euro steigt.
Gold ist nach wie vor das überall gültige Weltgeld, egal, was tricksende Politiker in Konferenzpapiere schreiben. Für Gold bekommt man jede Währung, umgekehrt ist das durchaus nicht so. Das wissen auch die 95% der Bevölkerung.
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06-07-2005, 09:04
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#295 (permalink)
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Mensch, seid ihr sentimental.
Wenn ich Gold irgendwo eintausche, kriege ich allermeist weniger als Kurswert,
die Leute reden dann von Einschmelzkosten oder Ankaufswert, die Ware Gold
unterliegt einer, wenn auch geringen, Preisspanne zwischen Ankauf und
Verkauf. Typisches Merkmal einer Ware.
Wenn ich mit einem Klumpen Gold ein Auto kaufen will, guckt der Händler erst
mal dumm. Er wird nicht glauben, dass es sich um echtes Gold handelt, er wird
es nicht als echtes Gold identifizieren können, er kennt den aktuellen Goldkurs
nicht und weiss auch nicht so genau, wie er es wieder los wird (ok eine dunkle
Ahnung "Bank" wird er dann bereits im Hinterkopf haben), und hat Angst,
dass er in schmutzige Geschäfte involviert wird. Er wird einen vermutlich
wegschicken, und sagen: "Tauschen Sie das erst mal in Geld um -
ich verkaufe Autos gegen Geld."
Nun gut, vielleicht ist das mit dem Auto ein schlechtes Beispiel wenn man
sieht, wie die Branche gerade um Kunden ringt - aber ihr wisst, was ich
meine...
So ist die Praxis. Gold ist Ware - und kein Geld.
Sicher wäre es wünschenswert, wenn es anders wäre. Das wäre auch wieder
eine Basis für die Nachfrage von Geld aus echtem Gold. Für den Normalbürger
ist Gold Ware, Schmuck, Edelmetall - aber nicht Geld.
Gruss,
jeggy
Geändert von jeggy (06-07-2005 um 09:06 Uhr)
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06-07-2005, 10:40
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#296 (permalink)
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Wenn ich mit einem Klumpen Gold ein Auto kaufen will, guckt der Händler erst
mal dumm. Er wird nicht glauben, dass es sich um echtes Gold handelt, er wird
es nicht als echtes Gold identifizieren können, er kennt den aktuellen Goldkurs
nicht und weiss auch nicht so genau, wie er es wieder los wird (ok eine dunkle
Ahnung "Bank" wird er dann bereits im Hinterkopf haben), und hat Angst,
dass er in schmutzige Geschäfte involviert wird. Er wird einen vermutlich
wegschicken, und sagen: "Tauschen Sie das erst mal in Geld um -
ich verkaufe Autos gegen Geld."
jeggy
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 Wenn ich mit Japanischen Yen ein Auto kaufen will, wird mich der Verkäufer aber auch blöd angucken und mir nahelegen, ich soll das zuerst bei der Bank tauschen (natürlich mit ensprechenden Abschlägen - gleich wie beim Gold) und dann mit den Euros wiederkommen.
Somit wären dann Yen und Co auch nur eine Ware und kein Geld.
Oder hab ich da was falsch verstanden.
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06-07-2005, 11:54
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#297 (permalink)
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 Wenn ich mit Japanischen Yen ein Auto kaufen will, wird mich der Verkäufer aber auch blöd angucken und mir nahelegen, ich soll das zuerst bei der Bank tauschen (natürlich mit ensprechenden Abschlägen - gleich wie beim Gold) und dann mit den Euros wiederkommen.
Somit wären dann Yen und Co auch nur eine Ware und kein Geld.
Oder hab ich da was falsch verstanden.
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Ja, denn Yen ist in Europa keine gültige Währung, sondern Devisen,
die auf dem Devisenmarkt gehandelt wird. Und das auch nur solange, wie das
Ausgabeland einen Rücktausch in andere Währungen zu einem bestimmten
Kurs garantiert. Versuche mal z.B. liberianische Dollar zum offiziellen
Wechselkurs umzutauschen. Um diese zum vom Ausgabeland genannten Kurs
loszuwerden, wirst du lange suchen dürfen...
siehe z.B. http://www.emuenzen.de/forum/showpos...1&postcount=30
Und Yen sind beim europäischen Autohändler natürlich genauso wenig als
Zahlungsmittel geeignet wie Gold. Wer's nicht glaubt - einfach ausprobieren
Gruss,
jeggy
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06-07-2005, 13:50
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#298 (permalink)
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Ja, denn Yen ist in Europa keine gültige Währung, sondern Devisen,
die auf dem Devisenmarkt gehandelt wird. Und das auch nur solange, wie das
Ausgabeland einen Rücktausch in andere Währungen zu einem bestimmten
Kurs garantiert.
Gruss,
jeggy
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... dafür ist Gold auf der ganzen Welt eine gültige Währung, damit komme ich überall weiter.
und Gold wird ebenso auf der ganzen Welt gehandelt - dafür brauche ich allerdings keinen Staat, der mir dabei irgendwas verspricht oder garantiert.
"Wer Gold hat, hat immer Geld" - treffender könnte dieses Zitat gar nicht sein.
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06-07-2005, 19:40
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#299 (permalink)
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... dafür ist Gold auf der ganzen Welt eine gültige Währung, damit komme ich überall weiter.
und Gold wird ebenso auf der ganzen Welt gehandelt - dafür brauche ich allerdings keinen Staat, der mir dabei irgendwas verspricht oder garantiert.
"Wer Gold hat, hat immer Geld" - treffender könnte dieses Zitat gar nicht sein.
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Ich sehe das im Prinzip ja genau so, nur möchte ich hier begrifflich zwischen "Geld" und in hohem Masse konvertibler Ware (Gold) unterscheiden.
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