...auf der anderen Seite zitierst Du hier Marc Faber.....Marc Faber, oder besser bekannt als Dr. Doom, der Mann hat in seinem ganzen Leben, nichts anderes getan als Untergänge, bzw. Horrorszenarien zu beschwören.
"Die außergewöhnlichen Umstände in einer Zentralbank des Eurosystems, aufgrund derer diese Zentralbank zum 7. März 2008 keine Bilanz vorlegen konnte, dauern weiter an und waren der Grund dafür, dass diese Zentralbank auch zum 14. März 2008 keine Bilanz vorlegen konnte. Folglich spiegelt der konsolidierte Ausweis des Eurosystems von dieser Woche die aktuellsten verfügbaren Bilanzdaten wider, die von der besagten Zentralbank des Eurosystems vorgelegt wurden, nämlich ihren Finanzausweis vom 29. Februar 2008."
Das finde ich schon ziemlich außergewöhnlich, wenn nicht beunruhigend.
Aus dem heutigen Leitartikel der FTD: "Die große Finanzkrise fängt jetzt langsam an. Sie lesen richtig: Die Krise fängt langsam an. Was die gemeldeten Verluste oder die Zahl der Insolvenzen im Finanzsektor angeht, haben wir noch nicht einmal zehn Prozent der Krise gesehen - und was die Folgen für die Gesamtwirtschaft betrifft, noch nicht einmal fünf Prozent."
Hallo,
vor einiger Zeit hatte ich geschrieben, dass die große Finanzkrise so lange nicht ausbrechen bzw. die große Blase nicht platzen wird, wie die Finanzfuzzis dieser Welt nicht den Dreh finden, den kleinen Mann damit zu besch......n. Mittlerweile sind wir ja etwas weiter gekommen mit dem Problem, d.h. Bernanke hat's vorgemacht und Ackermann meldet hier seine Forderungen an, wem er die Verluste anhängen will, nämlich den Steuerzahlern, und zwar vorzugsweise den kleinen.
Wäre ja alles gar nicht so schlimm, wenn nicht der Steinbrück so viel dümmer wäre als Bernanke; dazu vergleiche man mal die Unterschiede in der Vorgehensweise zwischen Bear-Stearns und der IKB. Klar, da liegt eine Größenordnung zwischen. Aber bei B-S. hat die Fed eine Risikoabsicherung übernommen und sich dafür das risikobehaftete Portfolio gesichert. In die IKB hat der Herr Finanzminister einfach nur Geld reingeschoben (als Darlehen oder ggfls. nachrangiges Kapital??? Weiß jemand die Details?).
Wer übrigens meine "hohe" Meinung über den Herrn Finanzminister nicht teilt, sollte sich mal die Begründung des BFH durchlesen (Stichwort: Wissenschaftlichkeit der Steuergesetzgebung), mit der der BFH die Entscheidung über die Abschaffung der Kilometerpauschale an das BVerfG weitergeleitet hat.
Dann wird die IKB verscherbelt und das möglicherweise vorhandene Potential in den Schrottpapieren fällt dem Erwerber in den Schoß. Über eins muss man sich auch im Klaren sein: die Krise ist vor allem eine Bewertungskrise für diese Papiere. Es ist eben das Wesen der Panik, dass sie zu Übertreibungen führt. Findet kein Handel darin statt, weil keiner sie haben will, wird ein Wirtschaftsprüfer sie mit Kurs 0 bewerten ("true and fair value", die idiotischen neuen Bilanzierungsregeln, die nur unter dem Aspekt des "FRESSEN JETZT" geschaffen wurden). Aber trotz aller Panik ist aus der Bankpraxis kein Fall denkbar, dass bei einer geregelten Abwicklung der hinter den Papieren stehenden Subprime-Hypotheken nicht noch ein gewisser Wert herauskäme. Das wäre dann das Gewinnpotential für die Ackermänner, mit dem man nach dem Abflauen der Krise Gewinn machen kann.
Dass diese Immobilien-/ Subprime-/ Derivate-Krise die letzte Blase sein soll, quasi als Ende des Spätkapitalismus / Neoliberalismus, ist kaum zu hoffen. Der gierigen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Vielleich haben wir in 10 Jahren ja die "sibirische Rohstoff-/ Immobilienblase"?
Nun, wo alles schwarz auf weiss in den Tageszeitungen
und in den Medien kommuniziert wird, könnte ich mir sämtliche Kommentierungen sparen.
Ich mache es Goldnase gleich und bin bis auf Weiteres hier nur noch mitlesend dabei.
Eines noch zum Schluss:
von "bankrott" gibt es, genau so wie von "tod" nur grammatikalisch Steigerungen.
Real ist beides nicht mehr zu steigern.
Was den "tod" angeht bin ich mir da recht sicher, bei "bankrott" könnte im Fall von "Zins- und Ertragsgutschriften" ex mortem noch die Steuerkeule hinzukommen, die man auf die verlorenen Erträge noch zu entrichten hat.
Ganz recht: Euer Geld werdet ihr nicht wiedersehen. Eure euch gut geschriebenen Zinsen auch nicht. Steuern auf euren Zinsen, die ihr nie erhalten habt, die zahlt ihr dennoch.
Aber auch da gibts eine Grenze: wo nichts mehr zu holen ist..... kann einem auch nichts mehr weggenommen werden - es sei denn, man erwirtschaftet es zukünftig.
Ganz einfach, die Zinssenkung ist nicht so stark ausgefallen wie erhofft. Einige Banken und Hedge-Fonds brauchen Liqidität und verkaufen alles was nicht Niet- und Nagelfest ist. Außer Gold trifft es auch die isländische Krone sehr stark, dort war wegen der hohen Zinsen viel Geld geparkt.
...und ich dachte schon Mesodor hätte seine Goldreserven auf den Markt geworfen ;-)
@ 9999
Marc Faber macht das, was er immer macht, er redet viel und sagt wenig.
Zitat: "Eigentlich mache ich im Moment gar nichts".... Klasse, das mach ich im Moment auch so....ansonsten ist er im Vergleich zu sonst eher gemäßigt in seinen Aussagen und natürlich hat er ab und zu Recht. Wenn er permanent den Untergang predigt, ist er logischerweise immer auf der "richtigen Seite" wenns dann mal kracht.
Grundsätzlich, bin ich aber auch der Meinung, daß man Gold auf ermäßigtem Niveau durchaus nachkaufen, könnte, oder sollte, je nachdem. Heiße Luft im Sinn von Spekulation ist da aber sicher auch genug drin.
@ Mesodor
...Du steigst hier aus?......Halleluja ;-)....nicht Dein Ernst oder?...ich hab das gern gelesen, was Du gepostet hast, auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit Dir bin...oder war...na ja, Deine Abstinenz, hälst Du nicht lange durch...jede Wette. ;-)
by the way...
Steigerung von Bankrott = total Bankrott
Steigerung von tot = mausetot ;-)
Also ich mache was! Ich versuche wieder den Tiefpunkt dieses Sell offs zu erwischen um etwas nachzukaufen.
Vertriebler nennen das euphemistisch "Agressives Warten am Telefon".
Aber mal im Ernst, an eine größer werende Schwankungsbreite beim Preis werden wir uns gewöhnen müssen. Je weiter die Krise voranschreitet, desto heftiger werden die Ausschläge nach oben und auch nach unten.
Solange de Preis oberhalb der 200 Tage Durchschnittslinie bleibt, freue ich mich lediglich über eine gute Gelegenheit mal wieder einzukaufen. Diese Linie steht heute bei knapp $760,-.
In solch unruhigen Zeiten darf man sich nicht durch kurzfristige Extreme beirren lassen, sondern sollte fest an der eigenen Strategie festhalten. Nervöse Gemüter sollten sich in den nächsten Monaten überhaupt keine Intraday-Charts mehr ansehen, sondern nur das Londoner Fixing am Wochenschluß.
Im gelben Forum hat nereus es heute auf den Punkt gebracht, warum man Gold besitzen sollte. Diesen Beitrag ausdrucken und neben den Monitor kleben.
...und ich dachte schon Mesodor hätte seine Goldreserven auf den Markt geworfen ;-)
zum politischen teil: es kann und darf in der tat nicht sein, dass der steuerzahler für die fehlspekulationen von ferngesteuerten händlern aufkommen soll. viel besser - wenn auch kurzzeitig schmerzhafter - wäre es, die betroffenen buden pleite gehen zu lassen, als diesen hasardeuren für ihr gezocke auch noch einen persilschein auszustellen - verbunden mit einem immanenten "weiter so!".
viel besser - wenn auch kurzzeitig schmerzhafter - wäre es, die betroffenen buden pleite gehen zu lassen...
Das sehe ich auch so. Nur hast Du dann für Wochen das absolute Chaos. Geschlossene Banken, geschlossene Geschäfte und eine Bevölkerung, die das Wort Speisekammer nur noch aus alten Erzählungen kennt.
Ein wütender Mob auf der Straße, der sich um seine Ersparnisse betrogen sieht.
Das wird man mit allen Mitteln zu vermeiden suchen.
Ich frag mich, warum sich alle über die Abschreibungen bei den Banken aufregen.
Die Abschreibungen/Verluste machen die Banken steuermindernd geltend. D.h. sie zahlen auf Jahre keine Steuern mehr da die Verluste mit den Gewinnen verrechnet werden.
Die Kapitallücken werden zum Großteil von Bund/Ländern/Hansestädten/Gemeinden usw getragen, die liefern die Finanzspritzen.
Also warum regt sich jeder auf? Wird doch alles brav vom deutschen Steuerzahler getragen. Ackermann hat´s ja gestern schon gesagt: Da muß der Staat ran, wenn die Banken Scheiße bauen. Von daher wird das System auch nicht kollabieren.
Ich verstehe gar nicht, warum man sich darüber aufregt.
Auch jeder private Häuslebauer mit einer Einligerwohnung konnte über Jahre hinweg seine Zinsen und Abschreibungen vond er Steuer absetzen.
Ich verstehe gar nicht, warum man sich darüber aufregt.
Auch jeder private Häuslebauer mit einer Einligerwohnung konnte über Jahre hinweg seine Zinsen und Abschreibungen vond er Steuer absetzen.
Aber nur den fremdvermieteten Anteil! Den eigengenutzten nicht (das gab´s zwar auch mal ist aber schon seit 20 Jahren Geschichte. Und da mußte man dann auch fiktive Einnahmen versteuern).
Aber nur den fremdvermieteten Anteil! Den eigengenutzten nicht (das gab´s zwar auch mal ist aber schon seit 20 Jahren Geschichte. Und da mußte man dann auch fiktive Einnahmen versteuern).
Hier in der BRD geht momentan für Eigennutzung gar nichts mehr (steuerlich gesehen).
Und da die Baubranche inzw echt zu kämpfen hat (im Einfamilienhausbereich), da fast nichts mehr gebaut wird, gehe ich davon aus, daß in ein paar Jahren wieder was steuerliches aufgelegt wird. Wahrscheinlich wieder sowas wie die Eigenheimzulage, die war so schön unbürokratisch.
In der jetzigen Situation kann ich da nicht so recht dran glauben.
Voraussetzung für dieses Szenario wäre ja, daß die vielbeschworene Inflation mangels Masse ausfällt und wir stattdessen langsam aber sicher in eine deflationäre Phase eintreten. Eine Phase in der Brötchen, Benzin, elektrischer Strom, Kredite usw. immer teurer würden, während Gold, Aktien, Arbeitskraft usw. im Preis fallen.
Kein schöner Gedanke, oder?
Da glaube ich erst dran, wenn die EZB mehrfach die Zinsen senkt um eine solche Entwicklung zu verhindern.
Ergänzend hier noch die Prognosen der konventionellen Charttechnik.
Zitat:
"Gold: Größter Wochenverlust seit 18 Jahren
Heute war nicht der Tag der Goldanleger. Das Edelmetall setzte heute seinen Kurssturz fort und erlitt laut Bloomberg seinen größten Wochenverlust seit 1990. „Das Gold kann sich bei der Fed und beim Dollar für den monströsen Ausverkauf bedanken“, sagt Matt Zeman, ein Metallhändler für LaSalle Futures Group Inc. in Chicago. Die Zinssenkung am Dienstag war geringer als erwartet und löste eine Dollar-Rallye aus. Beides schlecht für das Gold. Der April-Kontrakt für Gold verlor bis zum Schluss 25,30 Dollar auf 920,00 Dollar je Unze, das sind 8% weniger als vergangenen Freitag."
Gold und Silber fallen ins Bodenlose!
Kein Ende in Sicht!
Bald ist es wertlos!
Leute rettet euch!
Silber verliert 25 % in zwei Tagen!
Noch schnell verkaufen!
Wer noch schnell was über Ostern los werden möchte bitte PN. Suche Gold und Silber in Barren und Münzen. Habe im Tausch noch hochwertiges Papiergeld und Paperdigits.
Ob man wohl am Dienstag zu diesen Preisen Silber bekommt? Ein solcher Rabatt lädt ja geradezu zum shoppen ein.
Aber ich höre es schon jetzt:
"Nein, mein Lager ist völlig leergekauft."
"Ich bekomme frühestens in 14 Tagen wieder Ware."
"Die RCM macht schon wieder Betriebsurlaub!"
"Philharmoniker? Nein, der Münze Österreich ist die Plastikfolie ausgegangen und die Tubes sind noch nicht verfügbar."
Ob man wohl am Dienstag zu diesen Preisen Silber bekommt? Ein solcher Rabatt lädt ja geradezu zum shoppen ein.
Aber ich höre es schon jetzt:
"Nein, mein Lager ist völlig leergekauft."
"Ich bekomme frühestens in 14 Tagen wieder Ware."
"Die RCM macht schon wieder Betriebsurlaub!"
"Philharmoniker? Nein, der Münze Österreich ist die Plastikfolie ausgegangen und die Tubes sind noch nicht verfügbar."
Gruß
9999
Hast du mich heute am Telefon belauscht?
Die Menge Silber die ich heute von meinem Stammsilberdealer haben wollte, konnte/wollte er nicht direkt liefern. (Hätte abgeholt). Er vertröstete mich auf Ende nächste Woche.....aber dann zum Tageskurs.