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| Edelmetalle Diskussionen zu Gold, Silber , Platin als Geldanlage |
364gefällt
15-10-2005, 02:52
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#452 (permalink)
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Nachdem das Gold seinen langjährigen Aufwärtskanal nach oben hin getestet und sogar leicht durchbrochen hatte (was für die Nachfragestärke spricht) ist nun eine trendstabilisierende und somit gesunde Konsolidierungsphase angesagt, in der einige Kasse machen und ihre Gerwinne mitnehmen und andere (Stichwort: zittrige Hände) schnell mit kleinen Verlusten verkaufen.
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Oder in meiner schlichten Sprache: Mal steigt der Goldpreis, mal fällt er.
Aufwärtskanäle und Konsolidierungsphasen brauche ich in meiner Begriffswelt nicht.
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15-10-2005, 18:42
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#453 (permalink)
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Wow.
Das sind ja hellseherische Fähigkeiten.
Wo die das her haben ?
Kurs vom morgen 16:05 ?
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ja, wenn man eine Glaskugel in der Schublade hätte......
aber das kommt davon, wenn man die Uhr in seinem Computer einen Tag vorstellt (um etwas auszudrucken) und dann tagelang vergisst, das Datum zurück zu stellen
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04-11-2005, 20:22
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#456 (permalink)
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Jetzt geht der Goldpreis schon ein paar Tage kräftig abwärts, und niemand postet hier....warum wird hier eigentlich nur gepostet, wenn er steigt? Ach so, der Thread heisst so...
Vielleicht müsste jetzt jemand behaupten "Das ist der Beginn eines langfristigen Abwärtstrends" - dann würden ruck-zuck hier wieder mehr Beiträge purzeln
Hat hier jemand eine hochwissenschaftliche Erklärung für die aktuelle Entwicklung?
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Ausgabekurs für den 100 Euro BRD 2005 steht fest - nun kann der Goldpreis wieder abzurzeln
Aber wissenschaftlich ist das nicht
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05-11-2005, 16:26
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#457 (permalink)
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Jetzt geht der Goldpreis schon ein paar Tage kräftig abwärts, und niemand postet hier....warum wird hier eigentlich nur gepostet, wenn er steigt? Ach so, der Thread heisst so...
Vielleicht müsste jetzt jemand behaupten "Das ist der Beginn eines langfristigen Abwärtstrends" - dann würden ruck-zuck hier wieder mehr Beiträge purzeln
Hat hier jemand eine hochwissenschaftliche Erklärung für die aktuelle Entwicklung?
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Naja von einer langfristigen Abwärtsbewegung beim Goldpreis kann man seriöser Weise erst dann reden, wenn der Aufwärtstrend (Charttechnisch gesehen) definitiv gebrochen ist und darüber hinaus die 200-Tageslinie des Goldkurses über einen längeren Zeitraum (der keine Annahme einer Seitwärtsbewegung oder längeren Konsolidationsphase mehr zulässt) abwärts gerichtet ist.
Erst einmal müsste behauptet (und belegt) werden, daß der (langfristige) Aufwärtstrend gebrochen ist. Selbst das ist momentan noch nicht einmal ansatzweise erkennbar.
Selbstverständlich haben steigende Zinsen eine nachhaltig dämpfende Wirkung auf den Goldpreis, vorausgesetzt
1.) das Zinsniveau ist höher als die Inflationsrate
2.) es kommt nicht zu größeren Pleoten / Zahlungsausfällen / Finanzproblemen von Staaten oder Weltkonzernen beim Schuldendienst
3.) es kommt zu keinen sonstigen Kriesen mit negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und / oder internationalen Finanzmärkte.
Insofern kann bei der derzeitigen Zinsphantasie tatsächlich nicht ausgeschlossen werden, daß der Goldpreis (charttechnisch gesprochen) erst einmal in einem durchaus 100 Dollar breiten Seitwärtskanal verharrt.
Konkrete Anzeichen dafür sind momentan aber noch nicht erkennbar.
Bedenklich könnte es werden, wenn der Goldpreis größenmäßig um über 20 v.H. fällt, oder es aber innerhalb der nächsten 12 bis 24 Monate nicht schafft, seinen diesjährigen Dollarhöchstkurs signifikant (Größenordnung ab 10 Prozent) zu übersteigen.
Ich persönlich hoffe sogar zumindest auf eine Seitwärtsbewegung mit deutlich nach unten schwankenden Preisen, die (wahrscheinlich nicht nur ich) gerne zu Käufen nutzen würde, vorausgesetzt, meine wirtschaftliche Situation lässt dies dann auch zu.
Fallende Kurse, z.B. zurück bis auf unter 300 EUR die Feinunze wären das allerhöchste, würde es doch erlauben, über einen sehr langen Zeitraum sehr günstig und konstant kleinere Goldpositionen aufzubauen, die sich in ihrer Summe zu einer beachtlichen Menge aufaddieren. Stichwort: Goldrente als Teil der privaten Altersvorsorge (da habe ich hier etliche Seiten zuvor mal was dazu gepostet).
Man muß aber lernen, zwischen Hoffnung und Wunschdenken einerseits und wahrscheinlichen Zukunftserwartungen, die sich aus einer (möglichst emmotionsfreien) Analyse der aktuellen Situation ergeben andererseits zu unterscheiden.
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05-11-2005, 17:38
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#458 (permalink)
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Naja von einer langfristigen Abwärtsbewegung beim Goldpreis kann man seriöser Weise erst dann reden, wenn der Aufwärtstrend (Charttechnisch gesehen) definitiv gebrochen ist und darüber hinaus die 200-Tageslinie des Goldkurses über einen längeren Zeitraum (der keine Annahme einer Seitwärtsbewegung oder längeren Konsolidationsphase mehr zulässt) abwärts gerichtet ist.
Erst einmal müsste behauptet...........
Man muß aber lernen, zwischen Hoffnung und Wunschdenken einerseits und wahrscheinlichen Zukunftserwartungen, die sich aus einer (möglichst emmotionsfreien) Analyse der aktuellen Situation ergeben andererseits zu unterscheiden.
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Also, er (mesodor39) weiß es auch nicht
Mein Glaskugel ist leider weiterhin mit der Wettervorhersage beschäftigt - und da kündigt sie eine Temperaturabsenkung für die nächsten 9 1/2 Wochen an.
Übrigens 9 1/2 Wochen: Wird das Weihnachtsgeschäft den Goldpreis beleben?
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05-11-2005, 19:47
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#459 (permalink)
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Wird das Weihnachtsgeschäft den Goldpreis beleben? 
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Kurzfristig mag diese Frage interessant sein  Langfristig ist es wichtiger, daß Greenspan (für Greenspan eigentlich höchst untypisch) recht deutlich vor Inflationsgefahren warnt und sein Nachfolger Bernanke milde gesagt ein bekennender Verfechter expansiver Geldpolitik ist....
Aber um Deine Frage zu beantworten:
Kurzfristig gesehen ist die Hochzeitssaison in Indien wichtiger als das Weihnachtsgeschäft, und die Hochzeitssaison in Indien ist, soweit ich mich erinnern kann, in unserem Herbst.
Letztes Jahr jedoch hat der Goldpreis den ersten Sprung von 320 auf 340 Euro jedoch im Nov-Dez getan, um dann von Juli bis September auf 390 € zu klettern.
Die Zeit des stärksten Anstiegs fiel demnach fast in die normalerweise alljährliche Flautezeit August!
Du kannst Dir also aussuchen, was Du gerne hören möchtest
In der Zwischenzeit, in der Du nicht weißt, was Du davon halten sollst, kaufst Du am besten Gold, und hoffst, daß Du es nicht brauchst
...oder investierst in erneuerbare Energien 
(@mesodor: ich meine hier keine Anteile, sondern tatsächliche Investments in Solarzellen auf dem Dach etc...)
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07-11-2005, 06:59
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#460 (permalink)
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Kurzfristig mag diese Frage interessant sein  Langfristig ist es wichtiger, daß Greenspan (für Greenspan eigentlich höchst untypisch) recht deutlich vor Inflationsgefahren warnt und sein Nachfolger Bernanke milde gesagt ein bekennender Verfechter expansiver Geldpolitik ist....
Aber um Deine Frage zu beantworten:
Kurzfristig gesehen ist die Hochzeitssaison in Indien wichtiger als das Weihnachtsgeschäft, und die Hochzeitssaison in Indien ist, soweit ich mich erinnern kann, in unserem Herbst.
Letztes Jahr jedoch hat der Goldpreis den ersten Sprung von 320 auf 340 Euro jedoch im Nov-Dez getan, um dann von Juli bis September auf 390 € zu klettern.
Die Zeit des stärksten Anstiegs fiel demnach fast in die normalerweise alljährliche Flautezeit August!
Du kannst Dir also aussuchen, was Du gerne hören möchtest
In der Zwischenzeit, in der Du nicht weißt, was Du davon halten sollst, kaufst Du am besten Gold, und hoffst, daß Du es nicht brauchst
...oder investierst in erneuerbare Energien 
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Da kann ich aber (speziell von Einzelwerten) nun jedem (der nicht sehr viel davon versteht) von abraten.
Gewiss mag (und wird) es auch in diesem Sektor seriöse Firmen geben.
Jedoch: selbst Investments in seriösen Firmen können hochriskant sein, denn auf diesem Forschungs- und Entwicklungssektor ist (so meine Meinung) selbst ansatzweise nicht absehbar, was letztendlich kommen wird.
Der Markt ist zudem bereits so gut gelaufen, daß ich glaube daß er für "Normalanleger" ausgereizt ist.
Wenn überhaupt, so kann man als Zocker oder meinetwegen auch als risiko- und somit renditeorientierter Investor mit einem Teil seines Geldes "spielen", indem man sich Expertenwissen in Form von Anteilen eines gut gemanagten Fonds erwirbt.
Das (Totalverlust-)Risiko solcher (Einzel-)Anlagen ist zudem völlig konträr zum derzeitigen Risiko einer Edelmetallanlage in Gold, Silber oder Palladium.
Ausgenommen davon sind beispielsweise Talsperren- und Wasserkraftanlagenbetreiber. Da kommen wir aber schon in den Versorgerbereich. Und da gibt es wiederum sehr viele andere Risiken, die vor einer Anlage geprüft werden müssten (z.B. Klimata, Niederschläge, Geologie (Erdbebensicherheit) Alter der Anlagen, zukünftiger Investitionsbedarf usw.).
Risiken, an die man erst mal nicht denkt.
Wer davon nichts versteht, der sollte auch hier sehr breit streuen (z.B. Fondsanlage mit gutem Rating und seriöser Fondsgesellschaft).
Bei einem Krügerrand oder Goldbarren (natürlich von der Bank und nicht online ersteigert) hat man derlei grundsätzliche Risiken weniger. Und weil Gold (noch) mehrwertsteuerfrei ist und für Privatanleger auch keine Zinsen abwirft, sollte man da einer physischen Anlage gegenüber einem Lieferanspruch den Vorzug geben.
Aber bevor man so sehr ins Detail geht, sollte man sich erst mal darüber bewusst werden, welche Ziele man verfolgt, wie man sein Vermögen strukturiern möchte und mit welchen Aufwand man bereit ist, das alles rauszufinden (z.B. mehrere Beratungsgespräche bei Banken).
Das gilt übrigens auch für eine (Teil)Anlage in Edelmetallen. Wer hier rein geld-oder kursfixiert ist und die Meinung anderer über sein eigenes Urteilsvermögen stellt, der wird hier sehr wahrscheinlich auch keine Freude haben.
Eines hat sich jedoch bislang immer bewahrheitet:
Wenn es im Vergleich zu den dafür erhältlichen Waren und Dienstleistungen zu viel Geld gibt, so wird sich das auf kurz oder lang in einer Geldentwertung (höhere Preise) niederschlagen.
Und wenn Staaten Finanzprobleme haben, so war das in früheren Zeiten auch nie gut für den Geldwert.
Wer sich dies vor Augen führt, das dann an Beispielen nachprüft und einen teil seiner Geldanlage danach ausrichtet der kann, urteilt man nach allem, was sich bislang ereignet hat, so viel eigentlich garnicht falsch machen.
Am Leid anderer bzw. an einer nicht genügend vorhandenen Gelddeckung noch etwas verdienen - ich glaube nicht, das das geht.
"Gewinner" bei einem Spiel mit gezinkten Karten ist schon der, der nicht allzuviel dabei verliert. Denn "spielen", das tun wir alle, es sei denn, wir geben direkt oder zeitnah all das aus, was wir einnehmen. Die, die das tun, das, so denke ich, sind die wahren Gewinner bei diesem Spiel mit ungedecktem Geld und Mega-Geldüberhang: Mitnehmen, was man für die Papierlappen bekommen kann: Reisen (meinetwegen auch innerhalb Deutschlands    ), Luxus, Wellness usw.....
Da ist unser designierter Wirtschaftsminister Glos garnicht mal so unvernünftig. Natürlich darf der nicht öffentlich sagen: Geben Sie Ihr Geld aus, solange Sie noch was dafür bekommen und etwas davon haben..... .....denn das wäre staatszersetzend. Im Prinzip aber hat er (durch die Blume, also sehr stark verklausuliert) nichts anderes getan.
Das, was man gehabt und verbraucht hat, das kann einem keiner mehr nehmen. Verhungern wird man schon nicht und wenn doch, so ändern ein paar dann wertlose Papierlappen auch nichts grundsätzliches daran.
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11-11-2005, 11:29
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#462 (permalink)
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Möglicherweise.
Aber egal, wieviel Gold Deutschland verkaufen will/wird:
Es wird Käufer geben - das heißt, die Nachfrage ist vorhanden und wird auch weiterhin vorhanden sein, auch dann, wenn die Deutschen, die Franzosen, die Engländer, die Holländer etc. etc. ihr Gold schon längst verscherbelt haben.
Ob das dann Einfluß auf den Goldpreis hat???
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11-11-2005, 12:43
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#463 (permalink)
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Sollte es einen Einfluss haben, so wird dieser nicht von Dauer sein.
Und wieder haben unsere Politiker etwas Geld gefunden, daß sie verpulvern können.
Subventionen, Beschäftigungsprogramme, Lohnzuschüsse - was soll denn all dieser Unfug?. Genau so da smit den verschiedenen "Arbeitsmärkten". Es gibt nur einen.
Entweder es gibt für Arbeitskraft, Leistungen und Waren eine Nachfrage - oder es gibt sie nicht.
Das einzige, wo ich Subventionen gelten lassen würde, das sind Produkte, die aus Forschungs- und Entwicklungstätigkeit hervorgehen und deren Weiterentwicklung eine Chance auf hohen zukünftigen Nutzen bringt, wie beispielsweise Wind- oder Solarenergie. Und da darf man auch nur bis zu einem gewissen Grad fördern und nicht bis zum St. Nimmerleinstag.
Was man braucht, das sind Mindestlöhne, die den arbeitenden Menschen ein menschenwürdiges dasein ermöglichen und diese vor Ausbeutung schützen und ein solches Maß an Schutzzöllen, daß hierzulande bzw. in der Eurozone auch sichergestellt ist, daß auch minder- und unqualifizierte Personen eine Chance auf einen Job haben. Auch muss, als Ernährungsgrundlage also zur Sicherung der Existenz der hier lebenden Menschen, eine funktionsfähige Landwirtschaft die die hier lebenden Menschen ernähren kann, sichergestellt werden.
Im übrigen vermute ich, daß etwa vorgenommene deutsche Goldverkäufe dem Staat nicht die erhofften Mittel bringen werden, weil diese möglicher Weise in eine Phase fallender Goldpreise stattfinden könnten, deren Beginn bei einem weiter steigenden Dollar nur eine Zeitfrage sein dürfte und selbst noch in eine Phase dann wieder fallender Dollarpreise zumindest noch eine Zeitlang anhält, ehe sich das Blatt dann wieder wendet. Goldausleihungen wären da langfristig das bessere Mittel, denn die Kuh, die man geschlachtet hat, die melkt man nicht mehr.
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11-11-2005, 12:59
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#464 (permalink)
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Goldausleihungen wären da langfristig das bessere Mittel, denn die Kuh, die man geschlachtet hat, die melkt man nicht mehr.
@mesedor39
Auf diese Idee kam die BuBa schon vor langen Zeiten, denn sie ist im Besitz vieler Schuldverschreibungen auf Gold. Es werden bei dem anstehenden Verkauf also nur die Zettel weitergereicht.
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11-11-2005, 13:48
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#465 (permalink)
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Verkaufen bei "High" und kaufen bei "Down" kaufen - ist doch meine Reden.
Gebt mir 1.200 Tonnen reines Gold und ich erwirtschafte Millionen, wenn nicht sogar Tausende
Wenn ich jetzt noch den Beratervertrag für die neue Bundesverirrung erhalte, dann hat das Forum einen direkten Draht nach Berlin
Und jeder erhält von den Münzen der BRD seinen Lieblingsbuchstaben + so viele er möchte.
Wertsteigerung kann aber nicht garantiert werden... 
Vielleicht kommt ja eine Oberschlauer auf die Idee das BRD-Gold in Form kleiner Goldmünzen - mit Aufschlag - zu verhöckern --> 1 Ct. bis 2 Euro-Goldmünzen, Gedenkmünzen etc.
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12-11-2005, 16:10
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#466 (permalink)
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Goldausleihungen wären da langfristig das bessere Mittel, denn die Kuh, die man geschlachtet hat, die melkt man nicht mehr.
@mesedor39
Auf diese Idee kam die BuBa schon vor langen Zeiten, denn sie ist im Besitz vieler Schuldverschreibungen auf Gold. Es werden bei dem anstehenden Verkauf also nur die Zettel weitergereicht. 
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Na, das ist doch sowas von egal: Die Zentralbank oder der Investor, der die Zettel kauft.... kassiert die Zinsen bis zur Fälligkeit. Und danach steht es dem doch frei, vom Schuldner das Gold zurückzufordern. Oder es ihm zu neuen (z.b. zu viel höheren, festen Geld-Zinsen, weil der Goldpreis sehr hoch ist) Konditionen erneut zu verleihen.
Und je mehr solche Zettelchen jemand kauft kann er doch neue Verleihdauern (über den Zins) so steuern, daß alle Goldmengen zeitnah zu einem gewissen Datum fällig werden. Und wenn der Investor clever und potent ist, so kauft er über Futures rechtzeitig viele noch zu produzierende Goldunzen auf, die er seinen Schuldnern dann für ein Wahnsinnsgeld andreht oder diese mit sattem Gewinn sonstwie veräußert. Denn: mehrere tausend Tonnen Gold auf einen Schlag, die zaubert niemand mal eben so aus dem Hut.
Alles klar?.
Ich frage mich nur, warum die ZENTRALBANKEN diesen Deal nicht selber machen können.
Sind die etwa zu dumm dafür?.
Jede Bankklitsche nimmt genau in dieser Art und Weise ihre Schuldner gnadenlos aus. Egal ob das nun "private" sind, die sich in Abhängigkeit begeben haben oder Großkonzerne mit 15 bis 30 Prozent Eigenkapital.
Und muckt eine solche Firma (selbst mit angeblich 60 v.H. eigenkapitalausstattung) auf oder stört sie gar Bankeninteressen (Stichwort: WCM, Commerzbank-Übernahme mit Cobra) so wird sie von 20 EUR Aktienkurs auf etwa 40 Eurocent von ihren Kreditgebern "fillettiert" und ausgelutscht.
Kredite werden, trotz Rekordgewinnen, nicht weiter verlängert, sondern auf einen Schlag fällig gestellt. Und eine Finanzboutique analysiert den Kurs von 10 EUR auf 2,80 EUR herunter und macht kurze Zeit danach, als der Kurs am Boden liegt einen Teilrückzieher......
"Drann" war schon etwas, waren doch die Immobilien der WCM etwas zu hoch im Wert angesetzt. Aber für das, was dann kam, war es letztendlich nur ein Vorwand.
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14-11-2005, 15:29
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#467 (permalink)
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@mesedor39
Ich habe hier einen interessanten Artikel gefunden, der sich mit den Goldausleihungen beschäftigt.
Wo ist das Deutsche Gold geblieben?
Leser des Artikels: 1493
Am letzten Freitag erreichte das gelbe Metall wieder ein neues 17-Jahreshoch auf Eurobasis!! Die Nachhaltigkeit der Abkopplung von der engen Korrelation zwischen Gold und USD dürfte damit bestätigt sein. Die Goldhausse geht jetzt global weiter! Der USD kann kurzfristig auf Grund des Zinsvorteils und dem gestiegenen Vertrauen in die Aktienmärkte wieder zulegen. Ein wichtiger Faktor ist auch, dass in Europa immer mehr Risse auftauchen. So sind die Unruhen in Frankreich nicht zuletzt ein Vorbote dessen, was in ganz Europa passieren wird, wenn man die längst überfälligen Reformen des Sozialwesens nicht weiter vorantreibt. Kurzfristig kann der Dollar sicher zulegen. Ich rate daher aktuell vom Kauf von währungsgesicherten Anlagen ab. Hierzu wird sich nach einem kurzen Verfall des Euros im nächsten Jahr sicher eine bessere Gelegenheit bieten.
Bild vergrößern
Quelle: www.ftd.de (18.10.05)
Doch letzte Woche sind auch noch eine Reihe bedeutender Dinge für Edelmetallinvestoren geschehen. Seit letztem Freitag steht nun die große Koalition in Deutschland. Wer sich ein Aufbruchssignal erwartet hat wurde bitter enttäuscht, denn anstatt neue Wege zu beschreiten um den Karren aus dem Dreck zu ziehen, wird in Berlin leider wieder darauf gesetzt den Dampfer Deutschland vollends mit höherem Tempo gegen die Wand zu fahren. Auch für Edelmetallinvestoren gibt es zwei sehr bedeutende Programmpunkte der neuen Regierung.
1. Mit 01.01.07 wird die MwSt. in Deutschland von 16 % auf 19 % erhöhen. Dadurch verteuern sich physische Anlagen in Silber, Platin und Palladium. (Gold ist davon nicht betroffen, da es von der MwSt. befreit ist.)
2. Es wird abermals offen darüber nachgedacht einen so genannten „Zukunftsfonds“ mit Zinserträgen aus Goldverkäufen der Notenbank einzurichten.
Auf das Thema mit den geplanten Notenbankverkäufen möchte ich etwas näher eingehen. Im Grunde scheint es sich hierbei wieder um viel Lärm um nichts zu handeln, denn letztendlich kann die Deutsche Bundesregierung das Gold gar nicht verkaufen! Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Zum einen liegt der Deutsche Goldschatz laut dem angesehenen Goldexperten Dr. Bruno Bandulet vom Börsendienst G&M Intelligence nur zu 2 % auf Deutschem Boden. Die restlichen 98 % (!) dürften sich laut seinen Nachforschungen in der Federal Reserve Bank New York, der Banque de France und der Bank of England befinden. Diese Lagerung hat einen historischen Hintergrund. So wurde das Deutsche Gold von den Amerikanern als Faustpfand für gutes Verhalten in der Zeit des Kalten Krieges angesehen.
Zum anderen dürfte ein guter Teil dieses Goldes bereits über Leihgeschäfte seinen Weg auf den Markt gefunden haben. Der amerikanische Goldexperte James Turk schätzt die Höhe des verliehenen Goldes laut einem Beitrag von Dr. Bandulet auf bis zu 1.700 Tonnen!!!! Zum Vergleich dazu behauptete die parlamentarische Staatssekretärin im Finanzministerium, Dr. Barbara Hendricks, auf eine Anfrage von Martin Hohmann im August 2002, dass Gold im einstelligen Bereich verliehen sei, also zwischen 1-9 % bzw. bis zu 340 Tonnen.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass seit 1.1.1999 nicht mehr „Gold“ als Aktivposten in der Notenbankbilanz zu finden ist, sondern nur mehr „Gold und Goldforderungen“. Dies verwundert vor allem unter dem Aspekt, dass die Goldforderungen gegen die Europäische Zentralbank in Euro und nicht in Tonnen Gold bilanziert sind! Die Bundesbank im Falle eines Goldpreisanstieges also durch die Finger schaut.
Des Weiteren hat die Deutsche Bundesbank das „Washington Agreement on Gold“ (WAG) unterschrieben und kann daher nicht einfach Gold verkaufen wie Sie will. Das WAG erlaubt maximale Verkäufe aller teilnehmenden Notenbanken von gerade einmal 600 Tonnen pro Jahr, man könnten also selbst wenn alle Wege für einen Goldverkauf plötzlich geebnet würden trotzdem nur einen bescheidenen Anteil von bis zu 120 Tonnen jährlich veräußern.
Zusammenfassend kann man daraus schlussfolgern, dass die USA den Deutschen wahrscheinlich gar nicht erlauben würden, das Gold aus den USA abzuziehen (dies würde de facto einer Misstrauenserklärung gleich kommen!) und andererseits sicher nicht mehr die Menge Gold vorhanden ist, von der immer gesprochen wird.
Laut einem Bericht des Handelsblatts kämen sogar aus der Bundesbank Vorschläge angesichts des anhaltenden Höhenflugs beim Goldpreis einen Teil der Reserven „anzulegen“. Die Frage dürfte jedoch sein: Worin? In Wertlosen amerikanischen Staatsanleihen mit 4-5 % Zinsen? Da dürfte Gold mit seinem Zuwachs von knapp über 20 % auf Eurobasis seit Jahresanfang doch die bessere Anlage darstellen!
Noch ein kleiner Hinweis für die Freunde von Verschwörungstheorien über Gold. Es könnte kein Zufall sein, dass all jene, die sich für das Gold in der BRD stark gemacht haben, ein unsauberen Abgang erwartete. So hat Martin Hohmann, der nach einer Rede unter medialer Hetze von der CDU mit Schimpf und Schade davon gejagte wurde nicht allzu lang vorher eine Anfrage bzgl. des Deutschen Goldschates gestellt. Andererseits durfte der ehemalige Bundesbankpräsident Ernst Welteke kurz nach einem "Nein" der Bundesbank (er war jedoch dafür!) zum Goldverkauf auf Grund einer Hotel-Übernachtung auf Staatskosten seinen Posten räumen. Ein Schelm wer böses dabei denkt!
Doch wie viel Zinsertrag könnte man nun tatsächlich aus dem Verkaufserlös der Goldreserven generieren? Ein kleines Zahlenspiel:
Preis je Tonne Gold = 399,17 / 31,1034 * 1.000.000 = 12.733.637,70 EUR
12.733.637,70 EUR * 3.446 t = 43.880.115.530,08 EUR
Nun zum jährlichen Zinsenertrag: (Annahme: 5 % p.a.)
43.880.115.530,08 EUR * 0,05 = 2.194.005.776,51 EUR
Laut Berechnungen des „Bund der Steuerzahler“ steigen die Staatsschulden pro Sekunde um 1.714 EUR an.
2.194.005.776,51 EUR Einnahmen / 1.714 EUR Neuverschuldung pro Sekunde (!)
1.280.050 Sekunde = 21.334 Minuten = 355,6 Stunden = 14 Tage = 2 Wochen
Man könnte also tatsächlich 14 Tage lang die aktuelle Neuverschuldung mit den Zinseinnahmen aus den Goldverkäufen decken!!!
Wie viel Zeit könnte man mit den gesamten Goldreserven kaufen?
30.966.913 Sekunden = 516.115 Minuten = 8.602 Stunden = 358 Tage = 1 Jahr
Der Gesamterlös des Staatsschatzes würde demnach nur für ein Jahr die Neuverschuldung des Staates abdecken.
Wenn man tatsächlich plant den Lohn und das Symbol des Wirtschaftswunders unter Ludwig Ehrhard, die einzige verbliebene eiserne Reserve der Bundesrepublik für ein Jahr Schonzeit gegenüber den Gläubigern zu veräußern, dann stehen wir wirklich näher am Abgrund als wir uns vorstellen können!
Dem privaten Anleger bleibt unter diesen Umständen nur die Möglichkeit die physische Komponente im privaten Depot weiter massiv aufzustocken. Es könnte sich natürlich auch wieder um einen Trick handeln, um kurzfristig die Kleinanleger aus dem Gold zu treiben, denn die starken Hände warten schon!
Des Weiteren möchte ich Sie auf die Entwicklung bei Palladium aufmerksam machen. Es ist das letzte Edelmetall das nun in die große Haussephase eintritt. Sein niedriger Preis bewegt die Autoproduzenten das teure Platin durch Palladium zu ersetzen, da es mit seinen technischen Fähigkeiten Platin gegenüber teilweise sogar überlegen ist und vor allem durch den niedrigen Preis glänzt. Auch für Schmuck wird es zunehmend interessanter. Das einzige Manko ist die Angebotstruktur in Form eines Oligopols. Der Markt ist sehr abhängig von Verhalten der wenigen großen Produzenten und daher auch sehr volatil. Meiner Meinung nach könnten wir durchaus noch höhere Notierungen sehen. Da sich die Trends bei Palladium in der Vergangenheit aber sehr scharf bewegt haben, sollten Sie auch vor massiven, plötzlichen Korrekturen auf der Hut sein.
Wenn Sie daran denken Ihre physische Komponente aufzustocken oder sich über weitere Anlagen im Rohstoffsektor bzw. die Meinung der Top-Experten für die nächsten Zeit interessieren, dann sollten Sie es nicht verpassen einen Abstecher auf Europas größter Fachmesse für Edelmetalle und Rohstoffe zu machen. Dort haben Sie auch die Möglichkeit Herrn Dr. Bandulet persönlich zur Lage der Deutschen Goldreserven zu befragen. Weitere Informationen dazu auf www.edelmetallmesse.com.
Fazit:
Gold haussiert in Euro. Wer den Anstieg in USD verpasst hat, der sollte jetzt einstiegen. Hat Gold doch alleine sein Jahresanfang weit über 20 % in Euro zugelegt. Die politische Situation in Deutschland dürfte nicht unschuldig am Verfall des Euro sein!!! Kaufen sie Gold um sich gegen politische und soziale Probleme abzusichern. Warten Sie nicht bis es zu spät ist.
Verwendete Quellen:
Handelsblatt: „Steinbrück plant „vergoldete“ Zukunftsprojekte“ (12.11.2005)
GoldSeiten.de: „Das Gold der Deutschen“ von Dr. Bruno Bandulet (27.05.2003)
Bund der Steuerzahler: „Schuldenuhr“
PS: Meinen nächsten Beitrag finden Sie wie gewohnt am kommenden Montag ab 10:30 Uhr auf Wallstreet:Online.
Bitte wenden Sie sich bei Fragen, Wünschen, Ideen, Kritik oder Lob bitte an: info@volker-riemer.com
© Volker M. Riemer 2005
Haftungsausschluss:
Die hier veröffentlichten Ausführungen stellen keine Kauf oder Verkaufsempfehlungen für die oben genannten Aktien, Wertpapiere, Rohstoffe oder Finanzinstrumente dar! Zudem wird keine Haftung für den Kauf oder Verkauf anderer Aktien, Wertpapiere oder Finanzinstrumente übernommen!
Autor: Volker M. Riemer, 10:30 14.11.05
http://www.wallstreet-online.de/ws/n...newsid=1775277
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14-11-2005, 17:46
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#468 (permalink)
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@Tisc1: besagten Artikel über die "Goldverschwörung" habe ich kürzlich gelesen und auch hier im Forum unter Goldmünzen / fallende Goldpreise kommentiert.
Sie schreiben:
Noch ein kleiner Hinweis für die Freunde von Verschwörungstheorien über Gold. Es könnte kein Zufall sein, dass all jene, die sich für das Gold in der BRD stark gemacht haben, ein unsauberen Abgang erwartete. So hat Martin Hohmann, der nach einer Rede unter medialer Hetze von der CDU mit Schimpf und Schade davon gejagte wurde nicht allzu lang vorher eine Anfrage bzgl. des Deutschen Goldschates gestellt. Andererseits durfte der ehemalige Bundesbankpräsident Ernst Welteke kurz nach einem "Nein" der Bundesbank (er war jedoch dafür!) zum Goldverkauf auf Grund einer Hotel-Übernachtung auf Staatskosten seinen Posten räumen. Ein Schelm wer böses dabei denkt!
Herr Hohmann hatte sienerzeit politisch unkorrekte Äußerungen in Zusammenhang mit der jüngeren deutschen Geschichte gemacht und war aus diesem Grunde für die CDU politisch untragbar geworden. Ähnliche Tendenzen sind nach meinem Dafürhalten auch in besagtem Artikel "Goldverschwörung" zwischen den Zeilen erkennbar.
Herr Welteke hatte sich nicht nur wegen des Goldes mit der Regierung überworfen, von daher wurde er auch aus anderen Gründen "abserviert". Wobei ich auch davon ausgehe, daß bei Herrn Welteke bewusst solange gesucht wurde, bis man etwas gefunden hatte, mit dem nan ihm fertigmachen konnte. Was ich nicht glaube ist, daß er wegen des Goldes "abgesägt" wurde.
Ich gehe zudem davon aus, daß es auch der derzeitige Bundesbankpräsident ablehnen wird, das gesamte Bundesbank-Gold zu verkaufen. Eben weil das langjährige Position der Dt. Bundesbank ist.
Sie schreiben:
Doch letzte Woche sind auch noch eine Reihe bedeutender Dinge für Edelmetallinvestoren geschehen. Seit letztem Freitag steht nun die große Koalition in Deutschland. Wer sich ein Aufbruchssignal erwartet hat wurde bitter enttäuscht, denn anstatt neue Wege zu beschreiten um den Karren aus dem Dreck zu ziehen, wird in Berlin leider wieder darauf gesetzt den Dampfer Deutschland vollends mit höherem Tempo gegen die Wand zu fahren. Auch für Edelmetallinvestoren gibt es zwei sehr bedeutende Programmpunkte der neuen Regierung.
1. Mit 01.01.07 wird die MwSt. in Deutschland von 16 % auf 19 % erhöhen. Dadurch verteuern sich physische Anlagen in Silber, Platin und Palladium. (Gold ist davon nicht betroffen, da es von der MwSt. befreit ist.)
Wenn ein Mehrwertsteueraufschlag von 19 Prozent zukünftig der Preis für eine sinnvolle Diversifikation auch bei physischen Edelmetallen ist, so muß der Anleger / Investor eben neu abwägen, ob er bereit ist, diesen Preis zu zahlen und wie ggf. er seine Gewichtung darauf abstellt. Im Übrigen ist es Spekulanten ja freigestellt ZERTIFIKATE zu erwerben und die Umsatzsteuer wegen nicht erfolgter Auslieferung des Edelmetalls zu umgehen. Weil aber die verschiedenen Edelmetalle auch relativ zueinander starken Schwankungen unterworfen sind, kann der Mehrwertsteuersatz keinen Grund dafür hergeben, hier unzureichend zu diversifizieren bzw. bei besonderer Gelegenheit völlig auf Umschichtungen zu verzichten.
Sie schreiben weiterhin:
Auf das Thema mit den geplanten Notenbankverkäufen möchte ich etwas näher eingehen. Im Grunde scheint es sich hierbei wieder um viel Lärm um nichts zu handeln, denn letztendlich kann die Deutsche Bundesregierung das Gold gar nicht verkaufen! Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Zum einen liegt der Deutsche Goldschatz laut dem angesehenen Goldexperten Dr. Bruno Bandulet vom Börsendienst G&M Intelligence nur zu 2 % auf Deutschem Boden. Die restlichen 98 % (!) dürften sich laut seinen Nachforschungen in der Federal Reserve Bank New York, der Banque de France und der Bank of England befinden. Diese Lagerung hat einen historischen Hintergrund. So wurde das Deutsche Gold von den Amerikanern als Faustpfand für gutes Verhalten in der Zeit des Kalten Krieges angesehen.
Verkaufen kann die Deutsche Bundesbank ihr Gold jederzeit und in jeder beliebigen Menge. Man hat sich lediglich dazu verpflichtet, das Gold solange nicht nach Deutschland zurückzuholen, wie hierzulande US-Truppen zur Sicherung unseres Landes (also zu unserem Schutz) stationiert sind. Und diese Vereinbarung hatte zu dem Zeitpunkt, wo sie getroffen wurde in Anbetracht der damaligen Bedrohung durch den Ostblock durchaus Sinn gemacht. Ein Verwertungsverbot wurde meines Wissens nicht vereinbart. Und soweit ich das weis wird Gold auch an der New-Yorker Börse gehandelt. Besser im Sinne der Verwertbarkeit könnte der Goldschatz somit selbst in Frankfurt am Main nicht liegen. Hinzu kommt: auch viele andere Notenbanken lagern ihr Gold in NY. Es braucht - bei Verkäufen unter Notenbanken - also nur umgebucht zu werden. Transportrisiken und Transportkosten entfallen daher in einem solchen Fall vollständig.
Sie schreiben weiter:
Zum anderen dürfte ein guter Teil dieses Goldes bereits über Leihgeschäfte seinen Weg auf den Markt gefunden haben. Der amerikanische Goldexperte James Turk schätzt die Höhe des verliehenen Goldes laut einem Beitrag von Dr. Bandulet auf bis zu 1.700 Tonnen!!!! Zum Vergleich dazu behauptete die parlamentarische Staatssekretärin im Finanzministerium, Dr. Barbara Hendricks, auf eine Anfrage von Martin Hohmann im August 2002, dass Gold im einstelligen Bereich verliehen sei, also zwischen 1-9 % bzw. bis zu 340 Tonnen.
Es ist eben alles eine Glaubensfrage: Entweder man schenkt der Auskunft der Dt. Bundesbank bzw. dem Bundesfinanzministerium Glauben O D E R man glaubt eben lieber einem Goldexperten, der lt. eigenen Bekunden eine von dieser Angabe abweichende Schätzung (auf einer hier nicht näher beschriebenen Grundlage?) vorgenommen hat.
und last not least behaupten Sie:
Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass seit 1.1.1999 nicht mehr „Gold“ als Aktivposten in der Notenbankbilanz zu finden ist, sondern nur mehr „Gold und Goldforderungen“. Dies verwundert vor allem unter dem Aspekt, dass die Goldforderungen gegen die Europäische Zentralbank in Euro und nicht in Tonnen Gold bilanziert sind! Die Bundesbank im Falle eines Goldpreisanstieges also durch die Finger schaut.
Angenommen Sie würden sich Gold leihen: fänden Sie es OK, wenn der Umfang Ihrer Ausleihungen von ihrem Vertragspartner veröffentlicht würde?. Würden Sie in Anbetracht einer derartigen Transparenz Ihre Chancen die von Ihnen ausgeliehenden Goldmengen preisgünstig zurückkaufen zu können ehr steigen oder fallen sehen?. Welcher Bank wären Sie als Schuldner bereit höhere Zinsen für´s Gold zu zahlen: Der "Schweigen-ist-Gold-Bank" oder der "Reden-ist-Silber-Waschweiber-Bank"?.
Eben weil die Bundesbank gute Zinsen abschöpfen möchte und ein Interesse daran hat, daß ihre Vertragspartner möglichst leicht ihre Vereinbarung erfüllen können und sich später / anschließend erneut Gold ausleihen (eben weil es auch für den Schuldner ein guter Deal war) wird man von dort aus nichts tun, um diese Einnahmequelle zu gefährden.
Wie die Bundesbank ihre Forderungen bilanziert, das sagt noch lange nichts darüber aus, wie die zurückbezahlt werden: Verleihe ich x Tonnen Gold, so bekomm eich auch x Tonnen zzgl. y Prozent Zinsen zurück.
Verleihe ich Gold und räume ich dem Schuldner zusätzlich ein Wahlrecht ein, in Gold oder cash zu begleichen, so bin ich gleichzeitig Stillhalter bei einem Warentermingeschäft. Dann aber habe ich keine Goldforderung mehr, sondern eine Forderung auf GOLD oder GELD, bei der der Schuldner das Wahlrecht hat, wie er bedient. Jedoch machen die Goldverleiher gerade dies nicht. Würden Sie gleichzeitig mit dem Kredit auch noch Optionen vergeben, so könnten sie jährliche Renditen von deutlich über 10 v.H. bis größenordnungsmäßig 30 v.H. erwirtschaften, womit die sich Gold leihenden Banken keine Motivation für eine Goldleihe mehr hätten. Denn soviel kostet, je nach Schwankung des Preises eines Basiswertes eine Kurssicherung bei Rohstoffen auf der Grundlage des aktuellen Marktpreises.
Die Goldleihe funktioniert doch vom Prinzip her wie folgt: Man leiht sich Gold für beispielsweise 5 oder 10 Jahre zu beispielsweise 2 v.H. aus (Zinsen zahlbar in Gold oder in cash), verkauft das Gold und investiert in Bonds die beispielsweise bei 5 bis 6 Prozent rentieren.
Ein Teil der Zinsdifferenz wird benutzt um über TERMINGESCHÄFTE (Futures) Gold zum jetztigen Kurs zu kaufen und ggf. anzuzahlen, und zwar Gold, das noch nicht gefördert wurde. So reduziert der Schuldner einerseits sein Risiko zuzuzahlen und stellt möglichst sicher, daß auch der Gläubiger sein Gold ganz gewiss zurück erhält. Die Risikofaktoren für den Goldgläubiger in diesem Spiel sind:
1.) Die Emmitenten der Bonds zahlen nicht. Folge s. 3.)
2.) Der Vertragspartner der Futures erfüllt nicht. Folge s. 3.)
3.) Der Goldschuldner geht (aus anderen Gründen als unter 1.) und 2.) angeführt) pleite.
Die Risiken für den Goldschuldner sind unter 1.) und 2.) angeführt, wobei der
Schuldner diese im Risikofall entweder durch Eigenkapital ausgleichen kann oder im Risikofall daran zugrunde gehen wird (Bonität des Schuldners).
Will sagen: Es gibt gute und nachvollziehbare Gründe dafür, daß die Goldverleiher entweder keine konkreten Informationen herausrücken und bestenfalls nur sehr allgemeine Angaben machen. Gründe, die mit der vermuteten "Goldverschwörung" in keinem Zusammenhang stehen.
Besäße ich beispielsweise eine ganze Rolle besonderer Fehlprägungen (z.B. 50 Cent 2002 G mit Adler auf der Rückseite (Wert in bankfrisch ca. 1.500 bis 2.500 EUR), so würde ich auch nicht im Fehlprägungs-Forum posten, daß alleine ich 50 Stücke davon habe, sondern versuchen die Teile durch Tausch gegen andere Stücke oder Goldmünzen möglichst geschickt, (d.h. ohne den Marktpreis kaputt zu machen) zu streuen.
Kein ernst zu nehmender Zeitgenosse würde 50 solcher Stücke bei Ebay zum Sofortkaufpreis von 2.000 EUR oder - schlimmer noch - ab 1 EUR bei Ebay einstellen - es sei denn, er will viele Stücke von in Panik geratenen Sammlern billig aufkaufen und stellt seine Ebay-Angebote unter einer nicht existierenden Identität ein - also in der festen Absicht, seine Lieferverpflichtung nicht zu erfüllen.
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14-11-2005, 18:14
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#470 (permalink)
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Der Artikel ist nicht von mir, Quelle s. oben. Er war nur speziell @mesedor39, da ich vermutete, das er der einzige ist, der sich das komplett durchliest. Meine Vermutung war richtig. 
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Ich (und vermutlich weitere) habe den Artikel auch zur Gänze gelesen...
Ich hab's nur nicht so sehr mit dem Prognosen aufstellen.
Weil wenn man ehrlich & realistisch ist, dann weiß man wohl dass Preis-Entwicklungen in aller Regel nicht wirklich verläßlich vorherzusagen sind...
Gute Argumente lassen sich meistens sowohl für steigende sowie also auch für fallende Kurse finden...
Dem Kontra-Indikator Stimmung räume ich noch am ehesten eine gewisse Minimal-Prognosekraft zu, also die Preise steigen tendenziell dann wenn die Mehrheit der Markteilnehmer pessimistisch ist und umgekehrt.
Das läßt sich auch einigermassen fundamental nachvollziehen, weil dann die Marktteilnehmer entsprechend "überverkauft / nicht eingedeckt" bzw. "übergekauft / eingedeckt" sind, entsprechend ihrer Markteinschätzung.
Aber dieser eine Faktor wird meist durch andere so stark überlagert, dass sich unter dem Strich wiederum keine verlässlichen Prognosen - für keinen Zeitraum - ableiten lassen...
Alexander
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15-11-2005, 07:26
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#471 (permalink)
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Was sagt die Glaskugel
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Weil wenn man ehrlich & realistisch ist, dann weiß man wohl dass Preis-Entwicklungen in aller Regel nicht wirklich verläßlich vorherzusagen sind...
Gute Argumente lassen sich meistens sowohl für steigende sowie also auch für fallende Kurse finden...
Alexander
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@Alex11: In die Zukunft schauen und absolut verlässliche Vorhersagen machen, das konnten meiner Meinung nach nur sehr wenige Menschen. Nostradamus war vielleicht einer davon. Aber der hatte sich schon zu Lebzeiten ganz bewusst so unverständlich ausgedrückt, daß nur damals lebende Insider (also die Menschen, mit denen er Kontakt pflegte und die wissensmäßig und dem Zeitgeist nach mit ihm auf einer Stufe standen) verstehen konnte, was genau er meinte / meinen könnte. Alle anderen und danach Geborenen verstehen den Sinn seiner Vorhersagen leider erst dann, wenn das Ereignis eingetreten ist, was einen praktischen Nutzen der Vorhersagen entgegen steht
Also bleibt nichts anderes übrig, als nach Aurumenten dafür zu suchen, wie zukünftige (Preis)entwicklungen sein könnten. Und da gibt es beim Gold in der Tat momentan sowohl gute Argumente für weiter steigende Kurse als auch gute Argumente dafür, daß der Kursanstieg erst einmal vorüber ist und es demzufolge auch mal wieder deutlich fallende Kurse geben könnte.
Bei der Auswahl der Argumente und der den Argumenten zugrundeliegenden Informationen und Fakten muß man ganz genau zwischen "festen Fakten" (Tatsachen) und "weichen Fakten" (Meinungen) unterscheiden. Und bei den Meinungen, insbesonders bei den "Verschwörungstheorien" ist doch einiges an Unfug, bunt zusammengewürfelten Aussagen und Nachrichten und vor allem viele sehr unwahrscheinlichen Mutmaßungen dabei, weswegen in der Summe nichts vernünftiges dabei herauskommen kann.
Und wenn man die unsinnigsten Behauptungen und unwahrscheinlichsten Mutmaßungen ausblendet, bricht jede Verschwörungstheorie zusammen, wie ein Kartenhaus beim ersten, kräftigeren Luftzug.
Will sagen: wenn ich eine festes Ziel habe, an das ich glaube und mir dementsprechend meine Argumente auswähle und sie mir notfalls "passend mache" und zurechtlege, so zimmere ich mir zu meinem Glauben doch nur einen auf den ersten Blick mehr oder weniger schlüssigen geistigen Unterbau - wahrscheinlich weil mir schon die ersten Zweifel am eigenen Glauben aufkommen - ich also nach Bestätigung für meine Mutmaßungen suchen muss, damit ich beruhigt bin. Treffen sich dann mehrere Gelichgesinnte, so ist es nicht mehr weit bis zum Entstehen einer Art Sekte
Bei näherem Hinsehen ist ein derart unausgewogenes geistiges Kunstrukt nicht hinreihend tragfähig sondern, weil argumentativ nicht genügend verdichtet, ehr lückenhaft und stark schwankend. Und derjenige, der allein auf dieser Grundlage seine Investments tätigt, der wird damit untergehen.
Das bedeutet jedoch nicht, daß Gold kein Bestandteil der privaten Vermögensanlage sein sollte. Als ein Bestandteil unter mehreren ist Gold nach meinem Dafürhalten geeignet und sinnvoll. Selbst Notenbanken diversifizieren zwecks Ausweichmöglichkeiten auf für Devisenreserven geeignete Währungen mittels Gold. Und schützen sich so vor allzustarken Schwankungen einzelner Währungen. Vielmehr kommt es auch bei der Gold- oder Edelmetallanlage auf die Dosierung an. Empfohlen werden oftmals 5 bis 10 Prozent des Gesamtvermögens als Goldinvestment. Daß sich (Gold-)Münzensammler und Edelmetallfans damit nicht zufrieden geben, das ist einerseits nachvollziehbar bedingt aber andererseits gewisse Risiken, die sich teils noch durch Diversifizierung in den verschiedenen Edelmetallen abfedern lassen. Davon, solche Risiken mit Verschwörungstheorien zu begründen und allein Gold als Allheilmittel gegen ein intransparentes und auf Vermögensinflation angelegtes Weltwirtschaftssystem anzupreisen, das halte ich für eine zu einseitige Sichtweise der Dinge.
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