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Edelmetalle Diskussionen zu Gold, Silber , Platin als Geldanlage

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Alt 09-11-2008, 20:17   #5001 (permalink)
 
Nächtstes Jahr sind Wahlen; meine persönlichen Versagerscheine liegen schon bereit. Das Dumme nur, ich sehe keinen, der uns überzeugend aus der Krise herausführen könnte.

Egal welche Partei, wenn einer von denen Durchfall hat, der rennt genauso schnell auf's Klo wie der soeben frisch entlassene Zeitarbeiter aus der Automobilindustrie.

Meine Meinung:
Unsere heutigen Politiker sind Versager, und bedeutende Politiker sind grosse Versager.

Ich fürchte, wir gehen schweren Zeiten entgegen.

Viele Grüße
Hermann
hekuhn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09-11-2008, 21:34   #5002 (permalink)
 
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schade, ich bin ertappt.

Die Kraftstoffmarke stammt von 1950, die Raucherkarte von 1949.

Aber - was haltet Ihr hiervon (siehe Anhang). Ein Bundeskassenschein (Original), hergestellt als Kleingeldersatz für den Fall, dass durch Metallknappheit oder den Kriegsfall kein reguläres Metallgeld mehr hergestellt werden kann.

Diese, auf Vorrat hergestellten Scheine sind in kleinen Stückzahlen im Sammlermarkt gelandet. Ihre Existenz zeigt, dass es hinter den Kulissen durchaus Pläne für den Tag X gibt, von denen wir nichts wissen.

Viele Grüße
Hermann
Es wird immer lächerlicher: Jetzt werden schon Bundeskassenscheine aus der Zeit des kalten Krieges (!) als "Beweis" für geheime Pläne der Bundesregierung herangezogen.
Dwimbor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09-11-2008, 22:30   #5003 (permalink)
 
...zurück zum Thema ;-)

...ich war heute auf der Numismata in Frankfurt und dachte eigentlich, daß im Bereich "Gold" große Angebotslücken zu verzeichnen wären.

Es gab alles und das in rauhen Mengen. Und kein Hype, keine Käuferschlangen, kein Massenandrang.

Ich hatte einfach den Eindruck es wird viel gekuckt aber weniger gekauft.

Die Preise für einen "normalen" Krügerrand 1 Oz bewegten sie sich in etwa in der Spanne 650 bis 670 Euro.....für ein Stempelglanzstück von 1967 waren um die 800 fällig.

Schweineteuer, die Würstchen, Kaffee und Kuchen....und der Parkplatz in der Maritim Tiefgarage....aber das ist Mainhattan ;-)

Grüsse

P.S. @ Blechbatzen
Ich finde Ihr Posting 5035 sehr interessant und informativ....Kompliment ;-)
Rex Danny ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-11-2008, 00:07   #5004 (permalink)
 
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...zurück zum Thema ;-)

...ich war heute auf der Numismata in Frankfurt und dachte eigentlich, daß im Bereich "Gold" große Angebotslücken zu verzeichnen wären.

Es gab alles und das in rauhen Mengen. Und kein Hype, keine Käuferschlangen, kein Massenandrang.

Ich hatte einfach den Eindruck es wird viel gekuckt aber weniger gekauft.

Die Preise für einen "normalen" Krügerrand 1 Oz bewegten sie sich in etwa in der Spanne 650 bis 670 Euro.....für ein Stempelglanzstück von 1967 waren um die 800 fällig.

Schweineteuer, die Würstchen, Kaffee und Kuchen....und der Parkplatz in der Maritim Tiefgarage....aber das ist Mainhattan ;-)

Grüsse

P.S. @ Blechbatzen
Ich finde Ihr Posting 5035 sehr interessant und informativ....Kompliment ;-)
Danke für die Blumen.

Und ich mag dieses Forum hier von Anfang an, das Forum, über das ich übrigens zufällig stolperte, weil ich mich für Anlagemünzen interessierte.

Die Schnittmenge ist die Sammelleidenschaft, allerdings bei mir leider nicht für die fantastischen Sammler-Münzen, die ich hier schon abgebildet sah und sehr bewundere. Aber ich bilde mir nicht ein, vielleicht von ein paar ganz wenigen Exemplaren abgesehen, da je etwas Bedeutendes an Sammlermünzen vorweisen zu können. Man muss eben versuchen sich auf Wesentliches zu konzentrieren.
Umgekehrt wäre es in Sachen meiner Fossilsammlung vermutlich nicht anders. Weil ich da ein paar absolut seltene Exponate habe, von denen es vielleicht 10 bis 15 Stück weltweit gibt.

Wie gesagt ist das Interesse meinerseits in Richtung Numismatik generell vorhanden und so könnten wir auch hobbyüberschreitend kommunizieren - immer eingedenk, daß ich die Forenregeln und das Ziel dieses Forums gerne achten werde; selbst wenn es wieder einmal wie bei der Edelmetallecke etwas kontroverser zugehen sollte.
blechbatzen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-11-2008, 00:30   #5005 (permalink)
 
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Es wird immer lächerlicher: Jetzt werden schon Bundeskassenscheine aus der Zeit des kalten Krieges (!) als "Beweis" für geheime Pläne der Bundesregierung herangezogen.
Dwimbor, Dwimbor, das mit den Bundeskassenscheinen war doch von hekuhn nie und nimmer ernst gemeint.
Was man an allen Knopflöchern merken konnte, so man wollte.



Was allerdings die Verausgaber dieser Bundeskassenscheine sich dabei gedacht hatten, steht in den Sternen.
Lord Vetinaris Link in #5038 könnte zur Aufklärung beitragen.
Insofern kann man sich nie ganz sicher sein, was hinter dem Rücken des Wahlvolkes geschieht.
blechbatzen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-11-2008, 00:38   #5006 (permalink)
 
Wink

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Als es in Italien ca. 1975 noch die Lira gab, war manchmal das Kleingeld/Münzgeld so knapp, dass man im Supermarkt Briefmarken, Kaugummi, Bonbons oder Zahnstocher als Rausgeld bekommen hat.
Da brauchst du nicht bis nach Italien schauen, das gab es bis zur Wende ebenfalls als Wechselgeld im Intershop. Rückgeld unter 1 DM bzw. später Forumscheck wurde in Form von kleinen Schokoladentäfelchen herausgegeben (1 Milka-Stück = 10 Pfennig).
Tisc1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-11-2008, 07:06   #5007 (permalink)
 
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....Mesodor39, Ihre Erwartung einer künftigen Währungsreform und das Ansparen dagegen lässt sich so mathematisch nicht fassen, jedenfalls nicht mit konkreten Lösungen, weil die Variablen Abwertungsgröße, Zins und Zeitpunkt der Währungsreform nicht bekannt sind, selbst wenn Sie eine noch so schöne Exponentialfunktion/Zinseszinskurve hinlegen.

Sie haben aber Recht in der Annahme, dass es ein Fehler wäre sich allein auf die Rendite oder Kurssteigerungen irgendwelcher Papiere, Effekten etc. zu verlassen.
Ich weis, daß zukünftige Umtauschverhältnisse unbekannt sind.

Doch darauf kommt es sich nicht so sehr an.

Ich weis auch, daß GOLD nach der Währungsreform 1923 exakt 1:1 umgestellt wurde (nach 1923 bis in die 30er waren die alten 20-Mark-Stücke des Kaiserreiches, neben den kupfernen 1- und 2-Pfennigstücken, die auch 1:1 umgestellt wurden, offizielles Zahlungsmittel)

Um 1946 wurde der Goldkurs international verbindlich mit 35 $/Unze festgelegt. Und, oh Wunder, GOLD wurde im Gegensatz zur Reichsmark und aller darauf basierenden Anlagen und Forderungen auch 1948 exakt 1:1 umgestellt. Es galt nach wie vor 35 $/Unze.

Somit ist bewiesen:
Gold hat also in den letzten 100 Jahren sämtliche Währungsreformen auf deutschen Boden wertmäßig nahezu völlig unbeschadet überstanden.

Von allen anderen, auf Geldforderungen basierenden Anlagen kann man das genaue Gegenteil davon behaupten.

Auch günstigstenfalls gewährte 2:10 muss man erst einmal am Kapitalmarkt erwirtschaften. Eine Verfünffachung des Kapitals selbst in 10 oder 20 Jahren ist auch ein sehr ambitioniertes Ziel.

Gold hat auch die Nullenstreichung bei der türkischen Lira 1:1 "überlebt". 1 Krügerrand enthielt sowohl davor, als auch danach genau 31,1035 Gramm Gold.

Ich habe aber nicht nur Recht in der Annahme, dass es ein Fehler wäre sich allein auf die Rendite oder Kurssteigerungen irgendwelcher Papiere, Effekten etc. zu verlassen, sondern historische Vergleiche belegen genau das. Und das aufgrund der Vielzahl der Quellen und historischen Dokumente ohne den geringsten Zweifel.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-11-2008, 11:01   #5008 (permalink)
 
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...
Gold hat auch die Nullenstreichung bei der türkischen Lira 1:1 "überlebt". 1 Krügerrand enthielt sowohl davor, als auch danach genau 31,1035 Gramm Gold.
Gewiss. Ihre Bemerkung entbehrt aber nicht einer leichten Komik.
Eine Feinunze wiegt übrigens auch noch nach wie vor soviel.

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Ich habe aber nicht nur Recht in der Annahme, dass es ein Fehler wäre sich allein auf die Rendite oder Kurssteigerungen irgendwelcher Papiere, Effekten etc. zu verlassen, sondern historische Vergleiche belegen genau das. Und das aufgrund der Vielzahl der Quellen und historischen Dokumente ohne den geringsten Zweifel.
Dies dürfte eben gerade in den Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise der Hauptgrund sein weshalb wahrscheinlich eine ansehnliche Personenzahl aus der Bevölkerung sich wenigstens zum Zwecke der teilweisen Vermögenssicherung u.a. der Goldinvestition zugewendet hat - und nun abwartet was da kommt oder kommen soll.
Ich denke, da rennen Sie offene Türen ein ...

Dennoch bleibt auch hier ein vorsichtiges Abwägen zu empfehlen, weil die reine Extrapolation aus der Vergangenheit zwar nahe liegt, aber sich nicht zwingend ergeben muss. Insofern haben einige Foristen auch Recht mit dem Einwand, dass kein Blick in eine Kristallkugel die Zukunft offenbart, auch nicht wann, wie und ob überhaupt die befürchtete oder erwartete Währungsreform stattfände.
blechbatzen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-11-2008, 15:42   #5009 (permalink)
 
Hyperinflation und Währungsreform sehe ich nicht, ganz im Gegenteil. Immer noch deute ich alle Zeichen der Zeit in Richtung Deflation und zwar schlimmer als je zuvor.

Vor 5 Jahren hat "dottore" im Gelben Forum dazu einen interessanten Beitrag verfasst (Fettung von mir):

"Geschrieben von dottore am 08. Juni 2003 17:54:31:
Hi,
die Sehnsucht nach der Hyperinflation ist ungebrochen. Denn sie sollte die Probe aufs Exempel werden: Dann endlich hat sich doch das Gold gelohnt.
Dass ein Hyperinflation nicht stante pede zu erreichen ist, sieht wohl jeder ein. Sie bedarf – abgesehen von diversen Änderungen bestehender Geld- und Währungsgesetze, die zudem auch international verankert sind – einer bestimmten Abläufigkeit, die Zeit in Anspruch nimmt. Mit dem Geld drucken ist es nicht getan und mit dem Kauf von bereits platzierten Staatstiteln durch die ZBs kann’s zunächst auch nicht funktionieren, da dies – siehe Japan – nur zu Nullzins für "sichere" Anlagen, also Null-Rendite dieser Titel führt und die Liquiditätsfalle zuschnappen lässt, in der es gleich ist, ob man GZ als täglich oder später fällig hält. Der Sinn des Haltens kann nur im Warten darauf bestehen, dass man für das GZ später mehr von dem bekommt, was man benötigt, vor allem, wenn man keine zusätzlichen, späteren Einzahlungen zu erwarten hat bzw. diese Erwartung unsicher wird. Doch das soll nicht das Thema sein.

Schauen wir uns die deutsche Hyperinflation als Beispiel an (Quellen u.a. Buba, Währung und Wirtschaft, 1976, Zahlen zur Geldentwertung, Stat. Reichsamt 1925, Bente, Währungspolitik 1914 bis 1924, WWA, 1926, Reichsbank 1901 bis 1925, 1926, u.a.). Ist ein Da Capo denkbar?
Seit 1. Juni 1909 waren die Reichsbanknoten GZ (davor nur Goldmünzen in der bekannten Parität 1392 Mark für das Pfund fein).
Schon ab 31. Juli 1914 hatte die Reichsbank die Einlösung ihrer Noten (2 594 Mio ausstehend) in Gold verweigert.
Die Bilanz der RB weist in Mark per Ende 1913 aus:
- 1 170 Mio Gold in Barren und Münzen,
- 277 Mio Scheidemünzen (bis heute einzige „Kasse“ der Buba),
- 46 Mio Reichskassenscheine,
- 13 Mio Noten anderer Banken,
- 1 491 Wechsel und
- 404 Mio Wertpapiere.
Das große Rätsel, das gelöst werden musste war nun: Wie kann die RB jetzt zusätzliche Noten, also ihr Passivum, in Umlauf bringen? (Falls man überhaupt der Fata Morgana Geldmenge ---> Preisniveau nachjagen will).
Gold ging natürlich und es kam auch (Patriotismus usw.) und der Goldbestand der RB stieg auf mehr als das Doppelte (1914: 2 093, 1916: 2 521, noch 1918 waren es 2 262, bevor dann an die Sieger abgeliefert werden musste.
Tief 1923: 547, auch durch Goldabgaben der RB aus Gründen der Kursstützung bzw. des Außenhandels gesunken). Seit 1916 wurden auch Goldwaren zum Materialwert (ab 1917 gab’s dafür einen Höchstkurs) angekauft, der Agio-Handel mit Goldmünzen (also privat) war ab 23. November 1914 verboten und die Ausfuhr von Gold und Goldwaren wurde ebenfalls verboten. Ab Januar 1921 kaufte die RB übrigens Goldmünzen zu immer höherem Aufgeld an, etwa entsprechend dem Fall der Mark gegenüber dem Dollar, ab 6. August 1923 wurde der Ankaufspreis gleich in Dollar festgesetzt.

Wichtig ist noch der Hinweis, dass die berühmte „Effektivklausel“ bei Hypothekarkrediten, also die Klausel, dass in Goldmünzen gezahlt werden müsse, am 28. September 1914 "bis auf weiteres" für unverbindlich erklärt wurde, so dass also auch Gläubiger, die dingliche Besicherung besaßen, nicht mehr an Gold in specie kommen konnten.
Scheidemünzen kamen nicht in Frage, da diese (silberhaltig) gehalten wurden und die RB 1914 nur noch 37 Mio davon hatte, Tief 1920 mit 6 Mio.
Die Reichskassenscheine, an die man denken würde, waren es auch nicht, die verschwanden fast gänzlich aus der RB-Bilanz (1919 nur noch 4 Mio).
Auch (reichsbankfähige) Wechsel waren es nicht, die ebenfalls stark im Bestand sanken (1918 nur noch 259 Mio). Die Noten anderer (deutscher)Notenbanken fielen fast auf Null und auch die Wertpapiere fielen stracks (1914 nur noch 34 Mio, 1920: 184).

Also? Was war der Trick? Es ist wichtig, ihn zu kennen, um mögliche Parallelen in der Jetztzeit bzw. Zukunft rechtzeitig zu entdecken.

Der Trick (der den Start der Inflationierung einläutete) bestand darin, sog. "Darlehenskassen" bei den einzelnen Reichsbankanstalten einzurichten. Dabei griff man auf ähnliche Institutionen bei früheren Kriegsläuften zurück.
Bei diesen Darlehenskassen konnte die Wirtschaft (nicht der Staat, der sich bekanntlich über zwei Mal jährlich begebene Staatsanleihen finanzierte, die ihrerseits nicht in der RB landeten, sondern im Publikum verblieben!) gegen schlechtere Sicherheiten, als sie von der RB gefordert wurden diskontieren und lombardieren lassen (Aktien übrigens inklusive).
Gegen diese schlechteren Papiere gaben diese Kassen Darlehenskassenscheine aus, die ihrerseits kein GZ waren, aber dennoch einen „Kassenkurs“ hatten, da sie an allen öffentlichen Kassen zum Nennwert in Zahlung genommen werden musste und ergo wie Reichsbanknoten gehandelt wurden.

Der Weg war also: Einreichung schlechterer Sicherheiten, Ausgabe von Darlehenskassenscheinen, Hereinnahme dieser (als "Bardeckung" ihrer Noten!) von der RB und Ausgabe von RB-Noten an den Einreicher bzw. "Kurzschließung" dieser Aktion. Diese Scheine wurden sehr schnell auch in kleinsten Einheiten ausgegeben (1,2 und 5 Mark), was das Scheidemünzenproblem nebenbei zum Verschwinden brachte.
Diese Operation war also das Einfallstor!
Die Ausgabe der Darlehenskassenscheine war zuerst auf 1,5 Mrd Mark begrenzt, doch diese Grenze wurde immer weiter und immer schneller aufgestockt, so dass ihr Limit am Ende der Hyperinflation bei 10 Trillionen Mark lag (9,3 davon in der RB selbst, dort aktiv verbucht, mit entsprechendem ZB-Geld, in etwa hälftig Banknoten und ZB-Konten auf der Passivseite).

Die Entwicklung der Darlehenskassenscheine verlief übrigens in Parallele zur allgemeinen Preisentwicklung, allerdings – wie immer bei ZB-Geld – in der klassischen Reihenfolge: Erst muss der Titel da sein (irgendetwas zum diskontieren bzw. lombardieren), also ein Verschuldungsakt (Kauf- oder Transaktionskontrakt) vorliegen, und danach gibt es das „Geld“.
Diese „Parallele“ zeigt sich sehr schön zwischen 1920 und 1921: Die Großhandelspreise fielen (!) von 16,8 auf 13,1 (1913 = 1) und die Lebenshaltungskosten von 18,8 auf 11,2. Die Scheine von 23,3 auf 6,8 Mrd Mark.

Also "in einem Zug" verlief die Chose keineswegs.
Ab Ende 1921 freilich ging’s dahin und das große Finale kam dann ab Sommer 1923, katapultiert auch durch politische Ereignisse (Ruhrkampf), wobei dann auch die üblichen Staatspapiere im großen Stil lombardiert wurden (Lombardforderungen der RB 1922 erst 774 Mio Mark, 1923 dann 268 325 820 Billionen Mark).
Die ebenfalls vom Reich begebenen und in der RB verschwundenen Reichsschatzanweisungen (unverzinslich!) kamen am 23. November mit 161 Trillionen Mark auf ihr All-Time-High (= 161 Mio Goldmark).
Diese U-Schätze des Reiches waren also der Genickschuss. (1914 : 2,7 Mrd, 1918: 27,2 Mrd, 1922: 1 184,5 Mrd).
Der gesamte Notenumlauf kam am 23. November mit 224 Trillionen Mark zum Stillstand, was dann nur 224 Mio Goldmark ausmacht. Dazu kamen an ZB-Guthaben noch 324 Mio Goldmark dazu.

WICHTIG: Die Reichsschatzanweisungen erscheinen nicht in der 1923er Bilanz der RB! Sie lagen am 15. November bei 190 Trillionen, 23. November gefallen auf 161 Trillionen und am 22. Dezember 1923 ganz aus der Aktivseite der RB verschwunden, da die sog. "schwebende Schuld" des Reiches auf die neue Rentenbank zum neuen Kurs (12 Nullen weg) umgebucht worden war und zwar als Passivum derselben (entsprach quasi der "Erstausstattung" mit neuen Noten - schöne Parallele zu 1948).
Witzigerweise war der Goldbestand der Reichsbank bei 467 Mio Goldmark, so dass die in Goldmark umgerechneten Noten ( man streiche einfach die 12 Nullen der Billionen weg) um mehr als das Doppelte durch Gold gedeckt waren so hoch wie nie vorher oder nachher in der Geschichte.
Was lehrt uns das in Hinsicht auf das möglicherweise Kommende?
1. Eine Hyperinflation startet mit zusätzlichen Kaufkontrakten in der privaten Wirtschaft. In irgendeiner Form muss ein die Wirtschaft aus der Lethargie reißender Boom einsetzen, was bei kriegerischen Ereignissen durchaus in die Wirtschaft zu tragen ist – ansonsten wüsste ich nicht, wie.
2. Die dabei entstehenden Titel müssten von "neuen Einrichtungen" à la Darlehenskassen, die ZB-Charakter haben, aufgenommen werden, auch wenn sie nicht den "strengen" Aufnahmekriterien der ZB entsprechen. Dabei wäre an die bekannte "tier-2"-Problematik zu denken. Also: Die Geräte lägen bereit, was letztlich auch den Dallas-Fed-Vorschlägen zugrunde liegt (Kauf von allen möglichen Titeln zusätzlich zu den bisher möglichen, u.a. "equities"). Da "alte" Titel leider schon ihre Schuldigkeit getan haben (Kauf, Verschuldung usw.) kann ich nicht erkennen, wie und woher die benötigten zusätzlichen Titel in den entsprechenden Massen kommen sollten.
3. Ein direktes Ziehen des Staats auf die ZB (siehe oben ab 1923) und damit der Start der „Runaway“-Inflation ist erst lange nach dem Start von 1) und 2) vorstellbar. Dazu muss es zu Argumenten kommen, wie sie auch im Reich zu hören waren, als es um die Frage der Hereinnahme von Reichsschatzscheinen (siehe oben ging):
"Eine Politik der Kreditverweigerung (i.e. an den Staat!) würde an den bestehenden Verhältnissen nichts ändern, vielmehr eine heillose Verwirrung des Geldwesens, Zahlungsunfähigkeit des Reichs, Lahmlegung der gesamten Reichsverwaltung und schließlich eine in ihrer Wirkung nicht absehbare politische Umwälzung im Gefolge haben." (JB der RB für 1922, S. 10).
Klartext: Die ZB geht erst auf, wenn der Zusammenbruch in der Tür steht. Vor dem Erscheinen prae-revolutionärer Bewegungen ist dies auszuschließen, aber dann ist es eh schon wurscht. Außerdem würde – nach den diversen Hyperinflations-Erfahrungen – das Öffnen der ZB den revolutionären Drive eher beschleunigen und dieses Öffnen m.E. eher unterbinden ("Jetzt machen sie auch noch unser Geld kaputt").

Kurzum: Das intensive Studium der Entwicklung 1914/1923 bestärkt mich mehr denn je in meiner Einschätzung, dass wir den langen Marsch in die deflationäre Depression vor uns haben und die beinahe schon mystischen Erwartungen einer "Hyperinflation" noch dazu von einer "aus dem Stand" Träumereien sind.

Noch als Nachtrag: Am 28. November 1923, also mitten in die Stabilisierung, rumpelte ein Urteil des Reichsgerichts auf die Szene und zerstörte die Hoffungen auf "flotten Inflationsgewinn". Die Richter bestanden auf dem Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) und brummten einem Inflationsgewinnler (es ging um einen Hypothekarkredit über 13 000 Mark, der 1920 schon mit "entwertem Geld" abgelöst worden war) eine Aufwertungsquote auf.
Dagegen hielt der Staat und negierte in der 3. Steuernotverordnung eine "Geldentwertungsausgleich" (Art I, § 1) und wollte, wie es so seine Art ist, die entsprechenden "Gewinne" besteuern.
Dagegen wiederum hielt der Richterverein beim Reichsgericht ("unerträglich in einem Rechtsstaat"), so dass schließlich nach weiterem Gehacke (15 %, Hauszinssteuer usw.) am 16. Juli 1925 sich ergab:
"Vermögensanlagen" werden zu 25 % des Goldmarkbetrages aufgewertet, die "öffentlichen Anleihen" erheblich weniger. Letztere liefen dann ohnehin beim nächsten Schluck des Staates aus der Pulle, die ihm die Idioten von Anlegern immer aufs Neue reichen, wertlos aus (vgl. ausführlich Michaelis, Aufwertungsrecht, 1926).
Ein weiterhin gedeihliches Pfingstfest wünschend plus Danke fürs Lesen plus Gruß!"


Gruß
9999
four9fine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-11-2008, 16:45   #5010 (permalink)
 
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Hyperinflation und Währungsreform sehe ich nicht, ganz im Gegenteil. Immer noch deute ich alle Zeichen der Zeit in Richtung Deflation und zwar schlimmer als je zuvor.


Der Weg war also: Einreichung schlechterer Sicherheiten,

Aber genau dies kann man doch beobachten.
Es wird nur nicht der Umweg über irgendwelche Darlehenskassen genommen. Die Fed, EZB etc. nehmen die schlechten Sicherheiten nun direkt an.
Silbernumis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-11-2008, 21:34   #5011 (permalink)
 
Unter Rate-Tarts: Beraten - Betrogen -Verraten - Hosen runter

eigentlich müssten sie splitterfasernackt, rasiert und wund gescheuert sein.........

http://www.casino-schliessen.de/index.php?id=4314

rate-tarts.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-11-2008, 22:43   #5012 (permalink)
 
Hat schon jemand den Film "Let's make money!" gesehen?

Ich habe den vorigen Film "we feed the world" gesehen und war etwas geschockt.

Für mich ein Pflichttermin die nächsten Tage...
Daniel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-11-2008, 19:20   #5013 (permalink)
 
Zur Zeit haben wir in D noch immer eine schwache Inflation so um 2%.

Eine Hyperinflation ist jedenfalls nicht in Sicht; Bänker stellen sich vermehrt auf deflationäre Entwicklungen ein.

Es ist bei all diesen Überlegungen aber nicht klar, wie sich die Finanzkrise im weiteren Verlauf noch auswirken wird und ob überhaupt dieses sogenannte Rettungspaket an die Banken den gewünschten Erfolg bringen wird. Das meiste sind eh Bürgschaften - und einen Bürgen kannst du würgen, sagt der Volksmund.

Sollte der Staat in den Würgegriff geraten, käme dessen enorme Staatsverschuldung erschwerend hinzu.

Hier auf der Hompage des Bundes für Steuerzahler ganz oben bitte einmal die deutsche "Schuldenuhr" angucken:

Bund der Steuerzahler - Aktuelles

Wenn BFM Steinbrück von Haushaltskonsolidierung spricht, heißt dies ja lediglich, dass er die Neuverschuldung (teilweise) herunterschrauben will. Durch dieses Vorgehen ist noch kein einziger Cent der Staatsverschuldung getilgt.
H. Schmidt wurde als "Schuldenkanzler" aus dem Amt getrieben; und H. Kohl hat anschließend die Staatsverschuldung vervierfacht. So ist Politik.

Nun "droht" dem Staat noch eine Welle der bevorstehenden Pensionskosten für die vielen Beamten, die demnächst in den Ruhestand gehen werden.
Und Väterchen Staat und die Länder hatten seit den 70iger Jahren zwar munter eingestellt (vor allem Lehrer u.Polizisten) aber sich keine Gedanken gemacht wie es dann ca. 40 Jahre später sein würde, und infolgedessen auch keinerlei Rücklagen aufgebaut.
Das "naive" Erstaunen über längst absehbare Entwicklungen gehört zu lächerlichsten Ritualen unserer Politiker.
So vorausschauend sind unsere Staatslenker eben.

Aber ich will hier nicht gallig werden und die Politik, so gut es geht, herauslassen. Die Auswirkungen dieser Politik werden wir leider aber noch allesamt zu spüren kriegen.
Die anwachsenden Schulden können durchaus den sich immer mehr einengenden Handlungsradius der Politik völlig auf Null schrumpfen lassen, da schon jetzt ca. ein Viertel des Budgets nur zur Zahlung von Zinsen da ist.
Da wir hochgerechnet noch etwa 1000 bis 10000 Jahre mit dem "Abbau" der derzeitigen Schulden beschäftigt sein werden, so dies je eine Regierung überhaupt anfinge, ist vorher eine Währungsreform zum Zwecke der Staatsentlastung nicht völlig jenseits des Möglichen!

blechbatzen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-11-2008, 21:25   #5014 (permalink)
 
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...
Nun "droht" dem Staat noch eine Welle der bevorstehenden Pensionskosten für die vielen Beamten, die demnächst in den Ruhestand gehen werden.
Und Väterchen Staat und die Länder hatten seit den 70iger Jahren zwar munter eingestellt (vor allem Lehrer u.Polizisten) aber sich keine Gedanken gemacht wie es dann ca. 40 Jahre später sein würde, und infolgedessen auch keinerlei Rücklagen aufgebaut.
Das "naive" Erstaunen über längst absehbare Entwicklungen gehört zu lächerlichsten Ritualen unserer Politiker.
So vorausschauend sind unsere Staatslenker eben...
Schon Herr Adenauer hat gewusst, dass es mit dem Solidaritätsprinzip bei der Altersabsicherung nicht funktionieren KANN!!!
Es war ihm aber egal und äußerte, dass er und die Initiatoren des asozialen Systems längst Asche sind, wenn das Rentensystem zerbröselt.
Seit dem ich mich mit meiner Altersabsicherung beschäftige (ca. 20 Jahre), weiß ich, dass ich nicht auf das Rentensystem vertrauen darf.
Ich bin die Sandwitchgeneration.

Nur Herr Blüm hat von allem nichts gewusst ... oder erbarmungslos gelogen.
Tulitei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-11-2008, 21:58   #5015 (permalink)
 
ihr wisst es doch auch. Jeder weis es.

Wo also ist euer Problem?

Habt ihr vielleicht nicht rechtzeitig entsprechend eurem Wissen gehandelt?

Euer Pech.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-11-2008, 22:00   #5016 (permalink)
 
2 Prozent Inflation?

Glaubst Du diese Märchen noch, blechbatzen oder bist Du schon aufgewacht?
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-11-2008, 22:05   #5017 (permalink)
 
Beitrag anzeigen
2 Prozent Inflation?

Glaubst Du diese Märchen noch, blechbatzen oder bist Du schon aufgewacht?

Vielleicht solltest du langsam aus deinem (Gold)Rausch aufwachen?! Wir haben seit August fallende Preise auf breiter Front. Und hier ist der Oktober noch nicht einmal mit eingerechnet. Aber die Zahlen werden von dir wahrscheinlich sowieso wieder angezweifelt.

Statistisches Bundesamt
Tisc1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-11-2008, 22:16   #5018 (permalink)
 
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2 Prozent Inflation?

Glaubst Du diese Märchen noch, blechbatzen oder bist Du schon aufgewacht?
Das war eine offizielle Zahl/Schätzung aus einem Wirtschaftsbericht, mesodor39.

Der Rückgang (von ca. 3,5% auf 2%) erfolgte hauptsächlich wegen der gesunkenen Sprit- und Heizölpreise.
Naja, die Autopreise sinken gerade auch. Es ist aber ein Verschiebebahnhof, weil ich dann für meinen "Alten" auch weniger kriege und dieser noch ein paar Jährchen gefahren wäre.

Es liegt halt an diesem ominösen "Warenkorb" wie hoch die Inflation eingeschätzt wird.

Den Grad der eigenen Schlafmützigkeit bzw. umgekehrt das eigene Wachsein selbst objektiv einschätzen zu wollen, ist ein schier unlösbares Unterfangen, mesodor39. Wie jede Selbsteinschätzung in Gefahr schwebt der Subjektivität zu erliegen.
Da nützen bekanntlich auch alle Wachrüttelappelle wenig.
Falls es Sie beruhigen sollte, weshalb auch immer, kann ich Ihnen versichern, dass ein Teil meines Blechs aus Gold besteht.

blechbatzen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12-11-2008, 04:15   #5019 (permalink)
 
Inflation 2 %?

Die klassische Definition von Inflation ist Geldmengenzuwachs (M3) minus Zuwachs des Bruttosozialproduktes. Letzterer wird z.Z allenfalls mit Null eingeschätzt, während die Geldmenge wohl deutlich über 10 % wachsen wird.

Die Preissteigerungsrate eines sich ständig ändernden manipulierten Warenkorbes hat mit Inflation fast überhaupt nichts zu tun.

- Eine Bekannte berichtet mir heute, dass sie für 62 Cent Heizöl getankt hatte, 2000 l.

Klasse, ich hatte vermeintlich schon sehr günstig mir meinen Tank zu 82 Cent vollgehauen - 8000 l, genug für über 2 Jahre. Auf meine Frage warum sie nicht bei diesen Preisen vollgetankt habe, denn sie habe doch auch einen 10.000 l Tank? Ja, die Inflation frißt halt soviel, das volltanken dann nicht mehr drin ist und auf Kredit tanken wolle sie dann auch nicht tanken.

Ja Klasse, dann nützt einem die aktuell niedrige Warenkorbinflation durch Treibstoffe gedrückt auch nicht so richtig.
Satang ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12-11-2008, 07:01   #5020 (permalink)
 
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Vielleicht solltest du langsam aus deinem (Gold)Rausch aufwachen?! Wir haben seit August fallende Preise auf breiter Front. Und hier ist der Oktober noch nicht einmal mit eingerechnet. Aber die Zahlen werden von dir wahrscheinlich sowieso wieder angezweifelt.

Statistisches Bundesamt

auch wieder jemand, der den Unterschied zwischen Inflation, Teuerung und Verbraucherpreisindices nicht versteht....

oder einfach darüber hinweggeht.

Auch während der letzten offenen Hyperinflation, 1920-1923 gab es über mehrere Monate Phasen mit fallenden Preisen. Das ist, auch in über mehrere Jahre verlaufenden hyperinflationären Entwicklungen, absolut nichts ungewöhnliches. Es muss sogar so sein. Wäre dem nicht so, dann würde das System irgendwann sehr schnell den Tages- oder Wochentod sterben. Nichts ist tödlicher als lineare oder sich exponentiell beschleunigende Teuerungen ohne Verschnaufphasen dazwischen.

Entscheidend ist, daß innerhalb der Phasen mit Preisrückgängen die Preise zu Beginn der Entwicklung für die allermeisten Waren und Leistungen i.d.R. nicht mehr erreicht werden. Noch entscheidender: selbst kleine "Entlastungen" beruhigen.

Sehht man sehr gut am Mehlpreis: vor 18 Monaten: 25 ct/kg, dann 52 ct/kg, nun 37 ct/kg.....

Und das nennt man dann sinkende Preise.

Meine Frau darauf: kommt alles nicht so schlimm. Mehl ist gefallen.

Anmerkung: das haben sie wieder mal gut hingekriegt. Täuschung weitestgehends gelungen.

Nun warte ich nur noch darauf, daß GEZ und Krankenkassen billliger werden.....


Nicht jeder lässt sich durch sowas verschaukeln. Aber mit der Mehrheit kann man es noch machen. Ewig geht das so aber auch nicht weiter.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12-11-2008, 08:48   #5021 (permalink)
 
Mensch Mesodor, was machst Du, wenn das alles nicht eintritt ?
Musst Du uns dann leid tun ?

Oder solltest Du uns das besser jetzt schon ob Deiner negativen Einstellung ?

Die meisten Deiner Argumente hat ein guter Bekannter von mir schon vor 22 Jahren immer behauptet. Und passiert ist nichts in dieser Richtung. (okay, okay, Du sagst natürlich jetzt, dass während dieser Zeit der Karren an die Wand gefahren wurde. Aber das hat er damals auf meine Argumente hin auch gesagt)
Das heisst natürlich nicht, dass es jetzt nicht so kommen könnte.

Aber mit Deinem Pessimismus könnte ich persönlich nicht leben. Eher würde ich mich erschießen.
hegele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12-11-2008, 10:02   #5022 (permalink)
 
Beitrag anzeigen
...

Sehht man sehr gut am Mehlpreis: vor 18 Monaten: 25 ct/kg, dann 52 ct/kg, nun 37 ct/kg.....

Und das nennt man dann sinkende Preise.

Meine Frau darauf: kommt alles nicht so schlimm. Mehl ist gefallen.

Anmerkung: das haben sie wieder mal gut hingekriegt. Täuschung weitestgehends gelungen.

...
Ach du liebes Lottchen!!! Du meinst, es gibt auch eine internationale Mehlverschwörung? Die manipulieren den Mehlpreis damit wir die Inflation nicht merken?
Schreckliche Vorstellung ...
Was wird eine Unze Mehl bald kosten?
Soll ich mich jetzt auf dem niedrigen Niveau (auf dem ich mich ja auch selbst bewege) mit Mehl eindecken? Oder singt, äh, sinkt der Preis noch?
Und was ist mit Zucker?
Gibt es Analogien wie bei Gold - Silber?

Abgesehen davon, wird alles anders ...
Tulitei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12-11-2008, 10:20   #5023 (permalink)
 
Eine stabile Wirtschaft brauch eine stabile Währung.

Da wir keine stabile Währung haben, werden wir auch keine stabile Wirtschaft haben.

So einfach ist das.

Langfristig wird die Geldmenge weiterhin schneller steigen als die Gütermenge.

Gold wird also langfristig teurer und gleicht die Inflation aus.


So war es schon immer und so wird es auch bleiben.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12-11-2008, 10:48   #5024 (permalink)
 
Beitrag anzeigen
Schon Herr Adenauer hat gewusst, dass es mit dem Solidaritätsprinzip bei der Altersabsicherung nicht funktionieren KANN!!!
Hallo,
kannst Du diese Äußerung durch eine "harte" = verifizierbare Quellenangabe untermauern?

Dafür, dass sie angeblich nicht funktionieren kann, hat sie eigentlich seit immerhin 60 Jahren ganz brauchbar funktioniert. Mit Einschränkungen sogar seit der Einführung durch Bismarck. Und wie gut das konkurrierende System, die kapitalgedeckte Versicherung funktioniert, durften Millionen US-Bürger beim Platzen der Internetblase nach 2000 und jetzt wieder erleben, als aus den Aktien, die drüben im Wesentlichen zur Unterlegung dienen, eine Menge Luft rausgelassen wurde.

Erwartet hier eigentlich jemand eine Sicherheitszusage für einen Zeitraum von 100 Jahren? Wohl nur Illusionisten. Mit Sicherheit falsch ist es immer, nur alles auf ein "Pferd" zu setzen. Das gilt auch für Gold!

Nur so 'ne kleine Bemerkung am Rande: Wenn die chronisch-obstruktiven Pessimisten, die hier meistens den Ton angeben, ihren eigenen Pessimismus ernst nehmen, dürften sie ja auf gar keinen Fall Kinder in die Welt setzen. Wenn sich alle den Pessimismus zu Herzen nehmen, würde das dann schlussendlich dazu führen, dass später tatsächlich keine Beitragszahler mehr da sind; der klassische Fall einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

Grüße
collettore
Collettore ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12-11-2008, 11:00   #5025 (permalink)
 
Das Zauberwort ist Vorbereitung.

Die Krise die im Moment da ist führt nicht zum Untergang ABER sie wird viele ruinieren und einige wenige reich machen.

Im Krieg gibt es die, die an der Front verrecken und die die Kanonen verkaufen.




P.S.:
Für Gold kann man eine Sicherheitszusage machen. Es wird auch noch in 100 Jahren einen Wert haben.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
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