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Edelmetalle Diskussionen zu Gold, Silber , Platin als Geldanlage

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Alt 23-11-2005, 22:04   #501 (permalink)
 
Wobei ich schon auch der Meinung bin, daß die 30 Jahre Rente mit 1000 € monatlich wesentlich mehr wiegen als 18 Jahre Kindergeld mit 154 € pro Monat oder ein paar Monate Mutterschaftsgeld.

Und Hand aufs Herz. Ich denke, kein einzelner von uns zahlt annähernd so viel Geld an den Staat, wie er auf der anderen Seite wieder von ihm holt.
Da braucht man nicht viel rechnen.
Hi Alfons, schön das du wieder an Bord bist.

Also ehrlich gesagt, wenn ich 30 Jahre nach Eintritt in den Ruhestand noch lebe, wäre ich nach heutigen Rentenberechnungen 97 Jahre alt. Daran glaube ich trotz medizinischen Fortschritts nicht so wirklich.
Es geht ja auch eigentlich garnicht darum alles gegeneinander zu verrechnen, sondern vielmehr um die blödsinnige Meinung Singles hätten es einfacher und viel mehr Geld. Ich weis, was ich jeden Monat an Steuern und Sozialabgaben bezahle und das die Kosten für einen allein genutzten Hausstand auch nicht gerade unerheblich sind, sollte sich auch schon herumgesprochen haben. Wenn ich mein Gehalt mit meinem Kollegen (verheiratet mit zwei Kindern) vergleiche, bekommt der doch schon einen erheblichen Betrag mehr überwiesen als ich, was ich auch für gerecht und fair halte !
Ich habe ja auch nichts gegen Familien mit Kindern - im Gegenteil, mir war es halt (bisher) noch nicht vergönnt. Auch habe ich nichts dagegen meinen erhöhten Beitrag als Single zum Staat zu leisten, aber gegen die Vorurteile da habe ich gewaltig was dagegen.
Und das ich was von unserem Staat etwas zurück bekomme ist mir auch neu. Ich bin ja schon froh, wenn ich bei der Einkommenssteuererklärung nichts zuzahlen muss. Für Steuerabschreibungsmodelle verdiene ich nämlich dann doch zu wenig.
Trotzdem beklage ich mich eigentlich nicht. Ich komme über die Runden und für ein paar Münzchen reicht es dann doch noch. Allerdings nur, weil ich mich in vielen anderen Dingen des Lebens gewaltig einschränke.

Gruss Michael
namibia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-11-2005, 22:09   #502 (permalink)
 
Sorry Sonja,
es gibt viele, die sagen, ich zahl ja dafür, da sollen die mir gefälligst alle 3 Jahre eine Kur bezahlen. Eine Herzoperation kostet meines Wissens 40-50.000 €, ein großer Herzkatheter ca. 5.000 €, eine Nierentransplantation noch mehr als ein Herz.

Schulen brauchen wir, ein paar gute Strassen sollten es auch sein, und wozu brauchen wir Museen, Galerien, Büchereien, eher vielleicht Kindergärten, aber Schwimmbäder, die überall Miese machen ?
Ich kann ja nicht sagen, daß dies nicht alles für mich ist, wenn ich auch Museen langweilig, Galerien überflüssig und Büchereien nicht notwendig finde und dazu noch wasserscheu bin.

Oder Schulen, oder Universitäten, die viel Geld kosten, zum Beispiel für Studenten, die dreimal nach 3 Semestern das fach wechseln, oder Frauen, die nach dem Studium heiraten.
Das kostet alles Geld, das nicht für die Allgemeinheit ausgegeben wird, sondern nur der Selbstverwirklichung einzelner dient.

Dazu kommen so unnötige Sachen (die nicht für uns sind) wie eine Holocaust-Gedenkstätte, einen Grünen-Außenminister, der mit dem großen Jumbo allein nach Südafrika fliegt, und, und, und.....

Es gibt viele Dinge, die jeder als selbstverständlich findet, aber nicht daran denkt, dass es auch bezahlt werden muss.

Geändert von hegele (23-11-2005 um 22:14 Uhr)
hegele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-11-2005, 23:05   #503 (permalink)
 
Ein andere Gedankenansatz könnte etwa so gehen:
Wenn die Gesellschaft mir es ermöglicht (legal) 3.000, 4.000, 5.000 oder mehr Euro im Monat brutto zu verdienen, dann ist das doch nett.
Wenn die Gesellschaft nett zu mir ist, wäre es doch nett vo mir, wenn ich davon etwas zurückgebe - an die Gesellschaft...
Es ist immer wieder erstaunlich zu beobachten, dass diejenigen, die mehr und mehr verdienen, genau die sind, die sich am meisten über Abgaben etc. muckieren
Jedes Jahr halte ich mich in verschiedenen Ländern dieser Kugel auf und die Gastfreundschaft in Ländern mit niedrigerem BSP ist beschämend im Vergleich zu unserer (BRDler) Angst, das wir etwas abgeben "dürfen"/"müssen".
Wenn es eine Rangliste der Länder mit Herz geben würde, dann würden wir uns in der BRD ganz weit hinten einreihen dürfen
Was nach meinen Empfinden ein Problem in diesem unseren Land ist, wird die Doppelbelastung der Generation 35-50 Jahre sein (zu der ich mich auch zähle). Wir kommen für die sozialen Erungenschaften aus den letzten 30 Jahren (oder mehr) auf und müssen für unsere eigene Zukunft sorgen, da die sozialen Erungenschaften der letzten 30 Jahren nicht mehr für uns zur Verfügung stehen werden.
Wir haben sozusagen die Pobackenkarte gezogen.
Trotzdem können wir uns über das Sammeln von Geld, Gold und sonstwas unterhalten und horten Bares in unseren Räumen und Geldschränken.
Tzzz!
Tulitei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-11-2005, 23:58   #504 (permalink)
 
Man kann ja auch z.B. nach Rumänien, Ostpolen, Weissrussland oder nach Bangladesch umsiedeln. Dort zahlt man dann i.d.R. weniger Abgaben. In Polen wird es bald ein super einfaches Steuermodell geben "flat tax" - wie Russland das auch hat. Also nix wie dorthin....

Was einem der Staat bietet (oder zurückzahlt, wie hegele es ausdrückt), darf man nicht nur in dem bemessen, was man an Steuern abgibt oder später mal nicht als Rente bezieht.

Dennoch finde ich es persönlich besser, in einem Staat zu leben, wo das Volk selbst über die wesentlichsten Dinge zu entscheiden hat. (auch wenn manches auch über dessen Kopf hinweggeht, was dann aber regelmässig für Aufruhr sorgt). Das mit dem Volksentscheid ist für einen Staat nämlich eine sehr gesunde Angelegenheit. Und hier habe ich das Gefühl, dass die Steuern gut angelegt sind. Ich zahle weniger als halb so viel wie in Deutschland (obwohl ich als Ausländer mehr zahle als der Schweizer) - und weniger als ich in Russland zahlen würde.

In Deutschland hatte und habe ich zwar nicht das Gefühl, dass die Steuergelder so gut angelegt sind - dennoch ist es zweifellos eines der guten Länder, und man kann eigentlich froh sein, da zu leben. Es gibt wesentlich schlechtere Lose, die man als Mensch auf dieser Welt ziehen kann.

Gruss,
jeggy
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 00:32   #505 (permalink)
 
Also bisher habe ich vom Staat noch kaum was bekommen
Dank meiner kostenlosen Schulbildung darf ich kostenlos studieren. Ich gehe kostenlos auf einer Straße zur Bushaltestelle, wo ich für einen Bruchteil des Selbskostenpreises mitgenommen werde. Im Arithmeum (Methe-Museum) hab ich neulich noch 1,50€ gezahlt, die Eintritte aller Besucher des Tages reichen vermutlich grad mal für ein dreißigstel der monatlichen Heizkosten. Das Haus der Geschichte ist ganz umsonst und ich genieße es, von Zeit zu Zeit 2 Stunden Vorlesungspause dort zu verbringen. Was ich dort nicht erfahre, schaue ich abends im LiveStream der Tagesschau, welcher auch kostenlos zu mir kommt (da ich kein TV habe, zahle ich keine TV-GEZ).

Die Schulbindung war übrigens nicht top, die Uni ist schlecht beheizt, die Straße hat Schlaglöcher, die Busse sind unpünktlich, das Museum hat zu selten auf und die Online-Tagesschau verlangt ab 2007 doch wieder GEZ-Gebühren.

Trotzdem: Der Staat finanziert mir im Moment weit mehr, als ich ihm zahle. Das ich dies bis 67 abarbeiten muss und danach nicht viel bleibt, ist zwar nicht schön, aber auch keineswegs unfair.

Andi

Geändert von andiCT (24-11-2005 um 00:34 Uhr)
andiCT ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 00:47   #506 (permalink)
 
@andi

Für 1,50 € kommt nicht einmal mein 9jähriger Sohn ins Museum, oder meine schwerbehinderte Lebensgefährtin. Und bevor ich 16 € für 2 Erwachsene und 2 Kinder hin und zurück für die S-Bahn bezahle, setze ich mich lieber ins Auto.
Tisc1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 00:56   #507 (permalink)
 
@andi

Für 1,50 € kommt nicht einmal mein 9jähriger Sohn ins Museum, oder meine schwerbehinderte Lebensgefährtin. Und bevor ich 16 € für 2 Erwachsene und 2 Kinder hin und zurück für die S-Bahn bezahle, setze ich mich lieber ins Auto.
Das Haus der Geschichte ist auch für Großfamilien kostenlos. Und mit Deinem Auto kommst du auch nur einfacher hin, weil Straßen asphaltiert und gestreut werden.

Fasse mein obiges Statement nicht Argument für Argument auf. Ich wollte nur andeuten, dass die vielen Steuern doch auch irgendwo für uns alle halbwegs nützlich angelegt werden.

Andi
andiCT ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 08:17   #508 (permalink)
 
[QUOTE=hegele]Wobei ich schon auch der Meinung bin, daß die 30 Jahre Rente mit 1000 € monatlich wesentlich mehr wiegen als 18 Jahre Kindergeld mit 154 € pro Monat oder ein paar Monate Mutterschaftsgeld.

Und Hand aufs Herz. Ich denke, kein einzelner von uns zahlt annähernd so viel Geld an den Staat, wie er auf der anderen Seite wieder von ihm holt.
Da braucht man nicht viel rechnen.[/
QUOTE]


@hegele: das kann so nicht stimmen:
Jeder, der arbeitet, Steuern und Sozialabgaben zahlt ohne arbeitslos zu werden, der zahlt drauf.

Ebenso diejenigen, die lange gearbeitet, gut verdient, viel Steuern gezahlt haben und dann nur 1 Jahr ALG kassieren und danach das aufbrauchen müssen, was sie zurückgelegt haben.

Wer hier abkassiert, das sind:
1.) gut verdienende Politiker aus Bund und Land (Stichworte: Diäten.
Kostenpauschale, Altersversorgung für Abgeordnete)
2.) Langzeitarbeitslose
3.) Sozialhilfeempfänger
Und bis dahin ist die Sache auch noch in Ordnung.
4.) unter 2.) und 3.) angeführte Personen, die zusätzlich noch schwarz arbeiten gehen - das sind die größten, zahlreichsten und schlimmsten Abzocker und genau diejenigen, die unser Land zu Grunde richten. Und schlimmer noch sind diejenigen, die sowas organisieren. Und die allerschlimmsten sind die, die daraus aus sind, genau solche Personen und genau solche illegalen Firmen zu beschäftigen.
5.) alle unter 1.) angeführten Personen, die Geld für "Nebentätigkeiten" bekommen, ohne diese Tätigkeiten auch wirklich auszuführen. Korruption, vor allem die auf Abgeordneten- und Regierungsebene, die ist genau so schlimm, wie da sunter 4.) angeführte Problem. Und dabei ist es egal, wie man diese Korruption tituliert. Niemand gibt einem Fremden ohne Erwartung einer "Gegenleistung" Geld für´s angebliche Nichtstun.

In Anbetracht dessen verstehe ich beispielsweise die Aufregung um den aktuellen Fleischskandal nicht. Stichwort: Opium für´s (dumme) Volk - also Religionsersatz in Form von medialer Unterhaltung - künstlich aufgebauschte und sorgfältig aufgebaute Sündenböcke als Blitzableiter für den Unmut des Volkes inklusive. Es gibt viel schlimmere uns schwerwiegendere Probleme. Da aber redet kaum einer davon. Und dagegen getan wird auch nicht wirklich etwas. Und erst dann, wenn die gelöst sind, ist es überhaupt möglich, die Bevölkerung vor kriminellen wirkungsvoll und effektiv zu schützen. Kontrollen (auch Lebensmittelkontrollen) kosten Geld. Ebenso eine schnell arbeitnde Strafverfolgung. Geld, das nicht vorhanden ist, weil es Kriminnellen in den Rachen geworfen wird - die eine Haftstrafe praktisch nicht zu fürchten brauchen und somit nahezu risikolos agieren können.

Und genau weil solche Probleme hierzulande und andere Probleme anderswo nicht gelöst werden, verschulden sich die Staaten, die das können jedes Jahr mehr. Mit der Folge, das die Geldmengen viel stärker steigen, als das Angebot der dafür erhältlichen Gegenwerte.

Und weil die langfristigen Folgen für jeden, der darüber nachdenkt klar sind, kommt es dazu, daß Menschen an sich so unvernünftige Dinge tun, wie ein Metall zu kaufen, daß es zigtausendtonnenfach in Banksaven gibt und von dem die größte Menge seit vielen Jahrzehnten schon kein Tageslicht erblickt hat. Zumal der industrielle Bedarf mit dem vorhandenen Material für viele hundert Jahre gedeckt werden könnte und es von daher keinen Grund für Preissteigerungen (ich spreche hier bewusst nicht von Wertzuwächsen) gibt.

Merke:
Unvernünftige Reaktionen produzieren oftmals unvernünftige Aktionen.

Eine Goldanlage ist zwar in Anbetracht der weltweit herrschenden Probleme und Ungleichgewichte plausiebel. Vernünftig aber wäre es, sein Geld in Projekte zu stecken, die nützlich sind. Weil aber alles überregelmentiert und überreguliert sowie durch Gesetze verzerrt und verkompliziert und
mit unkalkulierbaren Risiken ist....

Der allerdickste Brocken kommt aber noch:
Dadurch, daß hierzulande hunderttausendfach Jobs platt gemacht werden, werden nicht nur die Produktionsanlagen, sondern auch das Know-How und das kollektive Wissen der Menschen um Produktionsprozesse verlagert.

Dies bedeutet nichts anderes, als daß spätestens dann, wenn sich die dann produzierenden Völker nicht mehr mit ungedeckten Schuldversprechen für ihre Waren entlohnen lassen, hierzulande ein existenzbedrohliches Versorgungsproblem bestehen wird. Und viele Menschen richtig Not leiden oder gar darin umkommen werden.

Und es gibt bereits Anzeichen dafür, daß einige Schwellenländer (z.B. China) sich dieser Problematik mehr als nur bewusst sind.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 09:16   #509 (permalink)
 
@hegele: das kann so nicht stimmen:
Jeder, der arbeitet, Steuern und Sozialabgaben zahlt ohne arbeitslos zu werden, der zahlt drauf.
Und ich sage trotzdem, dass es stimmt.
Rechnet einfach mal alles, was Ihr vom Staat bekommt, nicht nur direkt,sondern auch indirekt.
Dann köönt ihr als einzelner selbst gar nicht so viel verdienen, um das alles zu bezahlen.

Aber so ist das nun mal bei uns, jeder meint, er bekommt zu wenig.
hegele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 10:08   #510 (permalink)
 
Und ich sage trotzdem, dass es stimmt.
Rechnet einfach mal alles, was Ihr vom Staat bekommt, nicht nur direkt,sondern auch indirekt.
Dann köönt ihr als einzelner selbst gar nicht so viel verdienen, um das alles zu bezahlen.

Aber so ist das nun mal bei uns, jeder meint, er bekommt zu wenig.
Wenn Du verallgemeinert von "Ihr" sprichtst (und nicht von Einzelfällen), dann kann das m. E. schlicht aus mathematischen Gründen nicht stimmen.

Weil mehr als die Gemeinschaft aller Staatsbürger hereinsteckt (an Steuern und sonstigen Abgaben) kann auch nicht herauskommen - abzüglich der (nicht so niedrigen) Verwaltungs- und Verteilungskosten.

Das dürfte dann wohl doch eine wirtschaftliche Grundregel sein, welche sich durch noch so kluges Regieren / Agieren nicht aushebeln läßt...

Wobei (leider) auch noch die zusätzliche Belastung durch staatliche / kommunale Schulden bzw. deren regelmäßiger Bedienung einkalkuliert werden muss...

Alexander
alex11 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 10:45   #511 (permalink)
 
Wenn Du verallgemeinert von "Ihr" sprichtst (und nicht von Einzelfällen), dann kann das m. E. schlicht aus mathematischen Gründen nicht stimmen.

Weil mehr als die Gemeinschaft aller Staatsbürger hereinsteckt (an Steuern und sonstigen Abgaben) kann auch nicht herauskommen - abzüglich der (nicht so niedrigen) Verwaltungs- und Verteilungskosten.

Um diese mathematischen Gründe auszuhebeln, nimmt der Staat Jahr für Jahr neue Schulden auf.
Tisc1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 11:45   #512 (permalink)
 
Um diese mathematischen Gründe auszuhebeln, nimmt der Staat Jahr für Jahr neue Schulden auf.
...was Finanz-technisch & langfristig gesehen schon mal Gift ist - jede normale Firma würde bei so einem Gebahren früher oder später in den Konkurs schlittern...

Von dieser Summe ist dann allerdings auch noch folgendes abzuziehen:
a) die Kosten der jährliche Schulden-Tilgung
b) wie schon erwähnt die Verwaltungs- und Verteilungskosten

Ob dann unter dem Strich (wenn überhaupt) etwas Substantielles überbleibt, wage ich zu bezweifeln.
Der permanente "Trick mit der Schuldenaufnahme" ist langfristig gesehen sowieso ziemlich das übelste was den Bürgern passieren kann, weil sie die dadurch erhaltenen Mehr-Zuwendungen irgendwann mit Zins und Zinseszins zurückzahlen - oder eine entsprechende Geldentwertung in Kauf nehmen müssen.
Beispiele dafür gibt's ja aus den letzten 100 Jahren leider mehr als genug...

Netto-Zahler wie Österreich & Deutschland überweisen übrigens auch die eine oder andere Milliarde an "Sponsor-Geldern" an die EU...

Alexander
alex11 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 11:48   #513 (permalink)
 
BTW: Vom Rest von 700 Euro kannst Du dann gucken, wieviel übrig bleibt, wenn Du die Miete noch abziehst
Private Altersvorsorge? Wovon denn?
Schon mal überlegt, wovon Du dann die Nebenkosten bezahlen willst!?

Nebenkosten wie Wasser, Energie, Müll etc werden nun mal immer teurer - dagegen können wir uns kaum wehren!
Angenommen, Du gehst mit 67 in Rente; ebenfalls angenommen, die Nebenkosten steigen bis dahin jährlich um nur ca. 5%, so wirst Du in 27 Jahren etwa 933 Euro monatliche Nebenkosten zahlen müssen, wenn ich mal heutige 250 Euro Nebenkosten p.m. voraussetze!

Nk heute * jährliche Steigerung hoch Anzahl verbleibende Jahre
ergibt (250 x 1,05^27) = 933 Euro monatliche Nebenkosten!

Altersvorsorge? Wofür? Du brauchst eine Nebenkosten-Versicherung!!!

zurück zum Thema: Goldpreis aktuell 492,40 $ = 417,78 Euro die Unze

Gruß Peter
pflvb ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 13:10   #514 (permalink)
 
Wenn so ein Bundeshaushalt rund 260 Mrd. Euro beträgt und wir ca. 80 Mio. Menschen in Deutschland haben, sind das pro Nase und Jahr rund 3.250 Euro Leistung des Staates. Dazu dann die Leistungen der Länder und Kommunen, so dürften grob gerechnet 5.000 Euro zusammenkommen. Wenn nun laut Einkommenspyramide rund ein Drittel der Bevölkerung arbeitet, muß der Durchschnittsarbeitnehmermensch rund 15.000 Euro an Steuern zahlen, um das Solidarprinzip aufrecht zu erhalten. (Gleiche Methodik gilt natürlich für Krankenkassen und Rentenversicherung).

Also, meckern dürfen ab sofort nur noch diejenigen, die 15.000 Euro oder mehr Steuern zahlen, das sind vielleicht fünf Prozent der Bevölkerung. Wenn jemand genauere Zahlen hat, bitte meine Rechnung zerschießen.


Gruß,

Euromartin
Euromartin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 13:23   #515 (permalink)
 
Du hast in deiner Rechnung die Steuern der Unternehmen nicht berücksichtigt.
Die gezahlten verdeckten Steuern wie Zucker-, Mineralöl- u.Ä. sowie UST
kann wohl auch keiner aus dem Stand ermittel.

Gruss
Daniel
B1260 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 13:37   #516 (permalink)
 
Du hast in deiner Rechnung die Steuern der Unternehmen nicht berücksichtigt.
Die gezahlten verdeckten Steuern wie Zucker-, Mineralöl- u.Ä. sowie UST
kann wohl auch keiner aus dem Stand ermittel.

Gruss
Daniel
Genau so ist es.

Rentner und Pensionäre zahlen auch steuern. Und natürlich auch Mehrwertsteuer auf ihre Renten. Das darf man nicht vergessen, auch wenn das mit der Rentenbesteuerung etwas neues ist.

Nimmt man dann noch näherungsweise 16 v.H. der Abgaben für die Pflege- und Krankenversicherung hinzu (denn das ist die Mehrwertsteuer auf die Gesundheitskosten)...

und berücksichtige man auch den Arbeitgeberanteil (denn auch der wurde durch die Arbeitnehmer erwirtschaftet)... so haben wir schon wieder 2 Prozent des Einkommens mehr, daß sich der Staat einsackt.

Und da könnte einem noch vieles mehr einfallen.

Fest steht: Der Staat zockt ganz schön ab und verteilt auch ganz schön viel um....

Problematisch ist die Intransparenz im Steuersystem und die nominal sehr hohen Sätze.

Und was die Intransparenz angeht: die meisten Politiker sind selbst Opfer dieser Intransparenz. Viele von denen können brutto von netto nicht unterscheiden, andere wieder sind so uninteressiert, daß sie noch nicht mal ansatzweise wissen, wie hoch die (offiziell zugegebene) Staatsverschuldung ist....

Auch dort (Finanzverwaltung) schlummert ein gewaltiges Einsparungspotanzial, das über Vereinfachungen langfristig allen zu Gute kommen könnte.

Aber davon verstehen Politiker nichts.

Wer dabei auf der Strecke bleibt, das dürfte klar sein.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 13:52   #517 (permalink)
 
.....Oder Schulen, oder Universitäten, die viel Geld kosten, zum Beispiel für Studenten, die dreimal nach 3 Semestern das fach wechseln, oder Frauen, die nach dem Studium heiraten.
Das kostet alles Geld, das nicht für die Allgemeinheit ausgegeben wird, sondern nur der Selbstverwirklichung einzelner dient..
@hegele: So ist das nun einmal mit der akademischen Freiheit. Dort, wo soetwas wie geistige Elite und geistige Spitzenleistung produziert und vermittelt werden soll, kann man keine Maßstäbe anlegen, wie die beispielsweise in einer Kaserne gelten.

Die besten Köpfe haben es nicht nötig, sich gängeln zu lassen. Stimmen die Rahmenbedingungen nicht, so wandert die geistige Elite eben aus oder studiert nicht, sondern bleibt unentdeckt. Und der Schaden wäre viel größer, als der vermeintlich durch ein paar Akademikerinnen verursachte Nutzungsausfall, (weil die ihre Gene an die nächste Generation weitergeben und so dafür sorgen, daß unser Land geistig nicht degeneriert).


.....Dazu kommen so unnötige Sachen (die nicht für uns sind) wie eine Holocaust-Gedenkstätte, einen Grünen-Außenminister, der mit dem großen Jumbo allein nach Südafrika fliegt, und, und, und.....

Es gibt viele Dinge, die jeder als selbstverständlich findet, aber nicht daran denkt, dass es auch bezahlt werden muss.
Was den Außenminister angeht: volle Zustimmung. In Sachen Gedenkstätte meine ich, daß es bereits sehr viele Gedenkstätten gibt, was aber nicht gleichbedeutend damit ist, daß viele davon überflüssig sind.

Ich meine aber auch, daß das mit dem "Gedenken" so angegangen werden sollte, daß auch "einfach strukturierte Zeitgenossen" den Sinn und Zweck einer Gedenkstätte nachvollziehen können.

Die Vielzahl an braunen Dumpfbirnen zeigt mir, daß irgendwie die richtigen Denkanstösse für diese Klientel fehlen.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 14:27   #518 (permalink)
 
Seit wann zahle ich auf Renten Mehrwertsteuer? Und eine mehrwertsteuerähnliche 16%ige Versicherungssteuer gibt es auf Kranken- & Pflegeversicherungen auch nicht.
Tisc1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 15:27   #519 (permalink)
 
Seit wann zahle ich auf Renten Mehrwertsteuer? Und eine mehrwertsteuerähnliche 16%ige Versicherungssteuer gibt es auf Kranken- & Pflegeversicherungen auch nicht.
Sorry: ich vergaß ja: die Rentner konsumieren ja nicht... sie sparen immer noch auf ihre Altersvorsorge

Und natürlich sind auch Arzt- und Apothekerrechnungen umsatzsteuerfrei?.

Oder möchten Sie etwa andeuten, daß es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Gesundheitskosten und Krankenkassenbeiträgen geben würde?.

Dies würde dann tatsächlich bedeuten, daß nich tnäherungsweise 16 Prozent der Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge für Mehrwertsteuer draufgehen.

Jedoch: das alles sind nur unwichtige Details.

Die Gefahren für den Geldwert und damit auch für alle auf Geld lautenden Sparguthaben, gleich ob sie denn "Staatsanleihe" oder "Sparbuch" oder sonstwie heißen besteht in der (ungedeckten) Verschuldung vieler Gemeinwesen, der viel zu hohen Staatsquoten, der damit in Zusammenhang stehenden Fehllenkungen von Kapital und Ressourcen aller Art und der verschuldungsbedingten übermäßigen Ausuferung der Geldmengen.

Und genau diese ungemeion großen Verwerfungen und die daraus resultierenden Gefahren einer Geldentwertung und / oder staatlicher Steuer- und Abgabenwillkür lassen eine Anlage in annonymen Sachwerten in einem ganz anderen Licht erscheinen, als das in einem Land mit gesunden und verlässlichem Staats- und Finanzwesenwesen der Fall sein würde.

Ein kleiner Randaspekt von vielen: Herr Trichet deutet eine erste Zinserhöhung um lächerliche 25 Basispunkte nun schon seit Monaten an. Mit immer deutlich werdender Tendenz. Warum macht er das denn so langsam?.

1.) um den Euroverfall bestmöglich zu bremsen
2.) um die Sparer und Geldanleger hierzulande zu beruhigen, damit sie keine Dollars (oder gar Gold - das wäre dann die ultimative Todsünde ) kaufen und den Euro so weiter schwächen
3.) um Aktivität anzudeuten bei der Inflationsbekämpfung.

Jedoch: warum erhöht der Mann denn nicht einfach, meinetwegen alle 6 Wochen um 0,125 Prozent?.

Die Antwort ist klar: bei 1,6 Billionen Staatsschulden macht 1/8 Prozent mehr Zinslast jährlich 2 Mrd. mehr an Zinszahlungen allein für die Bundesrepublik Deutschland aus.....

2 Prozent (soviel, wie die USA über Jahre schon erhöht haben) machen da 32 Mrd. EUR aus.

Und das sind Größenordnungen, die jedes Konzept einer deutschen Regierung für 2007 einen EU-konformen Haushalt mit maximal 3 Prozent des BIP an Neuverschuldung vorzulegen schlicht und einfach über den Haufen wirft.

Den Bürgern hierzulande nochmals 32 MRD abzunehmen.....
....da können sich CDU und SPD es abschminken zusammen mehr als 30 Prozent der Wählerstimmen zu erhalten.

Zumal auch in Frankreich die innenpolitische Situation extrem angespannt ist - mit Gefahren für den inneren Frieden und die öffentliche Ordnung dort.

Auch in der DDR der späten 80er war das so: Die Bürger haben im Ergebnis ihre SED-Regierung (zum Glück gewaltlos) weggeputscht.

Entsprechend klein sind die Handlungsspielräume des EZB-Präsidenten. Und entsprechend wenig kann der in der Sache selbst tun. Also bleibt ihm gar keine andere Wahl, als zu versuchen, den "Wert" des Euros, gemessen an der Preisstabilität, zu wahren. Mit vielen Ankündigungen, mit einer Taktik der vielen kleinen Schrecken. Mit vielen, ernsten und entschlossen anmutenden Sätzen und Säbelrasseln, aber nur mit sehr wenigen konkreten Taten wie Zinserhöhungen.

Und eines muß man Herrn Trichet zugestehen:
In Anbetracht der ihm zur Verfügung stehenden Gestaltungsspielräume (oder besser formuliert: der kaum vorhandenen Gestaltungsspielräume beim Zins) macht er seine Sache sehr gut.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 17:27   #520 (permalink)
 
Genau so ist es.

Rentner und Pensionäre zahlen auch steuern. Und natürlich auch Mehrwertsteuer auf ihre Renten. Das darf man nicht vergessen, auch wenn das mit der Rentenbesteuerung etwas neues ist.
Ironie beiseite mesedor. Originalzitat s.oben. Da steht klipp und klar: Rentner und Pensionäre zahlen Mehrwertsteuer auf ihre Renten.

Der Part mit den 16 % Mehrwertsteuer auf Kranken- und Pflegeversicherung ist erst nach mehrmaligem Lesen verständlich. Aus dieser Sichtweise heraus hättest Du natürlich recht, ABER Arzthonorare, Medikamente und Krankenhausrechnungen sind mehrwertsteuerfrei. Das wird Dir jeder Privatversicherte bestätigen, der schon einmal eine Arztrechnung in den Händen hielt.
Tisc1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-11-2005, 18:15   #521 (permalink)
 
Ironie beiseite mesedor. Originalzitat s.oben. Da steht klipp und klar: Rentner und Pensionäre zahlen Mehrwertsteuer auf ihre Renten.

Der Part mit den 16 % Mehrwertsteuer auf Kranken- und Pflegeversicherung ist erst nach mehrmaligem Lesen verständlich. Aus dieser Sichtweise heraus hättest Du natürlich recht, ABER Arzthonorare, Medikamente und Krankenhausrechnungen sind mehrwertsteuerfrei. Das wird Dir jeder Privatversicherte bestätigen, der schon einmal eine Arztrechnung in den Händen hielt.
@tisc1: Da sieht man mal wieder, was man hier noch alles dazulernen kann
Das mit der Mehrwertsteuer bei den Rentnern war wirklich sehr umständlich formuliert.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-11-2005, 01:05   #522 (permalink)
 
Aber so ist das nun mal bei uns, jeder meint, er bekommt zu wenig.
Und es ist Mode geworden, den Staat an sich zu verteufeln. Dabei ist der Staat die wichtigste zivilisatorische Errungenschaft überhaupt. Ist erst einmal, durch Krieg, Diktatur, Anarchie ein funktionierendes Staatswesen zerstört, dauert es Generationen, bis es wieder funktioniert.

Mißstände und parasitäre Nutznießer gibt es in jedem System. Ob sarabandetanzende Hofschranzen früher oder studienabbrechende Dummköpfe, die plötzlich Minister sind, heute - diese Art Belastung wird man wohl nie loswerden.
Dennoch braucht man einen Staat, der auch Steuern erheben muß. Dabei ist es schnurzpiepe, ob nun einer zuviel oder zuwenig eingezahlt hat. Das ist bei jeder Versicherung genauso und die Endabrechnung kann man erst machen, wenn man tot ist.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-11-2005, 05:01   #523 (permalink)
 
Die Deutsch oder Sozial-Leherin hat mal gesagt das man an einen Endprodrukt insgesamt 60% an Steuern gezahlt hat, wenn man die Umsatzsteuer, Gehaltsteuer der Produkzenten usw. mit einbezieht.
Also an 1,00Euro zahlt man 60Cent Steuern an den Staat. In SpiegelTV oder so wurde mal das selbe gesagt ich kann mich daran aber nur schämenhaft erinnern.
Cusco ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-11-2005, 08:42   #524 (permalink)
 
Und es ist Mode geworden, den Staat an sich zu verteufeln. Dabei ist der Staat die wichtigste zivilisatorische Errungenschaft überhaupt. Ist erst einmal, durch Krieg, Diktatur, Anarchie ein funktionierendes Staatswesen zerstört, dauert es Generationen, bis es wieder funktioniert...
Das sollte man mal den Anarchisten im Deutschen Bundestag klar machen, die dem Staat und seinen Bürgern immer neue und immer schwieriger zu erfüllende Aufgaben aufbürden, sodaß dieser am Ende daren zerbrechen muß.

Ich meine:
Der Staat sollte sich über Staatsbankrott entschulden. Und sich danach auf seine Kernkompetenzen

- Innere und äußere Sicherheit
- Bereitstellung einer funktionsfähigen Infrastruktur
- Bildung und Grundlagenforschung
- Widerherstellung einer funktionsfähigen, d.h. schnellen Justiz
- Hilfe für wirklich in Not geratene Menschen und dies überwiegend in Form
von konkreten Sachzuwendungen

beschränken.

Eine Kreditaufnahme des Staates müsste verboten werden.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-11-2005, 10:56   #525 (permalink)
 
Und es ist Mode geworden, den Staat an sich zu verteufeln. Dabei ist der Staat die wichtigste zivilisatorische Errungenschaft überhaupt. Ist erst einmal, durch Krieg, Diktatur, Anarchie ein funktionierendes Staatswesen zerstört, dauert es Generationen, bis es wieder funktioniert.

.
Was verstehst Du unter funktionieren? Jetzt, 60 Jahre nach dem 2. Weltkrieg funktioniert dieser Staat doch überhaupt nicht mehr, und die Gesetzgebung nimmt dank des chronischen Geldmangels wirklich GROTESKE Züge an.

Ich unterstreiche mesodors Forderung nach einem Kreditaufnahmeverbot für staatliche Institutionen! Ohne staatliche Kredite gäbe es auch keine Kriege, oder allenfalls 3 Tage währende...

Gold steht schon bei 421 Euro
Sonja ist offline   Mit Zitat antworten
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