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Edelmetalle Diskussionen zu Gold, Silber , Platin als Geldanlage

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Alt 04-12-2005, 15:43   #576 (permalink)
 
Zitat aus einem Börsenbrief, den ich als relativ seriös einschätze. "Neben China ist auch Rußland dabei Währungsreserven in Gold anzulegen und dazu reicht die eigene Produktion nicht aus..nicht klar ist, wieviel beide permanent aus dem Markt nehmen ist nicht klar. 5-7% der jeweiligen Währungsreserve gelten als Richtlinie. Das sind Anschaffungen bis zu 45 Mrd. Dollar....natürlich zeitlich verteilt und mit Rücksicht auf die Ergiebigkeit des Marktes. Dazu käme die private Nachfrage, die nach Angabe des World Gold Council im 3. Quartal um 56% auf 118 Tonnen gestiegen ist. " Empfohlen werden hier natürlich Zertifikate...oder wers riskanter liebt Minen Aktien...aaaber, es is natürlich auch so, wenn diese Börsenbriefe oder auch Banken mit solchen Empfehlungen kommen, ist die ganze Geschichte schon ne Weile am laufen...es werden Unzenkurse von 1000 Dollar gehandelt...erinnert vielleicht auch so ein bißchen an die Blase der New Economy von vor 5 Jahren...na ja...physisches Gold ist sicher anonym...vielleicht machts auch Spaß im Keller Barren zu polieren, hab da keine Erfahrungswerte , fest steht aber, für Aktien gibts immer nen Kurs zu jeder Tages und Nachtzeit...immer handelbar...schöner ist natürlich ein hübscher Barren ;-) ...die Quintessenz....wenn man genug übrig hat über solche Geschichten nachzudenken, ist sicher ein vernünftiger Mix aus allem, die Ideallösung...man muß nur aufpassen, daß vor lauter Sparmanie, die Lebensqualität nicht auf der Strecke bleibt.
Rex Danny ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-12-2005, 15:47   #577 (permalink)
 
Genauso wird es kommen. Und selbst für Pessimisten und Angshasen hat das seine Vorzüge: Sie können sich jetzt noch schnell von einem Teil ihres Goldvorrats trennen und mit dem erzielten Gewinn ihren Lebensmittelvorrat für die schlechten Zeiten aufstocken.
Göttlich
Tulitei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-12-2005, 16:08   #578 (permalink)
 
Was verdienen die Angestellten im Supermarkt?
Was kostet der Supermarkt Pacht?
Wer stellt die Waren (in Lizenz der Markeninhaber) im Land her?
Wieviel verdient dort ein Arbeiter?

Auch wenn wir Globalisierung haben, die Wirtschaft muss sich immer noch vorwiegend den regionalen Verhältnissen anpassen.

Dass die vermeintliche globale Gleichmacherei nicht funktionieren wird, wird die Menschheit erst später merken, dafür ist sie noch nicht reif. Dass die Globalisierung die Kapital- und damit die Machtkonzentration (von arm nach reich) beschleunigt, das hat das Gros der Menschheit noch nicht verstanden. Aber auch diese aktuelle Entwicklung wird mutieren, es wird anschliessend eine Zeit kommen, in welcher leistungsabgekoppeltes Kapital stark an Einfluss verlieren wird (da es nicht mehr in Leistung umgewandelt werden kann) - und wieder im zunehmenden Maße durch andere Machtmittel verdrängt wird. Die Progession der Veränderung wird weltweit jedoch weiter zunehmen.

Gruss,
jeggy
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-12-2005, 16:20   #579 (permalink)
 
... Der Goldpreis wird weiter steigen und hat ... noch enormes Potential. ... ... jedoch bin ich fest davon überzeugt das die Tiefpreis der letzten Jahre für immer Geschichte sind. ...
Genau solche Aussagen waren Anfang 1980 in jeder Tageszeitung zu lesen, als die Unze Gold für 850 $ gehandelt wurde.
Grundsätzlich ist nicht alles was in den Massenmedien steht schlecht. ...
In diesem Fall war es das wohl doch und die, die es glaubten, fielen böse auf die (Gold)nase.
Birte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-12-2005, 16:24   #580 (permalink)
 
Genau solche Aussagen waren Anfang 1980 in jeder Tageszeitung zu lesen, als die Unze Gold für 850 $ gehandelt wurde.
Genau so ist es. Vergleichbar ist es dennoch nicht. Es wäre genauso Spekulatius, wenn man behauptet, dass es wieder so wie damals kommen wird.

Ich halte den derzeitigen Goldpreis übrigens bereits für eine beginnende Spekulationsblase.
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-12-2005, 16:33   #581 (permalink)
 
...ich empfehle zur Lektüre...Andre Kostolanys...."Die Kunst über Geld nachzudenken".....da steht viel grundsätzliches über die Themen Geld, Gold und Aktien...ein Zitat daraus...."fasse die Schwingen des Adlers in Gold und er wird sich nie mehr in die Lüfte erheben"...darum gehts um die Loslösung der Amis vom Goldstandard...das als der Schlüssel zum Aufstieg zur führenden Wirtschaftsmacht gesehen wurde....und bevor hier jetzt alle über mich herfallen... ...loooogisch kann man das auch von mehreren Seiten beleuchten und beurteilen´...grundsätzlich ein sehr interessantes kurzweiliges Buch.
Rex Danny ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-12-2005, 16:46   #582 (permalink)
 
...ich empfehle zur Lektüre...Andre Kostolanys...."Die Kunst über Geld nachzudenken"... ...grundsätzlich ein sehr interessantes kurzweiliges Buch.
Unabhängig davon, was Kosto über's Gold denkt, kann ich mich der Empfehlung anschließen. Ich lese das Buch auch gerade wieder.
Birte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-12-2005, 16:53   #583 (permalink)
 
Es reden zuviele Leute über Gold die einfach keine Ahnung haben.
Das wird sich hier auch nicht mehr ändern.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-12-2005, 17:04   #584 (permalink)
 
Es reden zuviele Leute über Gold die einfach keine Ahnung haben.
Das wird sich hier auch nicht mehr ändern.
das ist ja Sinn und Zweck eines solchen Forum, daß man sich austauscht...ob jemand Ahnung hatte...das stellt sich ja leider erst viel später raus...es können so viele unvorhersehbare Ereignisse eintreten...in einer Epoche, die unglaublich fragil und krisenhaft ist, da kann man meiner Meinung nach keine Prognosen als unumstößlich aufstellen.....und jeder hat Argumente...stichhaltig, oder eben nicht...ich für mich...und nur dafür kann ich reden...bzw. schreiben...halte physisches Gold in größerem Ausmaß für keine gute Anlage...das Sammeln von historischen Goldmünzen ist ein wunderbares Hobby...halt kostspielig. Wie ihr Nickname ja schon aussagt, sind sie da anderer Meinung , aber das ist ja auch ok so.
Rex Danny ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-12-2005, 17:12   #585 (permalink)
 
Rex Danny

Nur ein Teil meiner Sammlung besteht aus Münzen die nahe dem Goldwert gehandelt werden. Hauptsächlich sammle ich Reichsgoldmünzen und historische Goldmünzen die mir entweder gut gefallen oder dessen Geschichte ich besonders interessant finde.

Selbstverständlich kann jeder seine Meinung zu einem Thema äußern. Trotzdem gibt es auch Leute die keine Ahnung haben und trotzdem überall ihr peinliches Nichtwissen verbreiten.

So halte ich es z.B. schon für gefährlich ohne jegliches Fachwissen neuen Forumsmitgliedern den Kauf von Reichsgoldmünzen über ebay zu empfehlen.

Genauso daneben ist es den Goldpreisanstieg in Frage zu stellen. Gold ist die letzten Jahre in allen wichtigen Währungen der Welt gestiegen und damit hat es sich. Es ist immer wieder anstrengend über Tatsachen zu diskutieren.

Der Wert meiner Bullionmünzen ist um über 30% gestiegen also auch keine schlechte Wertanlage.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-12-2005, 17:32   #586 (permalink)
 
ja ich weiß, ich hab hier schon einiges von Ihnen gelesen und denke, daß sie schon wissen wovon sie reden und sich viel Fachwissen angeeignet haben. Einige dieser Beiträge haben mich davon abgehalten eben bei Ebay zu steigern...ich bin eher sporadischer Sammler...hab nicht mal gewußt, daß es Schmidt-Hausmann gab. Trotzdem bin ich fasziniert,eben auch von Stücken, die historischen Hintergrund haben. Das Forum ist informativ, auf jeden Fall...das es Menschen gibt, die überall ihren Senf dazugeben ist normal, das hat man im real life genauso wie im Internet...man muß eben differenzieren. Mit dem Goldpreis ist es so wie mit den Aktien...dutzende Experten...noch mehr Meinungen dazu...bei physischen Gold weiß man was man hat...ich würde es mal so ausdrücken...das Aktienparkett ist enorm glatt...das hab ich auch schon mitbekommen....man braucht da auch Erfahrung...und jeder der sagt er hat die perfekte Prognose...hm?...derlügt...was mich daran fasziniert sind die enormen Chancen, die es auch bietet....und ich hoffe halt...mit Geld das dort eventuell gemacht werden kann....in ein Hobby zu investieren...also zweigleisig zu fahren...dabei bin ich kein Illussionist....ich war beim großen Crash auch dabei, bin aber mit nem blauen Auge rausgekommen...da sind sie mit der 30 % Rendite besser gefahren, geb ich offen und ehrlich zu. Trotzdem hat es natürlich auch seinen Reiz....und 20 Mark Neuguinea kann ich nur mit nem Coup an der Börse finanzieren anders ist es zu sauer zu verdienen...das sind so meine Beweggründe...und ich bin kein Träumer und weiß, daß der Weg mit Sprengsätzen gepflastert ist mir gefallen ausgefallene Einzelstücke...keine große zusammenhängende Sammlung...eben lieber wenige besondere, als das große Allumfassende..
Rex Danny ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-12-2005, 18:32   #587 (permalink)
 
Zitat:
Zitat von Goldnase
... Der Goldpreis wird weiter steigen und hat ... noch enormes Potential. ... ... jedoch bin ich fest davon überzeugt das die Tiefpreis der letzten Jahre für immer Geschichte sind. ...

Genau solche Aussagen waren Anfang 1980 in jeder Tageszeitung zu lesen, als die Unze Gold für 850 $ gehandelt wurde.
Zitat:
Zitat von Goldnase
Grundsätzlich ist nicht alles was in den Massenmedien steht schlecht. ...

In diesem Fall war es das wohl doch und die, die es glaubten, fielen böse auf die (Gold)nase.
__________________
Gruß
Birte


Noch vor ein paar Monaten habe ich vieles anders gesehen. Jedoch:

- China kauft Gold

- Japan kauft Gold

- Indien kauft Gold

- Russland soll nun auch schon Gold kaufen

- heute Morgen bei Bloomberg-TV hieß es, Hauptabnehmer des Wiener Philharmonikers (Barrenmünze zu einer Unze) sei Japan (wen wundert´s?) gefolgt von den USA.

Letzteres war schon eine sehr große Überraschung für mich: Die Ammies mit ihrer astronomischen Staatsverschuldung und ihrem Mega-Handelsbilanzdefizit.... .....genau die Ammies (nicht der Staat, sondern Privatleute), die "Musterkonsumenten" schlechthin, die, die schon seit Jahren eine gegen Null tendierende Sparquote haben.... .....und ihre Hypothek aufstocken, sobald der Wert des Häuschens erneut gestiegen ist.....

eben jene kaufen plötzlich

GOLD

sportlich, sportlich, diese Finanzjongleure. Trauen die etwa ihrem eigenen Greenback nicht mehr?. Falls ja, werden die wohl besser als andere wissen, warum das so ist.

Wenigstens war das doch wieder mal ein gebührender Anlass um Schriftgröße und Fettdruck bis an die Grenze des Möglichen in Anspruch zu nehmen

Zurück zur Sache:
Eben weil es großteils Zentralbanken wirtschaftlich erstarkender Länder und die Schmuckindustrie sind, die Gold nachfragen und die einen nicht unter Verkaufsdruck stehen, weil sie das Gold mit bedrucktem Papier bezahlen, das sie selbst in beliebigen Mengen drucken können und die anderen bei der Verarbeitung zum Teil so hohe Wertschöpfungen erzielen, daß für deren Kunden ein Verkauf des Goldes selbst bei einer Goldpreisverdreifachung nicht sonderlich lukrativ ist, sehe ich da weniger Parallelen zu 1980. Damals war der Goldpreisanstieg von Privatanlegern und Kleinsparern ausgelöst und beerdigt worden. Soweit ist es noch lange nicht.

Ganz im Gegensatz zu Goldnase habe ich die paar Goldmünzen in meiner Sammlung meist in einem Bereich erworben, der sich 5 bis 25 Prozent oberhalb des Goldwertes bewegte. Ausnahmen davon sind ein byzantinischer Solidus, ein Keltenstater und ein Ecu dór des 14. Jahrhunderts sowie eine 20-Dollar-Münze von 1904.

Wegen der immer weiter verfeinerten Technik der Fälscher bin ich schon seit längerem kaum noch bereit, größere Aufschläge als 20 Prozent auf den Metallwert zu zahlen.

Gestern noch habe ich auf der Münzenbörse in Moers für 7 EUR einen vz-bfr erhaltenen chinesischen Halbdollar, KM 455(Szechuan) erworben. Die Münze hatte eine super Tönung und auch die geprägten Oberflächen waren absolut perfekt. Also keine Gußmöhre. Eine Waage hatte ich nicht dabei. Auch keinen Magneten. Die 7 EUR habe ich riskiert. Zu Hause angekommen stellte ich fest, das Stück war untergewichtig. Und es reagierte auf einen Magneten, womit dann alles klar war. Wäre es aus Silber und normalgewichtig gewesen - ich hätte diese gut gemachte Prägefälschung nicht erkannt. Sinngemäß kann man diese Erkenntnis sowohl auf andere Sammlermünzen, als auch auf absolute Spitzenstücke wie grischische Goldstatere, römische Aurei und Solidi usw. übertragen.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-12-2005, 18:38   #588 (permalink)
 
... Genauso daneben ist es den Goldpreisanstieg in Frage zu stellen. Gold ist die letzten Jahre in allen wichtigen Währungen der Welt gestiegen und damit hat es sich.
Ich kann mich nicht erinnern, dass das hier jemand infrage gestellt hätte. Angezweifelt werden ausschließlich hellseherische Fähigkeiten und zwar zu Recht!
Es ist immer wieder anstrengend über Tatsachen zu diskutieren.
... Es macht für mich keinen Sinn über Tatsachen zu diskutieren.
Stimmt. Tatsache ist, dass es auf der ganzen Welt keine Goldnase gibt, die den Goldpreis vorhersagen kann. Und in diesem Forum kenne ich auch niemanden.
... Ich kann immer noch nicht verstehen warum Leute mit offensichtlich nicht vorhandenem Fachwissen versuchen über den Goldpreis zu orakeln. ...
... Trotzdem gibt es auch Leute die keine Ahnung haben und trotzdem überall ihr peinliches Nichtwissen verbreiten.
Ob jemand Ahnung hat oder nicht; Vorherzusagen, was morgen ist, ist nur dann nicht peinlich, wenn es zufällig eintritt.
... Nach meiner Einschätzung läge ein realistischer Goldpreis im Moment bei um die 800 US $.
Diese Aussage wäre demnach peinlich.
Ich schreibe zu diesem Thema nun zum letztenmal weil mich diese Diskussion langsam nervt.
Ich freue mich wirklich, dass auch diese Vorhersage nicht eingetreten ist.
Birte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-12-2005, 19:00   #589 (permalink)
 
...man kann keine 100% richtige Prognosen über die Entwicklung oder Tendenzen von Preis- oder Kursfindungen abgeben...das geht nicht, niemand kann das....und alle hier sollten etwas entspannter sein finde ich , der große Crash 1929 kam aus heiterem Himmel....heute denkt man man könnte sowas vorhersagen....das geht wieder in die Hose...es ist alles viel zu komplex...alles was hier geschrieben wird ist irgendwo nachvollziehbar und auch richtig....aber selbst hochbezahlte Chefvolkswirte sind sich nicht einig bei der Einschätzung der Lage...und wie sollen das ein paar Hobby Analysten und Münzsammler hinbekommen? ...ich schlage vor wir lassen und alle überraschen und gratulieren dann dem der Recht hatte....so und jetzt logg ich aus, wollte eigentlich nur mal kurz reinkucken....schönen Restsonntag noch...ciao
Rex Danny ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-12-2005, 19:19   #590 (permalink)
 
...aber selbst hochbezahlte Chefvolkswirte sind sich nicht einig bei der Einschätzung der Lage...und wie sollen das ein paar Hobby Analysten und Münzsammler hinbekommen? ...
Ein wahres Wort!
Birte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-12-2005, 06:18   #591 (permalink)
 
Auch wenn die meisten Glaskugeln unzuverlässig bleiben, eines sollte man nicht vergessen. Die institutionellen Anleger haben in den letzten 20 Jahren einen großen Bogen um Gold gemacht. Jetzt ist langsam Nervosität im Markt, man könnte ja was verpassen. Die Nachfrage nach Gold in verbriefter Form steigt erst seit einigen Monaten und ist noch nicht überbordend. Richtig große tickets gibt es kaum, der derivative Markt ist noch gar nicht aufgewacht. Von daher, wenn hier von einer Blase gesprochen wird, der Luftballon ist erst halbvoll.

Der Blick auf den ganz langen Chart (30 Jahre) zeigt ein charttechnisch unglaublich spannendes Bild. Und das reicht für weitere Kursavancen vermutlich aus, bis 600 $ sind keine größeren Widerstände mehr vorhanden, der Zug ist unter Dampf. (Silber ist technisch noch spannender).

Gruß,

Euromartin
Euromartin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-12-2005, 07:59   #592 (permalink)
 
... Die institutionellen Anleger haben in den letzten 20 Jahren einen großen Bogen um Gold gemacht. Jetzt ist langsam Nervosität im Markt, man könnte ja was verpassen. ...
Der Goldpreis steigt, wenn es mehr Idioten als Gold gibt und er fällt, wenn es mehr Gold als Idioten gibt (frei nach Kostolany). Ich habe in den letzten Tagen dazu beigetragen, die verfügbare Menge an Gold zu "vergrößern" und werde sie wieder "verknappen" ( ), wenn sie für die meisten wieder zu groß ist .
Birte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-12-2005, 09:11   #593 (permalink)
 
Der Goldpreis steigt, wenn es mehr Idioten als Gold gibt und er fällt, wenn es mehr Gold als Idioten gibt (frei nach Kostolany). Ich habe in den letzten Tagen dazu beigetragen, die verfügbare Menge an Gold zu "vergrößern" und werde sie wieder "verknappen" ( ), wenn sie für die meisten wieder zu groß ist .
Das mit den Käufer-Iditioten gilt aber nur logischerweise für die Endphase einer Aufwärtsbewegung...

Wenn man seinen Verkauf an deren Anfang oder Mitte macht, wird man sehr schnell selber zum Verkäufer-Idioten...

Alexander
alex11 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-12-2005, 10:19   #594 (permalink)
 
Das mit den Käufer-Iditioten gilt aber nur logischerweise für die Endphase einer Aufwärtsbewegung...

Wenn man seinen Verkauf an deren Anfang oder Mitte macht, wird man sehr schnell selber zum Verkäufer-Idioten...

Alexander
@alex11: Die Gefahr zum "Käufer- oder Verkäuferidioten" zu werden, die besteht auf jedem Gebiet. Bei den Fehlprägungen ist das ganz extrem. Ich glaube, wenn wir beide mal ehrlich sind, haben wir beide Rollen schon gleich mehrfach belegt
Jedoch: solange man daran wächst und unter dem Strich keine roten Zahlen anhäuft, ist das alles auch noch OK.

Es kommt beim VERKÄUFER auch immer drauf an, ob bzw. was er konkret mit seinem Verkaufserlös vorhat.

Derjenige, der sich 2000 für vielleicht 200.000 DM einen 12,5-KG-Barren gekauft hat und nun, Ende 2005 170.000 EUR erlöst und sich dafür die Immobilie kauft, die ihm noch im Jahr 2000 etwa 400.000 DM gekostet hätte.... und sich nun nur noch maximal 30.000 dafür zu leihen braucht.... der kann solch ein "VERKÄUFERIDIOT" nicht sein.

Etwas anders sieht die Sache beispielsweise für den "Investor" aus, der seine Aktien 2003 beim DAX von ca. 2000 zum Tiefstkurs verkaufte, in Gold investierte und nun bei 5.300 wieder auf Aktien umschwenkt.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-12-2005, 11:16   #595 (permalink)
 
Wieviel eigentlich sind 500 Dollar wert?

Ich meine damit die Kaufkraft von 500 Dollar.

@Birte: wer jetzt Gold um die 500 Dollar die Unze verkauft und dies mit dem Höchstkurs von 1987 begründet, der bis vor kurzem nicht wieder erreicht wurde....

der muß sich bei solch langfristigen Vergleichen darüber klar werden

1.) wie sich der Dollar seit 1987 von seiner Kaufkraft betrachtet entwickelt hat

und

2.) wie sehr sich die Goldmenge und deren Wert relativ zu anderen Vermögens- und Anlagewerten seit 1987 erhöht hat.

Ebenso könnte man nämlich argumentieren: 1905 war mein Häuschen 20.000 Mark wert und heute bekomme ich 120.000 EUR dafür - also verklaufe ich ganz schnell, denn das sind 600 Prozent Gewinn!......

Dabei verkennt man aber daß 1905 20.000 Goldmark etwa 7 kg Gold entsprachen. Und das sind heute auch schon wieder 100.000 EUR.

Doch seht selbst:
http://rohstoffe.onvista.de/news/ede..._NEWS=16039590

Zwischen den Zeilen gelesen steht dort auch nichts anderes, als daß Gold heute, gemessen an den Höchstkursen von 1987 unter Berücksichtigung der Kaufkraft des Geldes von 1987 und des Geldes heute immer noch spottbillig ist.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-12-2005, 11:27   #596 (permalink)
 
@alex11:
... Derjenige, der sich 2000 für vielleicht 200.000 DM einen 12,5-KG-Barren gekauft hat und nun, Ende 2005 170.000 EUR erlöst und sich dafür die Immobilie kauft, die ihm noch im Jahr 2000 etwa 400.000 DM gekostet hätte....
Das hat schon was für sich - es gibt ja auch noch den (durchaus zutreffenden) Börsenspruch:

An Gewinn-Mitnahmen ist noch niemand arm geworden.

Worauf ich zuvor hinauswollte ist dass selbst "Gurus" wie Kostolany nicht die (Anleger-)Welt in ein paar simplen Sprüchen erklären können.

Ich halte zwar den zitierten Spruch für einen der besten und auch aussagekräftigsten - trotzdem verbleibt die (ewige) Frage nach dem Timing von Kauf / Verkauf.
Deswegen hatte Kostolany ja auch typische Merkmale zum Erkennen der Spät-Phase eines Anstiegs ("Milchmädchen-Hausse") übermittelt, um das praktische Umsetzen seines Spruches zu erleichtern.

Auf Gold umgemünzt wäre also der richtige Ausstiegszeitpunkt dann gegeben, wenn so ziemlich jeder beginnt sich für den Kauf von Gold zu interessieren - und zwar nicht aus langfristigen (Sicherheits-)Überlegungen sondern aus kurzfristigen Rendite-Erwartungen (=Spekulation).

Allerdings ist selbst das heutzutage nur noch bedingt gültig, weil der derivative Bereich (Optionen, Optionsscheine, Futures,...) einen viel höheren Stellenwert einnimmt als noch zu Kostolanys Blütezeiten.

Auch läßt sich Gold per se nicht 1:1 mit Aktien und ähnlichen Investitionsbereichen vergleichen...

Alexander
alex11 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-12-2005, 12:24   #597 (permalink)
 
@alex11: es gibt sehr viele Indikatoren, die anzeigen, wann ein Absprung sinnvoll ist.

Indikatoren wie Charttechnik und Käufergruppen wurden bereits genannt. Doch es geht auch noch völlig anders:

Beispielsweise wenn man sich die Mühe macht und Bewertungsrelationen verschiedener Sachwerte aufstellt.

Dies erleichtert unter Berücksichtigung des Substanzgedankens, den Wechsel von einem in den anderen Sachwert.

Angenomen die Relation zwischen Gold und Silber verschiebt sich von derzeit etwa 1:58 hin zu beispielsweise 1:20, 1:15 oder gar 1:10, so würde es sich doch anbieten, Silber in Gold umzuschichten - und zwar unabhängig von den in Dollar oder EUR geltenden Marktpreisen.

Ebenso könnte doch ein teilweiser Wechsel von Gold in Platin bei Bewertungsrelationen von 1:1 nicht falsch sein.
Jemanden, der Gold schon in diesem Jahr zu teuer war und der statt dessen lieber auf Palladium gesetzt hat, der wird nichts falsch machen, ein Teil des Palladiums in Gold zu transformieren, sobald der Palladiumpreis und der Goldpreis in etwa auf eine Höhe angelangt sind.

Zumindest aber bietet es sich an, bei solchen Änderungen von Bewertungs-Relationen an, die Gewichtungen der einzelnen Metalle zu überdenken.....

Mit Aktienfonds, Immobilien usw. klappt sowas übrigens auch sehr gut.

So kann man, ständig weitestgehend in Sachwerte investiert gewinnen, auch ohne daß man sich dauernd dem Risiko einer Bond- oder Sparbuchanlage aussetzt.

Und diese realen oder substanziellen Gewinne brauchen hinter denen von reinen Geldanlagen keineswegs zurückzustehen.

Und über Kursanstiege in EUR oder Dollars braucht man sich in diesem Fall auch nicht sonderlich Gedanken zu machen. Zumindest solange nicht, bis die Phase des "Entsparens" in greifbare Nähe rückt.

Derjenige, der jedoch alles auf die 17 setzt und nur an der Oberfläche kratzt, sich infolge dessen fast ausschließlich am absoluten Preis orientiert und nur auf den Sachwert Gold reflektiert, der kann und wird eben diese zusätzlichen und sehr risikoarmen Optionen der Sachwertanlage nicht effektiv nutzen.

Und geht somit unverhältnismäßig hohe Risiken ein.

Ein Beispiel: wer 1978 für 430 DM das Kilo Silber gekauft hat, (Gold zu Silber = 1:33) dieses zu einem Kurs von 2.800 verkaufte und für 48.000 in Gold anlegte (Gold zu Silber = 1:17), das Gold 1991 für etwa 18.000 verkaufte und zu 225 in Silber investierte, (Gold zu Silber = 1:95, alles ohne Steuern, jedoch die Silberkäufe incl. Steuer) der hat heute, bei einem Silberkurs von etwa 240 EUR das Kilo je Kilo Silber, das er 1978 erwarb eine Silbermenge von 4,6 Kilo.

Dies entspricht einem Zuwachs der Substanz von 360 Prozent.

Und das, obgleich er 1980/81 Gold zum Höchstkurs von 48.000 DM das Kilo erworben und 1991 mit einem Verlust von 62,5 Prozent verkauft hatte.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-12-2005, 12:35   #598 (permalink)
 
@alex11: es gibt sehr viele Indikatoren, die anzeigen, wann ein Absprung sinnvoll ist.

Indikatoren wie Charttechnik und Käufergruppen wirden bereits genannt. Doch es geht auch noch völlig anders:

Beispielsweise wenn man sich die Mühe macht und Bewertungsrelationen verschiedener Sachwerte aufstellt.

Dies erleichtert unter Berücksichtigung des Substanzgedankens, den Wechsel von einem in den anderen Sachwert.

Angenomen die Relation zwischen Gold und Silber verschiebt sich von derzeit etwa 1:58 hin zu beispielsweise 1:20, 1:15 oder gar 1:10, so würde es sich doch anbieten, Silber in Gold umzuschichten - und zwar unabhängig von den in Dollar oder EUR geltenden Marktpreisen.

Ebenso könnte doch ein teilweiser Wechsel von Gold in Platin bei Bewertungsrelationen von 1:1 nicht falsch sein.
Jemanden, der Gold schon in diesem Jahr zu teuer war und der statt dessen lieber auf Palladium gesetzt hat, der wird nichts falsch machen, ein Teil des Palladiums in Gold zu transformieren, sobald der Palladiumpreis und der Goldpreis in etwa auf eine Höhe angelangt sind.

Zumindest aber bietet es sich an, bei solchen Änderungen von Bewertungs-Relationen an, die Gewichtungen der einzelnen Metalle zu überdenken.....

Mit Aktienfonds, Immobilien usw. klappt sowas übrigens auch sehr gut.

So kann man, ständig weitestgehend in Sachwerte investiert gewinnen, auch ohne daß man sich dauernd dem Risiko einer Bond- oder Sparbuchanlage aussetzt.

Und diese realen oder substanziellen Gewinne brauchen hinter denen von reinen Geldanlagen keineswegs zurückzustehen.

Und über Kursanstiege in EUR oder Dollars braucht man sich in diesem Fall auch nicht sonderlich Gedanken zu machen. Zumindest solange nicht, bis die Phase des "Entsparens" in greifbare Nähe rückt.

Derjenige, der jedoch alles auf die 17 setzt und nur an der Oberfläche kratzt, sich infolge dessen fast ausschließlich am absoluten Preis orientiert....
der kann und wird eben diese zusätzlichen und sehr risikoarmen Optionen der Sachwertanlage nicht effektiv nutzen.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06-12-2005, 21:22   #599 (permalink)
 
Viele Insider erwarten in Kürze eine Korrektur des Goldpreises. Da stellt sich mir die Frage, ob es bei der gegenwärtigen internationalen Weltwirtschaft tatsächlich so kommen wird. Das er fallen wird steht fest - kann aber als Korrektur z. Z. nicht wirklich von Bedeutung sein! ODER?
Argentum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07-12-2005, 09:04   #600 (permalink)
 
Exclamation

Viele Insider erwarten in Kürze eine Korrektur des Goldpreises. Da stellt sich mir die Frage, ob es bei der gegenwärtigen internationalen Weltwirtschaft tatsächlich so kommen wird. Das er fallen wird steht fest - kann aber als Korrektur z. Z. nicht wirklich von Bedeutung sein! ODER?
Der Goldpreis fällt. Und das jeden Tag. Beschränkt man sich auf kleine Bereiche des Intraday-Charts, so findet man jeden Tag ganz viele "Kurskorrekturen". Und zwar solche nach unten, als auch nach oben.

Und natürlich wird es auch zukünftig Tage, Wochen, Monate und Jahre geben, in denen der Goldpreis fallen wird. Ebenso solche, in denen er steigt.

Korrekturen, seien es minütliche, stündliche, tägliche, wöchentliche, monatliche und jährliche sind etwas ganz normales.

Niemand weis, was genau die Zukunft bringen wird.

Niemand kann wissen, wie sich der Wert einer Unze Gold relativ zu den großen Aktienindizes oder den weltweiten Immobilienpreisen entwickeln wird.

Jede Entscheidung ist mit diesen Risiken der Ungewissheit behaftet.

Und weil das so ist, sehen die Kursverläufe aller Waren und Anlagegüter so aus, wie man das gewohnt ist.

Und meistens ist es so, daß die Mehrheit aller Anleger, Sparer und Investoren Entscheidungen trifft, die sich später, gemessen an durchschnittlichen Entwicklungen, als mindestens "suboptimal" herausstellen.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
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