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Edelmetalle Diskussionen zu Gold, Silber , Platin als Geldanlage

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Alt 09-05-2006, 22:30   #901 (permalink)
 
.....

Schätzungen gehen davon aus, dass nicht mal 5% der Privathaushalte in Gold investiert haben. Es liegt also immer noch unendliches Potential für eine Goldpreissteigerung offen.


Eines muß jedoch jedem klar sein:

1.) Je größer der Goldmarkt wird, desto größer sind die Schwankungen des Preises.

2.) Papiergold ist gefährlich. Es ist wenn es hart auf hart kommt auch nur Papier. Außerdem wird viel mehr Papiergold gehandelt als es an physischem Gold tatsächlich gibt.

3.) Irgendwann wird auch die langfristige Hausse zu Ende sein. Aber so niedrige Goldpreise wie 250$ werden wir nie wieder sehen.
Punkt Nr. 2 sollte eigentlich jedem klar sein, der sich Papierwerten ausliefert

ebenso wie die sprichwörtliche Geduld des Stoffes Papier.

Und das sauer verdiente Geld haben derweil andere......

Zumal Goldzertifikate auch vom Emittenten gekündigt werden können (z.B. je nach vertraglicher Gestaltung auch nach den Commex-Regeln)

Klar, daß bei der agressiv betriebenen Inflationierung und den extrem gestiegenen Metall- und Energiepreisen Goldpreise von 250 Dollar die Unze wohl endgültig der Vergangenheit angehören. Naiv zu hoffen, zu diesen Preisen noch einmal mit dem schlechten (weil bereits deutlich inflationiertem) Geld von heute oder morgen kaufen zu können.

Punkt Nr. 3 ist ebenfalls völlig unbestritten, weswegen viele Experten ja auch empfehlen, lediglich 5 bis 15 Prozent des Gesamtvermögens in Edelmetall (oftmals mit eindeutigem Schwerpunkt auf Gold) zu investieren und auch ständig eine ausreichende Liquidität sicher zu stellen, damit nur solche Gelder angelegt sind, auf die man kurz- und mittelfristig nicht angewiesen ist. So kann man kaum Opfer von Kursrückschlägen werden in dem Sinne, daß man zum Verkauf gerade bei Ausverkaufskursen gezwungen ist.

Ganz wichtig ist auch eine Diversifikation auf verschiedene Anlageklassen. Es bringt wenig, wenn man beispielsweise 15 Prozent jeweils in Gold, Platin, Silber, Palladium und die restlichen 40 Prozent in Edelmetallminenaktien, Ölwerten und Rohstoffonds hält. Weil diese Anlagen über mittlere Zeiträume oftmals sehr stark korellieren.

Immobilien und Edelmetall korellieren momentan in Deutschland nicht und im Ausland seit kurzem vielfach negativ. Jedoch stiegen in den 70ern Immobilienpreise gelegentlich parallel zum Goldpreis. Stichwort: Betongold.

Bedenklich und völlig unlogisch ist momentan die starke Koerlation zwischen dem Edelmetall Gold und deutschen Aktien. Bei der letzten Goldhausse vor 26 Jahren lagen Aktien am Boden....

Anleihenkurse und Goldpreis korellieren normalerweise extrem negativ: Steigt der Goldpreis stark an, brechen Anleihen massivst ein und Renditen steigen auf Extremwerte. Auch davon ist momentan nichts zu erkennen. Anleihen bröckeln bestenfalls leicht. Ein Einbruch, der schaut ganz anders aus.

Rohstoffe hingegen korellieren sehr stark zu Aktienkursen, weil hohe Rohstoffpreise nur in einem prosperierendem wirtschaftlichen Umfeld durchsetzbar sind. Dies zumindest passt halbwegs.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09-05-2006, 22:33   #902 (permalink)
 
Depotgebühren kenne ich nicht.
Hallo Raphael,
damit Du auch Bescheid weiß: Depotgebühren sind Gelder, die z. B. eine Bank von einem Kunden mit, damit die Bank mit dem Geld vom Kunden Gewinn machen und Macht ausüben kann (Beispiel "Fonds").

Schönes Depotgebührenfreies Leben und
Tulitei ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 09-05-2006, 22:34   #903 (permalink)
 
Wie heisst das:

einmal verliere ich, und einmal gewinnen die anderen.

oder

einmal gewinne ich, und einmal verlieren die anderen
hegele ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 09-05-2006, 22:46   #904 (permalink)
 
Ich kenne den Spruch leicht anders, aber sinngemäss gleich:
"Es gibt Tage, da verliert man, und es gibt Tage, da gewinnen die andern..."
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-05-2006, 07:46   #905 (permalink)
 
nur so am Rande: der Goldpreis hat heute morgen die 700 US$-Marke geknackt. Derzeit liegt er bei 702 US$.
Oberlandler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-05-2006, 11:25   #906 (permalink)
 
nur so am Rande: der Goldpreis hat heute morgen die 700 US$-Marke geknackt. Derzeit liegt er bei 702 US$.
Hatte er gestern abend schon. Damit befindet sich Gold auf dem höchsten Kursstand (in US-Dollar) seit über 20 Jahren. Eine ganz nette Entwicklung bisher.
hammerhai ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-05-2006, 16:22   #907 (permalink)
 
Auf dem logarithmischen Chart sieht das letzte Stück Weg zum Allzeithoch bei 850 $ nur noch wie ein Katzensprung aus...

Ich denke, es geht noch dieses Jahr darüberhinaus.
Duffing ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-05-2006, 23:30   #908 (permalink)
 
Aus gegebenem Anlaß melde ich mich mal kurz zurück

und möchte mich öffentlich darüber freuen, den richtigen Riecher gehabt zu haben.

Wenn ich auch mittlerweile aus dem Münz- und Goldgeschehen ausgestiegen bin, verfolge ich dennoch die wichtigsten Meldungen hier und da.

Und besonders DA tut sich in den letzten Wochen einiges
Ich habe noch NIE so viele Goldmünzeninteressierte bei Münzbörsen gesehen wie letztens in Dortmund! Erstaunlich!

Auch in diesem Thread entdecke ich alte Namen mit neuem Faible - sehr schön!

Mit jeder Unze Gold lasst Ihr Vater Staat am ausgestreckten Arm verhungern!
Keine zu besteuernden Zinsen, kein auszuspionierendes Konto, keine Kontrolle über die Richtigkeit der Erbschaftsteuererklärung....

GOLD IST GEIL! und die richtige Antwort auf falsche Politik!
Sonja ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 01:11   #909 (permalink)
 
Gold Preisziel 5000 $ in drei Jahren

Warum nicht?

Ich behaupte einfach einmal der Preis für Rhodium läuft dem Goldpreis drei Jahre vorraus, wobei das Interesse für Gold weltweit viel höher ist als für Rhodium.

Schaut euch doch mal den Rhodium Chart der letzten fünf Jahre an:

http://www.kitco.com/charts/rhodium.html
Satang ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 01:38   #910 (permalink)
 
Es wird einem langsam unheimlich.

Ich glaube auch, daß es noch weiter gehen wird, die ganze Stimmung ist danach. Irgendwann wird der Goldpreis wieder abstürzen, aber nicht so schnell. Im Moment wartet alle Welt auf eine Kaufgelegenheit und würde den Fall sofort stoppen.

Soweit die Meinung eines absoluten Laien.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 03:04   #911 (permalink)
 
Die Stimmung erinnert mich an den neuen Markt bei den Aktien zum Jahr
2000. Das die Anlage in Gold eine gute Sache ist ist ja keine Frage - aber der schnelle Anstieg ist dennoch etwas furchterregend. Hoffentlich gibts kein böses Erwachen.
goldcoin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 07:53   #912 (permalink)
 
Stimmt schon, es geht unheimlich schnell.

Vor allem ohne signifikante Rücksetzer. Bukanier hat natürlich Recht, irgendwann wird der Goldpreis wieder abstürzen.

Vorher müßte allerdings den Leuten glaubhaft versichert werden, daß die globale Finanz+Ölkrise sowie die Gefahr eines weiteren Krieges gegen Iran gebannt ist.

Das dürfte schwierig werden, zumal es da einige Länder gibt, die einfach nicht nach der Pfeife des Westens tanzen wollen. Sei es Iran, Venezuela, Bolivien, Peru und Rußland in Sachen Energie oder China in Sachen Dollar/Yen-Bewertung. Beides bringt den Dollar mächtig unter Druck. Da müssen sich die amerikanischen Think-Tanks schon was besseres einfallen lassen, als diese "Dark-Matter" Theorie

Ich fürchte, das böse Erwachen kommt erst mal bei anderen Anlagesegmenten, bevor es das Gold trifft. Das ist mein laienhafter Glaube
Sonja ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 08:49   #913 (permalink)
 
Ich glaube, wir sind derzeit in der mystifizierenden Phase :Gold ist geil
Da Gold nicht anläuft, kann das durchaus noch eine Weile anhalten.
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 09:24   #914 (permalink)
 
Da Gold nicht anläuft, kann das durchaus noch eine Weile anhalten.
Ja, das kann eine halbe Generation prägen.

Ich glaube auch, daß der schnelle Anstieg wieder mal viel mit Mode und einem allgemeinen Trend zu tun hat. Als vernunftbegabte Käufer kenne ich zumindest die Münzfuzzis nicht.

Dazu kommen natürlich die schon vielfach erwähnten rationalen Argumente. Man muß nur die heutige Zeitung aufschlagen, um weitere persönliche Gründe für Gold zu finden. Wie sich eine Zerstörung der persischen Atomanlagen auswirken würde, weiß man nicht. Das wird wohl eher unter den täglichen
Geräuschpegel fallen, andere Wirkungen sind fundamentaler. Wir müssen sowieso weg vom Öl. Ob nun der durchgeknallte Ahmadinedschaf oder Gasprom uns irgendwann den Hahn zudrehen, ist letztlich egal, und der Anlaß auch.

Geändert von Bukanier (11-05-2006 um 09:26 Uhr)
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 09:39   #915 (permalink)
 
Klar wird es irgendwann deutliche Kurseinbrüche beim Gold geben - vom Blutbad für Terminfuzzies (Einbruch 15-30 Prozent) und zur genüsslichen Ausweidung vieler Goldbucks (Einbrüche von über 40 Prozent) ist alles drinn. Das kann anfangs kaum merklich und über mehrere Monate und Jahre ganz langsam laufen, aber auch blitzschnell.

Auf jeden Fall werden irgendwann massive Panikraektionen stattfinden oder vielleicht sogar von "interessierten Kreisen" provuziert werden.

Jeder, aber auch wirklich jeder, der sich über die Goldanlage informiert hat, der weis das. Das war in den letzten 35 Jahren immer so, wenn neue oder langzeitige Höchststände erreicht oder überschritten wurden.

Die Frage ist nur: bei welchem Kurs kommt welche Korrektur.

Meine Glaskugel sagt mir folgendes:

Irgendwo so um die 370 Dolar die Unze gibt es einen Boden, der ist granithart.

Unterhalb 430 Dollar steht bereits hartes Erdreich mit großen Gesteinsbrocken an. Schwer, sich von dort aus nach unten vorzuarbeiten. Da müss man schon mindestens mit der Brechstange in Form konzertierter Zentralbankabgaben ran.....

Zwischen 500 und 430 Dollar haben wir es mit lehmigem Kies zu tun, der eine sehr gute Kornabstufung hat. Diese Ebene ist grundsätzlich tragfähig und geeignet, sogar seine Altersvorsorge darauf zu gründen.

Oberhalb 500 Dollar bis etwa 550 Dollar steht ein leicht lösbarer Boden an, der noch bedingt tragfähig ist. Jedoch kann man temporär Probleme bekommen, die darauf errichteten Anlagen bei Regen und Überschwemmungen profitabel abwickeln zu können. Betriebsunterbrechungen beim Vermögenszuwachs und Liquiditätsengpässe müssen daher einkalkuliert sein

Ab etwa 550 Dollar sollte man derzeit noch nicht unbedingt drauf bauen, daß es hält. Bei trockenem Wetter gewiss, doch bei stärkeren Regen wird man bis zu den Waden im Schlamm stehen.

Oberhalb von 550 Dollar stehen locker geschüttete, leicht störempfendliche Kursböden an, die nicht das halten können, was sie vielleicht zu versprechen vorgeben. Wer sich dort ohne Netz und Sicherungsposten, sprich: auf Kredit oder Termin bewegt, der kann je nach Gewicht seiner Anlage und Witterung darin umkommen.

Und oberhalb von 650 Dollar ist momentan die Treibsandzone angesiedelt. Dort kann man auch - ohne daß es regnet - untergehen. Ein unbedachter Tritt oder Ausrutscher reicht.

Jedoch: mit jeder Schaufel Fiat-Kohle, die oben drauf geschmissen wird, wird alles darunterliegende immer ein wenig fester zusammengepresst und somit verlässlicher.

Und: Eine Halbierung des Goldpreises bei Kursen um die 700 Dollar schließe ich aus. Eine solche sehe ich erst bei Kursen um oder oberhalb von 800 $, vorausgesetzt, daß diese bis Mitte Juni erreicht werden.

Bei Kursen um die 1.200 $ in diesem Jahr wäre sogar - meiner Glaskugel zufolge ein Rückschlag "nur" noch bis auf 500 möglich, was aber schon 58 Prozent bedeuten würden.

Und bei 1.500 Dollar in diesem Jahr, kann es auch noch bis etwa 550 runterrauschen, das wären dann sogar Einbrüche bis zu 63 Prozent: je größer die prozentualen Schwankungen, desto größer die Prognoseunsicherheit.

Je höher Gold steigt, desto größer dürfte die prozentuale Korrekuur sein, aber: desto höher wird dann (sehr wahrscheinlich) auch die anschließende Bodenbildung liegen. Was eine positive Nachricht für diejenigen ist, die früh genug gekauft haben.

Dennoch braucht selbst ein Einbruch von 63 Prozent nicht das Ende der Goldhausse zu bedeuten. Deren Ende dürfte vorerst noch von fundamentalen Rahmenbedingungen verzögert werden. Und daher gehe ich trotz zu erwartender deutlicher prozentualer Kursrückgänge nach dem noch zu erreichnden Zwischenhoch von einem, absoluten Kurshoch aus, das deutlich oberhalb des demnächst erreichten Zwischenhochs liegen wird.

Meine Meinung: Mit Überschreiten deutlichem der 400er und 500er Marken hat sich der Goldpreis angeschickt, eine langjährige Seitwärtsbewegung zu testen und zu verlassen. Und mit dem Fall der 600er Marke wurde diese zweifelsfrei erkennbar und somit signifikant überschritten (technisches Kaufsignal).

Schaut man sich typische "Blasenmärkte" (Neuer Markt, Immobilien) an, so dürfte die finale Übertreibungsphase beim Gold prozentual irgendwo dazwischen liegen.

Da aber sehe ich den Goldpreis noch nicht.

Eine Goldanlage momentan sehe ich als langdristige Chance zum Erhalt des angelegten Vermögens an mit einem maximalen Verlustrisiko von ca. 40 Prozent bezogen auf den derzeitigen Spotpreis von etwa 700 $.

Setzt man Gold in Relation zu Einkommen und Immobilien so ist es, legt man den durchschnitt der letzen 100 Jahre an, immer noch billig, wenn auch nicht völlig ohne Risiken (s.o).

Um mal zwei Hausnummern zu nennen:
3.000 Goldmark (ca 1 Kg Gold für 18 Hektar Ackerland in Deitschland zur Kaiserzeit.

150 g Gold in Form von 100 US-Dollar für ein deutsches 1-Familien-Haus im Jahr 1923 auf dem absoluten Tiefpunkt der Vermögensdeflation im 20. Jahrhundert in Deutschland.

Diese 150 g konnte man noch vor 24 Monaten für weniger als 1.700 EUR kaufen.

Den Dow, den gabs um 1980 für etwa 1 Unze Gold. Um 2000 waren das dann größenordnungsmäßig stattliche 30 Unzen....

und momentan sind es noch etwa 17 Unzen.

Dies nur, um einmal die Schwankungsbreiten des Goldwertes in weniger als 100 Jahren bzw. weniger als 30 Jahren zu skizzieren.

Die Begriffe "teuer" und "billig" in Bezug auf den derzeitigen Goldpreis sind - in Anbetracht solcher Schwankungen - sehr relativ.

Weswegen viele "Experten" empfehlen, denen, denen das möglich ist, 5 bis 15 Prozent des (natürlich schuldenfreien) Gesamtvermögens in physischem Gold oder einen Mix aus verschiedenen Edelmetallen zu halten
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 09:44   #916 (permalink)
 
Ich glaube, wir sind derzeit in der mystifizierenden Phase :Gold ist geil
Sorry für den verbalen Ausrutscher

Ich habe das geschrieben, nachdem ich mich gerade wieder über die neuesten Steuerpläne der Bundesregierung geärgert hatte.

Gold kaufen ist so ähnlich, wie an der Blitze vorbeifahren - schön vorschriftsmäßig und mit erhobenem Mittelfinger

beides ist legal
Sonja ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 09:49   #917 (permalink)
 
Ich finde es schade dass die Information & Diskussion hier unter dem Strich ziemlich flach bleibt.

Spekulation & Psychologie wird gerne zur primären Erklärung des Preisanstieges gemacht, furchterregend schneller Anstieg, jetzt muss der Preis doch wieder heruntergehen und ähnliches mehr.

Um nicht falsch interpretiert zu werden:
nichts davon ist (definitiv) falsch, allerdings alles zusammen recht kurz gegriffen und von der Diktion her eher einem reinem Anleger(Aktien-)forum entsprechend.

Aber wir kommen doch eigentlich von der materiellen Seite her, als Käufer & Sammler von Goldmünzen...

Warum nicht mehr Bestreben und Bemühungen, die Situation von der fundamentalen Seite zu anaylsieren bzw. diesbezüglich interessante Fakten einzubringen ?

Das würde ich für interessant & hilfreich halten - ein klein bisschen was habe ich in diese Richtung in der Vergangenheit hier schon vermittelt und werde dies auch zukünftig versuchen.

Wie sich Spekulanten in der Zukunft verhalten werden - wie soll man das auch nur ansatzweise seriös prognostizieren können ?

Fundamentale Rahmenbedingungen hingegen - naturgemäß primär die Bereiche Angebot & Nachfrage betreffend - sind einigermaßen stabil & durchschaubar und können dann in der Praxis auch helfen, für die eigene Anlageentscheidung eine solide Wissensgrundlage zu vermitteln.

Um das zu veranschaulichen, sei als Beispiel ein anderer bekannter Rohstoff hier erwähnt:
Bei Erdöl liegt der dem spekulativem Bereich zuzuordnende Preis-bildende Faktor laut Experten bei gerade einmal 3 %.
Alles andere läßt sich ganz klassisch aus (knappen) Angebot sowie (hoher) Nachfrage ableiten bzw. erklären.
Wozu bei ernstlich krisenhaften Entwicklungen (neuer Krieg, große Anschläge) natürlich noch der psychologische Faktor zumindest kurzfristig hinzukommt.
Wobei bei Erdöl ja recht bemerkenswert ist, dass dessen Preis vor einigen Jahren noch bei 11$ (im Tief) lag...

Als Beispiel einer interessanten Headline in Zusammenhang mit Fundamentals im Rohstoff-Bereich sei auf folgenden Artikel verwiesen:

China will eine Rohstoffreserve anlegen
http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE6...~Scontent.html

Dies betrifft zwar primär andere Metalle, aber auch bei Gold will China
- genauer die chinesische Notenbank - (weiterhin) als Käufer auftreten, wie man den Quellen so entnehmen kann.

Alexander
alex11 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 10:10   #918 (permalink)
 
@Alex

Gold ist immer fundamental und emotional.

Mit den fundamentalen Daten beginnt eine Rallye, aber die Emotionen führen sie fort.

Insofern bitte ich meinen flachen Gefühlsausbruch zu entschuldigen - bin auch schon wieder weg!
Sonja ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 10:27   #919 (permalink)
 
Spekulation & Psychologie wird gerne zur primären Erklärung des Preisanstieges gemacht, furchterregend schneller Anstieg, jetzt muss der Preis doch wieder heruntergehen und ähnliches mehr.
Das ist im Moment aber gerade richtig.

Aber wir kommen doch eigentlich von der materiellen Seite her, als Käufer & Sammler von Goldmünzen...
Ich plädiere seit Jahr und Tag dafür, hier von Goldmünzen und nicht von Aktien zu reden. Dieser Tage greift aber die Börsenpsychologie auch sehr spürbar in das Münzgeschehen ein. Es mag hier viele geben,die stolz darauf (und in der Lage) sind, sich um den Goldpreis ihrer Münzen nicht zu scheren, ich nicht. Ich habe kein Bedürfnis, Münzen zu kaufen, die danach deutlich an materiellem Wert verlieren. Das Spiel überlasse ich gern denen, die nicht begriffen haben, was der Sinn von Goldmünzen ist.

Warum nicht mehr Bestreben und Bemühungen, die Situation von der fundamentalen Seite zu anaylsieren bzw. diesbezüglich interessante Fakten einzubringen ?
Weil keiner weiß, was die bestimmenden Fakten sind. Und wenn das bekannt sein könnte, dann wäre es im Börsenkurs schon drin und keine Aussage über die Zukunft.
Es hat zu allen Zeiten aufstrebende goldkaufende Länder gegeben und andere, die zur gleichen Zeit ihr Gold verkauften. Außerdem paßt sich die Förderung an. Vergiß die fundamentalen Daten; Du kennst sie nicht.

Geändert von Bukanier (11-05-2006 um 10:32 Uhr)
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 11:14   #920 (permalink)
 
Das ist im Moment aber gerade richtig.
Heruntergehen - wieviel ?

Wieder 1-2 % wie bei der letzten Korrektur vor knapp 3 Wochen und dann anschließend 10 % am Stück nach oben ?

Weil keiner weiß, was die bestimmenden Fakten sind. Und wenn das bekannt sein könnte, dann wäre es im Börsenkurs schon drin und keine Aussage über die Zukunft.
Es hat zu allen Zeiten aufstrebende goldkaufende Länder gegeben und andere, die zur gleichen Zeit ihr Gold verkauften. Außerdem paßt sich die Förderung an. Vergiß die fundamentalen Daten; Du kennst sie nicht.
Diesbezüglich besteht zwischen uns offensichtlich ein größerer Meinungsunterschied.

Die Daten zur Nachfrage - sowohl im industriellen als auch im Konsumenten-Bereich - sind relativ (zeitnah) transparent.
Informationen zu Käufen / Verkäufen von Notenbanken sind einschlägigen Quellen meist auch recht frühzeitig bekannt.

Recherchen zu einem Überblick der Angebots-Situation sind sicher aufwendiger.
Allerdings mit einigem Fleiß und Geschick läßt sich wohl auch zu diesem Komplex das meiste Relevante auffinden.
Es ginge ja nicht darum, die Daten bis zur dritten Stelle hinter dem Komma vorliegen zu haben.
Nur - was mit einigem eigenem (Zeit-)Einsatz verbunden, ist für viele schon einmal per se unattraktiv.

Es geht übrigens auch gar nicht darum, dass die Fundamental-Situation kurzfristig unbedingt der bestimmende (Preis-)Faktor ist.
Da können durchaus Spekulation & Psychologie (vorrübergehend) entscheidender sein.
Aber auf die lange Sicht sehe ich die Fundamental-Analysten klar im Vorteil - wobei ja nicht gesagt ist, dass so eine gründliche Recherche zum Schluß führt, dass die Preise auf Sicht von Jahren noch substantiell steigen müssen, z. B. in Bezug auf Gold.

Und solche Prognosen sind sicher auch mit Unwägbarkeiten behaftet - allerdings sehe ich persönlich keinen sinnvolleren Weg, eine Langfrist-Einschätzung zu einem bestimmten Rohstoff vornehmen zu können.
Wenn das nicht funktioniert - dann kann man sich sowieso nur überraschen lassen - bzw. seinem Anleger-Instinkt vertrauen.

Alexander
alex11 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 11:44   #921 (permalink)
 

Um das zu veranschaulichen, sei als Beispiel ein anderer bekannter Rohstoff hier erwähnt:
... Erdöl ....

Wobei bei Erdöl ja recht bemerkenswert ist, dass dessen Preis vor einigen Jahren noch bei 11$ (im Tief) lag...
Ich sehe schon beträchtliche Unterschiede bei den verschiedenen Rohstoffen.
Öl wird verbraucht und verknappt sich dadurch automatisch. Der Privatmann kann damit auch kaum spekulieren.

Gold (und andere Edelmetalle) werden nur z.T. "verbraucht" und werden in starkem Umfang recycelt - es wird also nicht weniger, sondern durch die laufende Förderung mehr! Die Reserven, die in den Händen vieler Privatleute stecken, dienen kaum einem "echten" Grundbedürfnis - sind also streng genommen verzichtbar. Die Gründe Edelmetalle zu besitzen sind so vielfältig, dass ich sie hier nicht wiederholen muss.
Wenn hier immer von Spekulanten gesprochen wird, denken viele an die "Großen" - aber eigentlich sind wir alle Teil der Spekulation.
Es gibt immer einen Preis zu dem der "kleine Mann" sein Edelmetall auf den Markt wirft.

Ich kann mich noch gut an die Zeit der Edelmetall-Ralley 1979/1980 erinnern. Damals hatte die DDR die staatlichen Aufkaufspreise schlagartig bei Silber auf 6,20 DDR-Mark pro Gramm und bei Gold auf (glaub ich) 220,- DDR-Mark hochgesetzt. Folge war, dass sich bei allen Juwelieren und der Staatlichen Münze in Berlin (als offizielle Aufkaufstelle) riesen Schlangen bildeten und alles unabhängig von eventuellem Kunstwert in der Schmelze landete. Nur mal ein Beispiel: ein 5 RM-Stück aus den 30iger Jahren stieg dadurch von 5 M auf 77,50 M im Preis, ein 3 M -Stück des DR brachte im Ankauf 93,- Mark, da gingen dann Preußen oder Anhalt zum selben Preis in die Schmelze.
Ich hab mir auf diese Weise als Student mein 1. Auto geleistet. Einkaufspreis ca. 850,- Mark - Autokauf für 13.000,- Mark . Da waren mir meine sorgsam gehüteten Münzschätze egal
Gruß Medaille
Medaille ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 13:01   #922 (permalink)
 
Ich sehe schon beträchtliche Unterschiede bei den verschiedenen Rohstoffen.
Selbstverständlich gibt es substantielle Unterschiede zwischen den diversen Rohstoffen - gar keine Frage.

Aber auch bei Gold stimmt die Gleichung

(Jemals) Geförderte Menge = verfügbare Menge

natürlich bei weitem nicht 1:1.

Einserseits ist bei einem Teil (speziell im Bereich der industriellen Verwertung) Recycling schlicht unrentabel - zumindest solange sich der Goldpreis nicht zu neuen Galaxien aufbricht...

Reserve-Gold der Notenbanken steht zu einem guten Teil auf absehbare Zeit nicht zur Disposition.

Wo aus Gold wertvoller, teurer Schmuck produziert wurde, lohnt sich das Einschmelzen wohl noch lange nicht.

Prinzipiell ist es durchaus richtig, dass bei steigenden Preisen die Einschmelz-Quote tendenziell steigt.
Wobei es bei Goldmünzen eigentlich egal ist, ob man diese verkauft oder einschmelzen läßt - Gold steht dadurch dem Markt zur Verfügung...

Diesem Effekt steht aber in der Praxis jener gegenüber, dass steigende Preise in der Regel auch erhöhtes Kaufinteresse hervorrufen.

Aber noch kurz zum Thema inwieweit man über Fundamental-Analysen bzw. gewisse Einzel-Fakten davon zu seinem eigenen Vorteil profitieren kann, über längere Sicht.

Ein geradezu klassisches, markantes und letzendlich noch immer hochaktuelles Beispiel dafür bietet der Thread-Eröffner, siehe dessen Posting #9.

...Eine neue Information war für mich die Situation in China. Wie in vielen Diktaturen war auch in China der Privatbesitz von Gold verboten. Viele Chinesen hatten zwar ziemlich viel Bargeld, konnten dafür aber kaum was kaufen. Nun ist seit eingen Tagen der Goldhandel in China freigegeben und die Nachfrage ist recht hoch. Experten rechnen mit einem hohen Anstieg der Nachfrage nach Gold in China (was für ein Markt mit über 1 Milliarde Menschen!!!!) aber auch weltweit...

Dies war sicher nicht der einzige Grund warum er eine optimistische Haltung in Bezug auf den Goldpreis hatte.
Er war allerdings aus fundamentaler Sicht schon frühzeitig - lange bevor sich dies in den Kursen irgendwie ausgewirkt hätte - auf ein sehr wichtiges, wenn nicht sogar das wichtigste Detail gestoßen, in Bezug auf den Anstieg der Goldnachfrage weltweit - ein Faktor welcher nach wie vor nicht unerheblich Kurs-relevant ist, nach meiner Einschätzung.
Die vorrausschauende & richtige Gewichtung dieser Gegebenheit dürfte einiges dazu beigetragen haben, dass er - manchen (anfänglichen) abschätzigen Bemerkungen zum Trotz - gut in Gold investiert blieb.

Die Kunst des (guten) Fundamental-Anaylsten ist es letztendlich, aus der Fülle an neu eingehenden Informationen die wenigen langfristig relevanten herauszusieben sowie richtig zu werten.
Das gilt übrigens natürlich sowohl für Infos welche für einen steigenden wie auch für jene welche für einen fallenden Preis sprechen könnten...

Alexander
alex11 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 13:09   #923 (permalink)
 
Ich sehe schon beträchtliche Unterschiede bei den verschiedenen Rohstoffen.
Öl wird verbraucht und verknappt sich dadurch automatisch. Der Privatmann kann damit auch kaum spekulieren.

Gold (und andere Edelmetalle) werden nur z.T. "verbraucht" und werden in starkem Umfang recycelt - es wird also nicht weniger, sondern durch die laufende Förderung mehr! Die Reserven, die in den Händen vieler Privatleute stecken, dienen kaum einem "echten" Grundbedürfnis - sind also streng genommen verzichtbar. Die Gründe Edelmetalle zu besitzen sind so vielfältig, dass ich sie hier nicht wiederholen muss.
Wenn hier immer von Spekulanten gesprochen wird, denken viele an die "Großen" - aber eigentlich sind wir alle Teil der Spekulation.
Es gibt immer einen Preis zu dem der "kleine Mann" sein Edelmetall auf den Markt wirft.

Ich kann mich noch gut an die Zeit der Edelmetall-Ralley 1979/1980 erinnern. Damals hatte die DDR die staatlichen Aufkaufspreise schlagartig bei Silber auf 6,20 DDR-Mark pro Gramm und bei Gold auf (glaub ich) 220,- DDR-Mark hochgesetzt. Folge war, dass sich bei allen Juwelieren und der Staatlichen Münze in Berlin (als offizielle Aufkaufstelle) riesen Schlangen bildeten und alles unabhängig von eventuellem Kunstwert in der Schmelze landete. Nur mal ein Beispiel: ein 5 RM-Stück aus den 30iger Jahren stieg dadurch von 5 M auf 77,50 M im Preis, ein 3 M -Stück des DR brachte im Ankauf 93,- Mark, da gingen dann Preußen oder Anhalt zum selben Preis in die Schmelze.
Ich hab mir auf diese Weise als Student mein 1. Auto geleistet. Einkaufspreis ca. 850,- Mark - Autokauf für 13.000,- Mark . Da waren mir meine sorgsam gehüteten Münzschätze egal
Gruß Medaille
Und womit wohl könnte bezahlt werden (wahrscheinlich hauptsächlich international) nachdem es zur finalen Schulden- und Währungskrise mit Geldentwertung und Währungsreform gekommen ist?.

Mit unbezahltem, weil ungedecktem "Papiergeld"?

Was dient dann als Wertaufbewahrungsmittel?.

neues, ungedecktes "Papiergeld"?.

Niemand wird sich dann noch mal so verladen lassen.

Also: wie bekommt man nach der "Wahrheitsstunde" den Wirtschaftsmotor wieder am laufen?.

Wofür, Naturalien, Dinge des persönlichen Bedarfs und ggf. Zwang ausgenommen, wird dann noch gearbeitet?

Die Alternativen sind klar: entweder Auskommen und Arbeit für die allermeisten oder Unruhen, Bürgerkrieg und Massenelend.

Die Antwort, die hat 4 Buchstaben

Nach einer einschneidendenden und für fast alle schmerzhaften Phase der Enttäuschungen, des wirtschaftlichen Niederganges und fortlaufend gebrochener Wahl- und zuletzt Pensions-, Renten- und Rückzahlungsversprechen....

gibt´s keinen unbegrenzten Kredit mehr....

...gibt´s überhaupt kaum noch Kredit.

Kredit bedingt dann plötzlich wieder KREDITWÜRDIGKEIT.

Un ddie muss man sich erst wieder in jahrelanger, harter Arbeit verdienen.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 16:22   #924 (permalink)
 
Bis zu welchem Preis seid Ihr bereit Gold als Werterhaltungsmittel zu kaufen?

Ich für meinen Teil habe den Grossteil meiner Goldreserven bei ca 10Euro/Gramm eingekauft.
Seit der Goldpreis auf über 13 Euro/Gramm gestiegen ist, habe ich meine Goldkäufe eingestellt. Zur Zeit denke ich ganz stark über einen Verkauf nach.

goldcoin
goldcoin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-05-2006, 16:50   #925 (permalink)
 
...ne Menge neuer Postings, jetzt kommt ja richtig Schwung in den Laden.
@ Mesodor
wann wird sie denn Deiner Meinung nach kommen die finale Krise?
die Wirtschaft brummt weltweit...Wachstum überall...das Problem und das haben die meisten westlichen Industrienationen ist die Arbeitslosigkeit...wenn das gelöst würde sähe vieles anders aus.
Alles auf den Staat zu schieben halte ich für einen Witz...wer ist denn der Staat?...wir....wer hat denn so gewählt wie gewählt wurde?...wir.
Und jetzt ist erst mal Stillstand...weil man vor Reformen Angst hatte.
Wir werden eine zwei Klassen Gesellschaft bekommen, bzw. wir haben sie schon...einmal Menschen mit...auf der anderen Seite Menschen ohne Arbeit. Das ist das Dilemma, das aber durch die politischen Verhältnisse nicht angegangen werden kann...nicht Fisch und nicht Fleisch...keine handlungsfähigen Mehrheiten.
Wir sind Exportweltmeister...die Amis wachsen robust...die Asiaten sowieso...und hier wird der Untergang des Abendlandes prophezeit.
Gold war zwanzig Jahre lang tot, so tot wie ein alter Socken...und jetzt erlebts eben ne Renaissance...na und?....die Spekulanten werden irgendwann Kasse machen....und jede Hausse stirbt in der Euphorie...das war schon immer so und wird so bleiben.
Klar, ich denk auch, daß es noch ne Weile weitergehen könnte...hier wurde irgendwo ein Kursziel von 5000 Dollar die Unze genannt, spätestens dort werde ich verkaufen...für den Preis werde ich sogar meine Goldzähne opfern.
Logisch kann man sparen, auch in Gold...aber wichtiger wäre es auch zu konsumieren....nur so kommen wir wirtschaftlich aus der Klemme.
Grüsse
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