Ich habe zufällig am Samstag mit einem Kollegen darüber geredet, da ging es zwar ,,nur´´ um Silber aber in der Durchführung nehme ich mal an, daß es da kaum Unterschiede gibt- vom zu erzielenden Preis mal abgesehen.
Erst einmal ist es nicht ganz einfach mit Edelmetall ungeklärter Herkunft zu einer Scheideanstalt zu gehen- da gehen dann ganz schnell hinter einem die Stahlrolltore zu- bis zum Auftauchen jener grün weißen Trachtengruppe

die dann das weitere Procedere bestimmen würden.
Hat man diese Hürde in Form eines rechtlichen Rahmens ( Edelmetallannahme etc. ) genommen, wird grundsätzlich das ganze mitgebrachte Zeugs mittels hochmoderner Technik analysiert ( kein Gaschromatograph oder Anätzen etc ). Jedenfalls kann man die Zusammensetzung des eingereichten ,,Konglomerats´´ mit recht geringer Toleranz ablesen.
Einschmelzen oder übergießen eines Wolframbarrens oder ähnliches würde da gar nix nutzen und geprüft wird grundsätzlich ALLES was man einreicht. Vergleichbar mit der Bundesbank, die auch nicht aus jedem eingereichten Banknotenbündel nur eine Stichprobe zieht.
Aufgrund der Analyse wird nun der Erlös berechnet, der sich anhand der aktuellen Börsewerte orientiert, abzüglich der obligatorischen 19 % MWST und
einen kleinen Bearbeitungsobolus für die Scheidesanstalt. Das Analysieren ist quasi im Preis enthalten, denn es ist ja auch Geschäfts- und Preisgrundlage. Der Erlös ist allerdings kaum höher, wenn man das Zeugs selbst einschmilzt und Schmuck draus dengelt. Schließlich fordert auch hier der Staat seinen Anteil und der finanzielle Aufwand für das benötigte Analyse und Einschmelzequipment ist ja auch nicht ohne.
mfg
ING