Es ist die ewige Frage nach Sammeln oder Anlegen. Eine Wertsteigerung zum Ausgabepreis wirst Du wahrscheinlich nie erzielen, wenn das Stück zu 10 €uro in Zahlung genommen wird, dann hat es auch mindestens 10 €uro gekostet. Der Herausgeber spekuliert natürlich damit, dass die Stücke nicht wieder eingelöst werden (übrigens ist es bei Sammler-MÜNZEN und manchem Sonder-Euro auch nicht anders), ein Spiel was schon bei den Notgeldausgaben nach dem 1. Weltkrieg im großen Stil funktioniert hat. Der Numismatik-Laie glaubt bei Auflagen von 1500 Exemplaren an Seltenheit, was aber bei medaillenähnlichen Stücken insofern kaum zutrifft, weil es dann auch mindestens eine Sammlernachfrage in dieser Höhe geben muß. Beim Erstverkauf sind aber kaum Sammler an Bord

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Also bleibt nur der eigentliche Sinn solcher Stücke: etwas Schönes zu kaufen, etwas mit Erinnerungswert, etwas zu dem man ein persönliches Verhältnis hat - diese ist aber selten in Geld auszudrücken - und wird in aller Regel nicht gekauft mit dem Hintergedanken es an der nächsten Ecke gleich wieder zu versilbern.
Deine Frage "Wie sieht es aus, ist das was Interessantes, oder hab ich mir da ein paar gestantzte Blechscheiben angelacht?" hast Du im nächsten Satz selber beantwortet: "Für mich sind und bleiben die Taler interessant, wegen des Bezuges" - der Rest des Satzes geht dann aber eindeutig in die Zockerecke: "aber wäre sowas auch interessant für andere Sammler?"
Ob Zahlungsmittel oder nicht mag unterschiedlich gesehen werden, für mich ist es eine Medaille, die man mit dem Umtauschwert von 10 €uro nur "pro forma" Zahlungsmitteleigenschaften zuschreibt, rein marketingtechnisch hat es wohl auch bei Dir Eindruck hinterlassen

. Ganz spitzfindig könnte man jetzt einen Bezug zu den Gedenkmünzen aller Herrenländer herstellen - dort passiert genau das selbe, mit nur einem Unterschied: der Staat als Monopolist für die Geldausgabe schreibt dann 10 € drauf, der private Herausgeber umgeht das mit allen möglichen (legalen) Tricks.
Gruß Medaille