Moin, Moin,
Ich hatte dieses Stück schon seit seines ersten Auftauchens bei ebay beobachtet und habe auch den Beitrag dazu hier im Forum entdeckt - aber nur kurz hinein gesehen und anhand der bis zu dem Zeitpunkt vorhandenen Folgebeiträge


noch nicht erkennen können, dass es doch etwas "Ernstes"

ist (wird).
Da ich mich für die Varianten des Euro nicht mehr ganz so stark interessiere wie bei der DM, d.h., bei den Gedenkmünzen nur "bessere" Fehlprägungen (auch günstige echte Proben, wenn es sie denn gäbe) sammle, habe ich dem Stück - auch aufgrund der doch "ein wenig hohen"


Preisforderung - weiter keine Beachtung geschenkt (schenken wollen).
Aufgrund der hier wieder gegebenen Erkenntnisse und Überlegungen habe ich es mir doch näher angesehen und auch eine diesbezügliche Anfrage bei einer Prägestätte hinsichtlich einer meiner Vermutungen zu diesem Stück gestartet.
Letztere konnte mir aus "Gründen der Sicherheit" leider nicht beantwortet werden.
Abgesehen davon, dass die Abb. für eine sichere Aussage tatsächlich nicht optimal ist und somit zur möglichen Entstehung tatsächlich alles "Spekulatius"

bleibt, kann man (wie "FooFighter" bereits feststellte) doch gut erkennen, dass eindeutige Unterschiede zu dem von ihm verwendeten Vergleichsstück vorhanden sind.
Vorab kurz eine Anmerkung zu der Frage von
@ Eric7
Du meinst also es ist wirklich eine seltene Fehlprägung???
Der Begriff "Fehlprägung" ist zu dieser Art Abweichungen von bzw. Unterschieden zu den bekannten Stücken auf keinen Fall verwendbar 
. Da hast Du nicht ganz korrekt überlegt. Neutraler (und richtiger) hättest Du z.B. fragen können: ..... eine seltene Abweichung ?
In der vorliegenden Form können sie niemals über eine fehlerhafte Prägung entstehen, sondern höchstens über die Veränderung (irgend)eines Stempels vor der Prägung.
Das wäre dann über die Verwendung zweier verschiedener Stempel in einer Prägestätte und eines Motivs bzw. Jahres eine Stempelkopplung 
.
Ja, ja, die "verflixten" Definitionen .......
.
@ mifrjoar
A] Eventuell eine Verfälschung,
Eine "Verfälschung" (Du meinst eine Manipulation der Münze !?) in der vorliegenden Form ist nicht möglich. Man kann die Richtung der Striche auf der Münze nicht nachträglich derart verändern, da sie ja positiv sind

!
B] oder es gibt doch mehr als 5 Codes.
Soweit mir bekannt gibt es keine offzielle Bestätigung, dass der gerne herangezogene Ausschnitt zur Bestimmung der Prägestätte ausreicht. Es wäre durchaus möglich, dass es innerhalb einer Prägestätte aus unterschiedlichen Stempeln eben Varianten gibt.
....... Varianten --- siehe Hinweis zu "Fehlprägung" bei Eric7"
Das wäre z.B. eine der Möglichkeiten für die Entstehung der vorliegenden Münze. Es würde allerdings bedeuten, dass z.B. ein neuer Urstempel hergestellt worden sein muss, bei dem diese Abweichungen entstanden sind.
Das wiederum bedingt (fast - siehe 2.) dann
1. die Tatsache, dass dann nicht nur einer der Urstempel, der für die Abnahme eines Stempels her halten muss, nicht mehr geeignet war, sondern auch noch das entsprechende Gips- bzw. Kunststoffmodell, von dem die verkleinerten Stempel entstehen, unbrauchbar gewesen sein müsste.
Diese Vorstellung, das ein eigentlich nicht unbedingt strapaziertes "Gipsmodell" unbrauchber wird, ist m.E. eher unwahrscheinlich - es sei denn es ist durch z.B. Unachtsamkeit zerbrochen.
Selbst in diesem Fall möchte ich annehmen, dass man für die entsprechend "malheurte" Prägestätte X kein in der Herstellung sehr aufwändiges neues Gipsmodell angefertigt hätte.
Bedeutend einfacher (und in solch einem Fall evtl. auch sinnvoller !? - identifizierbare Prägezahlen "hin oder her") wäre dann m.E. die Verwendung von Stempel(n) der Prägestätte Y.
Eine
2. Möglichkeit (natürlich ebenfalls postuliert

) für die Entstehung dieses in einem Teil seines Reliefs plötzlich anders aussehenden Stempels wäre die, dass er aus einem zuvor bearbeiteten Stempel entstanden ist. Das könnte man sich so vorstellen, dass eine evtl. beschädigte Arbeitsmatrize (Prägestempel) für eine noch her zu stellende, geringe Restproduktion in einer der Prägestätten "massiv" komplett abgezogen wurde, um z.B. "tiefere Kerben" im Münzbild zu entfernen und sie wieder verwendbar zu machen. Dabei verschwanden ebenfalls die recht flachen Striche auf der Kleidung und man hatte dort eine glatte Fläche, die man nun mit "irgendwie" ausgerichteten Strichen versehen hat.
Auf diese beiden Arten könnte tatsächlich ein 6. Code entstanden sein.
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Mir sind noch zwei kleine Besonderheiten aufgefallen. Dazu habe ich mal ein Foto von mir neben das Foto von c.oto. gebracht.
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1. Bei ALLEN Ski-Münzen, die ich bisher gesehen habe, war das Muster auf der rechten Seite so aufgebaut, dass oberhalb des "Erkennungsbereiches" (rot markiert) nur noch drei Zeilen kamen. Oder auch anders herum gesagt: Der Erkennungsbereich bestand aus den Zeilen 4 und 5. Bei der anderen Münze ist es aber so, dass nicht nur drei, sondern noch 4 Zeilen oberhalb sind.
2. Auf der linken Seite hat das Muster sonst immer einen kleinen Abstand bis zum Trikotrand (oval markiert). Hier reicht jedoch das Muster direkt bis an den Trikotrand heran.
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Diese von Dir festgestellten und gut sichtbaren Abweichungen (es gibt m.E. weitere) wären ebenfalls über
A] und / oder
B] erklärbar.
Eine
3. Möglichkeit der Entstehung, die mir einfällt, könnte aber auch in einem Vorläuferstempel begründet sein, mit dem, ohne bereits an den späteren Code im Relief zu denken, ein paar Stücke zur Vorlage bei entsprechenden Stellen geprägt wurden. Bei dieser Entstehung müsste man dann von einer nicht offiziellen und somit nicht für den Sammler vorgesehenen
Probeprägung sprechen.
Das bedingt dann zusätzlich, dass mindestens das nun aufgetauchte Stück "irgendwie" den Weg nach draußen gefunden haben muss.
Falls es vom Anbieter im PP-Satz gefunden wurde - entweder versehentlich oder bewusst nach dem Motto "merkt ja so wie so niemand, wozu also vernichten"

. Stammt es aus einer anderen Quelle, dann muss man von einem gewissen Vorsatz zur "Rettung vor der Vernichtung zum Zwecke einer Gewinnoptimierung"


ausgehen.
Mehr Möglichkeiten zu einer einigermaßen plausiblen Erklärung für das Auftauchen dieses Stückes - immer unter der Voraussetzung, dass es sich nicht um eine grundsätzliche Fälschung (eine Manipulation hatte ich ja bereits eindeutig ausgeschlossen) handelt (wovon ich momentan mal ausgehe) - sehe ich momentan nicht.
Für eine endgültige Beurteilung des Stückes wäre es m.E. unbedingt erforderlich, es in Händen halten und mit Stücken der anderen Codes vergleichen zu können.
Beste grüße
varukop