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Euromünzen Informationen zum Sammelgebiet Euromünzen (Gedenkmünzen und Kursmünzensätze KMS)

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Alt 20-06-2011, 23:54   #26 (permalink)
 
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Dem Staat kostet ne 2 € Münze ungefähr 20ct soweit ich weiß. Wenn der ein paar Mio. Stück prägen lässt und jedes mal 1,80 € dran verdient ist das schon genug.

Richtig verdienen tut aber die EZB, denn was kostet schon die Herstellung eines 50 € Scheins bzw. eines 500ers?
Wobei man da unterscheiden muss, wenn ein 500er nur gedruckt wird um ihn gegen eine alte Banknote einzutauschen dann verdient die EZB nichts, aber die Geldmenge wird ja auch immer mal wieder erhöht, weshalb es ja auch zur Inflation kommt (mehr Geld, daher Wertverlust).

Nun frage ich mich, was macht die EZB mit dem Geld? Der Lehrer aus dem VWL Unterricht schien es nicht so recht zu wissen, meinte aber damit würden die Aggrarsubventionen oder ähnliche EU Projekte finanziert.
Weiß jmd. mehr darüber, wo der Banknotengewinn hingeht?
Verdienen tut der Staat oder die EZB erst dann wenn die Münze oder der Schein unwiederbringlich weg ist oder durch eine Währungsreform für ungültig erklährt wird. Wobei der verdienst bei letzteren in der Vergangenheit liegt.
Solange die Münze und der Schein existieren hat er nix verdient.

Wenn ich dem Staat den Schein oder die Münze als Steuer wieder zurückgebe hat er ihn wieder an der Backe

Das Umlaufgeld verursacht in erster Linie nur Kosten, "Gewinne" sind m.M. nach nur Zahlenspielerei.
jannys33 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 21-06-2011, 09:07   #27 (permalink)
 
2 €

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Irgendwo habe ich aber mal ein Video gesehen wie die Rohlinge hergestellt werden. Und da gab es eindeutig Pille und Ringe! Wozu sollen die explizit Ringe herstellen wenn die in der Prägestätte gestanzt werden?!

Moin, Moin,

die industrielle Herstellung von "Pillen" und den dazu gehörigen "Ringen" als Anliefermaterial für eine Prägestätte ist selbstverständlich möglich und in entsprechenden Fällen auch sinnvoll, denn es gibt auch Bimetallmünzen, bei denen keine Rändelung angebracht werden muss, da nicht vorgesehen !

Diese Münzen weisen später entweder einen glatten oder einen "nur" gekerbten, gewellten, geriffelten "geblümten" (z.B. "Spanische Rose" bei 20 Cent) Rand auf.
Letzteres entsteht dann aber über einen entsprechend gearbeiteten Prägering bei der Prägung. Nur über diesen Zeitpunkt der Anbringung erreicht man das Gewünschte in entsprechender Form und "Tiefe" (Höhe). Voraussetzung dafür ist die richtige Wahl des Prägedrucks bei der täglichen Maschineneinstellung.
Dass diese Einstellung nicht immer optimal erfolgt, zeigen die vielen bekannten, außen mehr oder weniger "angeschrägten" und mehr oder weniger "tiefen", Prägering-Randmerkmale , die dann bei nicht richtig informierten Sammlern / Autoren leider immer wieder den falschen Eindruck der Verwendung unterschiedlich gearbeiteter Prägeringe erweckt ---> Abweichungen in einer mehr oder weniger sichtbaren "Phasung" = Varianten .
Außen minimal bis gering "angeschrägt" und tiefe z.B. Kerben = hoher (optimaler) Prägedruck
Außen mehr oder weniger "angeschrägt" und flache z.B. Kerben = niedriger (zu geringer) Prägedruck

Da eine Ronde mit Randschrift gemäß entsprechender Verordnung bereits eine Münze darstellt, weil sich an ihr bereits etwas "Offizielles" befindet (Auskunft auf entsprechende Anfrage in München), darf das Aufrollen einer Randverzierung (Randschrift, Arabesken, usw.) immer nur in der Prägestätte erfolgen.

Das Zusammenspiel von optimal erforderlichem Prägedruck für eine nach der Prägung nicht zu stark wieder "weg gedrückten" Rändelung ist eine nicht "ganz einfache" Angelegenheit und dient den offiziellen Münzherstellern als zusätzliches Echtheitsmerkmal.
Aufgrund der beschriebenen Schwierigkeit machen es sich die Fälscher einfach und bringen ihre Randschrift - wenn überhaupt - erst nach der Prägung am Rand an.
Unterschied: Bei echten Münzen bilden die Kanten der Rändelungsmerkmale eine Höhe mit denen z.B. der Randkerben. Nachträglich angebrachte Rändelungen sind an ihren Kanten über die erfolgende Aufwulstung durch Materialverdrängung immer (mit Lupe auch sichtbar) minimal höher.

Beste Grüße
varukop
ohdschey gefällt dieser Beitrag.
varukop ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-06-2011, 21:33   #28 (permalink)
 
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Moin, Moin,

die industrielle Herstellung von "Pillen" und den dazu gehörigen "Ringen" als Anliefermaterial für eine Prägestätte ist selbstverständlich möglich und in entsprechenden Fällen auch sinnvoll, denn es gibt auch Bimetallmünzen, bei denen keine Rändelung angebracht werden muss, da nicht vorgesehen !

Diese Münzen weisen später entweder einen glatten oder einen "nur" gekerbten, gewellten, geriffelten "geblümten" (z.B. "Spanische Rose" bei 20 Cent) Rand auf.
Letzteres entsteht dann aber über einen entsprechend gearbeiteten Prägering bei der Prägung. Nur über diesen Zeitpunkt der Anbringung erreicht man das Gewünschte in entsprechender Form und "Tiefe" (Höhe). Voraussetzung dafür ist die richtige Wahl des Prägedrucks bei der täglichen Maschineneinstellung.
Dass diese Einstellung nicht immer optimal erfolgt, zeigen die vielen bekannten, außen mehr oder weniger "angeschrägten" und mehr oder weniger "tiefen", Prägering-Randmerkmale , die dann bei nicht richtig informierten Sammlern / Autoren leider immer wieder den falschen Eindruck der Verwendung unterschiedlich gearbeiteter Prägeringe erweckt ---> Abweichungen in einer mehr oder weniger sichtbaren "Phasung" = Varianten .
Außen minimal bis gering "angeschrägt" und tiefe z.B. Kerben = hoher (optimaler) Prägedruck
Außen mehr oder weniger "angeschrägt" und flache z.B. Kerben = niedriger (zu geringer) Prägedruck

Da eine Ronde mit Randschrift gemäß entsprechender Verordnung bereits eine Münze darstellt, weil sich an ihr bereits etwas "Offizielles" befindet (Auskunft auf entsprechende Anfrage in München), darf das Aufrollen einer Randverzierung (Randschrift, Arabesken, usw.) immer nur in der Prägestätte erfolgen.

Das Zusammenspiel von optimal erforderlichem Prägedruck für eine nach der Prägung nicht zu stark wieder "weg gedrückten" Rändelung ist eine nicht "ganz einfache" Angelegenheit und dient den offiziellen Münzherstellern als zusätzliches Echtheitsmerkmal.
Aufgrund der beschriebenen Schwierigkeit machen es sich die Fälscher einfach und bringen ihre Randschrift - wenn überhaupt - erst nach der Prägung am Rand an.
Unterschied: Bei echten Münzen bilden die Kanten der Rändelungsmerkmale eine Höhe mit denen z.B. der Randkerben. Nachträglich angebrachte Rändelungen sind an ihren Kanten über die erfolgende Aufwulstung durch Materialverdrängung immer (mit Lupe auch sichtbar) minimal höher.

Beste Grüße
varukop
Danke, nun wirds langsam klarer.
ohdschey ist offline   Mit Zitat antworten
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