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Fehlprägungen, Varianten und Variationen alles über abweichende Merkmale auf DM- und Pfennig-, Euro- und Cent oder ausländischen Münzen

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Alt 03-10-2011, 18:08   #26 (permalink)
 
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Bleibt die Frage nach der Hamburger Marke offen.
ich löse das mal auf

es gibt:
1. den afghani (den habe ich natürlich)
2. die stempelkopplung aus HH (siehe beitrag 1)
3. wenn es denn überhaupt gibt: den hamburger stempel mit irgendwas anderem auf der 2. seite und nicht mit dem afghani
tom40 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-10-2011, 19:10   #27 (permalink)
 
Das Motiv der "Hamburger" Seite stammt von Hans Klock und findet sich auf einer 80 mm-Bronze-Medaille aus dem Jahr 1950 auf das 75-jährige Jubiläum der Hamburger Münze.
Gruß Medaille
Medaille ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-10-2011, 19:25   #28 (permalink)
 
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Das Motiv der "Hamburger" Seite stammt von Hans Klock und findet sich auf einer 80 mm-Bronze-Medaille aus dem Jahr 1950 auf das 75-jährige Jubiläum der Hamburger Münze.
Gruß Medaille
diese infos habe ich 2005 von der pressesprecherin der münze hamburg auch bekommen.
soviel zum motiv ....

der stempel (für die scheibe mit dem afghani) ist ja nun wesentlich kleiner im durchmesser ... was war denn nun eigentlich auf der anderen seite.

ich kann mir nur schwer vorstellen, dass man extra für den afghani das motiv von h. klock auf einen kleinen stempel geschnitten hat um damit eine "stempelkopplung" zu produzieren.

diese frage konnte mir die (junge) dame leider auch nicht beantworten

kaffeemarke?
hausgeld?
... ?
... ?
tom40 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-10-2011, 19:40   #29 (permalink)
 
Ich fische da ebenfalls im Trüben, vorstellbar wäre für mich eine Werbeprägung die unbestellt von der Münze Hamburg angefertigt wurde um sie an die staatlichen Stellen in Afghanistan zu senden, in der Hoffnung einen Prägeauftrag zu erhalten. Ich weiß, das ist nicht schlüssig - es wäre dazu wichtig zu wissen wer zu der Zeit überhaupt die Münzen für das Land hergestellt hat und ob eine Neuausgabe geplant war. Da ich mich hier auf ungewohntem Gebiet bewege, lasse ich weitere Recherchen in diese Richtung. Zu klären wäre aber sicherlich von Marken-Spezialisten, ob es Hamburger Marken mit dem Motiv gibt - ich halte es für wahrscheinlich.
Gruß Medaille
Medaille ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03-10-2011, 19:45   #30 (permalink)
 
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Zu klären wäre aber sicherlich von Marken-Spezialisten, ob es Hamburger Marken mit dem Motiv gibt - ich halte es für wahrscheinlich.
genau das würde mir weiterhelfen .......

es wäre dazu wichtig zu wissen wer zu der Zeit überhaupt die Münzen für das Land hergestellt hat
die frage halte ich für beantwortet, den afghani hat die münze HH m.w. hergestellt
tom40 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-10-2011, 18:51   #31 (permalink)
 
1 "HH-Afghani" und HH-Marken

Moin Moin,

im Anhang habe ich die bei mir befindlichen Marken von verschiedenen HH-Anlässen zur Ansicht beigefügt.

Die beiden Stücke mit dem Aussehen der Afghani-Rs (HH-Wappenseite) sind wie zu sehen im Durchmesser ein wenig kleiner als der "Afghani".

Man erkennt, dass für den "Afghani" doch schon einiges an zusätzlicher Arbeit auf sich genommen und die Stempel in dem vorliegenden Durchmesser extra angefertigt wurden - aus gutem Grund.
Verwundert über dieses Vorgehen ist man nur (kann man nur sein), wenn man die Hintergründe, d.h., den Zweck, der Herstellung nicht kennt.
Ich habe zu diesem "Afghani" und einigen anderen aufgetauchten Besonderheiten, bei denen z.B. ebenfalls mit Original-Rändelwerkzeugen Merkmale deutscher DM-Münzen auf eigentlich als Medaillen anzusehenden Erzeugnissen angebracht wurden, vor etlichen Jahren mehrere Telefonate mit einem ("etwas höher angesiedelten" ) ehemaligen Mitarbeiter aus der Entwicklungsabteilung der Vereingten Deutschen Metallwerke (VDM) geführt (er hat auch ein Buch über die Geschichte von VDM und Vorläuferfirmen als "Rondenhersteller" geschrieben), dabei die Entstehungsgeschichte dieses Stückes "aus erster Hand" erfahren und möchte das im Folgenden für Interessierte zur Kenntnis geben.

Die Daten zu dem abgebildeten "Afghani":

1. Gewicht: 5,43 g
2. Durchmesser: ca. 23,56 mm
3. Magnetreaktion: Ja --- Stärke siehe 4 !!
4. Material: Dreischichtenwerkstoff

Die Daten der Medaillen befinden sich auf den Rähmchen. Anzumerken ist noch, dass das Stück aus Silber ein "Dickabschlag" ist.
Auf den nicht extra abgebildeten Rs der Ag-Medaillen zur neuen HH-Prägestätte ist jeweils der Adler der Cu-plattierten Fe-Medaillen abgebildet.


Eines ist sicher, dieser "Afghani" stellt keine Probe für den mit der Jz 1961 von HH zu prägenden / geprägten Münztyp für Afghanistan dar !!
Wenn man in Afghanistan einer Person mit Entscheidungskompetenzen - und für die werden Proben in erster Linie angefertigt - eine solche Probe vorgelegt hätte, dann hätte das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bedeutet, dass VDM den Prägeauftrag nicht bekommen hätte !!!


Es ist in gewisser Weise schon eine Probe, aber für einen ganz speziellen internen Einsatz bei VDM - nämlich eine (Material)Automatenprobe.
Der eigentliche Grund für die Entstehung dieses "Werkes" lag in den ständig steigenden Mengen von in unsere 1-DM-Automaten passende, aber minderwertigen Auslandsmünzen!
Als das Problem immer größer wurde, begann man sich bereits Ende der 50er / Anfang der 60er Jahre bei VDM Gedanken über einen automatensichereren Werkstoff für die zur damaligen Zeit in Automaten verwendeten 1 DM-Stücke (siehe auch diesem Münztyp entsprechend - Gewicht und Durchmesser des "Afghani") zu machen.
Der Dreischichtenwerkstoff war seitens VDM bereits vorher mehrfach ins Gespräch gebracht gewesen, aber erst "das Dilemma mit den Automaten" forcierte die Weiterentwicklung.
Es wurden verschiedene Möglichkeiten des Einbaus einer "sanften" Magnetreaktion diskutiert (eine Cu/Ni-Schicht umgeben von jeweils einer dünnen Reinnickelschicht mit Magnetreaktion oder eine Reinnickelschicht mit der Magnetreaktion zwichen 2 Cu/Ni-Schichten - wie wir es dann von den 2- und 5-DM-Münzen kennen -).

Bei den Versuchen mit den Automaten sollten (müssen) möglichst Originalbedingungen bezüglich der später zu verwendenden Münzen sowohl hinsichtlich Rand als auch von Ws und Rs vorliegen. Es wurde überlegt, wie das mit "möglichst geringem" Aufwand zu bewerkstelligen wäre.
Offizielle Prägestempel deutscher Münzen - also der DM - durften für diese bei VDM, d.h., außerhalb einer Prägestätte, durch zu führenden Automatenversuche nicht verwendet werden. Zusätzlich durfte irgendeine Kombination von Ws und Rs aber auch generell nicht zu einer Münze führen.
Da fiel dann die Wahl auf das Ws-Motiv des zu der Zeit gerade in der Herstellung befindlichen 1 Afghani-Stückes und, um den Charakter einer echten Münze zu vermeiden, aber einen Bezug zu der diese Automatenproben anfertigenden Prägestätte zu dokumentieren, bei der Rs auf den von den Medaillen zur 75 Jahr Feier vorliegenden Entwurf des HH-Wappens .
Nun fehlte zur Vervollständigung des "Optimalen" nur noch eine Rändelung.
Und hier entschied man sich bei dieser für die Abtastung im Automaten wichtigen Stelle für die später auch anzubringende damalige Original-Rändelung der 1 DM-Stücke.
Dieser zwar nicht sofort ins Auge fallende, aber nun mal vorhandene direkte Bezug zu der DM-Währung ist das Entscheidende für Interesse und "Begehr" vieler DM-Sammler (zu denen ich auch gehöre ) !

VDM stellte also für diese Versuche ein Zain(blech) aus Dreischichtenwerkstoff (statt nur aus Cu/Ni) her, stanzte daraus den 1-DM-Münzen hinsichtlich Gewicht und Durchmesser entsprechende Rohlinge, stauchte sie in üblicher Weise auf einen gegenüber der Münze minimal geringeren Durchmesser und ließ sie dann in HH Rändeln und Prägen ---> das ergab dann diesen im Grunde nicht wirklich seltsamen "Afghani".

Es kam dann, wie es manchmal eben so kommt - es gibt wichtige Gründe, die eine Verwirklichung verzögern oder -wie im Falle der 1-DM - ausschließen. Hier war es u.a. die immense Masse an bereits kursierenden und dann ein zu ziehenden 1-DM-Stücken, die den Einsatz des neuen Werkstoffes bei den 1-DM Stücken verhinderten.

Erst einige Jahre später, als in den Automaten immer mehr 2-DM-Stücke und noch etwas später auch die "Magnimat-5er", zum Einsatz kamen (aus bestimmten Gründen kommen mussten), verwirklichte man dann endgültig den Einsatz dieses automatensichereren Werkstoffes.
Dazu wurden, wie die "älteren" Sammler noch wissen, die 2-DM-Max Planck, aus einer Cu/Ni-Legierung ohne Magnetreaktion, ab 1971/1972 eingezogen und durch Münzen aus Cu/Ni // Ni // Cu/Ni mit der für den Automateneinsatz vorteilhaften Magnetreaktion ersetzt.
Die beiden ersten Konterfeis auf den Münzen waren bekannterweise unser 1. Bundeskanzler Konrad Adenauer (ab Jz 1969) und unser 1. Bundespräsident Theodor Heuß (ab Jz 1970).

Ich hoffe, dass ich mit meinen Ausführungen "das Fischen im Trüben" zumindest ein wenig in ein "Fischen in geklärtem Wasser" ändern konnte !? .

Beste Grüße
varukop
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navada51 gefällt dieser Beitrag.
varukop ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-10-2011, 19:10   #32 (permalink)
 
@varukop: Genau das wollte ich jetzt auch schreiben ! Warst wieder ein paar sekunden Schneller !

Sehr interessant DANKE für dem tollen Beitrag ! Woher kommen die Infos alle so schnell her ? Und vor allem die Fotos ? Liegen Dir die Münzen (Jetons/Marken) vor ?

Ich habe gestern auch 1 Stunde gesucht und nur das "Große Exemplar" der Bronzemedaille gefunden ?!

Danke !

Lg
MArcus
AllEuro gefällt dieser Beitrag.
Anubix2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-10-2011, 19:17   #33 (permalink)
 
besten dank,

nach vielen jahren endlich ein paar unklarheiten beseitigt
tom40 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-10-2011, 19:20   #34 (permalink)
 
"HH-Afghani"

Moin Moin "Anubix2",

zu Deiner Frage nach dem "Vorliegen" ---> JA, siehe auch meinen ersten Satz .

Viele Infos sind aufgrund meines seit vielen Jahren bestehenden generellen Interesses an Abweichungen und Besonderheiten der Markwährung ab 1871 auch seit Jahren "intern abgespeichert" - was nicht unbedingt heißen soll, dass ich nicht auch mal etwas vergesse!

Beste Grüße
varukop
varukop ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-10-2011, 19:28   #35 (permalink)
 
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......
Die beiden ersten Konterfeis auf den Münzen waren bekannterweise unser 1. Bundeskanzler Kurt Adenauer (ab Jz 1969) und unser 1. Bundespräsident Theodor Heuß (ab Jz 1970).

..........
Erstmal Danke und für deine Ausführungen.

Aber auch als Ossie glaube ich das das der Konrad Adenauer war.
jannys33 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04-10-2011, 19:41   #36 (permalink)
 
"HH-Afghani"

Moin Moin "jannys33"!

Danke, Danke, natürlich ist's der Konrad .

Da habe ich wohl schon an den folgenden "Kopf" des Schumachers gedacht und in dem Moment dessen Vornamen geschrieben.

Beste Grüße
varukop
varukop ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-10-2011, 14:47   #37 (permalink)
 
@tom40:
Zum einen freut es mich, dass Deine offene Frage nun nach soooo langer Zeit eine ordentliche Erklärung gefunden hat - DANKE dafür varukop!

Jedoch sehe ich meine Frage hinsichtlich Deiner Spiegelkonstruktionsidee noch nicht beantwortet. Hattest Du über eine solche Variante, eine Münze zugleich mit beiden Seiten zu präsentieren etwas weiter nachgedacht? Wenn ja und wenn diese Ideen nützlich sein könnten, dann offenbare diese bitte - DANKE! Wie bereits erwähnt, ich helfe mir derzeit immer noch durch die Anschaffung einer zweiten Münze, was teilweise recht kostenintensiv ist und in manchen Fällen zu richtigen Problemen führen kann.

Thomas
10rublej ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10-10-2011, 14:54   #38 (permalink)
 
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Jedoch sehe ich meine Frage hinsichtlich Deiner Spiegelkonstruktionsidee noch nicht beantwortet.
ich habe seit dem nichts unternommen/gebaut, die kleinen scheiben schlummern immer noch in ihrer münzbox
tom40 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-10-2011, 15:38   #39 (permalink)
 
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ich habe seit dem nichts unternommen/gebaut, die kleinen scheiben schlummern immer noch in ihrer münzbox
DANKE für Deine offene und ehrliche Antwort. Solltest Du irgendwann mal über eine Variante zur Darstellung beider Münzseiten tiefgreifender nachdenken, bin ich gern an Ideen interessiert und würde mich auch selbst mit viel Gehirnschmalz daran beteiligen.

Grüße in die Pfalz
Thomas
10rublej ist offline   Mit Zitat antworten
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