Hallo, mal ne Frage an die Spezialisten hier: und zwar hab ich neulich im Wechselgeld ein 1€ Stück gefunden, das "anders" aussieht, als normale 1€ Stück. Im Speziellen hat sich der Ring anders verfärbt. Ich gehe nicht davon aus, dass es sich hier um eine Fehlprägung handelt, sondern eventuell einen Einfluss durch chemische Mittel, durch die sich dann der Ring verfärbt hat. Hab mal versucht n gutes Bild zu machen mit nem "normalen" 1€ Stück aus dem gleichen Jahr daneben.
Ach, anbei noch vielleicht bemerkt, wie man sieht sind sowohl die Jahreszahl, als auch der Prägebuchstabe, als auch der Schwanzflügel und der linke Flügel des Adlers ein bisschen, sagen wir mal "mitgenommen" - keine Ahnung, ob da ein Zusammenhand besteht. Das könnte vielleicht eine Prägeschwäche sein.
Solche 1€ Stücke aus 2005 J sind mir auch schon aufgefallen. Auch solche mit der undeutlich ausgeprägten Jahreszahl.
Eine Erklärung kann ich dazu allerdings nicht geben.
Bezüglich der Farbe: Ich hatte schon hin- und wieder 1-Euro-Münzen (in meinem Fall fast nur französische), deren Ringfärbung teilweise recht stark ins Rötliche übergegangen ist. Ich vermute einfach mal, dass bei diesen Stücken der Kupferanteil etwas höher war. Vielleicht ist das auch bei Deiner Münze so.
Alles klar, danke schonmal für eure Antworten. Also nix besonderes, wenn mans verallgemeinern möchte. Bei mir wars (zumindest bewusst) bisher das erste Stück, bei dems mir aufgefallen ist.
Vielleicht findet sich ja noch jemand, der genauere Infos hat, wie es zu dieser Farbgebung kam/kommt.
War bei euren verfärbten Stücken aus die "Prägeschwäche" so stark?
... War bei euren verfärbten Stücken aus die "Prägeschwäche" so stark?
Überprüfen kann ich das leider nicht mehr, da ich meine Fundstücke auch recht bald wieder ausgegeben hatte. Eine Prägeschwäche oder sonstige auffällig andersartige Prägung wäre mir aber aufgefallen, denke ich.
Hallo, mal ne Frage an die Spezialisten hier: und zwar hab ich neulich im Wechselgeld ein 1€ Stück gefunden, das "anders" aussieht, als normale 1€ Stück. Im Speziellen hat sich der Ring anders verfärbt. Ich gehe nicht davon aus, dass es sich hier um eine Fehlprägung handelt, sondern eventuell einen Einfluss durch chemische Mittel, durch die sich dann der Ring verfärbt hat. Hab mal versucht n gutes Bild zu machen mit nem "normalen" 1€ Stück aus dem gleichen Jahr daneben.
Ach, anbei noch vielleicht bemerkt, wie man sieht sind sowohl die Jahreszahl, als auch der Prägebuchstabe, als auch der Schwanzflügel und der linke Flügel des Adlers ein bisschen, sagen wir mal "mitgenommen" - keine Ahnung, ob da ein Zusammenhand besteht. Das könnte vielleicht eine Prägeschwäche sein.
Moin, Moin,
diese leichten Verfärbungen sind generell immer wieder an zu treffen und es handelt sich per Definition auch nicht um Fehlprägungen.
Sie können "ganz normal" über besondere Umweltbedingungen (z.B. saures Milieu) oder auch durch Temperatureinwirkung (Erwärmung bis Erhitzung) und dadurch bedingt in gewisser Weise "an die Oberfläche wanderndes" Cu einer Legierung entstehen. Z.B. ins rötliche gehende Verfärbungen setzen auch nicht zwingend einen höheren Cu-Anteil voraus.
Diese Phänomene sind übrigens schon in der DM-Zeit bekannt geworden und haben auch da schon so manchen Sammler verwirrt .
Die teileise "schwächelnde" Prägung kann seine Ursache sowohl in einem sich langsam zusetzenden oder leicht zugesetzten Stempel als auch durch eine Stempelbehandlung haben und steht m.E. eher in keinem Zusammenhang mit der Verfärbung.
Wenn ein an seiner Oberfläche in irgendeiner Form unschön gewordener Stempel z.B. abgezogen, also praktisch "abgeschabt" wird, dann verdünnt sich dadurch das gesamte Prägebild. Das hängt damit zusammen, dass sich die in der Prägematrize vertieften Reliefs der späteren Münze nach unten hin verjüngen (müssen), damit sich trotz des hinein geflossenen Materials die entstandene Münze leicht vom Stempel lösen kann.
Durch das - auch mehrmalige - Abnehmen auf der oberen, breiten Seite der Vertiefungen werden die Reliefs dann automatisch immer dünner.
Das ist auch ein Grund dafür, dass unterschiedliche Dicken von Mz und Jz fast immer mit z.B. einer entsprechend veränderten Umschrift einher gehen.
Voraussetzung dafür ist natürlich, dass ein Stempel nicht nur partiell, sondern komplett abgezogen worden ist.
Diese Bearbeitungen erzeugen somit - vom Ursprung des Stempels ausgehend - die Entstehung von dünneren Münzreliefs. Die ständig stattfindende Stempelabnutzung und z. B. das Sandstrahlen von Stempeln bewirken genau das Gegenteil.
Ich stelle hier auch gleich eine Frage weil es um die Verfärbungen geht:
Ist dies auch bei 2€ Münzen so?
Ich hatte schon zweimal eine 2€ Hamburg J mit einer komischen Verfärbung - nein ich meine jetzt nicht die Mattheit sondern wirklich eine schimmernde Färbung. Ist dies auch auf die in varukop's Beitrag aufgeführten Gründe zurück zu führen ?
Bei den Französischen 1€ 1999 Euromünzen gab es diese Rötliche verferbung öfters. Auch bei unzirkulierten Münzen aus der Rolle. Darum glaube ich das es, wie es Lollo schrieb, bei diesen Stücken der Kupferanteil etwas höher ist.
Ich hatte ein par dieser Münzen behalten. Ab und zu finde ich noch die eine oder andere in meinem Geldbeutel. Die sehen genau wie alle andere aus, schön deutlich, nuch ist der Ring Rötlicher.
Ich stelle hier auch gleich eine Frage weil es um die Verfärbungen geht:
Ist dies auch bei 2€ Münzen so?
Ich hatte schon zweimal eine 2€ Hamburg J mit einer komischen Verfärbung - nein ich meine jetzt nicht die Mattheit sondern wirklich eine schimmernde Färbung. Ist dies auch auf die in varukop's Beitrag aufgeführten Gründe zurück zu führen ?
Moin, Moin,
vorweg ist zu den Verfärbungen anzumerken, dass ich den Fragenden lediglich etwas sehr Wahrscheinliches, d.h., nicht ausschließlich Spekulatives, als Ursache zur Beurteilung solcher Stücke an die Hand geben möchte.
Sowohl die mögliche Veränderung über physikalische als auch über chemische Einwirkungen - und zwar nicht nur in Richtung "rötlich" !!! - haben entsprechnde "Laborversuche" ergeben / bestätigt.
Die von mir genannte physikalische Ursache ist m.E. deshalb die Wahrscheinlichste, da Ronden zur Erlangung besserer Prägeeigenschaften (Beprägbarkeit) gemäß Auskunft grundsätzlich einer "Entspannung" durch Erwärmung unterzogen werden. Durch das mehrfache Auswalzen ("Verdünnen") der Brammen bis hin zum Zainblech entstehen solche, die unproblematische und saubere Prägung erschwerenden, Spannungen im Metall bzw. der Legierung und, gut vorstellbar, besonders in Mehrschichtenwerkstoffen.
Die Einhaltung einer ausgetüftelten und in einem engen Bereich gehaltenen Temperatur die auf der einen Seite eine optimale Entspannung bewirkt und auf der anderen Seite keine anderen negativen Einflüsse auf die Ronden hat, ist Voraussetzung.
Ein höher Anteil an Cu, ist selbstverständlich generell auch möglich !!
Bei solchen Vermutungen ist aber eines ganz eindeutig zu berücksichtigen: Die Farbe (Färbung) einer Legierung ergibt sich über ein bestimmtes Verhältnis der an der Legierung beteiligten Metalle !!
Ein nur geringfügig anderer Cu- Anteil würde mit Sicherheit nicht gleich eine rötliche Färbung ergeben, da diese durch den Einbau des Cu in das Kristallgitter der Legierung bis zu einem gewissen Grad noch "absorbiert" und somit eliminiert werden würde. Um das Sichtbarwerden von rotem Cu an der Oberfläche einer ansonsten "homogenen" Legierung in gelb zu erreichen, muss dieser Anteil schon recht deutlich erhöht werden.
Die von mir genannten physikalischen und chemischen Gründe für Verfärbungen können mit unterschiedlichsten Ergebnissen hinsichtlich des Aussehens grundsätzlich auf jede Legierung zutreffen.