Moin, Moin,
es handelt sich nicht um eine Abnutzung der Münze, sondern, wenn man von einer Abnutzung sprechen möchte, um eine des Stempels.
Wenn man bedenkt, wie wenig erhaben die minimalen Vertiefungen auf den Münzen hervor rufenden ""Pickelchen""

- besser Stalagmiten - sind, dann können Münzen ohne diese Struktur im Grunde nicht verwundern.
Ein absichtliches Weglassen dieser Struktur ist m.E. aus zu schließen und so stellen diese mehr oder weniger ""natürlichen bzw. ungewollt erzeugten"" Abweichungen in meinen Augen auch keine Varianten oder Stempelkopplungen dar.
Das Fehlen kann man mit größter Wahrscheinlicheit auf zwei Ursachen zurück führen (oder / und):
1. Ungewöhnlich starke Abnutzung - z.B. Einsatz von nicht optimal gehärteten Stempeln - in Verbindung mit nicht optimiertem Prägedruck.
2. Reinigung / Überarbeitung von Prägestempeln durch Schleifen und Polieren. Bei diesem Vorgehen zur "Laufzeitverlängerung" von Stempeln werden die in den Stempelvertiefungen der Matrizen befindlichen und in ihrer Höhe "winzigen" Stalagmiten einfach weggeschliffen (z.B. beim gebräuchlichen Sandstrahlen --- ich hoffe, niemand stöhnt bei der Nennung dieser Ursache auf !!?


).
Mit solchen Münzen muss man von jedem Land, aus jedem Jahr (und bei uns auch von jeder Prägestätte) rechnen.
Sie sehen logischerweise anders aus, man darf sie m.E. interessant finden und sie als gewisse "Fehlprägungen" auch sammeln, aber es sollte einem bewusst sein, dass sie je nach Zeitpunkt der Entstehung innerhalb der Zeitspanne eines Stempeleinsatzes im Grunde keine Seltenheit darstellen (müssen).
Beste Grüße
varukop