|
Ganz sicher bin ich mir nicht, aber die gezeigten Merkmale sehen aus, als handele es sich um Strukturen auf dem Münzgrund und nicht im Münzgrund. Daher halte ich als Ursache Stempelrisse bzw. -ausbrüche für wahrscheinlicher als Schrötlingsfehler.
|
Moin, Moin,
das auf den Abb. Sichtbare erscheint mir auch erhaben und kann somit kein Rondenfehler sein.
Anhand der linienförmigen Struktur kann man m.E. aber auch eindeutig von
Stempelrissen sprechen. Ein weiteres Merkmal von Stempelrissen ist der, das sie am häufigsten - wie auch hier - etwas mit dem Randstabbereich des Stempels zu tun haben.
Stempelausbrüche, z.B. aufgrund partieller schlechter Härtung und / oder Materialermüdung, tauchen sowohl in meist deutlicher als auch in anderer Form ("Knubbel", "Würste" usw.) auf und haben nicht (müssen nicht haben) den für die Risse typischen Kontakt mit dem Randstabbereich des Stempels.
Stempelbrüche sind dann sehr häufig "erweiterte" Stempelrisse, bei denen z.B. ein ganzes Stempelsegment des Stempels durch die mechanische Beanspruchung in Verbindung mit dem hohen Prägedruck in seiner Lage derart verändert wurde, dass es mit dem (Rest)Stempel keine Ebene mehr bildet. Das ergibt dann die oft sehr spektakulär aussehenden, erhöhten und in der Regel nicht beprägten (Ronden)Flächen im Randstabbereich.
Chromausbrüche zeigen sich in Form von flachen, je nach Ausmaß der betoffenen Bereiche mehr oder weniger großen, flächigen Materialerhebungen auf den Münzen. Sie entstehen durch (teilweises) Ablösen der dünnen Chromschichten auf den Prägestempeln.
Beste Grüße
varukop