diese Münze wurde mir zum Tausch angeboten. Ich konnte nicht wiederstehen. Warum? Mich bewegte die Frage, was hat man damit machen wollen und warum? Ich wollte dieses Stück zur Diskussion stellen.
Es ist eine 50-Cent-Münze aus Frankreich von 1999, mit 7,86 g.
Könnte es eine Münze sein, welche zur Vernichtung vorgesehen war?
Hat hier einer "Probiert"?
Oder was könnte es noch sein, warum macht man das?
Ich tippe mal auf einen Eisenbahn. Auf die Schienen gelegt und geschaut, was bei rauskommt. Hab ich als kleiner Junge auch mal (allerdings noch mit 10 Pf) gemacht. Die Münze an sich müsst ich auch noch irgendwo rumliegen haben...
hab auch schon öfters Stücke gefunden die total zerdellt waren, dass der Münzzähler sie nicht mehr angenommen hat. Aber so extrem wars noch nicht. Vermute ebenfalls, dass da jmd. was ausprobiert hat (auf die Gleise gelegt oder mit nem Werkzeug bearbeitet).
Ein misshandeltes 1 Pfennigstück aus einem Lot Weltmünzen.
Viele Grüße
Hermann
So in etwa sieht ein Stück aus das lange auf der Straße gelegen hat und einiges an Autos über sich ergehen lassen musste ! (Habe auch so ein Stück ... allerdings ist meines ein 2 DM Stück).
Die Platte des Stückes von epareiner deutet auf sehr viel drück hin ! Ein Zug kann das schaffen ... im Keller mit dem üblichen Werkzeug - dürfte mann da schon so seine Probleme haben. Ich tippe daher auch auf einen Zug.
Betroffen ist nur ein Teil der Münze. Ich stelle es mir schwierig vor, eine solche Münze nur zur Hälft auf den Schienen zu befestigen.
Ich denke eher an einen Schraubstock. Gewaltig ist des Schraubstocks Kraft, wenn man mit der Verlängerung schafft.
Doch was mag bei meiner Münze unten passiert sein???
Viele Grüße
Hermann
Wenn die Münze nur auf die Gleise gelegt wurde (ohne sie z.b. mit Test zu fixieren) dann kann es gut sein das sie bei drüberrollen wegspringt und dann ist ben nur ein Teil "gepresst".
Im Schraubstock bringst Du den Druck nicht her .... Da müsstest du schon mit einer seeehr langen Stange den Drehhebel verlängern. Und dann besteht die Gefahr das diese Bricht oder verbiegt .... ich habs nicht hinbekommen ().
Deine Münze ist ein echt schönes Stück ... tolle Nase hat der Kerl !
Ich glaube auch, dass eine solche Deformierung nur ein Zug schafft. Aber die Münze wurde nur teilweise erwischt, deshalb ist die eine Hälfte heil geblieben.
Das habe ich vor Jahren auch mal mit einem Freund gemacht, wir haben 1, 2, 5 und 10 Cent Stücke auf die Schienen gelegt. Die Münzen waren richtig schön platt. Aber wir haben nicht alle wiedergefunden.
Die Münze muss zur Hälfte in die "Rille" in der ein Zug fährt gekommen sein, wenn es denn ein Zug oder eine Straßenbahn gewesen ist.
Das würde die starke Zerstörung im Bereich sechs Uhr erklären.
Ansonsten müsste die Münze komplett platt sein. Komplett.
Ich habe auch mal ein Stück gefunden; auf den Straßenbahngleisen in unserer Spielstraßen-Einkaufs-Bummelzone. Das wird wohl jemand nach dem Einkaufen verloren haben. Dieses war aber wie gesagt komplett platt, also man konnte gar nicht mehr erkennen, dass es eine Münze gewesen ist. Plattgewalzt, da müssen mehrere male Straßenbahnen drüber gefahren sein.
Ich habe als Kind auch Erfahrungen gesammelt mit der Eisenbahn. Wenn die Münzen nicht nach der ersten Achse wegspringen (d. h. sie sind gar nicht geplättet), dann kann man schöne platte Scheiben produzieren, bei denen nur noch lichte Umrahmungen des Gepräges sichtbar sind. Ich zweifel die Eisenbahn-Theorie als Ursache an. Aufgrund der konischen Materialverjüngung an der Schadensstelle in der Seitenansicht tippe ich auf ein Walzen zwischen zwei großen Metallwalzen o. ä.. Zumindest sieht mein Nudelteig zwischen der Nudelmaschine vergleichbar aus, wenn er nur zur Hälfte ausgewalzt wurde. Absicht ist es auf jeden Fall.
JPN
Ich habe als Kind auch Erfahrungen gesammelt mit der Eisenbahn. Wenn die Münzen nicht nach der ersten Achse wegspringen (d. h. sie sind gar nicht geplättet), dann kann man schöne platte Scheiben produzieren, bei denen nur noch lichte Umrahmungen des Gepräges sichtbar sind. Ich zweifel die Eisenbahn-Theorie als Ursache an.
Auch ich habe als Kind diverse Pfennigmünzen auf die Schienen gelegt,
von daher behaupte ich dass dies der gezeigten Münze nicht wiederfahren ist.
Eine Münze die von tonnenschwerer Lokomotive oder gar ganzem Zug überrollt wurde
sieht definitiv anders aus, ich jedenfalls sah kein Prägebild mehr!
Auch ich habe als Kind diverse Pfennigmünzen auf die Schienen gelegt,
von daher behaupte ich dass dies der gezeigten Münze nicht wiederfahren ist.
Eine Münze die von tonnenschwerer Lokomotive oder gar ganzem Zug überrollt wurde
sieht definitiv anders aus, ich jedenfalls sah kein Prägebild mehr!
Bei uns war das Prägebild noch teilweise zu erkennen, es sah etwa so aus wie bei der plattgewalzten Hälfte der gezeigten Münze. Nur unsere Münzen waren komplett geplättet und nicht nur halb so wie auf dem Bild.
hier muss ich - ebenfalls aus reichlicher Erfahrung mit diesen Experimenten - "nevada51" und "Adi18" voll zustimmen.
Eine Eisen- oder Straßenbahn ergibt solch ein "gezogenes" Teilstück mit Prägeresten mit Sicherheit nicht.
Selbst wenn die Münze "ungünstig" getroffen und halb überrolt wurde und nicht gleich weg gesprungen ist, dann wäre das überrollte Teilstück anschließend deutlich flacher (gleichmäßig dünner) . Das Prägebild wäre zwar noch erkennbar, aber ohne erhabene Prägereste. Außerdem hätte sich dann über das relativ scharfkantige Rad auch eine recht scharfe Kante zwischen dünnem "überrolt" und unversehrtem "nicht überrollt" gebildet.
Sehr treffend ist dazu m.E. der Vergleich von "nevada51".
Ich gehe auch davon aus, dass das Stück zwischen die Walzen eines Walzenstuhls geraten (worden ) ist und dieser Vorgang dann, als der Gegendruck zu groß wurde, zur Verhinderung von Schlimmerem von der automatischen Abschaltung solcher Geräte unterbrochen wurde.
Beste Grüße
varukop
Geändert von varukop (22-07-2011 um 20:32 Uhr)
Grund: SF-Korr.
1. schon mal eine münze mit tesaband auf den schienen festgeklebt?
dann kann die auch nur teilweise überrollt werden
2. ich habe übrigens eine 2 ct münze in der nähe einer haltestelle gefunden, die genau so ausgesehen hat wie deine 50 ct münze epareiner
Moin, Moin "bugi1976",
1. Der Möglichkeiten, etwas Spezielles zu erzielen, gibt es bekanntlich viele und das teilweise Überollen ist ja bisher auch nicht kategorisch ausgeschlossen worden .
Ich gebe Folgendes zu bedenken: Wenn eine Münze, egal ob komplett oder nur teilweise, von einem derart schweren Fahrzeug mit ""harten"" Rädern überrollt wurde, dann kann man an der überrollten Stelle das dortige Relief evtl. zwar noch sehen, aber es kann danach nicht noch mit deutlich erhabenem Relief und sogar sehr stark erhabenem Randstab - wie auf dem Stück von "epareiner" sichtbar - aufwarten. Das ist so nicht möglich.
Auch die noppige Struktur dieses Bereiches spricht eindeutig gegen das diskutierte Überrollen. Sie wäre mit Sicherheit glatt.
2. Es wäre sehr schön, wenn du Dein Stück ebenfalls beidseitig abgebildet einstellen würdest.
Du schreibst, dass die von Dir an einer Haltestelle gefundene Münze "genau so ausgesehen hat wie die von "epareiner".
Wenn Du über den Fundort ein Überrollen durch eine Bahn postulierst, dann kann die von Dir gefundene Münze m.E. gar nicht genau wie die von "epareiner" aussehen.
Aber die Abb. werden uns "schlauer" machen.
Ich vermute auch keine Schiene mit Eisenbahn oder Straßenbahn rüber als Ursache.
Walzen? Da habe ich keine Ahnung, aber fließt da das Metall nicht glatt zu beiden Seiten weg? Die Münze wurde aber an der unteren Stelle auch leicht bogig. Betrachte ich den unteren Randstab der nationalen Seite, dann ist ja nur der wirklich untere Teil geflossen. Ist denn das normal beim Walzen?
Varukop, da bist Du ja der Experte?
Für mich sieht das untere Teil wie gezogen aus. Um auf den Teig zurück zu kommen, ich stelle mir ein rundes Stück Keksteig vor. Dieses habe ich in der linken Hand und mit dem rechten Daumen und Zeigefinger, drücke ich unten den Teig etwas zusammen und ziehe dabei gleichzeitig nach unten. Dann könnte das Teigstück auch so aussehen, nur das meine Fingerabdrücke nun darauf sind. Also wieder Spuren hinterlassen.
Wenn dieses auch bei der Münze passiert ist, dann müssten doch auch Spuren an oder auf der Münze, Rand und der Prägung sein. Da ist aber kaum etwas grobes zu sehen. Könnte das Teil etwa vor der Behandlung punktuell erwärmt worden sein?
Bei der Walzenstuhltheorie habe ich ja den möglichen automatischen Abbruch schon erwähnt. Bei diesem, zur intensiven Homogenisierung eines Produktes aus mehreren Einzelkomponenten (z.B. eine Kugelschreiberpaste), eingesetzten Gerät laufen mit einem gewissen Druck zwei Walzen gegeneinander. Gelangt hier ein harten Fremdkörper zwischen diese "federnd" aneinander gedrücktenen Walzen, dann werden sie bis zum Erreichen eines einstellbaren Druckes durch diesen auseinander gedrückt und dann wird der Vorgang zur Vermeidung von Schlimmerem automatisch gestoppt.
Das könnte vorstellungsmäßig evtl. solch eine Münze erzeugen.
Da das Stück in dem malträtierten Bereich tatsächlich ein wenig wie "gezogener Teig" aussieht und zudem ein mir durch vorliegende Manipulationen doch sehr bekanntes "noppiges" Aussehen hat, könnte es selbstverständlich auch durch ein im entsprechenden Bereich erfolgtes "Treiben" des Metalles entstanden sein (selbstverständlich eventuell noch begünstigt durch zusätzliche Einwirkung von Wärme).
Der Anhang zeigt das Aussehen eines partiell "zuggeschädigten" 10-PF-Stückes, das sich von dem hier diskutierten doch signifikant unterscheidet.
Die ebenfalls abgebildeten Manipulationen zu 50 PF und 1 DM wurden "zum Schädigen der FP-Sammler" sehr sorgfältig (mit Wärme?) "getrieben" (für den "Unbedarften" beim bloßen Anschauen nicht (oder doch zumindest kaum) feststellbar), was zu einer relativ gleichmäßigen Vergrößerung des Durchmessers geführt hat.
Ich hoffe, die durch ein "Treiben" von Metall entstehende typische "noppige" Oberfläche solcher Machwerke ist für jeden erkennbar!?
Das diskutierte Stück zeigt im beschädigten Bereich eine zwar gröbere (evtl. durch zu schnelles Vorgehen und / oder stärkeres "Treiben" bzw. "Ziehen"!?), aber doch ähnliche Oberfläche, so dass auch eine Entstehung über das "Teigziehen" zutreffen könnte.
Aber wäre es auch möglich, dass man dieses Stück offiziell "entwerten" und später einschmelzen wollte? Wie entwertet Frankreich seine eingezogenen Münzen?
Aber wäre es auch möglich, dass man dieses Stück offiziell "entwerten" und später einschmelzen wollte? Wie entwertet Frankreich seine eingezogenen Münzen?
Gruß epareiner
Moin, Moin "epareiner",
ich habe die 10 Cent Frankreichs mit dem feinen Riffelrand in entwerteter Form vor Jahren mehrfach in Händen gehalten und kann deshalb sagen, dass das Aussehen dieses Stückes absolut keine Ähnlichkeit mit den offizillen Entwertungen aufweist.
Auch Frankreichs Entwertungen zeigen ein den deutschen sehr ähnliches Entwertungsmuster.
Schade dass ich davon damals keinen Scan angefertigt habe.
Ich werde meinen französischen Münzfreund, der solch ein 'Stück hat (te ?) "anmailen", ihn um die Zusendung einer Abb. bitten und sie hier einstellen.
ich habe die 10 Cent Frankreichs mit dem feinen Riffelrand in entwerteter Form vor Jahren mehrfach in Händen gehalten und kann deshalb sagen, dass das Aussehen dieses Stückes absolut keine Ähnlichkeit mit den offizillen Entwertungen aufweist.
Auch Frankreichs Entwertungen zeigen ein den deutschen sehr ähnliches Entwertungsmuster.
Schade dass ich davon damals keinen Scan angefertigt habe.
Ich werde meinen französischen Münzfreund, der solch ein 'Stück hat (te ?) "anmailen", ihn um die Zusendung einer Abb. bitten und aus hier einstellen.
Beste Grüße
varukop
Das kann ich so bestätigen!
Ich habe in letzter Zeit unzählige entwertete französische Fehlprägungen gesehen, welche sehr ähnliche Entwertungsmuster hatten, wie man sie von Deutschland gewohnt ist.
Im Anhang ein 10 Cent Frankreich mit feinem Riffelrand (stärker entwertete habe ich "leider" nicht) und 5 Cent Monaco 2009 mit altem Motiv.