08-10-2011, 18:50
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#27 (permalink)
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Interessant wäre es, eine solche Fehlprägung bei einer PP- bzw. Spiegelglanzmünze neueren Datums zu sehen. Wer, wie ich, in einer Münzprägestätte beobachten konnte,
mit welcher Akribie die dortigen Mitarbeiter bei der Spiegelglanzherstellung jede einzelne Münze mit der Lupe selbst auf kleinste Kratzer untersuchen,
der kann sich kaum vorstellen,
dass es hier eine Fehlprägung, gleich welcher Art, schafft, die Prägestätte zu verlassen.
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Moin Moin "Lolo",
m.E. doch ! Man muss nur einfach realistisch sein und bleiben und ein wenig weiter denken bzw. weiter überlegen - meinst Du nicht auch ?
Auch ich habe zu Euro-Zeiten über eine spezielle und sehr intensive Führung durch alle Bereiche einer Prägestätte über mehrere Stunden mit vielen Gesprächen direkt an den Orten der verschiedensten Geschehen u.a. auch unmittelbar beobachten können, wie diese PP-Münzen bei der Verpackung gehändelt wurden (werden?).
Die Betrachtung einer jeden Münze mit der Lupe wurde hier jedenfalls nicht praktiziert - allenfalls eine kurze "normale" Betrachtung beider Seiten.
Wenn ich mir überlege, welchen Zeitaufwand es erfordern würde, um tatsächlich jede PP-Münze vor ihem "Verschwinden" in der Verpackung mit der Lupe zu betrachten, dann müsste daraus m.E. ein noch höherer Preis für die Platten resultieren.
Ich vermute da viel eher, dass der bei Dir entstandene - für dich durchaus auch korrekte - Eindruck aus der Tatsache entstanden ist, dass sich die entsprechende(n) Person(en) für den kurzen Zeitraum Deiner Anwesenheit und einer damit verbundenen speziellen Beobachtung zu besonderer Akribie animiert fühlten !?
Außerdem, wenn man sich den Luther oder auch die entsprechende Seite des 50ers mal richtig ansieht, dann kann man sich vorstellen, dass die "Verpackungskünstler" für PP-Münzen der Prägestätten diesen, von Haus aus schon kaum sichtbaren, Fehler aufgrund vollkommener Unbedarftheit hinsichtlich Wissen zu solchen Spezialfehlern nicht bemerken. Es ist unbestritten, dass man auf Münzen - vor allem der stark spiegelnden Oberfläche von PP-Münzen - leicht Kratzer sehen kann und die Münze dann aussortiert, aber nicht solch einen "versteckten" Fehler.
Wie willst Du eine dauerhafte Akribie erklären, wenn Du an die kürzlich von mir erwähnten Fehlprägungen einer Fußballmünze mit der Randschrift des Ruhrpotts und des Liebigs mit der Randschrift der Documenta - beide in PP - denkst.
---> Man könnte da noch sagen: "Ist ja nur eine falsche Randschrift auf einer nicht so gut einsehbaren Stelle der Münze".
Trotzdem würde ich auch bei diesem (Rand)Fehler keine dauerhafte Akribie bei dieser nach meiner Einschätzung eintönigen, stupiden und somit in höchstem Maße auch ermüdend wirkenden Arbeit proklamieren.
---> Aber wie erklärst Du dir dann bei Akribie das Auftauchen eines der 6 Holstentore mit der noch nicht üblichen neuen Wertseite im entsprechenden Spiegelglanzsatz ? Dieser Fehler ist doch sehr viel deutlicher sichtbar als jeder Kratzer irgendwo zwischen dem Münzbild einer Münze .
1. zeugt das m.E. eindeutig davon, dass das Motto "Es gibt nichts, was es nicht gibt und Vieles, was es nicht geben sollte" weiterhin in allen Bereichen der Abweichungen zu der Norm von Münzen unbedingte Gültigkeit hat und 2. auf absehbare Zeit auch behalten wird !!!
Das 1. ist meine feste Überzeugung über die Erfahrungen des jahrelangen sehr intensiven Aufspürens und Sammelns dieses "Münzschrotts" !! Das 2. hoffe ich inständig für mich und meine Sammlung und die anderen "Schrottsammler" !!
Beste Grüße - und ein schönes Wochenende
varukop
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