Um meine 2 Euro-Sammlung "abzurunden", habe ich mir einige Fehlprägungen / Varianten zugelegt. Und ich bin in meinem Geldbeutel stets auf der Suche nach "auffälligen" Stücken.
Das sah für mich auf den ersten Blick so aus, als hätte Jemand einfach die Pille einer "normalen" Münze rausgenommen. Müsste der Ring bei dem starken Prägedruck nicht stärker deformiert sein?
Aber wenn das mit der Fehlprägung seine Richtigkeit hat, nehme ich alles mit dem Ausdruck tiefsten Bedauerns zurück...
bei einer Prägung ohne Pille findet ein Materialfluss nach innen statt, wodurch auf diesem allein geprägten Ring Motiv-Details abgebildet sind, die bei einer korrekt geprägten Münze nicht auf dem Ring wären. Da das in der Regel recht gleichmäßig geschieht, wird der Ring nicht stärker "deformiert".
Vielen Dank für die Erläuterung! Ich habe im shop eines Händlers gesehen, dass diese Stücke nicht gerade billig sind. Wieder was dazugelernt (wenn das mein Sohn in der Schule auch nur von sich sagen könnte....).
1. Das sah für mich auf den ersten Blick so aus, als hätte Jemand einfach die Pille einer "normalen" Münze rausgenommen.
2. Müsste der Ring bei dem starken Prägedruck nicht stärker deformiert sein?
Moin Moin!
1. Wie "lightning" schon ausgeführt hat, kann man die Echtheit dieser FP's recht einfach und sicher über die nicht auf den entsprechenden Ring gehörenden Reliefteile des Münzbildes feststellen.
2. Grundsätzlich könnte man solches vermuten. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass beim Prägen die Stempel und der Prägering in Verbindung mit dem Materialfluss, der gerade über diesen hohen Druck "supereng" - fast wie verklebt - an den Stempeloberflächen entlanggleitet einen praktisch hermetisch abgeriegelten Raum bilden, aus dem die im Ring eingeschlossene Luft nicht mehr entweichen kann. Da diese Luft überhaupt nur bis zu einem gewissen Punkt kompremierbar ist, kann das Pillenloch auch nicht so stark verkleinert werden, wie man das in ersten Überlegungen erwarten würde.
Durch diese total veränderten Prägebedingungen entsteht gegenüber den normal geprägten Münzen sogar ein im ersten Moment unlogisch erscheinender nach außen hin deutlich erhöhter Druck mit der automatischen Folge eines verstärkten Materialflusses!
Bemerkbar macht sich dieser nach außen hin erhöhte Druck durch die Scharfkantigkeit der Außenkanten der Randstäbe und der Randkerben / -riffeln und in der oft teilweise wieder zugedrückten / zugeflossenen Rändelung (Randschrift) dieser Münzen.
Ansonsten auch mein Tipp: Bei Fragen oder Unklarheiten zu FP-Stücken immer mal bei "michel008" seiner homepage vorbeischauen" .
Dort findet man Beispiele zum Vergleichen von eigentlich (fast) Allem "was es so gibt und was das Herz begehrt"!
Das "fast" versuchen wir durch Abb. entsprechender Beispiele stetig zu verkleinern bzw. so gering wie möglich zu halten. Vor allem nicht vergessen -----> immer mal wieder vorbeischauen, um über neue Erkenntnisse und Erfahrungen, evtl. erforderlich gewordene Korrekturen und auch Neues / Ergänzungen informiert zu sein .
Sorry, aber kann mir jemand verraten wie solche "halbe" Münzen überhaupt eine Prägestätte verlassen können? In den deutschen Münzen werden die Ronden usw. ja gezählt, da ja schon ungeprägte im Automaten verwendet werden können. Eigentlich dürfte sowas ausserhalb des Gebäudes doch gar nicht auftauchen. Oder doch
Ich denke das diese Ringe die nicht in die Öffentlichkeit kommen sollen, außerhalb der Münzstätte beim Entsorgen und bevor sie wieder in die Gießerei kommen um neues Metall herzustellen, durch Mitarbeiter in die Hände von ein paar Händler kommen.
@"Eric7"
Selbstverständlich - man muss nur den Ablauf der Herstellung, Verpackung usw. kennen und schon stellt das Auftauchen aller möglichen Stücke nichts Besonderes mehr dar.
Dabei muss man z.B. unbedingt berücksichtigen, dass über die, zumindest in Deutschland übliche und ausschließliche, Auslieferung als Rollenware keine Stücke außerhalb der Prägestätten existieren können (sollten, dürfen), die bei der Rollierung aufgrund einer zu starken Veränderung des Durchmessers von den Maschinen aussortiert und der Entwertung zugeführt werden.
Alles, was bei der Sichtkontrolle an den Prägemaschinen unentdeckt bleibt, dann bei der Rollierung von den Maschinen in eine Rolle eingearbeitet werden kann und das (Soll)Gesamtgewicht einer Rolle nicht über ein zuvor bestimmtes Maß hinaus verändert, verlässt somit auf ganz "legalem" Weg die Prägestätten - zur hellen Freude von uns "Münzschrottsammlern" !!
Außerdem bei diesbezüglichen Überlegungen als wichtigstes Element bitte unbedingt immer berücksichtigen: "FP-Verhinderungsmechanismen" an den Prägemaschinen und wirksame Kontrollen mit Aussortierung von Entdecktem sind vorhanden, denn sonst könnten wir uns vor Münzschrott kaum retten (siehe FP's von z.B. in GB und USA geprägten Münzen). Die Qualität dieser Kontrollen wird durch die "Empfindlichkeit" der beteiligten Maschinen und VOR ALLEM DURCH DEN MENSCHEN !! bestimmt.
@"Gilou"
Im "Normalfall" verlassen FP's nicht unentwertet die Prägeanstätten und gelangen so zu irgendeinem Metallhändler und dann in den Handel (oder direkt zu irgendwelchen Händlern) ! - zumindest nicht in Deutschland!!
Deshalb schließt sich m.E. Deine Annahme als Grund für das Auftauchen (fast) aus.
Siehe dazu meine das Auftauchen von FP's begründenden Ausführungen bei "Eric7".
Ich denke das diese Ringe die nicht in die Öffentlichkeit kommen sollen, außerhalb der Münzstätte beim Entsorgen und bevor sie wieder in die Gießerei kommen um neues Metall herzustellen, durch Mitarbeiter in die Hände von ein paar Händler kommen.
Grüße,
Gilou
Hallo Gilou,
Die "Euro-Ring" kann in Rollen gebracht werden.
Blick auf diese Nachricht "am unteren Rand der Seite."
Es gibt viele Fehler, die in den Rollen zu finden sind, mit Ausnahme derjenigen, oder der Durchmesser zu groß ist. Ohne Prägering-, Doppel-Streik ...
Schließlich varukop besser als ich weiß, korrigiert mich wenn es falsch ist.
Aber Spanien 22 €, die ich gekauft ((im Bild auf Seite 109)) wurde in einem Starterkit gefunden!
Also ich denke, wir können fast alles zu finden, ohne die Münzen in den Werkstätten der Produktion zu stehlen
Na ja! na ja!
Aber ganz ausschließen würde Ich es nicht. Die Möglichkeit besteht das solche geprägte Ringe durch diese Händler auf den Markt kommt !
Natürlich hat Varukop recht mit seiner Annahme das es uns "Münzschrottsammlern" helle Freude bringt wenn wir so eine geprägte Metallscheibe mit Loch finden!!
ich bin neu hier im Forum und kenne mich auch mit Fehlprägungen nicht aus. Ich besitze 3 Euromünzen aus verschiedenen Ländern, die einen kleinen "Pupser" haben, so eine Art "Tropfen". Nun wollte ich mal wissen, ob das Fehlprägungen sind oder ob das nicht vielleicht normal ist. Hab das bei anderen Münzen noch nicht entdecken können.
Beim 2-€-Stck im 2. "o" von "Vorpommern"
Beim 20-Ct-Stck am unteren linken Ende der "2" von der "20"
Und beim 1-Ct-Stck auf dem Kopf der Königin