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Alt 14-07-2012, 07:08   #1 (permalink)
Ethiel
 
Einstieg ins Münzen sammeln. Welche Unzengröße ist sinnvoll?

Hallo Münzsammler,

Erst mal ein paar Worte zu mir:
Ich spiele gerade mit dem Gedanken mit dem Münzensammeln angefangen. Zum einen möchte ich Gold und Silber als Teil meiner Sparstrategie etablieren (Motivation ist eher Risikostreuung, weniger Wertsteigerung). Zum anderen bin ich von meinem Naturell her einfach Sammler und fand Numismatik schon in meinem Studium (Geschichte) spannend. Langweilige Goldbarren oder Papiergold kämen für mich einfach nie in Frage :) So entstand die Idee.

Jetzt meine Fragen:
1. Welche Edelmetallmengen pro Münze sind denn sinnvoll? Bei Silber hat sich scheinbar die 1 Unze als Größe etabliert. Aber bei Gold bin ich komplett ratlos. von 1/20 bis 1 Unze gibt es da ja alles in relevanten Prägezahlen. Soll man da einfach danach gehen, was angesichts des eigenen Budgets eben passt (1/10 Unze kann man sich ja gerade noch gut leisten, bei allem darüber muss man erst mal schlucken)? Oder gibt es da eine allgemeines Credo unter etablierten Münzsammlern à la "Alles unter 1/2 Unze braucht man gar nicht erst sammeln, weil zu klein, zu hoher Prägeaufschlag, etc."
2. Ist aktuell ein guter Zeitpunkt mit dem Sammeln anzufangen? Natürlich grübelt man, ob die aktuellen Preise einer Blase geschuldet sind. Allerdings ist mein Eindruck eher der, dass das Interesse an Edelmetallen keine pure Spekulation ist, sondern durch die Schwellenländer angetrieben wird. Auch wenn die Wertentwicklung nicht das ausschlaggebende Kriterium sein sollte, wer sich jetzt ne 1-Unze Goldmünze kauft beisst sich in den Hintern, wenn der Kurs auf das Vorkrisen-Niveau einbrechen sollte.
3. Welche Tipps würdet Ihr einem Anfänger sonst noch bei seinen ersten Schritten in dieses Gebiet geben?

Vielen Dank schon im voraus für alle Antworten
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Alt 14-07-2012, 09:40   #2 (permalink)
 
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Hallo Münzsammler,

Erst mal ein paar Worte zu mir:
Ich spiele gerade mit dem Gedanken mit dem Münzensammeln angefangen. Zum einen möchte ich Gold und Silber als Teil meiner Sparstrategie etablieren (Motivation ist eher Risikostreuung, weniger Wertsteigerung). Zum anderen bin ich von meinem Naturell her einfach Sammler und fand Numismatik schon in meinem Studium (Geschichte) spannend. Langweilige Goldbarren oder Papiergold kämen für mich einfach nie in Frage :) So entstand die Idee.

Jetzt meine Fragen:
1. Welche Edelmetallmengen pro Münze sind denn sinnvoll? Bei Silber hat sich scheinbar die 1 Unze als Größe etabliert. Aber bei Gold bin ich komplett ratlos. von 1/20 bis 1 Unze gibt es da ja alles in relevanten Prägezahlen. Soll man da einfach danach gehen, was angesichts des eigenen Budgets eben passt (1/10 Unze kann man sich ja gerade noch gut leisten, bei allem darüber muss man erst mal schlucken)? Oder gibt es da eine allgemeines Credo unter etablierten Münzsammlern à la "Alles unter 1/2 Unze braucht man gar nicht erst sammeln, weil zu klein, zu hoher Prägeaufschlag, etc."
2. Ist aktuell ein guter Zeitpunkt mit dem Sammeln anzufangen? Natürlich grübelt man, ob die aktuellen Preise einer Blase geschuldet sind. Allerdings ist mein Eindruck eher der, dass das Interesse an Edelmetallen keine pure Spekulation ist, sondern durch die Schwellenländer angetrieben wird. Auch wenn die Wertentwicklung nicht das ausschlaggebende Kriterium sein sollte, wer sich jetzt ne 1-Unze Goldmünze kauft beisst sich in den Hintern, wenn der Kurs auf das Vorkrisen-Niveau einbrechen sollte.
3. Welche Tipps würdet Ihr einem Anfänger sonst noch bei seinen ersten Schritten in dieses Gebiet geben?

Vielen Dank schon im voraus für alle Antworten
Hallo Ethiel

Bei Anlagemünzen ist es natürlich eine Frage Deiner finanziellen Möglichkeiten, welche Stückelungen Du bevorzugst.
Ich persönlich sammle bei Silber hauptsächlich 1 Unzen Stücke, bei Gold 1/4 und 1/2 Unzen. Bei diesen Größen hat man noch ein relativ günstiges Preis-/Leistungsverhältnis (Prägeaufschlag !).

Da Du mit dem Sammeln erst beginnen willst, solltest Du Dich fragen, ob Du "nur" in Anlagemünzen (also z.B. Krügerrand, Silber-Philharmoniker etc.) oder evtl. lieber in Münzen welche auch einen Sammlerwert haben (deutsches Kaiserreich) investieren möchtest.

Inwieweit sich die Gold- und Silberpreise in Zukunft verändern werden, wird Dir leider niemand vorhersagen können.
Wenn Du aber über einen längeren Zeitraum sammelst, gleichen sich hohe und niedrige Einkaufspreise aus und Du kommst somit auf einen akzeptabelen Durchschnitts-Einkaufspreis für Deinen "Münzschatz".
Kempelen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 10:57   #3 (permalink)
 
Hallo Ethiel,
ich möchte jetzt weder Tipps, noch Ratschläge geben, kann nur ein Paar Wörte über meine Vorlieben schreiben. Gold interessiert mich gar nicht, in Silber sammle ich überwiegend Unzen, die Jährlich das Münzbild ändern und die man nah am Silberpreis kaufen kann. Dazu gehören für mich: "Wildlife"-Serie aus Kanada,
Britische "Britannia", Australische "Lunar" und "Koala", Chinesiche "Panda".
Von den Münzen, die jedes Jahr das gleiche Bild haben, reicht mir nur eine.
Es sei dem das Porträt der Queen hat sich wieder mal geändert. ;O)
Taigawirbel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 11:13   #4 (permalink)
 
Wenn man Münzen wirklich "nur" zur Vermögenssicherung über einen längeren Zeitraum sammeln möchte, sollte man vielleicht über folgende "Strategie" nachdenken:
Wenn man jeden Monat einen bestimmten Betrag in Edelmetall anlegt und nicht jeden Monat eine betimmte Menge (z. B. 3 Unzen Silber) kauft, dann kauft man immer automatisch "gegen den Trend". Ist der Preis hoch, kauft man weniger, ist er tief, kauft man "automatisch" mehr. Da niemand weiß, wie sich der Edelmetallpreis in der Zukunft entwickeln wird, könnte dies mehr "Erfolg" bringen, als bei einem vermeintlich niedrigen Preis mit einer größeren Summe einzusteigen.
Ich denke dies ist genau das, was Kempelen in dem letzten Satz seines Beitrages mit Durchschnitts-Einkaufpreis gemeint hat.
Silberheini ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 11:46   #5 (permalink)
 
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...
3. Welche Tipps würdet Ihr einem Anfänger sonst noch bei seinen ersten Schritten in dieses Gebiet geben?
...
Hallo Ethiel,

bevor Du Goldmünzen kaufst empfehle ich Dir folgndes:

Vergleiche das Euro/g Feingold-Verhältnis bei den verchiedenen
Münzsorten. Die Prägeaufschläge (bzw. Ausgabeaufschläge) sind durchaus unterschiedlich (nicht nur Görße der Münze sondern aus Ausgabeland).

Vergleiche die Preise verschiedener Händler (Nebenkosten: Porto etc. berücksichtigen).

Achte auf seriöse Anbieter.

Achte darauf ob es unter den von dir bevorzugten Münzen viele "fälschungsverdächtige" Münzen gibt (Internetrecherche). (Als Anfänger würde ich bei solchen "verseuchten" Sammelgebieten extrem vorsichtig sein, z.B. sind nach Schätzungen ca. 90 % der 5 Mark-Kaiserreich-Goldmünzen gefälscht.)

Ansonsten kaufe die Münzen die Dir gefallen und die für dich bezahlbar sind.
Rollentöter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 12:17   #6 (permalink)
 
meine empfehlung:

"gebrauchte" münzen kaufen

schweiz 20 franken
österreich dukaten, gulden und kronen
deutschland 20 reichsmark
england souvereign
usw.

diese sind meist "billig" - also ohne grossen aufschlag auf den goldwert zu haben und haben kleine stückelung

ich persönlich bin aber auch der meinung, dass man 1/10 und 1/4 philharmoniker mit geringem aufschlag bekommen kann, wenn man sucht

ich weiss ja nicht um welchen betrag es geht, aber 1 dukat ist ca. 1/10 unze und wenn 1/10 im monat kein problem sein sollte, wieso nicht dukaten kaufen
bugi1976 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 12:31   #7 (permalink)
 
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Hallo Münzsammler,

Erst mal ein paar Worte zu mir:
Ich spiele gerade mit dem Gedanken mit dem Münzensammeln angefangen. Zum einen möchte ich Gold und Silber als Teil meiner Sparstrategie etablieren (Motivation ist eher Risikostreuung, weniger Wertsteigerung). Zum anderen bin ich von meinem Naturell her einfach Sammler und fand Numismatik schon in meinem Studium (Geschichte) spannend. Langweilige Goldbarren oder Papiergold kämen für mich einfach nie in Frage :) So entstand die Idee.

Jetzt meine Fragen:
1. Welche Edelmetallmengen pro Münze sind denn sinnvoll? Bei Silber hat sich scheinbar die 1 Unze als Größe etabliert. Aber bei Gold bin ich komplett ratlos. von 1/20 bis 1 Unze gibt es da ja alles in relevanten Prägezahlen. Soll man da einfach danach gehen, was angesichts des eigenen Budgets eben passt (1/10 Unze kann man sich ja gerade noch gut leisten, bei allem darüber muss man erst mal schlucken)? Oder gibt es da eine allgemeines Credo unter etablierten Münzsammlern à la "Alles unter 1/2 Unze braucht man gar nicht erst sammeln, weil zu klein, zu hoher Prägeaufschlag, etc."
2. Ist aktuell ein guter Zeitpunkt mit dem Sammeln anzufangen? Natürlich grübelt man, ob die aktuellen Preise einer Blase geschuldet sind. Allerdings ist mein Eindruck eher der, dass das Interesse an Edelmetallen keine pure Spekulation ist, sondern durch die Schwellenländer angetrieben wird. Auch wenn die Wertentwicklung nicht das ausschlaggebende Kriterium sein sollte, wer sich jetzt ne 1-Unze Goldmünze kauft beisst sich in den Hintern, wenn der Kurs auf das Vorkrisen-Niveau einbrechen sollte.
3. Welche Tipps würdet Ihr einem Anfänger sonst noch bei seinen ersten Schritten in dieses Gebiet geben?

Vielen Dank schon im voraus für alle Antworten
Hi

Ein langes hmmmmmm...

Zum rot markierten Text hast du noch nichts geschrieben. Deine Fragen zielen auf Anlage/Erhaltstrategien, was natürlich OK ist. Hast du überhaupt eine "Neigung" zu irgendwelchen Epochen/Gebieten/Herrschaftsbereichen?
Raphael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 13:59   #8 (permalink)
 
Für mich ist schon der Titel:

Einstieg ins Münzen sammeln. Welche Unzengröße ist sinnvoll?

ein Widerspruch. Entweder lege ich in Edelmetall an, dann interessieren mich Unzen, Feingoldgehalt, der Tagespreis etc.

Oder, ich sammle Münzen. Dann suche ich mir ein (oder auch zwei oder drei...) Gebiet, eigne mir Wissen dazu an und kaufe die Münzen des Sammelgebietes. Natürlich vergleiche ich vorher die Preise, um nicht überteuert zu kaufen.

Natürlich kann man auch beides nebeneinander betreiben, aber das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.

Als Anhang noch eine Münze, die ich aus Anlegersicht nie hätte kaufen dürfen ( Ich habe umgerechnet einen Preis von 516 Euro pro Unze gezahlt !!!).
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Numis-Student ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 16:03   #9 (permalink)
 
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Für mich ist schon der Titel:

Einstieg ins Münzen sammeln. Welche Unzengröße ist sinnvoll?

ein Widerspruch. Entweder lege ich in Edelmetall an, dann interessieren mich Unzen, Feingoldgehalt, der Tagespreis etc.

Oder, ich sammle Münzen. Dann suche ich mir ein (oder auch zwei oder drei...) Gebiet, eigne mir Wissen dazu an und kaufe die Münzen des Sammelgebietes. Natürlich vergleiche ich vorher die Preise, um nicht überteuert zu kaufen.

Natürlich kann man auch beides nebeneinander betreiben, aber das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.

Als Anhang noch eine Münze, die ich aus Anlegersicht nie hätte kaufen dürfen ( Ich habe umgerechnet einen Preis von 516 Euro pro Unze gezahlt !!!).
Hallo Numis-Student

Man kann doch durchaus auch Anleger-Münzen sammeln - was spricht dagegen ?
Nimm z.B. die australische Lunar-Serie. Es gibt jedes Jahr ein neues Motiv und auch die verschiedenen Größen haben ihren Reiz.

Ich persönlich sammle sowohl Anlagemünzen (z.B. Silberphils nach Jahrgängen, 10 Yuan Silberpandas) als auch Sammlermünzen (Bayerische Geschichtstaler). Diese sind aus Anlegersicht wahrscheinlich uninteressant. Trotzdem hätte ich bei einem Verkauf (sollte ich mal in finanzielle Not geraten) auch mit den Sammlermünzen einen "Notgroschen" zur Verfügung.

Wie Raphael schon meinte : Welche Epoche bzw. welche Länder interessieren Ethiel ? Davon hängt doch letztendlich sein Sammelgebiet ab.
Kempelen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 16:22   #10 (permalink)
 
Hallo,
es ist klar, dass man auch mit einer Talersammlung, einer feinen Römersammlung etc. im schlimmsten Notfall einen Notgroschen hat.

Ich sehe weiterhin folgenden Widerspruch: Wenn ich sammle, bin ich auch bereit, SAMMLERpreise zu zahlen (zB für seltene Jahrgänge bei Anlagemünzen). Ausserdem sollte man beachten: Beim Sammeln entwickelt man emotionale Bindungen zu den Objekten. (Wenn ich eine komplette Reihe mit allen seltenen Jahrgängen habe, gebe iich die nicht gerne wieder her, weil mir etwas daran liegt. Bevor ich diese aus Geldnot verkaufe, würde ich lieber mit anderen, nicht so wichtigen Dingen etwas Geld beschaffen).

Will ich anlegen, muss ich emotional bereit sein, den ganzen Schwung Anlagemünzen zu verkaufen, wenn ich entweder Geld dringend brauche oder ein hoher Gold-/Silberpreis das sinnvoll erscheinen lässt.

Ich würde auch gerne in meiner Ländersammlung Österreich gern die Silberunzen nach Jahrgang haben (exakt jeweils eine, weil es gültige Münze ist). Hätte ich nebenbei noch Geld zum Anlegen übrig, würde ich damit weitere Silberunzen horten (egal, welcher Jahrgang, welche Erhaltung)... Das wäre nur Geldreserve oder Sicherheit oder wie auch immer man das nennen möchte ;)
Schlesier gefällt dieser Beitrag.
Numis-Student ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 16:33   #11 (permalink)
 
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Will ich anlegen, muss ich emotional bereit sein, den ganzen Schwung Anlagemünzen zu verkaufen, wenn ich entweder Geld dringend brauche oder ein hoher Gold-/Silberpreis das sinnvoll erscheinen lässt.
Will man sammeln und Geld anlegen miteinander verbinden, kommt man um den Mehrfachkauf nicht herum (z.B. ein Stück für die Sammlung, weitere Exemplare als Anlageobjekte bzw. zum spekulieren).
Dazu sind aber eigentlich nur spezielle Anlagemünzen geeignet. Einen alten Taler wird man sich kaum Mehrfach kaufen ...
Kempelen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 16:38   #12 (permalink)
 
eben darum sage ich ja: entweder Münzen sammlen oder in Edelmetalle anlegen.

Oder notfalls beides parallel.
Numis-Student ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 16:40   #13 (permalink)
 
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Einen alten Taler wird man sich kaum Mehrfach kaufen ...
Ein alter Taler ist auch in der Regel zu schade, als dass man mehrere Stück davon in der Keksdose oder im alten Koffer hortet ;-)
Numis-Student ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 19:19   #14 (permalink)
 
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Will man sammeln und Geld anlegen miteinander verbinden, kommt man um den Mehrfachkauf nicht herum (z.B. ein Stück für die Sammlung, weitere Exemplare als Anlageobjekte bzw. zum spekulieren).
Dazu sind aber eigentlich nur spezielle Anlagemünzen geeignet. Einen alten Taler wird man sich kaum Mehrfach kaufen ...
Ich stimme aber Kempelen voll zu. Wenn er Serien von Anlagemünzen sammelt, dann legt er an und sammelt. Es sehe da keinen Widerspruch und bin auch Bullion Sammler (1 oz Silber), wie es Kempelen beschrieben hat, und ein bisschen Kaiserreich und was mir so Spaß macht.
Ich sehe da keinen Widerspruch, um die Versandkosten günstiger zu gestalten und meinen Lieblingshändler mir seinen günstigen Preisen etwas mehr abzunehmen, kommen halt ein paar Münzen in die Anlage und ein Stück in die Sammlung.
Bei Gold sehe ich, da 1 Unze sehr teuer geworden ist, 1/4 Unze als gängigere Größe gegenüber 1/2 Unze als Anlagemünze. Auch da gibt es interessante Serien.
Kleinere Gewichte würde ich dann als Sovereigns, Vrenelis, Dukaten usw. sammeln bzw. drin anlegen. Auf jeden Fall ist es doch schön, wenn man Sammeln und Anlegen auf diese Weise verbinden kann.

Grüße von mir
-ich- ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 19:36   #15 (permalink)
 
Wie ich schon geschrieb: ich sehe einen Unterschied, ob du von jeder Unze (Motiv, Jahrgang, Stückelung etc.) ein Exemplar sammelst, oder ob du jeweils 10 oder 50 oder 100 der günstigsten Variante in den Tresor schüttest.

Ich nehme an, du hast deine Sammlung noch. Jemand, der reiner Anleger ist, müsste eigentlich bei so einer Preisspitze wie zurzeit vorhanden, alle Münzen verkaufen, um die Gewinne auch mitzunehmen.

So, wie ich es lese, bist du in erster Linie Sammler (der hin und wieder, wenn die Preise stimmen, auch ein paar Unzen zwecks Anlage kaufst).
Numis-Student ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 22:01   #16 (permalink)
Ethiel
 
Wow, so viele Rückmeldungen! Vielen Dank dafür :)
Zum "Widerspruch". Für mich verhält es sich so, wie von Kempelen vermutet: Ich würde das Hobby betreiben aus Spaß am Sammeln, dabei wäre die Umschichtung von Kapital zu Edelmetall ein gewünschter Mitnahmeeffekt. Beginnen würde ich zunächst mit typischen aktuellen Anlagemünzen (lunar, Liberty Eagle, etc.). Kann aber gut sein, dass sich dann noch eine Neigung für ältere Münzen entwickelt. Wobei "alt" für mich 200 Jahre+ bedeutet.

Außer -ich- hat bisher leider noch keiner etwas zu gängigen Sammelgrößen, bzw. Gewichtsgrößen bei Goldmünzen gepostet. Ich will nicht anfangen etwas zu sammeln, für das sich andere Sammler kaum zu interessieren. Stimmen andere zu, dass sich 1/4 oder 1/2 Unze als gängige Größe etabliert haben? Oder ist das Sammeln der (bezahlbaren) 1/10 Unze inzwischen auch üblich?

Viele Grüße

Ethiel
  Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 22:22   #17 (permalink)
 
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Wow, so viele Rückmeldungen! Vielen Dank dafür :)
Zum "Widerspruch". Für mich verhält es sich so, wie von Kempelen vermutet: Ich würde das Hobby betreiben aus Spaß am Sammeln, dabei wäre die Umschichtung von Kapital zu Edelmetall ein gewünschter Mitnahmeeffekt. Beginnen würde ich zunächst mit typischen aktuellen Anlagemünzen (lunar, Liberty Eagle, etc.). Kann aber gut sein, dass sich dann noch eine Neigung für ältere Münzen entwickelt. Wobei "alt" für mich 200 Jahre+ bedeutet.

Außer -ich- hat bisher leider noch keiner etwas zu gängigen Sammelgrößen, bzw. Gewichtsgrößen bei Goldmünzen gepostet. Ich will nicht anfangen etwas zu sammeln, für das sich andere Sammler kaum zu interessieren. Stimmen andere zu, dass sich 1/4 oder 1/2 Unze als gängige Größe etabliert haben? Oder ist das Sammeln der (bezahlbaren) 1/10 Unze inzwischen auch üblich?

Viele Grüße

Ethiel
Hallo,
ich denke, dass du bei Silber mit Unzen, bei Gold bei Viertelunzen und größeren Stücken am besten bedient bist. Wenn du kleinere Goldeinheiten willst, würde ich dir die 1915er Dukaten aus Österreich empfehlen.
Numis-Student ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 22:27   #18 (permalink)
 
Auch 1/10oz ist durchaus üblich und sooo hoch ist der Aufschlag nun auch wieder nicht. Es hängt eben alles davon ab, wie viel du investieren möchtest und in was genau.
Ich würde an deiner Stelle auch darüber nachdenken, was passiert, wenn dann doch mal etwas wiederverkauft werden muss. Beispiel: Habe ich Geld für 3 Goldunzen und kaufe mir eben jene, müsste ich im Wiederverkaufsfall 1/3 meiner Gesamtanlage versetzen, obwohl ich vllt. nur für eine kurze Durststrecke 200-300€ in bar benötige. Insgesamt würde ich also eher zu 1/2oz greifen, da hier der Aufschlag sehr gering (gab vor ein paar Tagen sogar erst ein Angebot gänzlich ohne Aufschlag im Vergleich zu 1oz) und der Kundenkreis im Angesicht steigender Goldpreise wesentlich höher ist.
Bezüglich des Sammelgebietes schließe ich mich all jene an, die für den Anfang die gängigen Anlagemünzen empfohlen haben. Das ist übersichtlich, leicht wiederverkäuflich und zumindest nicht ganz so krass fälschungsdurchzogen.
ErfurtMünzen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-07-2012, 22:29   #19 (permalink)
 
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Wow, so viele Rückmeldungen! Vielen Dank dafür :)
...

Viele Grüße

Ethiel
Tja, so sind die manchmal hier... :))

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...
Außer -ich- hat bisher leider noch keiner etwas zu gängigen Sammelgrößen, bzw. Gewichtsgrößen bei Goldmünzen gepostet. Ich will nicht anfangen etwas zu sammeln, für das sich andere Sammler kaum zu interessieren. Stimmen andere zu, dass sich 1/4 oder 1/2 Unze als gängige Größe etabliert haben? Oder ist das Sammeln der (bezahlbaren) 1/10 Unze inzwischen auch üblich?

Viele Grüße

Ethiel
Ich glaube es gibt eigentlich keine "gängige" Größe für Anlage-Goldmünzen. Hier sammelt jeder wohl was ihm gefällt und er bezahlen kann. Die einen schwören auf ganze Unzen, die anderen meinen, dass eine kleine Stückelung sinnvoller ist, da man bei evtl. nötigen Verkäufen seinen wirklichen Bedarf besser steuern kann. Anlagegold würde ich das kaufen, was ich gerade am günstigsten bekomme. Da gibts viele Möglichkeiten.

Bei Sammlermünzen ist die Auswahl meist nicht so groß, da sind oft nur wenige Stückelungen der Typen vorhanden. Beim Kaiserreich z. B. 5, 10 und 20 Mark in Gold, dafür gibt es halt etliche Königreiche und Fürstentümer zur Auswahl.

Die Entscheidung in beiden Bereichen musst Du selber treffen, je nach Deinen persönlichen Möglichkeiten. Verkaufen kannst Du alles wieder, und die vermeintlich teure Zehntel-Unze kriegst Du normal auch wieder teurer los.
Eric7 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15-07-2012, 22:44   #20 (permalink)
 
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Ein alter Taler ist auch in der Regel zu schade, als dass man mehrere Stück davon in der Keksdose oder im alten Koffer hortet ;-)
Für Reichsgold empfielt sich der Aufbewarungsort " Dachboden " ; zumindest, wenn man den Ebay - Lyrikern glauben darf...
Tulitei, jjjaaade und AM1978 gefällt dieser Beitrag.

Geändert von Kronerogøre (15-07-2012 um 22:47 Uhr)
Kronerogøre ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-07-2012, 16:13   #21 (permalink)
 
Hallo zusammen!

Ich sehe grundsätzlich kein Problem darin, Münzen sammeln und Edelmetall horten zu kombinieren. Man muß sich nur überlegen, welches Gebiet sich dafür eignet.

Im Bereich "Silber" eignen sich meiner Meinung nach z.B. hervorragend die Silber-DM-Zehner der BRD:
Kann man schön sammeln, es gibt sehr gut (im Sinne von stgl) erhaltene Stücke für mehr oder weniger den Silberpreis und man kann auch mal problemlos wegen einer einzelnen Münze ein Lot kaufen und den Rest in die Silberkiste legen, da der Preis solcher Lots in der Regel in der Nähe des Silberpreises liegt.
Es ist ein abgeschlossenes, überschaubares Sammelgebiet, bei dem man eigentlich nicht viel falsch machen kann und trotzdem was Schönes zusammen bekommt.

Und wenn mal wirklich die Axt am Baume ist, lassen sich die Dinger auch problemlos wieder verkaufen und ggf. hinterher erneut wieder kaufen, da die Auflage ja nicht unbedingt klein war!

Somit passen die BRD-Silber-Zehner eigentlich schon recht gut ins "Beuteschema" von Ethiel (Zitat: "Zum einen möchte ich Gold und Silber als Teil meiner Sparstrategie etablieren (Motivation ist eher Risikostreuung, weniger Wertsteigerung). Zum anderen bin ich von meinem Naturell her einfach Sammler und fand Numismatik schon in meinem Studium (Geschichte) spannend.").

Gruezi wohl
Alex.
Tulitei und Silberheini gefällt dieser Beitrag.

Geändert von AM1978 (16-07-2012 um 16:15 Uhr)
AM1978 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-07-2012, 21:58   #22 (permalink)
 
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(Zitat: "Zum einen möchte ich Gold und Silber als Teil meiner Sparstrategie etablieren (Motivation ist eher Risikostreuung, weniger Wertsteigerung). Zum anderen bin ich von meinem Naturell her einfach Sammler und fand Numismatik schon in meinem Studium (Geschichte) spannend.").
Ich kann die Sammler verstehen, die 10-DM-Gedenkmünzen sammeln (ich habe sie natürlich auch komplett): Leicht mit der Literatur zu erfassen (Ein einigermassen aktueller Jaeger reicht), günstig zu bekommen, Silber ist auch enthalten...

Trotzdem, ich würde raten, zweigleisig zu arbeiten: Silberunzen bzw. Anlagegold zur reinen Absicherung, parallel dazu Münzen, die zu den Schwerpunkten des Geschichtsstudiums passen, oder die einen persönlich interessieren. Das wären nach meinem Gefühl eher ältere Prägungen (deutsches Kaiserreich, Altdeutschland, Mittelalter, Antike). Und, wie auch vorher schon angedeutet: ein zu vernünftigem Preis eingekaufter Taler ist ebenso im schlimmsten Fall wieder zu Geld zu machen.
Numis-Student ist offline   Mit Zitat antworten
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