Hallo, habe ein 10 Mark Goldm. Friedrich von Baden 1873 G bei der man auf einer Seite die Lötreste einer Ösebefestigung sieht. Hat diie Münze nur noch Materialwert zum Einschmelzen oder kann ich sie in meiner Sammlung
lassen, wie hoch ist ung. die Wertminderung. Ich habe in den letzten Jahren immer mal Münzen gekauft mich aber nie so richtig damit befasst, das soll sich ändern - will Ordnung in meine Sammlung bringen.
Ähnliche Themen sind bestimmt schon besprochen worden, habe aber leider nichts gefunden, ich bitte um nachsicht.
Danke - mfg - Harald Maurer
also, ich trau mich mal vorsichtig ran, bitte um korrektur, falls es falsch sein sollte.
Eine Wertminderung ist das garantiert, da der Erhaltungsgrad ca. 1 bis 2 Stufen schlechter wird.
Jedoch ob Sie für Dich sammelwürdig ist, bestimmst alleine Du.
Was den Wert anbelangt, glaube ich nicht, dass er alleine deshalb auf den Goldwert abfällt. Ohne Photos wird eine ungefäre Einschätzung des Erhaltungsgrades nicht möglich sein.
tippe aber auf (Bitte hierauf nicht zählen, bin noch Anfänger)
s mit Lötstellen Goldpreis
ss mit Lötstellen ca. 80,-€
vz mit Lötstellen ca. 120,-€
In solchen Fällen kann man das nicht pauschal sagen.
Man muss es sehen - und jeder hat dann seine eigene Vorstellung von Preisminderung. Jedenfalls ist es für einen Händler ein sprichwörtlicher Ankerpunkt für die Preisschraube. Der gleiche Händler wird dann später den potentiellen Käufern sagen, dass das alles nicht so schlimm sei, und sich durch diese exzellent entfernte Öse am Preis nicht viel ändern würde.
Ich würde bei einer professionell entfernten Öse (wenn ich Interesse an solchen Münzen hätte, was nicht der Fall ist) bei einer solchen Münze in ss sicher ein Drittel weniger als Marktpreis zahlen wollen. Wäre die Öse unsachgemäss entfernt, würde ich auch nur noch Goldwert bezahlen.
Offensichtliche Makel an Münzen (wie Randfehler, Henkelspuren, Reinigungsspuren, grosse Macken etc.) sind immer ein Problem, wenn man eine Münze verkaufen will.
Kürzlich habe ich mich, was Verkauf von "kaputten" Münzen angeht, doch gewundert - ich habe einen 1/2 Rupie DOA in feinem Stempelglanz (vom Eindruck her fast EA) verkauft. Die war aber leider auf der Vorder- und Rückseite berieben - viele Haarlinien waren sichtbar. Ich habe sie mit Riesenfotos und einer Top-Beschreibung bei ebay eingestellt. Dennoch habe ich sie für €134 nach Tschechien verkauft (und eine gute Bewertung bekommen). Ohne die Makel wäre eine solche Münze etwa €220-€250 wert. Meine erste Idee war, dass ich vielleicht €60-€70 dafür bekomme. Ich war also recht positiv überrascht. http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...tem=8386483543
Hallo jeggy, die vielen kleinen Krater auf Deiner Münze deuten daraufhin, dass sie mal dick verkrustet war und sie jemand unsachgemäß (mechanisch) davon befreit hat. Daher meine Vorliebe für die chemische Reinigung. Die Krater wären die gleich, aber ohne diese Kratzspuren, die dem Stück ein etwas unnatürliches geben.
Bei mir wäre jetzt daraus ein sehr schönes ss gemacht worden, mit natürlichen Benutzungsspuren. Die Münze wird dadurch nicht besser aber ansehnlicher. Gruß diwidat
Noch etwas zu Ösen. Früher wurden Münzen mit Henkelspuren zu 1/10 bis 1/4 des normalen Handelswertes gehandelt (außer, sie waren richtig selten)
Damals war es der einzigste Weg für mich, alte Münzen preiswert zu erwerben.
Das muss sich heute gewandelt haben. Wenn ich gehenkelte Stücke in Auktionen sehe, werden Sie fast so hoch beboten wie die ungehenkelten, aber etwas schlechter aussehenden gleichen Münzen. (-> bei den Talern ist das etwas anders als bei Euros)
Nein, Dieter das sind keine Krater. Das mit den Kratern ist in dem anderen
Thread - der mit dem Klumpen...
Die Münze, die ich von einem Erben erworben hatte, der die Sammlung erst
nach Jahrzehnten in einer grossen Kiste entdeckt hatte, wurde jahrzehntelang
in einem Papiertütchen gelagert, das gibt eine, manchmal eben fleckige,
hauchdünne und milchige Schicht auf der Münzoberfläche.
Viele Stücke dieser äusserst wertvollen Sammlung wiesen übrigens genau
den gleichen Effekt auf. Die meisten Stücke landeten in Saalauktionen und
gingen ab wie Hasso...
Die Münzoberfläche dieses Stücks ist glatt wie ein Babypopo - bis auch die
Bereibungsspuren, irgend jemand der es besonders gut gemeint hat, hat aus
der Sammlung einige wenige (zum Glück nur wenige) Spitzenstücke berieben
- vermutlich mit einem gröberen Putztuch.
Der Kinderpopo zeigt aber doch noch Narben, die meistens unter Krusten entstehen. Begriffe wie Lokalelement (elektrostatische Korrosion) oder Korngrenzenkorrosion (chemisch) schwirren hier rum.
Wie gesagt, keine Manipulationsspuren.
Auch nicht unter 10facher Vergrösserung.
Es wäre auch etwas seltsam: Alle Silbermünzen wiesen diese Merkmale auf,
amerikanische, Kaiserreich, Kolonien, Österreich usw. Die ganze Sammlung.
Und alle sollen Krater durch entfernte Korrosion aufweisen?
Und die Auktionare wie UBS, heritage, Künker etc. sollen alle
nicht bemerkt haben, dass die Stücke manipuliert sind?
Hier ein weiteres Stück, das ich noch besitze (auch etwas berieben)
Nach Manipulation sieht mir das auch nicht aus, eher nach einer etwas unglücklichen Patinabildung ev. entstanden durch die Verpackung oder schwitzen nach zu kalter Lagerung.
Ich hätte sie auch gekauft und einfach getaucht
Offensichtliche Makel an Münzen (wie Randfehler, Henkelspuren, Reinigungsspuren, grosse Macken etc.) sind immer ein Problem, wenn man eine Münze verkaufen will.
Mist, dann habe ich mir die ganze Arbeit ja umsonst gemacht. Ich sitze seit Tagen und löte schöne Ösen an meine Goldeuros.
Hab einen Goldschmied gefunden der mir für 5 Euro Ösen an meine 20 Mark
Gomüs lötet. Hab 10 Stück die über 8 Gramm wiegen - kann die dann als Goldanhänger verkaufen, aus Gold sind alle - Säuretest. Die Ösen nehmen wir von einer alten Goldkette. Gomües-mobile, danke fuer den Tip.
mfg - Harald Maurer