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Goldmünzen Hier finden Sie alle Informationen zu Goldmünzen - Anlagemünzen und dem Thema Gold im Allgemeinen , sowie der Wertanlage.

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Alt 20-07-2006, 18:55   #1 (permalink)
 
Echtheitsprüfung Gold/Platin

Hallo,

es gibt ja Methoden um festzustellen, dass eine Münze wirklich aus einem bestimmten Metall besteht (ohne die Münze zu zerstören, z.B. über elektrische Leitfähigkeit). Wo kann man sowas denn vornehmen lassen und was kostet das (speziell für Platin-Münzen)?

Grüße
Fabian
WinBlack ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-07-2006, 19:09   #2 (permalink)
 
Münzen sollte man eigentlich garnicht testen lassen. Es wird zwar nur minimal dafür etwas benötigt, aber die Münze verliert dadurch an Wert.

Für die Echtheit: Maße und Gewicht der Münze, vorallem die Dicke messen.
oder eine Tauchwägung machen (Suchbegriff Tauchwägung)
Golden-Lord ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-07-2006, 19:26   #3 (permalink)
 
Es gibt die sogenannte Röntgenfluoreszenzanalyse.
Am einfachsten kann man Metallscheiben analysieren.
Mit dieser kann man zerstörungsfrei die Materialzusammensetzung ermitteln.
Leider ist das dazu benötigte teure Gerät nicht sehr oft anzutreffen.
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-07-2006, 20:13   #4 (permalink)
 
Analysen mit Hilfe der Röntgenfluoreszenzanalyse kann ich durchführen. Eine Münze geht mal so kostenlos, bei mehreren muss man sich mal unterhalten (ist aber sicherlich nicht teuer). In einem Labor werden da teils schon heftige Preise verlangt, je nachdem wieviele Elemente bestimmt werden sollen. Auch darf man den Anschaffungspreis von ca. 100.000 Euro für solch ein Gerät nicht ausser acht lassen.

Gruß Michael
namibia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-07-2006, 21:04   #5 (permalink)
 
So weit ich weiß, bezieht sich diese Analyse aber nur auf die an der Oberfläche liegenden Metallmoleküle. (-> oder heiß das heute Mollekühle? )

Aus Erfahrung mit meinen stark vergoldeten (Walzgolddublé mit 0,1 bis 0,2 mm Schichtdicke) amerikanischen Uhrengehäusen, dass Leute sie sogar angefeilt haben und immer noch gutes Gold fanden.
Da kann ich mich aber auf die amerikanischen Stempel verlassen ob es solid oder nur plated ist.
diwidat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-07-2006, 22:19   #6 (permalink)
 
Die Eindringtiefe des Röntgenstrahles ist materialabhängig und sicherlich keine 100 oder 200 Mikrometer hoch. Allerdings ist die Eindringtiefe bei der RFA erheblich grösser als bei einer Mikrosonde mit EDX Zusatz. Das wird oft verwechselt. Die Eindringtiefe beträgt z.B. bei Kupfer mit einer Rhodiumröntgenröhre ca. 50 Mikrometer.

Gruß Michael
namibia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-07-2006, 09:19   #7 (permalink)
 
Ich will das Thema nicht zerstören, aber ist es nicht letztlich günstiger, einen kleinen Aufpreis dafür zu bezahlen, die Münzen aus vertrauenswürdiger Quelle zu beziehen ? Schon eine genaue Waage für eine verläßliche Tauchwägung wird sich nicht so schnell amortisieren.

Ich kann vom Aussehen her Platin, Silber und vernickeltes Eisen nicht unterscheiden. Ich kenne auch keine Platinmünze gut genug, um vom Augenschein auf die Echtheit zu schließen. Deshalb würde ich bestimmt keine Platinmünze bei Betrügerbay kaufen.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-07-2006, 19:20   #8 (permalink)
 
Ich will das Thema nicht zerstören, aber ist es nicht letztlich günstiger, einen kleinen Aufpreis dafür zu bezahlen, die Münzen aus vertrauenswürdiger Quelle zu beziehen ? Schon eine genaue Waage für eine verläßliche Tauchwägung wird sich nicht so schnell amortisieren.
Da gebe ich dir 100% recht, Dieter. Die Frage war allerdings nach Möglichkeiten der Materialbestimmung. Ich finde es schon interessant, wenn man weis, welche Möglichkeiten es gibt, auch wenn viele davon in der Praxis für den "normalen" Menschen nicht anwendbar sind.

Gruß Michael
namibia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-07-2006, 20:59   #9 (permalink)
 
Ja, das ist richtig.
Mein Einwurf war nicht ganz passend.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2006, 08:06   #10 (permalink)
 
Also ich habe mich gestern bei Pro Aurum erkundigt. Die führen lediglich eien Gewichts- und Größenvermessung durch. Es seien bisher zumindest bei Platin keine Fälschungen bekannt, da es nur Iridium und Plutonium mit ähnlichem Gewicht gäbe und keine Metallkombination, die bei gleicher Dicke und Gewicht die Münze immitieren könne. Auch eine Art der Sicherheit...
WinBlack ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2006, 08:14   #11 (permalink)
 
Erste Anhaltspunkte liefern Gewicht und Durchmesser der Platinmünze.

Stimmen die nicht, dann braucht man erst garnicht zu kaufen.

Eine zusätzliche Dickenmessung mit einer Schubleere kann helfen, plumpe Fälschungen aus viel leichterem Material zu erkennen. Dazu muss man aber ungefähr wissen, wie dick die Originale sind.

Genauere Aussagen als die Dickenmessung liefert die Tauchwägung, die im Vergleich dazu aber recht umständlich ist.

Sammler, die mit dem zu erwerbenden Münztypus vertraut sind, betrachten die Münze sorgfältig unter der Lupe. Wirkt die Münze nicht so, wie die bekannten Originale, dann lässt man es besser sein.

Mehr kann ein "normal" ausgestatteter Sammler nicht machen.

Profis würden die elektrische Leitfähigkeit oder die Ultraschalleitfähigkeit mit teuren Prügferäten messen. Wissenschaftler würden die Röntgen-Flouressenzanalyse anwenden, um so (bei älteren Stücken oder Stücken aus einem homogenen Metallvorrat) über die im Metall enthaltenen Spurenelemente weitere Rückschlüsse ziehen zu können.
mesodor39 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2006, 11:06   #12 (permalink)
 
Also ich habe mich gestern bei Pro Aurum erkundigt. Die führen lediglich eien Gewichts- und Größenvermessung durch. Es seien bisher zumindest bei Platin keine Fälschungen bekannt, da es nur Iridium und Plutonium mit ähnlichem Gewicht gäbe und keine Metallkombination, die bei gleicher Dicke und Gewicht die Münze immitieren könne. Auch eine Art der Sicherheit...
Ich hab mal ein bißchen gegoogelt:



Es ist wirklich nicht zu erkennen, womit man Platin sinnvoll (aus Betrügersicht) imitieren könnte. Metalle vergleichbarer Dichte sind entweder teurer als Platin oder sie kommen von der Farbe her nicht hin. Osmium riecht sogar streng.

Alles, was silbrig aussieht, ist viel leichter als Platin.
O.k., mit versilbertem Wolfram könnte man vielleicht reingelegt werden. Also beim Münzkauf immer eine Feile dabei haben.

Geändert von Bukanier (22-07-2006 um 11:10 Uhr)
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2006, 12:28   #13 (permalink)
 
Ich halte die Dichtemessung ebenfalls für die einzige sinnvolle (und vom Aufwand am ehesten zu realisierende) Methode. Vor kurzem habe ich mal bei ebay eine Auktion gesehen, in der der Verkäufer bei einer Medaille, die nachweislich nur als versilbert existiert eine aufwendige Oberflächenanalyse mit angegeben hat, nach deren Ergebnis es sich um fast reines Silber handelte. Das Ergebnis war also eindeutig falsch!
Gruß Medaille
Medaille ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2006, 13:15   #14 (permalink)
 
Auf diese Diskrepanz mit der Oberflächenprüfung nach namibia hatte weiter oben schon hingewiesen. Wenn eine dickere Versilberung oder Vergoldung vorliegt kann die Oberflächenprüfung keine sichere Aussage bringen, sondern nur die anderen Kriterien wie Gesamtgewicht, spezifisches Gewicht und Durchmesser/Dicke.
Wie mache ich bei meinen Uhren eine Tauchwägung? Hat jemand Erfahrungen?.
diwidat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2006, 14:32   #15 (permalink)
 
Kann mir evtl. jemand erklären wie eine Tauchwägung funktioniert? Bei Google springt leide rnicht viel nenensweres raus. Oder hat jemand nen Link mit Bild?
WinBlack ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-07-2006, 15:42   #16 (permalink)
 
Kann mir evtl. jemand erklären wie eine Tauchwägung funktioniert? Bei Google springt leide rnicht viel nenensweres raus. Oder hat jemand nen Link mit Bild?
Mit dem google, das ich habe, kommen massenhaft brauchbare Links zum Vorschein. Einen habe ich vorhin auch noch hier eingestellt. Du mußt lesen, Bilder braucht man nicht.

Auch eine Forumssuche führt schnell zum Ziel.
Guckst Du hier: http://www.emuenzen.de/forum/goldmue...=tauchw%E4gung
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
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