07-08-2006, 20:08
|
#4 (permalink)
|
|
|
Hallo Cusco
Ich versuche mal, ein paar Angaben aus einem niederländischen Katalog zu übersetzen und ein paar eigene Worte hinzuzufügen.
10 Gulden in Gold mit dem Portrait der Königin Wilhelmina wurden in der Zeit von 1892 bis 1933 geprägt. Im Laufe dieser Zeit hat sich das Äussere der Königin altersbedingt verändert, so dass dreimal ein neues Portrait die 10 Gulden zierte. Das heisst, es gibt vier verschiedene Typen.
Der erste Typ wurde 1892 (nur 61 Stück!), 1895 (nur 149 Stück!) und 1897 (453.696) geprägt und zeigt das Portrait der sehr jungen (mädchenhaften) Königin ohne Krone mit langen Haaren und Blick nach links. Das Münzmeisterzeichen ist eine Hellebarde, Zeichen des Münzmeisters H.L.A. van den Wall Bake (1888-1909). Das Portrai wurde von W.J. Schammer entworfen.
Der zweite Typ wurde 1898 (99.239) geprägt und zeigt das Portrait der jungen Königin mit Krone, hochgesteckten Haaren und Blick nach rechts. Auch hier ist das Münzmeisterzeichen eine Hellebarde. Das Portrai wurde von C. Pander entworfen.
Der dritte Typ wurde 1911 (774.544), 1912 (3 Mio.), 1913 (1.133.476) und 1917 (4 Mio.) geprägt und zeigt das Portrait der reiferen Königin mit Krone, hochgesteckten Haaren und Blick nach rechts. Das Münzmeisterzeichen ist ein Seepferdchen, Zeichen des Münzmeisters C. Hoitsema (1909-1933). Das Portrai wurde von J.C.Wienecke entworfen.
Der vierte Typ wurde 1925 (2 Mio.), 1926 (2,5 Mio.), 1927 (1 Mio.), 1932 (4.323.952) und 1933 (2.462.101) geprägt und zeigt das Portrait der noch reiferen Königin mit Krone, hochgesteckten Haaren und Blick nach rechts. Auch hier ist das Münzmeisterzeichen ein Seepferdchen. Das Portrai wurde auch von J.C.Wienecke entworfen.
Bei allen vier Typen wird vor Fälschungen gewarnt. Alle vier Typen haben die gleichen technischen Eigenschaften: 6,72 g 900er Gold, Durchmesser 22,5 mm, Riffelrand.
10 niederländische Gulden in Gold wurden auch schon früher unter Wilhelm I (1815-1840), Wilhelm II (1840-1849) und Wilhelm III (1849-1890) geprägt.
Wie bugi schon sagte: der Ausgabeanlass war genau der, für den eine Münze eigentlich gedacht ist. Es handelte sich um Umlaufgeld.
|
|
|