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Goldmünzen Hier finden Sie alle Informationen zu Goldmünzen - Anlagemünzen und dem Thema Gold im Allgemeinen , sowie der Wertanlage.

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Alt 20-01-2007, 18:18   #1 (permalink)
 
Echtheit von Gold prüfen - wie?

Hallo miteinander,

wenn ich bei der sog. "Betrügerbucht" eine Goldmünze erstehe, wie kann ich am einfachsten feststellen, ob diese auch wirklich 100% echt ist?

Gewicht? Oberflächenprüfgerät?

Antwort würde meiner Meinung nach übrigens gut in die FAQ passen.

Dann wäre da noch die Frage... was lässt eine Bank beim Ankauf noch unter "gutem Zustand" durchgehen?
Fr0stbeule ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-01-2007, 18:21   #2 (permalink)
 
Von einigen Münzen gibt es keine Fälschungen, Beispiel 100 € Deutschland.
Ansonsten ist das Gewicht immer die erste Hürde.
Raphael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-01-2007, 18:26   #3 (permalink)
 
Was nicht ist, kann ja noch werden Danke für den Tipp

Habe gesehen, es gibt Goldtester-Stifte für 40 Euro. K.a. ob die was taugen?
Fr0stbeule ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-01-2007, 18:31   #4 (permalink)
 
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Hallo miteinander,

wenn ich bei der sog. "Betrügerbucht" eine Goldmünze erstehe, wie kann ich am einfachsten feststellen, ob diese auch wirklich 100% echt ist?

Gewicht? Oberflächenprüfgerät?

Antwort würde meiner Meinung nach übrigens gut in die FAQ passen.

Dann wäre da noch die Frage... was lässt eine Bank beim Ankauf noch unter "gutem Zustand" durchgehen?
Ich würde reinbeißen - wenn es süß schmeckt, sind es Schokoladentaler !
diwidat gefällt dieser Beitrag.
Tobias Honscha ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-01-2007, 18:36   #5 (permalink)
 
Was nützt es dir zu erfahren, was auf der Oberfläche für ein Gold ist?

1. Wiegen
2. Literatur oder Fachleute ausquetschen
3. Fälschungsgefährdete Stücke nur im Fachhandel kaufen, da gibt es Sicherheiten
4. Wer glaubt bei Goldmünzen nach dem Motto "Geiz ist geil" zu verfahren, ist ein Idiot!
bofried gefällt dieser Beitrag.
Raphael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-01-2007, 19:02   #6 (permalink)
 
Also die "normalen" Goldmünzen die zum Goldpreis gehandelt werden ( Krügerrand und Co.) kann man relativ einfach prüfen. Einfach die Dicke und den Durchmesser messen und die Münze wiegen. Wenn alles stimmt ist die Münze echt.
Bis auf die Münzen des Kaiserreiches ( Wilhelm I und II) mit denen Banken handel gibt es recht wenig Fälschungen.


Die Banken verstehen unter "gutem Zustand" Münzen die für einen Laien "in Ordnung" aussehen.
Historische Münzen wie die o.g. Reichsgoldmünzen sind eingentlich mindestens ss.
Bei den Barrenmünzen stellt sich die Problematik eher weniger da Krügerränder, Maple Leaf's usw. eh nicht im Umlauf waren. Kleinere "Macken" sind sicherlich normal.


Grundsätzlich haben die Banker keine Ahnung von Münzen und so kann man echte Schnäppchen machen. Ich habe bei meiner Bank jetzt schon zweimal eine originalverpackte (mit der Bewertung 98 und 99 ) PP Krügerrandmünze der S.A. Mint zum Normalpreis bekommen.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-01-2007, 23:43   #7 (permalink)
 
Wie prüfen Juweliere den Goldgehalt? Bzw die karatzahl?
Und wie kann ich das als Privatmann selber machen?
Gibt´s da günstige Sets / Möglichkeiten?
Lord Vetinari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-01-2007, 13:52   #8 (permalink)
 
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Wie prüfen Juweliere den Goldgehalt? Bzw die karatzahl?
Und wie kann ich das als Privatmann selber machen?
Klar, mit Ahnung. Man kann das Münzbild und Prägeeigentümlichkeiten bestimmter Münzen zur Identifizierung heranziehen und die physikalischen Eigenschaften (Gewicht, Abmessungen, Magnetismus, Klang) wiedererkennen oder mit den Katalogdaten vergleichen.
Wie schon gesagt war, hat man schon viel Sicherheit, wenn das spezifische Gewicht stimmt. Suche hier oder bei Google nach "Tauchwägung".

Geändert von Bukanier (21-01-2007 um 13:54 Uhr)
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-01-2007, 14:24   #9 (permalink)
 
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Klar, mit Ahnung. Man kann das Münzbild und Prägeeigentümlichkeiten bestimmter Münzen zur Identifizierung heranziehen und die physikalischen Eigenschaften (Gewicht, Abmessungen, Magnetismus, Klang) wiedererkennen oder mit den Katalogdaten vergleichen.
Wie schon gesagt war, hat man schon viel Sicherheit, wenn das spezifische Gewicht stimmt. Suche hier oder bei Google nach "Tauchwägung".
Servus Bukanier,

es geht mir nicht nur um Münzen, sondern um Gold allgemein.
Die Maße/Gewichte aller mir wichtigen Münzen hab ich entweder auf Internetseiten oder in Papierform vorliegen.
Aber manchmal kommt man ebn auch an Sachen ran (Medaillen, Schmuck usw), die nicht gepunzt sind und von denen man gern den Goldwert ermitteln möchte. Daher die Frage: Wie machen das Juweliere.
Aber wahrscheinlich ist es sinnvoller, beim Juwelier direkt nachzufragen (auch wenn der gerade nicht so doll auf mich zu sprechen ist, weil ich unsere Platinhochzeitsringe beim Direktversender gekauft habe und die 40% billiger waren).
Lord Vetinari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-01-2007, 14:38   #10 (permalink)
 
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es geht mir nicht nur um Münzen, sondern um Gold allgemein.
Verstehe. Dann bleibt als selbst durchführbare Probe nur die Tauchwägung. Das Problem ist nur, daß man bei ungemünztem Goldmaterial die Legierung nicht kennt, und damit wird die Sache unsicher.

Wie machen das Juweliere.
Gute Frage. Die müssen ja einige physikalische Verfahren eingeübt haben, mit denen sie ohne großen apparativen Aufwand Legierungen mit geringerem Goldanteil von vergoldetem Blei unterscheiden können. Mal sehen, ob sich hier einer in der Juwelierstätigkeit auskennt.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-01-2007, 14:39   #11 (permalink)
 
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...Aber manchmal kommt man ebn auch an Sachen ran (Medaillen, Schmuck usw), die nicht gepunzt sind und von denen man gern den Goldwert ermitteln möchte...
Oft genug erfährt man es erst nach dem Schmelzen, um welche Zusammensetzung es sich handelt. Es ist nichts für Laien. Lass die Finger von ungewissen Sachen, einem Schnäppchen folgt stets ein Reinfall.
Raphael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-01-2007, 15:13   #12 (permalink)
 
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Oft genug erfährt man es erst nach dem Schmelzen, um welche Zusammensetzung es sich handelt. Es ist nichts für Laien. Lass die Finger von ungewissen Sachen, einem Schnäppchen folgt stets ein Reinfall.
Das stimmt. Und selbst, wenn man den Feinanteil herausbekommen könnte: Wie überzeugt man einen Käufer davon ?
Münzen haben schon ihren wohlüberlegten Sinn für private Goldbesitzer.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-01-2007, 16:00   #13 (permalink)
 
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Das stimmt. Und selbst, wenn man den Feinanteil herausbekommen könnte: Wie überzeugt man einen Käufer davon ?
Münzen haben schon ihren wohlüberlegten Sinn für private Goldbesitzer.
Da hast du völlig recht was die Münzen betrifft. Ich konzentriere mich auch auf Münzen und Barren (Willis, Österreicher, 100€) rein zu Anlagezwecken bzw als Reserve fürs Alter. Hab im Schließfach auch einen netten gefälschten 20er rumliegen (Durchmesser 22,57mm), aber solange der Goldwert paßt, ist mir das egal (wobei ich den 20er als "Kopie" zum Goldwert gekauft habe).
Aber ich bin viel auf Flohmärkten unterwegs und da kommt man ab und zu an ganz nette Sachen ran. Aber ich will ja nicht wegen jedem Stück zum Juwelier rennen.

Außerdem: Je mehr man sich mit der Materie "Gold" befaßt, umso mehr interessiert einen das ganze Drumherum. Hab noch 2 sehr gute Freunde, die auch in GOLD unterwegs sind, da ist die Frage auch schon öfters aufgetaucht. Mein Freund Marcus vertraut übrigens auf den Bisstest. Ich hab ein Problem damit, auf einer schönen Münze rumzubeissen (und sei´s nur ein Dukat von 1915).
Lord Vetinari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-01-2007, 16:38   #14 (permalink)
 
Bisstest bei 333er Gold? Dein Freund Marcus heißt nicht zufällig mit dem Nachnamen Biber?
Raphael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-01-2007, 16:43   #15 (permalink)
 
Ne ne, mein Kumpel heißt mit Nachnamen DICK.
Der beisst aber nur auf Münzen rum. Nicht auf Holz, 333er Ketten, der baut auch keine Dämme an Flüssen.
Lord Vetinari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-01-2007, 16:43   #16 (permalink)
 
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... ich bin viel auf Flohmärkten unterwegs und da kommt man ab und zu an ganz nette Sachen ran. Aber ich will ja nicht wegen jedem Stück zum Juwelier rennen.
Ja, jetzt wird mir klar, was Du prüfen willst.

Sofern eine Punzierung da ist, müßte man den Goldtest eigentlich doch überall hinbekommen. Die Tauchwägung soll in dem Fall ja nur überprüfen, ob die angegebene Goldlegierung stimmt. Die beigemischten Metalle sind bestimmt meist Kupfer und/oder Silber. Dann kann man doch ausrechnen, welches spezifische Gewicht ein goldnener Löffel haben müßte. Sein Volumen braucht man bei der Tauchwägung nicht, nur eine Waage, deren Meßbereich den Löffel + Wasserbehälter umfaßt. Dafür muß sie nicht so genau sein wie eine für Münzen. Für Münzen und Medaillen dann eine empfindlichere zweite Waage. Da gibt es bei Ibeh elektronische Dinger bis 100g für < 20 Öro.

Zwei Waagen + 1 Wassertopf - die Ausrüstung für den mobilen Einsatz wäre doch bezahlbar. Nur ungekennzeichnetes Gold müßte man dann liegenlassen, aber dem würde man ja sowieso mißtrauen.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-01-2007, 16:50   #17 (permalink)
 
Die Waagen hab ich, das wäre kein Problem. Die Kleinwaage hab ich auch immer auf dem Markt mit dabei, ebenso die Lupe usw.
Deine Lösung funktioniert, aber..
Sie artet in Arbeit aus! Daher die Frage nach einer einfachen Lösung.
Hab mal gehört, daß Juweliere einen Abstrich von den Münzen machen, irgendwas mit Säure. Bin mir aber nicht sicher. Werd wohl in nächster Zeit mal beim Juwelier nachfragen.
Lord Vetinari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-01-2007, 16:54   #18 (permalink)
 
Es gibt auch eine Art "Schmiergelpapier" mit denen man den Goldgehalt bestimmen kann. Bei den Sachen sieht man dann natürlich einen leichten Abrieb.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-01-2007, 17:04   #19 (permalink)
 
[IMG]file:///C:/DOKUME%7E1/Alex/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-1.jpg[/IMG]
Lord Vetinari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-01-2007, 02:02   #20 (permalink)
 
Uh, wenn man das Goldteil anschleifen darf, ists in der Tat einfach. Nun nicht gerade mit einer Flex,sondern mit einer Diamantnagelfeile, um durch eine eventuelle Vergoldung hindurchzukommen.

Eine Münze beschädigst Du dadurch allerdings.

Hier gibts Säureprüfkästen, ich habe selber so einen. Kostet knapp 50,- , bei Ebay gibts billigere, die aber meist nichts taugen (schlechte Säuren, also ungenau).

Es wird ein Abstrich auf einem Prüfstein gemacht, den man dann mittels der passenden Säure prüfen kann.

Beispiel: Ich habe einen Anhänger, 585 gestempelt, den feile ich an einer unauffälligen Stelle leicht an. Mit dieser Stelle ziehe ich auf dem Prüfstein einen kräftigen Strich.

Nun kommt die 585er /14K Prüfsäure zum Einsatz. Bleibt der Strich, teste ich mit 750er /18K Säure. Löst diese den Strich auf, ists 585er.

Löst die 585er Säure den Strich aber auf, ists kein 585er. Dann teste ich mit 333er /8K Säure. Bleibt der Strich stehen, ist es 333.

Mit diesen Prüfkästen kann man von 333er bist zum Feingold alles testen.

Löst ein Strich sich nicht vollends auf, sondern bleibt ein brauner Rest, ist dieses der Kupferanteil.

Den Stein selber reinige ich penibel mit 24K - Säure und wasche ihn danach ab, anschliessend öle ich ihn.

Silberprüfungen kann man aber auch mit dem Prüfkasten vornehmen.

Generell gilt aber: Ohne Ahnung und echte Grundkenntnisse Finger weg von Gold und Silber.

---

Hoffe, geholfen zu haben
devlin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-01-2007, 09:26   #21 (permalink)
 
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Uh, wenn man das Goldteil anschleifen darf, ists in der Tat einfach.
...
Danke für die sachkundige und verständliche Erläuterung des Verfahrens. Ich hatte noch nie von dieser Methode gehört.

Generell gilt aber: Ohne Ahnung und echte Grundkenntnisse Finger weg von Gold und Silber.
Ja, das kann man nur unterstreichen.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-01-2007, 09:45   #22 (permalink)
 
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Uh, wenn man das Goldteil anschleifen darf, ists in der Tat einfach. Nun nicht gerade mit einer Flex,sondern mit einer Diamantnagelfeile, um durch eine eventuelle Vergoldung hindurchzukommen.

Eine Münze beschädigst Du dadurch allerdings.

Hier gibts Säureprüfkästen, ich habe selber so einen. Kostet knapp 50,- , bei Ebay gibts billigere, die aber meist nichts taugen (schlechte Säuren, also ungenau).

Es wird ein Abstrich auf einem Prüfstein gemacht, den man dann mittels der passenden Säure prüfen kann.

Beispiel: Ich habe einen Anhänger, 585 gestempelt, den feile ich an einer unauffälligen Stelle leicht an. Mit dieser Stelle ziehe ich auf dem Prüfstein einen kräftigen Strich.

Nun kommt die 585er /14K Prüfsäure zum Einsatz. Bleibt der Strich, teste ich mit 750er /18K Säure. Löst diese den Strich auf, ists 585er.

Löst die 585er Säure den Strich aber auf, ists kein 585er. Dann teste ich mit 333er /8K Säure. Bleibt der Strich stehen, ist es 333.

Mit diesen Prüfkästen kann man von 333er bist zum Feingold alles testen.

Löst ein Strich sich nicht vollends auf, sondern bleibt ein brauner Rest, ist dieses der Kupferanteil.

Den Stein selber reinige ich penibel mit 24K - Säure und wasche ihn danach ab, anschliessend öle ich ihn.

Silberprüfungen kann man aber auch mit dem Prüfkasten vornehmen.

Generell gilt aber: Ohne Ahnung und echte Grundkenntnisse Finger weg von Gold und Silber.

---

Hoffe, geholfen zu haben
Als Goldschmied, der auch ab und zu ankauft oder bei Unsicherheit, ob ein Stückchen Golddraht oder Goldblech jetzt wirklich 14 oder 18 Kt ist, diesen Test regelmäßig durchführt, kann ich noch folgendes anmerken:

Feingold exakt testen geht leider nicht aber 21 Karat geht noch zu unterscheiden. Hilfreich ist auch ein Stern mit verscheidenen genormten Goldspitzen, mit denen man einen Kontrollstrich daneben machen kann. Dadurch kann man vergleichen welcher Strich schneller oder langsamer weggeätzt wird. So lässt sich grob abschätzen wie weit die Legierung zwischen oder neben den Standarts 8 Karat, 14 Karat und 18 Karat liegt.

Bei Zahngold oder Palladiumweissgold sind die Ergebnisse oft falsch zugunsten einer zu hohen Legierung, da die Legierungszuschläge oft ebenfalls sehr edel sind.
H Butschal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-01-2007, 10:01   #23 (permalink)
 
Die Prüfstifte( gold tester pen ) funktionieren einwandfrei, sind patentiert und das Verfahren geprüft-Sie zeigen auch 8 k an. In der Patrone befindet sich ein, mit bestimmten ( geheimen)Kristellen vermischtes Wachs. Oben am Stift ist ein Draht. Im Stift sind zwei 3 Volt Batterien. Hält man nun den Draht an eine Münze und die Stiftspitze an irgendeine andere Stelle der Münze, entsteht bei Gold ein Fleck mit einer Flüssigkeit. Diese hat je nach Goldgehalt eine Farbe von Dunkelrot bis Schwarzgrau. Dann macht man auf einem weißen Papier einen Strich mit dem Stift und wartet 1 Minute. Dabei muß das Papier unter einer Lampe liegen, am besten aber am Fenster unter Sonnenlicht. Nun bildet sich auf dem Papier aus dem Strich eine Farbe heraus.z.B Gelborange für pures Gold und Braun in Grün übergehend für 40-50 %ges Gold usw...


Eine Vergoldung wird durch sie allerdings zerstört( steht ja auch "durchbrochen" in der Anleitung). Also bei einer vergoldeten Uhr hatte ich zuerst eine Anzeige für 750ger Gold. dann beim 2.Versuch gar nichts mehr und ein grauer Fleck auf der Uhr.
Und nach dem Prüfen muß man die geprüften Gegenstände einfach mit Seife oder Silberreiniger abwaschen. Ok, für hochwertige neumodische Sammlermünzen ist der Prüfstift absolutes Gift, weil immer etwas an der Oberfläche angegriffen wird.Aber für antike und mittellaterliche Münzen ist es kein Problem.

Leider verkauft der einzige deutsche Anbieter bei Ebola die Prüfstifte für 40 Euro doppelt so teuer wie der Hersteller goldtester.com in den USA.
Ich weiß aber, daß ein deutscher Versandhandel die Dinger wohl bald in großen Mengen hier auf den Markt bringen wird, sobald alles mit dem Hersteller geklärt wurde. Letzterer will nämlich gerade sein Patent für viele Dollars verkaufen, nachdem er schon gut 5 Jahre ordentlich damit verdient hat.
Ein Nachteil der Geräte ist jedoch, daß man die Batterien unbedingt herausnehmen sollte, weil der Tester sonst nach 3 Monaten von innen schrott ist.
Das steht nirgendwo in der Anleitung. warscheinlich, damit man nach 3 Monaten einen neuen Stift kauft???

Ich hatte bereits 3 Tester und habe erst beim letzten gemerkt, daß man die Batterien herausnehmen kann. Batterien gibt es für 1 Euro im 10er set z.B bei Tedi. Allerdings benutze ich den letzten Tester nun seit 2 Jahren. Ich bin damit sehr zufrieden.
rethorn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-01-2007, 20:37   #24 (permalink)
 
Danke an Devlin, H_Butschal und rethorn für die zahlreichen und sehr aussagekräftigen Informationen!
Jetzt muß ich mich nur noch zw Tester und Säureürüfunge entscheiden... (wahrscheinlich nehm ich beide weil mich beide Systeme interessieren)
Lord Vetinari ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-01-2007, 01:49   #25 (permalink)
 
@Heinrich Butschal:

Genau. Obwohl, als Ex-Zahntechniker kann ich sagen, dass Zahngold überwiegend hochgoldhaltig ist.

Die "Prüfsterne" sind zu empfehlen, aber müssen nicht sein, ich habe mir aus zuverlässigen Legierungen Streifen abgeschnitten und markiert.

Von den "Prüfstiften" halte ich nichts, mich stossen bei Produkten "geheime" Komponenten ab und ein Goldankauf, bei dem man die Legierung nicht kennt, kann extrem teuer werden.

Ich sags nochmal: Ein Säuretest mit einem guten Säureprüfset ist blitzschnell gemacht, und nach ein bisschen Übung sehr zuverlässig, ausser bei hochgoldhaltigen Zahngoldlegierungen (DEGULOR-M), was aber irrelevant ist, da diese Legierungen sehr edel sind, hier kann man nichts gross falsch machen.

Und: immer richtig feilen vor dem Prüfen, eine 20-Mikron-Walzgoldbeschichtung ist recht dick. Sonst stehst Du irgendwann mit zugekauftem Altgold für 200,- Euro da und hast American Double
devlin ist offline   Mit Zitat antworten
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