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Alt 24-08-2009, 12:12   #1 (permalink)
 
Rote Flecken auf Goldmünzen

Hallo Foristen,

nachdem ich alle Beiträge über "rote Flecken" auf Godmünzen, Theorien über deren Entstehung bzw. Beseitigung gelesen habe, bin ich trotzdem etwas entäuscht über die Schlußfolgerungen.

Ich beziehe mich mit den folgenden Aussagen, ausschließlich auf Goldmünzen nach 1975 und mit Feinheit mindestens 986/1000.

Ich habe die "roten Flecken" gesehen/geschildert bekommen, für Goldmünzen aus ALLER WELT.

Ob 100 Euro Münzen aus Deutschland, Frankreich, Österreich. Ob 1 Unzer, 1/2 Unzer, 1/20 Unzer, 1/25 Unzer AUS ALLER WELT, überall können - müssen aber nicht - diese Flecken auftretten. Umso verblüffender, das diese teilweise erst nach Jahren/Jahrzenten auf bis dahin NICHT berührten, sondern gekapselten Münzen, von heute auf morgen auftretten.

Ein auffälliges Indiiz ist eigentlich, das die Münzen zum großen Teil gekappselt in verschlossenen Behältnissen, erst nach Herausnahme und kürzen Verweilzeiten - immer noch gekapselt - aus diesen Behältnissen, die Tendezen zu Flecken zeigen.

Hat hier vielleicht schon jemand mal eine Theorie entwickelt?

Ist es nicht vielleicht so, das wir durch unseren gewohnten technischen Standard, hier einfach zu verwöhnt sind? Das vielleicht historische Münzen, die circuliert sind, einfach hier vielleicht besser abschneiden, weil durch die Circulation - "betatschen" - evtl. das Problem in dieser Weise auftretten konnte?

Mal ganz abwegig: Ein menschliches Imunsystem das öfters mit Schmutz und Bakterien in Berührung gekommen ist, wird in der Regel wessentlich wiederstandsfähiger gegen Viren und Bakterien sein, als ein vergleichbares das aus sauberen und keimfreien Verhältnissen kommt.

Könnte das hier vielleicht ein Ansatz sein, um dieses Phaenomen etwas besser zu erklären?

Der hier im Forum geäußerte Ansatz, Verunreinigung von Prägestempeln mit Silber bzw. alleine schon die gemeinsame Lagerung von Prägestempeln für Gold und Silbermünzen, wäre alleine der Auslöser, ist für mich eigentlich sehr unbefriedigend.

Mit Grüßen aus Nürnnberg

Josuah
Josuah ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-08-2009, 13:57   #2 (permalink)
 
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Ist es nicht vielleicht so, das wir durch unseren gewohnten technischen Standard, hier einfach zu verwöhnt sind? Das vielleicht historische Münzen, die circuliert sind, einfach hier vielleicht besser abschneiden, weil durch die Circulation - "betatschen" - evtl. das Problem in dieser Weise auftretten konnte?
Tatsächlich waren durch den täglichen Umlauf/Abrieb, die deutschen Münzen 1 bis 10 Pf gegen Korrosion geschützt.
Bei Goldmünzen wäre es umgekehrt, dass Unedle würde das Edle schützen.

Alle Hinweise sprechen deutlich Richtung Silberproblematik.

-------------

Gute Gelegenheit Mal wieder an die Rostfalle bei den Pfennigen zu erinnern! Im Umlauf waren sie Top, aber in der Sammlung können sie schnell rosten, besonders, wenn sie davor gereinigt wurden.
Raphael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-08-2009, 14:08   #3 (permalink)
 
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Tatsächlich waren durch den täglichen Umlauf/Abrieb, die deutschen Münzen 1 bis 10 Pf gegen Korrosion geschützt.
Bei Goldmünzen wäre es umgekehrt, dass Unedle würde das Edle schützen.

Alle Hinweise sprechen deutlich Richtung Silberproblematik.

-------------

Gute Gelegenheit Mal wieder an die Rostfalle bei den Pfennigen zu erinnern! Im Umlauf waren sie Top, aber in der Sammlung können sie schnell rosten, besonders, wenn sie davor gereinigt wurden.
Also hier möchte ich noch eine Erfahrung zum besten geben:

Ich habe einen 100er Gold-Phil 2008 STGL, den ich vor ca. einem 11 Monaten - wie üblich ungekapselt - bezogen habe.

Den "zierte" ein wunderschöner Fingerabdruck. Ohne die Münze zu reinigen, habe ich sie verkapselt und seitdem lagert sie in einem geschlossenen Behältnis.

Als ich diesen vor ein paar Tagen wieder mal anschaute, war oh Wunder, optisch per Auge und mit Lupe, dieser Fingerabdruck, wie von Zauberhand, KOMPLETT verschwunden.

Was könnte die Ursuache für so einen Effekt sein?

Grüße aus Nürnberg

Josuah
Josuah ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-08-2009, 14:13   #4 (permalink)
 
Er ist womöglich einfach abgetrocknet, zum Glück war da wenig Fett dran.
Raphael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-08-2009, 14:20   #5 (permalink)
 
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Er ist womöglich einfach abgetrocknet, zum Glück war da wenig Fett dran.
Hallo Raphael,

worauf ich eigentlich hinaus wollte, abtrocknen gut und schön. Ich will ja nicht behaupten, das die Kapsel hermetisch nach außen abgeschlossen ist. Aber könnte vielleicht der Kunststoff der Kapsel damit etwas zu tun haben?

Und auf das beliebte Thema "rote Flecken" bezogen: Mischt hier vielleicht auch die Kunststoffkapsel in irgendeiner Weise mit?

Grüße aus Nürnberg

Josuah
Josuah ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-08-2009, 14:45   #6 (permalink)
 
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... Mischt hier vielleicht auch die Kunststoffkapsel in irgendeiner Weise mit?...
Meine Vermutung ist, dass dieser ganze Plastikkram die Münzen mit der Zeit schädigen wird. Vieleicht nicht sofort, aber nach vielen Jahrzehnten. Dabei ist es unerheblich, ob es sich dabei um Hartplastikkapseln, um Albenblätter oder um Münzrähmchen handelt. Das eine oder andere Material verlangsamt bzw. beschleunigt den Prozess höchstens. Ich wünsche mir schon lange, dass mal irgendein Hersteller Münzkapseln aus Glas herstellen würde (falls es sowas nicht schon gibt), denn ich traue Glas wesentlich mehr als dem Plastikzeug.

Sicherlich gibt es bereits Aufbewahrungsmöglichkeiten mit Glas, aber in kompakter Form wie bei den Münzkapseln habe ich das bislang noch nicht gesehen.
Lolo! ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-08-2009, 15:06   #7 (permalink)
 
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Hallo Raphael,

worauf ich eigentlich hinaus wollte, abtrocknen gut und schön. Ich will ja nicht behaupten, das die Kapsel hermetisch nach außen abgeschlossen ist. Aber könnte vielleicht der Kunststoff der Kapsel damit etwas zu tun haben?

Und auf das beliebte Thema "rote Flecken" bezogen: Mischt hier vielleicht auch die Kunststoffkapsel in irgendeiner Weise mit?

Grüße aus Nürnberg

Josuah
Die Skepsis gegenüber der "Plaste" teile ich auch. Lolo trifft da den Nagel...

Allein auf die Kapsel kann man es nicht zurückführen sein, da auch unverpackte Stücke diese Probleme haben.

Was man nahezu mit 100%er Gewissheit festhalten kann, wo Goldmünzen geprägt wurden, da waren auch schon Silbermünzen in der Mache. Eine reine Goldmünzenprägäsnahtalt ist mir nicht bekannt.

Jemand müsste sich auf die Socken machen und versierte Leute zum Thema befragen und die Meinungen zusammenstellen. Vielleicht ergäbe sich daraus ein Bild.
Raphael ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-08-2009, 16:52   #8 (permalink)
 
Hallo

Kann es sein das der Stempel mit irgendeiner Art Schneidöl in Berührung kommt ? das ist meistens auch rot und kann in geringen Konzentrationen an der Münze bleiben und später mit irgendetwas reagieren?
Nur mal so als Theorie.
Da ich mir so Pressen schon öfters angeschaut habe bei
Schuler Pressen Göppingen.
schlurch ist offline   Mit Zitat antworten
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