02-02-2012, 20:08
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#2 (permalink)
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Guten Abend zusammen,
ich sammele schon seit einigen Jahren 20-Mark-Münzen aus dem Kaiserreich (nichts extravagantes, hauptsächlich als Wertanlage). Mir ist schon aufgefallen, dass es einige Farbunterschiede in der Goldlegierung gibt, habe das aber nicht weiter als störend empfunden. Nach langer Zeit habe ich meine Sammlung mal wieder aus dem Safe geholt und ein neues Stück hinzugefügt. Dabei ist mir das erste mal ein 20-Mark-Stück Hamburg 1895 J (Jäger 212) wegen seiner satten, goldgelben Farbe aufgefallen. Ich habe den Kammeraden dann mal genauer untersucht. Maße, Gewicht, Randschrift und Prägebild alles gut. Auch mein Münzhändler hat mir die die Echtheit noch einmal bescheinigt. Er sagte mir dann, das neben den typischen Rotgoldlegierungen (900/100 AU/CU) auch tatsächlich gelbgoldene Legierungen mit Silberanteil in jener Zeit ausgeprägt wurden . Ich glaube Ihm das unbesehen weil es ja tatsächlich diese Farbunterschiede gibt, würde aber gerne noch einmal hier im Forum um eine zweite Meinung anfragen. Weiss jemand dazu etwas zu sagen? Und wenn das wirklich stimmt, wie kommt das zustande? Für den Staat waren die Gelbgoldlegegierung wegen des Silberanteils ja teuerer als reine Rotgoldlegierungen und bei der Menge der Münzen auch bestimmt kein unerheblicher Kostenfaktor. Vielen Dank schon einmal im Voraus.
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Die leichten Unterschiede der Goldfärbung lassen sich auf die Qualität der Verarbeitung zurückführen. Je besser die Zaine ausgeglüht werden, desto goldener der Ton der Münzen. Siehe hier : Mnzkunst: Herstellung von Mnzen
Silberbeimischungen hat es bis auf eine kleine Charge 1905 in Berlin geprägter Doppelkronen nicht gegeben, allerdings wurde in den hektischen Prägejahren 1872/73 der Münze in Frankfurt vorgeworfen, sie hätte das Prägegut nicht gut genug affiniert, so dass die Münzen minderwertig seien, da sie leicht springen würden.
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