Haben wir uns nicht alle schon mal darüber geärgert, dass der eigentlich ganz schöne Entwurf für eine Gedenkmünze es nur auf Platz 2 geschafft hat? Wie sahen die Entwürfe deutscher Künstler für die Euro- und Cent-Kursmünzen aus? Und was gab es eigentlich an Alternativen für die 5-DM-Münze "Germanische Museum"?
Auf diese Fragen und viele andere Themen rund um die Gestaltung der deutschen Gedenkmünzen geht ein neues Buch ein, das kürzlich bei Künker erschienen ist. Auf über 500 Seiten im Format von ca. 20 x 25 cm werden die Gedenkmünzen der Bundesrepublik einschließlich der prämierten, aber nicht ausgeführten Entwürfe abgebildet. Dazu kommen die (geprägten) Gedenkmünzen der DDR sowie einige Münzen, die es nie gegeben hat - wie etwa die Saarland-Münze (Wettbewerb 1958), die erwähnten Euro-Entwürfe oder Designs, die im Rahmen von Nachwuchswettbewerben entstanden sind.
Zahlreiche Beiträge z.B. zur Geschichte von Gedenkmünzen, zur Rolle der Münzstätten, zu Gedenkmünzen aus kunsthistorischer Sicht oder zur Gestaltung der Adler auf Sammlermünzen leiten den Band ein. Allein dieser Teil umfasst fast 200 Seiten.
Das Buch ist eine "Koproduktion" der Deutschen Numismatischen Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst, des Münzkabinetts der Staatlichen Museen Berlin und des Numismatischen Verlags Fritz Rudolf Künker. Vielleicht erklärt diese Zusammenarbeit den m.E. günstigen Preis von 19,50 Euro.
Gerd Dethlefs/Wolfgang Steguweit (Hg.):
GeldKunst - KunstGeld
Deutsche Gedenkmünzen seit 1949 - Gestaltung und Gestalter
Numismatischer Verlag Fritz Rudolf Künker, Osnabrück 2005
ISBN 3-9801644-7-0
(NB: Die ISBN bezieht sich auf die Buchhandelsausgabe - ob es das Buch tatsächlich im Buchhandel gibt, weiß ich aber nicht. Ich hatte bei der Suche kein Glück und hab's schließlich beim Verlag bestellt.)
Und nein, ich habe mit dem Buch nichts zu tun - von der Tatsache abgesehen, dass ich es seit kurzem habe und sehr interessant finde.
Tschüs,
Christian