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| Literatur Alle Infos zu numismatischer Literatur |
27-11-2006, 15:06
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#1 (permalink)
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Literatur Fälschungen
Hallo,
bei meiner weitgehend erfolglosen Suche nach Literatur über Fälschungen Neuzeitlicher Goldmünzen (insbes. Reichsgoldm / Hausmann) konnte ich vor einiger Zeit ein aus Einzelheften gebundenes Buch erwerben:
Jahrgänge 1 - 3 (1961 - 1963) "Berichte" über Münzen .... aus dem Verlag Kricheldorf in Freiburg. Darin fand ich auch einige gute Artikel über die damals neu aufgetauchten Schmidt'schen Fälschungen.
Ich habe dann den Verlag angeschrieben, ob man diese Erkenntnisse denn auch in Buchform gefasst hätte. Die Antwort war etwa so, dass "... man das Thema seinerzeit nicht weiter verfolgt ..." hätte. Auch die alten Hefte seien nicht mehr lieferbar. (Soviel zum Thema "Geheimwissenschaften / Herrschaftswissen").
Die Jahrgänge 61 - 63 können ja leider nur die "erste Münzperiode" der famosen Herrn Dr. Schmidt wiedergeben, insofern decken die Hefte den Schwerpunkt seiner Tätigkeit wohl nicht ab.
Weiss jemand, wo man die späteren Jahrgänge dieser "Berichte" mit einiger Aussicht auf Erfolg suchen kann oder besitzt jemand von Euch die Jg. ab 1964 und könnte mir oder der Forumsgemeinde sagen, ob da weitere evtl. ergiebige Beiträge zum Thema enthalten sind?
Grüße; collettore
PS: Das (alte) MT-Heft und das Buch von Weege habe ich, hätte ich mir zum Thema Hausmann allerdings ausführlicher gewünscht.
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27-11-2006, 22:24
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#3 (permalink)
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Hallo,
ich zitiere mal die Merkmale aus einem Artikel aus dem Heft 5, Nov. 1961, S. 82 – 84.
Der Art. enthält 6 Fotos, davon drei vom Rand mit einer darübergelegten echten Münze 20 M Württemberg 1913. Auffällig ist das S in „Uns“ das eher wie ein schräg stehendes Z aussieht.
Aber jetzt der Text:
„An verschiedenen Stellen des Kopfes ist die Oberflächenstruktur bei den Fälschungen grobkörnig..., ... ich will sie mit Brandflecken bezeichnen.“
Dann kommt ein Hinweis auf einen Artikel von S. 26 (Nr. 2 Juni 1961). Dort:
„Die Haarzeichnung am Kopf des Monarchen erscheint etwas weicher und wird in der Mitte des Kopfes, vor dem Ohr, ganz undeutlich. Die Schrift ist auf beiden Seiten der Münze in ihren Konturen nachgezeichnet, gewissermaßen verstärkt, und daher nicht ganz flächig und eben, sondern sie wirkt etwas holperig. ... Die Randstäbe sind merklich flacher .... Selbst die Perlen der Perlkreise überragen die Randstäbe und sind mitunter schon flachgedrückt. Die Messung der Randstäbe ergab bei einer Originalprägung 1,50 mm, bei der genannten Fälschung nur 1,35 mm.“
Also schon 1961 war man dem werten Herrn auf die Schliche gekommen. Aber wie schon geschrieben kann es sich nur um Machwerke aus seiner ersten Schaffensperiode handeln. Die Merkmale dürfen also nicht verallgemeinert werden, denn nach allem was ich gehört und gelesen habe, hat er an der Qualität gearbeitet.
Ich weiß nicht, ob ich gegen das Urheberrecht verstoße, wenn ich die Artikel hier einstelle. Vielleicht hat ja jemand aus dem Forum Kontakt zum Verlag und kann dort jemanden fragen? Aber das ist auch nicht mein Thema hier; ich möchte eigentlich nur wissen, ob jemand die Folgejahrgänge kennt und mir sagen kann, ob es sich lohnt, die Hefte im www zu suchen.
Grüße; consonamus
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28-11-2006, 11:36
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#5 (permalink)
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Du zitierst und die Quelle ist eindeutig benannt, warum sollte es da Probleme geben?
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Ja, das ist eine fast perfekte Zitation.
Aber im Allgemeinen wird hier fast nichts "zitiert", auch wenn z.B. ein ganzer Abschnitt wörtlich aus einem Katalog entnommen wurde.
Bei Gelegenheit wäre ein Aufklärungs- und Info-Thread dazu echt sinnvoll.
Gruß
kukus
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29-11-2006, 19:15
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#9 (permalink)
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Nen neuen mach ich aber darüber auch nicht auf....es kam und kommt nichts.
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Du warst doch auch auf dem "Fälschungsseminar". Kannst Du Dich noch an die einführenden Worte von H. Franquinet erinnern ?
Wenn jemand was weis wirds nicht weitergegeben um zukünftigen Fälschern dies nicht als Hinweis dienen zu lassen, was Sie bei der nächsten Fälschung verbessern müssen.
Denn wie sagte er noch, wenn Sie eine Münze (5 DM 58J) in der Hand haben, die keine der bekannten Fälschungsmerkmale zeigt ist es deshalb keine echte Münze, sondern es kann sich immer noch um eine noch bessere Fälschung handeln.
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30-11-2006, 22:17
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#10 (permalink)
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Wenn jemand was weis wirds nicht weitergegeben um zukünftigen Fälschern dies nicht als Hinweis dienen zu lassen, was Sie bei der nächsten Fälschung verbessern müssen.
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Hallo,
ist das die Meinung von Herrn Franquinet oder hat er die als Fremdmeinung weitergegeben? Das entspricht nämlich ziemlich genau der Meinung der echten Spezialisten auf diesem Gebiet, der Leute von der Bundebank. Bei denen hatte ich vor knapp 2 Jahren mal angefragt w/ Prüfung und Hilfe mit Identifizierungsunterlagen. Da bekam ich als Antwort eine Email, in der mir quasi unterstellt wurde, ich sei ein Fälscher und wollte mir nur Unterlagen zur Verbesserung der Qualität besorgen. 
Das wäre etwa so, als ob die Euroscheinfälscher im Ex-Ostblock ihre Verbesserungen aus Informationen der Bundesbank bezogen hätten. Bei den Bundesbänkern kann ich den Standpunkt noch verstehen, das sind Beamte und die walten in ununterbrochener Tradition des Gottesgnadentums; wir haben die führenden Protagonisten ja (Gott sei Dank nur noch) auf unseren Münzen.
Aber ein Fachmann wie Herr Franquinet? Mit dieser Argumentation hat sich Herr Weege in seinem Fälschungsbuch auseinandergesetzt; ich stimme H. Weege da voll zu.
Vielen Dank für Deinen Tip, Joshua, werde mich mal bemühen, auch wenn ich eigentlich mit diesem Thread die Absicht verbunden hatte, erst mal herauszufinden, ob ich da Geld investieren sollte!
Grüße; consonamus
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