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Alt 30-10-2011, 14:08   #1 (permalink)
 
Wer legt eigentlich den Wert einer Münze fest?

Ich verkaufe zur Zeit die Münzsammlung meines Vaters in Ebay. Um die einzelnen Münzen in etwa einzuordnen habe ich mir sogar einen Münzkatalog gekauft und darin teilweise Preise gesehen die mich positiv überrascht haben. Der Katalog ist von Schön. Nun wird immer gesagt, Ebay ist ideal um Münzen zu verkaufen, und ich habe hier im Münzforum eine Diskusion gelesen, da viel der Satz, " Ebay ist der Platz, wo man ehrlich sieht was Leute für Münzen bezahlen wollen"... am liebsten nämlich nichts (eigene Feststellung). Ich frage mich nur wie Münzen so einen Wert erlangen können (Katalog) wenn nicht mal annähernd der Preis gezahlt werden will.
nullahnung ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30-10-2011, 14:23   #2 (permalink)
 
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Ich verkaufe zur Zeit die Münzsammlung meines Vaters in Ebay. Um die einzelnen Münzen in etwa einzuordnen habe ich mir sogar einen Münzkatalog gekauft und darin teilweise Preise gesehen die mich positiv überrascht haben. Der Katalog ist von Schön. Nun wird immer gesagt, Ebay ist ideal um Münzen zu verkaufen, und ich habe hier im Münzforum eine Diskusion gelesen, da viel der Satz, " Ebay ist der Platz, wo man ehrlich sieht was Leute für Münzen bezahlen wollen"... am liebsten nämlich nichts (eigene Feststellung). Ich frage mich nur wie Münzen so einen Wert erlangen können (Katalog) wenn nicht mal annähernd der Preis gezahlt werden will.
Gute Frage. man muss untersuchen, wie die Besitzerinteressen gelagert sind. dazu kommt noch die Frage, wie gründlich recherchiert wird. Sowas kostet viel Aufwand. Ich beobachte einige Stücke meines Sammlegebietes, das allein ist schon aufwendig. Ein ganzes Land... oder Welt dann erst ?
Kronerogøre ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30-10-2011, 15:34   #3 (permalink)
 
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Ich verkaufe zur Zeit die Münzsammlung meines Vaters in Ebay. Um die einzelnen Münzen in etwa einzuordnen habe ich mir sogar einen Münzkatalog gekauft und darin teilweise Preise gesehen die mich positiv überrascht haben. Der Katalog ist von Schön. Nun wird immer gesagt, Ebay ist ideal um Münzen zu verkaufen, und ich habe hier im Münzforum eine Diskusion gelesen, da viel der Satz, " Ebay ist der Platz, wo man ehrlich sieht was Leute für Münzen bezahlen wollen"... am liebsten nämlich nichts (eigene Feststellung). Ich frage mich nur wie Münzen so einen Wert erlangen können (Katalog) wenn nicht mal annähernd der Preis gezahlt werden will.
Die Wertangaben in Katalogen stammen meines Wissens aus Preislisten von Händlern und Auktionshäusern.

Selbst wenn eine Münze mal zu diesem Preis verkauft wurde heist natürlich nicht das sich noch einmal ein Käufer zu dem Preis findet.
jannys33 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 30-10-2011, 15:36   #4 (permalink)
 
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... Ich frage mich nur wie Münzen so einen Wert erlangen können (Katalog) wenn nicht mal annähernd der Preis gezahlt werden will.
Du darfst die Angaben in Katalogen (nicht nur bei Münzen) eben nicht für den Wert halten. Es sind Händlerwunschpreise, nichts weiter. An Katalogen orientiere ich mich nur, um zu ermitteln, ob das eine Stück mehr wert ist als das andere. Den tatsächlichen Wert bzw. Preis eines einzelnen Stückes ermittle ich dann in der E-Bucht. Etwas ist nur so viel wert, wie jemand bereit ist, dafür zu bezahlen. Und wenn keiner etwas dafür bezahlen will, dann ist es auch nichts wert (sämtliche sentimentalen Werte mal ausgenommen). So einfach ist das. Und es gilt universell, selbst beim Materialwert: Wenn morgen der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass kaum jemand mehr Gold will, dann sinkt auch hier der Wert.
navada51 gefällt dieser Beitrag.
Lolo! ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30-10-2011, 18:25   #5 (permalink)
 
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Ich verkaufe zur Zeit die Münzsammlung meines Vaters in Ebay. Um die einzelnen Münzen in etwa einzuordnen habe ich mir sogar einen Münzkatalog gekauft und darin teilweise Preise gesehen die mich positiv überrascht haben. Der Katalog ist von Schön. Nun wird immer gesagt, Ebay ist ideal um Münzen zu verkaufen, und ich habe hier im Münzforum eine Diskusion gelesen, da viel der Satz, " Ebay ist der Platz, wo man ehrlich sieht was Leute für Münzen bezahlen wollen"... am liebsten nämlich nichts (eigene Feststellung). Ich frage mich nur wie Münzen so einen Wert erlangen können (Katalog) wenn nicht mal annähernd der Preis gezahlt werden will.
Da einige Sammelgebiete zur Zeit sehr wenig Nachfrage haben
erlaube ich mir die Frage: Um welche Münzen handelt es sich denn?

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... am liebsten nämlich nichts (eigene Feststellung).
Dieser Satz passt auf Kommerzprägungen, hoffe solche hast Du nicht.
Münzadler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30-10-2011, 20:17   #6 (permalink)
 
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......


Dieser Satz passt auf Kommerzprägungen, hoffe solche hast Du nicht.
Dieser Satz passt auf viele Kunden egal welche Branche

Für die eigene "Leistung" möglichst viel bekommen, für fremde am besten gar nix zahlen
pipdurex gefällt dieser Beitrag.
jannys33 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 15-11-2011, 18:39   #7 (permalink)
 
die Erfahrung auf ebay zeigt, dass die guten Stücke in der entsprechenden Erhaltung auch oft nahe an die Katalogpreise kommen.
Ich weiss nicht inwieweit Du die Erhaltungen Deiner Münzen einschätzen kannst, aber dies mag einer der Faktoren sein, warum Du denkst, dass keiner etwas für die Stücke bezahlen möchte.

Desweiteren:
Handelt es sich tatsächlich um Münzen ?
Sind es allerwelts Münzen, die Du anbietest ?
Was ist ein "guter " Preis ?
Zoelles ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-11-2011, 22:58   #8 (permalink)
 
Ohne dass Du uns schreibst, um was für Münzen es sich handelt und ggf. Bilder einstellst, werden wir Dir keine konkrete Einschätzung abgeben können.

Kleines Besipiel: im Schön werden z.T. DDR-Gedenkmünzen mit 40,- Euro in st bewertet, die Du bei den meisten Händlern (in st) für 5,- Euro erwerben kannst. Andere Münzen hingegen liegen sogar über den im Katalog angegeben Werten.
B555andi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-11-2011, 15:39   #9 (permalink)
 
Wer legt eigentlich den Wert einer Münze fest?

Eine interessante Fragestellung ;
Antwort: ... nur die (wir) Sammler.

An erster Stelle "sollte" der Wert ein ideeller sein, der den materiellen (dann) maßgeblich beeinflußt.
numisphil ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07-12-2011, 08:13   #10 (permalink)
 
Zu behaupten den Wert einer Münze über ebay ermitteln zu können ist völliger Unsinn.

Ein sehr großer Teil der angebotenen Reichsgoldmünzen ist z.B. falsch oder wesentlich schlechter erhalten als angegeben.
Die ebay-Preise sind also zumindestens für dieses Sammelgebiet völlig irrelevant.
Wagner und navada51 gefällt dieser Beitrag.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-12-2011, 17:23   #11 (permalink)
 
Was ist mein "gutes Stück" denn jetzt tatsächlich wert?

Auktionshaus erkennt kostbaren Perserteppich nicht - Verschätzt um Millionen - Bayern - sueddeutsche.de


Nur vordergründig OFF-TOPIC. Manche sammeln und kaufen Münzen, andere halt Teppiche.

Etwas ist genau so viel wert, wie es DIR wert ist. So schaut's aus.
Fehlprägung ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-12-2011, 12:23   #12 (permalink)
 
Hallo!

Den Schön Katalog kannst du getrost auf`s wC mitnehmen und gebrauchen...ebenso z.B. Moneytrend.
Den preis macht der Markt und nicht die Kataloge; Briefmarken werden, mit einige wenige rare ausnahmen, um ca. 5% vom Katalog gehandelt;viel Spass bei EBÄÄÄH;-)

beste Grüße
Alfred
brutuss ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11-12-2011, 13:35   #13 (permalink)
 
Solch eine pauschale Abwertung finde ich zu generell. Kataloge und Preislisten bieten bei aller Kritik an den angegebenen Bewertungen mindestens zweierlei: Informationen und Abbildungen der Münzen, was das Bestimmen und Sortieren ermöglicht, sowie mittels der Preisansätze ungefähre Hinweise auf die Häufigkeit.
Wagner und navada51 gefällt dieser Beitrag.
Dirk Bake ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-12-2011, 08:30   #14 (permalink)
 
brutuss

Da spricht mal wieder die geballte Fachkompetenz.

Die Angeben für Reichsgoldmünzen sind im Schön und im Jäger anhand der aktuellen Marktpreise bewertet.
Ausnahmen und Fehler wird es sicherlich geben.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14-12-2011, 11:54   #15 (permalink)
 
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...Etwas ist genau so viel wert, wie es DIR wert ist. So schaut's aus.
Nee, genau anders herum wird ein paar Schuhe daraus. Es ist genau so viel Wert, wie ein anderer dafür zu bezahlen bereit ist.
54321 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15-12-2011, 01:34   #16 (permalink)
 
@ 54321

Und wenn DU der andere bist?
Das ist in etwa so, wie mit Henne und Ei. Es sei denn, du hast deine veräußerbaren Sachwerte (Platinmünzen, Goldmünzen, Silbertaler, Kupferpfennige, Teppiche und sonstiges) nicht selbst gekauft, sondern geerbt, gefunden, geschenkt bekommen etc. pp.
In dem Moment aber, in dem du für eine Münze löhnst, schreibst Du selbigem Metallstück exakt den von dir hingelegten Geldwert (i. d. R. eine Zahl mit Maßeinheit €) zu - ob der von dir definierte Wert von einem andereren genau so beurteilt wird, steht in dem Fall nicht zur Debatte - es sei denn du suchst einen Käufer für dein Metallstück, insofern kann tatsächlich ein Schuh draus werden... so what

Zum Teppich: Der ursprünglichen Besitzerin und dem Augsburger Auktionator war der Teppich ganz offensichtlich kaum was wert. Hätten die beiden den Teppich aber selbst "wertgeschätzter", dann wäre die Geschichte vermutlich etwas anders verlaufen.

Geändert von Fehlprägung (15-12-2011 um 01:44 Uhr)
Fehlprägung ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12-12-2012, 10:55   #17 (permalink)
 
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brutuss

Da spricht mal wieder die geballte Fachkompetenz.

Die Angeben für Reichsgoldmünzen sind im Schön und im Jäger anhand der aktuellen Marktpreise bewertet.
Ausnahmen und Fehler wird es sicherlich geben.
Nein , da spricht die Erfahrung, oder kaufst du mir reichsgold zum Schön / MT Preis ab?

mfg
brutuss ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12-12-2012, 13:06   #18 (permalink)
 
Meine Meinung ist, dass
- Katalogpreise
- Händlerpreise
- Tauschpreise
- Ebay-Erlöse
- Sammlerwerte
alles völlig verschiedene Dinge sind.
Erst, wenn man die notwendigen Erfahrungen gesammelt hat, ist man in der Lage, den Wert einer Münze einzuschätzen. Ob das andere auch so sehen, steht in den Sternen geschrieben.
.... und ohne die Münzen zumindest auf guten Fotos gesehen zu haben, geht erst mal garnichts.
*Lilienthal-Fan* ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13-12-2012, 09:57   #19 (permalink)
 
Ich würde laienhaft eher sagen, den Preis macht der Markt.
Was ist der Markt?

Aus Wikipedia:

"Markt bezeichnet in der Wirtschaftswissenschaft das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage nach einem ökonomischen Gut (z. B. einer Ware oder Dienstleistung). Der Mindestmarkt besteht aus einem Nachfrager, einem Anbieter und einem Handelsgut. Eine auf Märkten basierende Ökonomie bezeichnet man als Marktwirtschaft.
Das Grundprinzip des Marktes ist der Tausch. Durch Verwendung eines allgemein anerkannten Tauschmittels (zum Beispiel Geld) kann der Tausch "Gut gegen Gut" (der Leistungsaustausch) über das Geld zeitlich voneinander getrennt werden.
Derjenige Preis eines Gutes, der zur Übereinstimmung von angebotener und nachgefragter Menge führt, dem sogenannten Marktgleichgewicht, wird als Marktpreis bezeichnet."

Wichtig ist dabei wohl, dass je mehr von einem Gut angeboten und es nachgefragt wird, umso eher sich ein Marktpreis bildet (z.B die 10-Euro-Sondermünzen). Je weniger das der Fall ist, umso unterschiedlicher können die Preise ausfallen, z.B. für einen antiken Denar des Rebellenkaisers Pacatian.
Bei Massenware ist´s praktisch egal, ob sie auf Ebay oder auf einem Flohmarkt gehandelt wird. Ein Silberzehner kostet halt 12 € oder 16 €.
Bei Seltenheiten besteht das Ziel darin, bei einem Verkauf möglichst viele Interessenten aufmerksam zu machen, um nicht mangels Interessenten am unteren Ende des Preisspektrums verkaufen zu müssen.

P.S.: hoffentlich stören die ganzen Links im Text nicht.
arrius ist offline   Mit Zitat antworten
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