Das ist die NP eines sog. Händlein-Hellers aus dem 13./14. Jahrhundert. Heller und Pfennige aus Schwäbisch Hall wurden aufgrund der aufgeprägten Hand so bezeichnet. Später prägten auch andere Münzstätten diese kleinen Silbermünzen.
Gibt es diese Händlein Heller nur in Silber und dadurch wißt Ihr, dass obiges Stück eine Nachprägung ist ? Oder gibt es diese auch in anderem Material ?
Oder sieht man das nur an den Zahlen, die eingeprägt sind ?
Hier ein echtes Stück sowie nochmal die Nachprägung.
Händlein-Heller gab es nur in (schlechtem) Silber. Sie stammen ja aus einer Zeit des reinen Kurant-Geldes (diese Zeit ging bis ins 16. Jahrhundert), da wurde oft ein Säckchen mit Geld abgewogen und nach Gewicht bezahlt. Ein wertloses Kupferstück wäre da unangenehm aufgefallen, keiner hätte es akzeptiert.
Die schlaue Idee mit den Scheidemünzen kam erst sehr viel später.
Die Gegenstücke zu diesen nachgeprägten kleinen Haller Hellern sind die Brakteaten, die es auch als Gelegenheits-/Gefälligkeitsprägungen von Ausstellungen und ähnlichen Veranstaltungen gibt.
Die linken zwei sind bei einer Erinnerungs-Ausstellung im Stift Quedlinburg ausgegeben worden.
Die echten davon würden mir aber wesentlich besser gefallen als diese Euro Goldmünze zu gleichem Anlass.