Kürzlich fielen mir 3 Medaillen in die Hände, die schon jahrelang in einem Kästchen bei Urlaubsmünzen lagen. Sicher gibt es einige Spezialisten, die sich mit den Medaillen auskennen. Mich würde besonders interessieren, zu welchem Anlaß und wann die Medaillen herausgegeben wurden, die Auflage und den Sammlerwert, bzw. die Nachfrage nach solchen Medaillen, bevor ich die Medaillen wieder in das Kästchen zurück legen kann, oder sich evtl. ein Sammler dafür interessiert.
Nr. 1 wiegt ca. 10,38 g, ist 2,9 cm im Durchmesser, 2,2 mm dick und besteht aus einer Messinglegierung o.ä.
Nr. 2 wiegt ca. 3,77g, ist 2,12 cm im Durchmesser, 1,5 mm dick und besteht aus Kupfer.
Nr. 3 wiegt ca 2,53 g, ist 2,2 cm im Durchmesser, 0,9 mm dick und besteht aus einer Goldbronze o.ä.
Über eine Bestimmung der Medaillen würde ich mich sehr freuen.
Die 3 Medaillen sind doch sicher nicht so selten, daß die niemand kennt, oder? Gibt es denn bei Medaillen keine Literatur, ähnlich wie bei den Münzen oder Briefmarken, die Kataloge Jäger, oder Schön, o.ä.? Vielleicht gibt es aber für Medaillen kaum Interessenten?
Wie Du schon richtig vermutest, gibt es im Gegensatz zu Münzen für Medaillen eigentlich keine Kataloge, was wohl auch daran liegt, dass ihre Anzahl unendlich, deren Ausgabeanlässe zu unterschiedlich und das Gebiet im Allgemeinen wenig überschaubar ist.
Deine Kupfermedaille aus Baden ist von Großherzog Leopold ausgegeben worden in Erinnerung an die Errichtung des Denkmals für Großherzog Karl Friedrich im Jahr 1844, welches noch heute in Karlsruhe vor dem Schloss steht.
Gruß
corrado26
Danke für die Antworten.
Es stimmt, Münzen sind doch ein interessanteres Sammelgebiet.
Das stimmst so keinesfalls. Während Münzen als Zahlungsmittel meist dann ausgegeben wurden, wenn man es für notwendig hielt - prozentual nur wenige wurden zu besonderen Anlässen ausgegeben - wurden Medaillen generell nur zu besonderen Anlässen ausgegeben. Meist sind sie künstlerisch höchst wertvoll gestaltet in einer Qualität, die man bei Münzen in aller Regel nicht findet.
Alleine die Beschäftigung mit der Geschichte, wegen der sie gestaltet wurden, ist meist hochinteressant. Wenn ich da an das stumpfsinnige Zusammentragen von €nen denke, die keinerlei Hintergrund außer die Befriedigung des Sammeltriebes zu bieten haben, sind Medaillen klar im Vorteil.
Gruß
corrado26
Da muß ich Dir zustimmen. Euros und ähnlicher neuer Kram finde ich stinklangweilig. Es gibt aber viele antike Münzen, an denen beißen sich auch Fachleute die Zähne aus. Die Motivation die Münzen zu bestimmen, scheint mir, ist hier aber ganz anders als bei der Bestimmung von Medaillen.
Das mag daran liegen, dass auf 1000 Münzsammler vielleicht gerade mal ein Medaillensammler kommt - und dass die Zahl der existierenden Medaillen wohl deutlich größer ist, als die Anzahl der existierenden Münzen
Gruß Medaille