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Medaillen Alles zum Thema Medaillen

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Alt 19-10-2010, 18:32   #1 (permalink)
 
Chinesische Medaille aus dem frühen 20. Jahrhundert

Mir ist vor einigen Jahren mal eine chinesische Medaille geschenkt worden. Der Vorbesitzer - selbst kein Sammler von Münzen oder Medaillen - wußte auch nicht mehr so recht, woher er dieses Stück hatte.

Material ist vermutlich Silber, Durchmesser 37 mm, Gewicht 19,62 g, Stärke rund 2,5 mm, Rand geriffelt. Sie ist nicht magnetisch.

Wer weiß irgendetwas über diese Medaille?
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Name:	Chinesische Medaille-850px.jpg
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Seltengast ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-10-2010, 20:06   #2 (permalink)
 
Modernesilberfreietouribilligmedaille.

Zur abgebildeten Dame hier mehr:
Cixi ? Wikipedia
112233 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-10-2010, 20:24   #3 (permalink)
 
Im Jahre 1861 verstarb der amtierende Kaiser Hsien-feng, der einen 6 jährigen Sohn, den er mit seiner Konkubine Tz'u-hsi fertigte, hinterließ.
Der Sohn, T'ung-chih, verstarb aber 20jährig 1875 an einer Pocken Epedemie.

Seine Mutter, Tz'u-hsi, schaffte es danach aber ihren 3jährigen Neffen auf den verwaisten Thron zu heben, dessen Amtsgeschäfte sie aber selber übernahm.

In der Folgezeit, ab 1877 hatte China turbulente Zeiten zu durchstehen. Das aufzuführen würde den Rahmen sprengen.

1889 wurde Kuang-hsü (der vorletzte Kaiser vor der Gründung der Republik 1911) mit 19 Jahren volljährig und übernahm die Amtsgeschäfte selber.
Er war aber ein schwacher, kränklicher Jugendlicher, und wurde von seiner Tante wie ein "Puppet on the String" geführt (es gibt einen Film über diese Zeit, in der das wundervoll dargestellt wird).

Tz'u-hsi verstarb 1908 im Alter von 73 Jahren, nach dem sie von der Ruhr befallen war. Kuang-hsü war schon am Abend vor seiner mächtigen Tante verstorben.

Tz'u-hsi setzte jedenfalls noch unmittelbar nach Kuang-hsüs Tod, wenige Stunden vor ihrem eigenen Ableben, den zweijährigen Prinzen P'u-yi aus einer Nebenlinie zum Nachfolger auf dem Drachenthron.

Eine bemerkenswerte Frau in der chinesischen Männerherrschaft.

@ Seltengast (du kannst ruhig öfters kommen )

Deine Medaille hat eine derart miese Qualität, daß ich sie sofort als Fälschung einordnen würde.

Gruß diwidat
diwidat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-10-2010, 09:56   #4 (permalink)
 
silberfreietouribilligmedaille
Und NICHT magnetisch ?!

Hat jemand eine Idee, was für Material da verwendet wurde?
purzelchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-10-2010, 16:26   #5 (permalink)
 
Hallo,

Silberfrei stelle ich mal in Frage, auch wenn der Gehalt nicht erwähnenswert ist! Die Stücke wurden oft versilbert oder mit Silber plattiert.
Zum Metall:
Da kommt einiges in Frage. Am gebräuchlichsten waren Kupfer versilbert und Messink versilbert (als Guss) bzw. Kupfer oder Messing vorgeprägt mit einer Silberplattierung. Nach meiner Erfahrung sind die meißten chinesischen Fälschungen von Münzen und Medallien nicht magnetisch. Der Anteil an Fälschungen mit magnetischen Metallen ist eher gering (schätze mal grob das Verhältniss mit < 1:4). Je jünger die Fälschungen sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit auf eine Prägung aus Weißmetallen, dann kann das Stück auch leicht magnetisch sein je nach verwandter Legierung.
Vorstellbar wären auch Fälschungen aus Blei oder Zinn mit einer Silberplattierung, ist mir aber so noch nicht aufgefallen. Ich tu mich immer schwer meine Vergleichsstücke durch zu sägen um Nachzusehen.
Ohne allen Zweifel ist das oben gezeigte Stück jedoch eine Fälschung (keine Nachprägung ! ! ! ) - aus was auch immer....

Hochpreisige Münzen tauchen in letzter Zeit (2-3Jahre) verstärkt als Fälschungen in massivem Silber auf. Diese sind mittlerweile so schwer von den Originalen zu unterscheiden, das z.B. von den japanischen 1-Yen Stücken eines mit Sicherheit immer in meiner Sammlung fehlen wird....


Grüße
pingu01
pingu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-10-2010, 23:52   #6 (permalink)
 
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...Ohne allen Zweifel ist das oben gezeigte Stück jedoch eine Fälschung (keine Nachprägung ! ! ! ) - aus was auch immer...
Vielen Dank für die Antworten.

Jaja, ich hatte es ja geahnt, dass irgendwas nicht stimmen möge mit dem Ding, aber Pingu01 hat es auf den Punkt gebracht: "Was auch immer". Denn: Wenn es eine Fälschung ist, wovon ist es denn eine Fälschung?

Gibt's das Ding im Original auch als Münze oder Medaille in schön? Oder ist das einfach ein gefaktes Touristenscheibchen aus irgendeinem Metall?
Seltengast ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-10-2010, 08:41   #7 (permalink)
 
Ich denke, dass es kein altes Vorbild (1908) gibt. Die Jungs hätten es zu dieser Zeit eher Chinesisch datiert. Die aribischen Ziffern und "die alte Machart" dienen m.E. dazu, dass potenzielle westliche Touristen diese Medaille als alt ansehen. Es wirkt auch so, als sei sie gegossen. Zum Material: Weißmetall, CuNi oder was auch immer. Bei der billigen Machart denke ich nicht, dass sie von den Erzeugern silberplattiert wurde (versilbert wohl auch nicht).
112233 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-10-2010, 11:04   #8 (permalink)
 
wovon ist es denn eine Fälschung?
Es kann(!!!) eine Phantasieprägung sein, muß aber nicht.
Hatte nach dem Original für das Stück unten auch lange gesucht.

Habe es dann gefunden.
http://www.********.info/record.html?id=120018
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Name:	FAKE_20Cash_1933.jpg
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Geändert von purzelchen (21-10-2010 um 11:16 Uhr) Grund: Ergänzung
purzelchen ist offline   Mit Zitat antworten
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