Eventuell ist "spatzi3" sogar der Händler, oder über "spatzi3" zum o.g. Händler gewandert...
Da tun sich ja Abgründe auf.....
Wie dem auch sei: Die Medaille wurde zwar in keiner großen Anzahl (und eventuell in Handarbeit) hergestellt; aufgrund eines höchstwahrscheinlich doch sehr überschaubaren Interessentenkreises wird sich aus dieser Seltenheit vermutlich kein größeres Kapital schlagen lassen.
Auf den Bildern macht mir das Stück einen (sagen wir mal) nicht ganz einwandfreien Eindruck. Als Stil-Ikone würde ich sie ebenfalls nicht bezeichnen wollen (aber das ist mein ganz persönlicher Geschmack).
Fazit: Ich persönlich halte die gezahlte Summe für zu hoch und würde die Medaille zurückgeben.
Hallo Andreas, also ich wollte Dir nichts in den Mund legen, wirklich nicht.
Aber wie oft werden gerade Medaillen aus den verschiedensten Keramischen Werkstoffen als Müll angesehen und das haben die eben nicht verdient. Und wenn ich dann schon wieder Kapital lese, warum hat der Käufer dann dieses Stück gekauft? Um damit Kapital zu machen, oder hat er sich an einem eventuellen Stück mit guter grafischer Gestaltung (egal wer die dargestellte Person auf dem Stück ist) erfreut? Was meinst Du mit "nicht ganz einwandfreien Stück"??? Die von mir aufgeführte Beschädigung?
Der Händler wusste was er da verkauft und hat seinen Preis angesetzt und benannt. Der Käufer war mit dem Preis einverstanden und der Kauf war perfekt. Fertig. Ein überschaubarer Interessenkreis an dem Stück sagt noch lange nichts über einen künstlerischen Wert aus. Auch nicht wenn es wirklich eine Stil-Ikone sein sollte.
Was meinst Du mit "nicht ganz einwandfreien Stück"???
Ich meine damit die Beschädigungen, die auf dem Revers zu erkennen sind. Das Avers ist leider zu undeutlich abgebildet.
Medaillen beurteile ich persönlich zuerst aus einer künstlerischen Sicht (dazu dann noch historische oder lokale Aspekte). Insoweit ist mit der Einschätzung immer eine rein subjektive Sichtweise verbunden. Im übrigen ist es mir relativ egal, aus welchem Material sie hergestellt sind. "Unedleres" ist mir sogar lieber - Edelmetalle sind nun mal einfach sehr teuer.
Die Frage nach dem Wert bzw. wie viel Kapital sich aus einer Medaille / Münze schlagen lässt, macht doch den größten Teil der (Bestimmungs)-Anfragen aus. Leider. Aber so ist nunmal unsere Zeit. Der Wert von Dingen wird in Geld gemessen und Wertsteigerungspotentiale sind die Beurteilungskriterien für den Kauf eines Gepräges. Jedem das Seine: ich persönlich lege andere Maßstäbe an.
Ich sehe da keine Beschädigungen, das ist herstellungsbedingt.
z.B. verläuft der Kratzer rechts unterhalb des Reliefs.
Vermutlich zeigen alle Exemplare solche Muster.
Die Vorderseite wirkt auf dem unscharfen Bild allerdings etwas speckig,
vielleicht wurde das Stück da häufig mit Fettfingern betatscht?
Bei der von Dir gezeigten Medaille handelt es sich um ein Ehrengeschenk.
Die Rückseite der 10 cm Porzellan-Medaille mit der Umschrift "Für den Schutz der Arbeiter und Bauernmacht" wurde auch für andere Medaillen verwendet. Nur die Vorderseite wurde für den jeweiligen Anlaß entsprechend gestaltet.
Unter Liebhabern könnte Deine Medaille vielleicht mit ca. 25.00 bis 35.00 Euro gehandelt werden.