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Münzauktionen im Internet Alle Infos rund um Internet-Auktionen z.B. kuriose Auktionen, Fragen und Antworten etc.

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Alt 16-05-2004, 21:19   #1 (permalink)
 
Question Wie weit wird der Preis für den 100er Quedlinburg wohl noch sinken?

Vorab: ich erwarte weder eine Antwort auf die Frage, noch einen Zustandsbericht Eurer Glaskugeln :

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...tem=3911363329

oder

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...tem=3912256745

oder

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...tem=3911802738

OK, bei der letztgenannten Auktion sind die Versandkosten übertrieben hoch, aber auffällig ist's schon, dass es scheinbar jetzt preislich in die Zone zwischen echtem Goldwert und Herstellungspreis BWpV geht.

Beim 100er aus 2002 ist es nur unwesentlich besser:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...tem=3910107817

oder

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...tem=3909638931

Allerdings werden hier noch häufiger Preise über 200 Euro erzielt:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...tem=3909654016

Geändert von hh1969 (16-05-2004 um 21:27 Uhr)
hh1969 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16-05-2004, 21:37   #2 (permalink)
 
Also ab €165 abwärts würde ich mir auch überlegen mir so ein Ding zuzulegen...

Gruss,
jeggy
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-05-2004, 00:16   #3 (permalink)
 
Vorab: ich erwarte weder eine Antwort auf die Frage, noch einen Zustandsbericht Eurer Glaskugeln :

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...tem=3911363329

oder

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...tem=3912256745

oder

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...tem=3911802738

OK, bei der letztgenannten Auktion sind die Versandkosten übertrieben hoch, aber auffällig ist's schon, dass es scheinbar jetzt preislich in die Zone zwischen echtem Goldwert und Herstellungspreis BWpV geht.

Beim 100er aus 2002 ist es nur unwesentlich besser:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...tem=3910107817

oder

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...tem=3909638931

Allerdings werden hier noch häufiger Preise über 200 Euro erzielt:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...tem=3909654016

Nach meinen (zugegebenermassen lückenhaften) Beoachtungen gab es in den letzen Monaten bei der Masse der eBay-Auktionen im Bereich 100 Euro 2003 und seltener auch bei dem 2002er Goldies Auktionen, die zwischen 192,50 und 199,- Euro beendet wurden.
Jedenfalls glaube ich kaum an wesentlich steigende Preise, wenn die Feinunze weiterhin deutlich unter 400 US$ bleibt und der Dollar so schwach ist. Meine persönliche Prognose: wir sehen bald die ersten Auktionen im Bereich des BWPV-Ausgabepreises (bei den 2003ern noch wahrscheinlicher). Vermutlich wird dann das Angebot (zumindestens von privat) etwas nachlassen?!
Keine Glaskugel, nur meine Meinung!

Gruß,
Jürgen
wildeju ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-05-2004, 23:00   #4 (permalink)
 
Ich bin zwar überrascht von diesem Preisverfall, sollte es aber eigentlich nicht sein. Schwachpunkt des deutschen Goldeuros ist nicht der amerikanische Goldpreis, sondern die kitschige Schatulle. Die habe ich schon immer nur ungern mitbezahlt, und die anderen Käufer jetzt offenbar auch.

Langfristig werden fast alle Gold-Euromünzen im Marktpreis auf ihren Goldgehalt schrumpfen, weil das der einzige Wert an ihnen ist. Das ist jedenfalls meine fiese Prognose, für die mich jetzt gleich wieder welche beschimpfen werden .
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-05-2004, 23:19   #5 (permalink)
 
Langfristig werden fast alle Gold-Euromünzen im Marktpreis auf ihren Goldgehalt schrumpfen, weil das der einzige Wert an ihnen ist. Das ist jedenfalls meine fiese Prognose, für die mich jetzt gleich wieder welche beschimpfen werden .
Von mir nicht. Ich bin der gleichen Meinung. Bis jetzt sehe ich nur den 200er als Ausnahme. Der wird zwar auch noch fallen, aber nicht bis zum Goldpreis. Später wird er vermutlich wieder steigen, temporär wird er eventuell wieder zum Kultobjekt. Und das auch nur aus Mangel an Alternativen, denn ein besseres wird es meiner Meinung in den nächsten Jahren im deutschen Münzbereich nicht geben...aber jetzt hör ich auf, sonst fällt mir die Glaskugel noch auf die Zehen...

Gruss,
jeggy
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18-05-2004, 00:03   #6 (permalink)
 
Ja, der 200er wird Kult bleiben und immer ein Stück über dem Goldpreis liegen. Den werden die Sammler behalten wollen, die sich von dem schnöden 100er abheben wollen, den jeder hat.

Marktrenner wird derjenige Goldeuro werden, den es mit minimalem Prägeaufschlag und zu 0 Vertriebskosten bei den Banken gibt. Bis jetzt möchten alle Ausgabestellen immer noch einen Gewinn machen, aber aus der Sicht der Finanzminister kann es auch schon ausreichen, einen Absatzweg für Goldverkäufe zu haben.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18-05-2004, 10:35   #7 (permalink)
 
Also ab €165 abwärts würde ich mir auch überlegen mir so ein Ding zuzulegen...

Gruss,
jeggy
Ja unter Goldpreis kaufe ich dann auch.
hammerhai ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18-05-2004, 10:53   #8 (permalink)
 
Ja unter Goldpreis kaufe ich dann auch.
http://www.gold-eagle.com/goldcorner/goldeuro.html
€315 / 2 = €157,50
Also würde ich satte €7,50 obendrauflegen. Wenn das kein Angebot ist...
Gruss,
jeggy

Geändert von jeggy (18-05-2004 um 11:25 Uhr)
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-05-2004, 20:03   #9 (permalink)
 
Ich kann euch nur zustimmen.
Nach meiner Meinung werden die Sammler die viel Geld in ihre Euromünzsammlung gesteckt haben ein finanzielles Desaster erleben.

Das Sammelgebiet ist viel zu groß und wird immer unübersichtlicher. Jedes Land das finanziell am Krückstock geht, versucht mit der Ausgabe von Münzen den Haushalt etwas aufzubessern.


Bis auf einige Ausnahmen haben dann nur noch die Goldmünzen durch ihren Metallwert einen gewissen Wert.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19-05-2004, 20:29   #10 (permalink)
 
Ich bin stolz. Meine "damalige" Warnung passt super zum Chart
http://www.emuenzen.de/forum/showpos...6&postcount=13
Wenn das fallende Messer wieder hochgeworfen wird, was vielleicht nicht mehr lange dauert,
überlege ich noch ein bisschen einzusteigen....

Gruss,
jeggy
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-05-2004, 02:53   #11 (permalink)
 
Macht mich nicht schwach. Ich hoffe ihr habt nicht recht. Habe gerade fast all meine Ersparnisse (bis auf ein paar zerquetschte) fast ausschließlich in Münzen angelegt. Ich weiss, ist verrückt. Na und ? Das Leben ist verrückt. Gut, ist ein bischen riskant. Aber ich kenne Leute, die sind auch bei Aktien kräftig auf die Nase gefallen. Und ich kenne welche, die hatten ein Unternehmen, haben es jetzt nicht mehr, dafür ne halbe Million Schulden. Der Vorteil bei Münzen ist ja - es bleibt zumindest ETWAS. Und selbst wenn der Metallwert auch noch sinkt - es bleibt wenigstens der ästhetische Genuss. Papier macht einfach keinen Spass. Ich mag keine Aktien, und das Sparkassenbuch ist für mich einfach Mittel zum Zweck. Seid doch ehrlich: Münzen kann man fast "lieben". (Auch wenn ich dieses Wort sonst nur mit äusserster Zurückhaltung gebrauche, es wird viel zu inflationär gebraucht.). Jemand sprach hier im Forum mal von seinen "Schätzchen", und der Zusammenhang zwischen dem "Schatz", der sie ja tatsächlich sind, und dem Diminutiv davon ( = " -chen"), den man für seine/n Liebste/n gebraucht, ist ja mehr als offensichtlich.

So, genug philosophiert: Meint ihr die Negativprognose nur auf die Deutschen Goldmünzen bezogen, oder auf Goldmünzen allgemein ? ÜBer das mit dem Q-Burger (klingt fast wie ein big mac) ärgere ich mich auch, hab nämlich gleich 4 stück davon. Aber das ist der einzige Deutsche den ich habe, ich mag den 200er nämlich vom Motiv nicht, finde ihn absolut hässlich, sorry. (seinen kleinen 100er bruder ebenso). Finde das Motiv dermaßen nichtssagend und armselig, der Adler ist von all seinen zahlreichen Variationen die mit Abstand Allerschlechteste. Ich glaube, wenn der 200er die Ausnahme im Niedergang sein sollte, dann ist euch doch wohl auch klar warum, oder? Selbst wenn andere diese unpersönlichen, ortlosen Architekturelemente - die existieren nämlich nirgendwo - gut finden, dann bestimmt nicht wegen des Motivs, nein: Der Doppelhunderter ist die einzige mir bekannte Gedenkmünze in der Geschichte der BRD, die eine offizielle Auflage unter 100 000 hat. Und bei Q-burg ist das eben problematisch; das mit den "bloss 80 000 pro prägestätte" ist doch Augenwischerei: Es gibt 5 mal so viele, nämlich 400 000 Quedlinburger! Punkt. Wir haben doch viel zu hohe Auflagen. Warum können wir es nicht machen wie Frankreich? Oder Spanien? 5000 Auflage ist dort ja fast die regel, ist doch traumhaft. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass Goldmünzen mit extrem geringer Auflage extrem sinken werden.

Das ist übrigens der Grund, warum ich kaum noch - nein, eigentlich gar nicht mehr - deutsche Gedenkmünzen sammle. (Q-burg ist die Ausnahme,der hat mir gefallen) : Ich ärgere mich wahnsinnig über die Ausgabepolitik mit den Gedenkmünzen - Sorry, aber bei 8 Millionen Auflage wird es für einen Sammler eben uninteressant. Das ist doch Irrsinn. Unzählige Sammler (auch ich) mussten sich vom Händler anhören "Sorry, wir kaufen keine an. Nur die ersten vier: Germanisch Mu..." - "Danke, schon klar". "Hier, ich schreibe Ihnen die Adresse der Landeszentralbank auf..." Und dann bekommt man 2,50 euro. Ein paar der schönsten 5 DM Gedenkstücke werd ich aufheben, so wie man aus Spass bunte Bilder und Postkarten aufhebt. Und den Rest werd ich zum Einschmelzen bringen. Ich hatte letztens einige geerbt, und es sind so viele, dass mir beim Transport fast der Rucksack krachte. Aber wenn ich die einlöse, kann ich gerade einmal gut Essen gehen dafür...kann man sich kaum vorstellen.

Naja, also ich hoffe dass eure Prognose nicht eintreten wird (wenn ihr auch Münzen habt, wovon ich ja ausgehen darf, dann hofft ihr das ja selbst!). Also: meintet ihr das für deutsche Goldeuros, oder Goldmünzen/Münzen/Euros etc. allgemein?

Ich hoffe nicht....

Geändert von Florin (20-05-2004 um 03:41 Uhr)
Florin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-05-2004, 07:48   #12 (permalink)
 
Ich kann euch nur zustimmen.
Nach meiner Meinung werden die Sammler die viel Geld in ihre Euromünzsammlung gesteckt haben ein finanzielles Desaster erleben.
Hallo
Das hört sich für mich viel zu Spekulativ an und ist bestimmt etwas zu allgemein.
Natürlich schwanken die KMS, Goldstücke,Gedenkmünzen einem täglichen auf und ab, aber wenn mann sein Sammelgebiet genau deviniert, wird die enttäuschung in ein paar Jahren Bestimmt nicht groß sein, wenn mann Null auf Null da steht. Selbst bei einigen mießen freue ich mich, die für mein Sammelgebiet erworbenen Stücke zu haben, und Sie zu sehen.
Der €urohype geht mit Sicherheit nicht mehr So aufwärts, wie in den Jahren 02 und 03 war. Es kann sein, wenn die neuen Länder den €uro bekommen, das ganze nochmals einen kleinen Aufschwung erfährt, der wird aber meiner Meinung nach nauch nicht lange anhalten....
Aber brauchen wir den von jedem Land jeden Tag eine neue Gedenkmünze
diese Ausgabepolitik versteh ich nicht ganz.

Gruß, Famole
Famole ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-05-2004, 10:04   #13 (permalink)
 
Bei den Goldmünzen argumentieren wir alle immer ein bißchen durcheinander. Einerseits geht es um den materiellen Wert. Das ist nicht abseitig gedacht, denn dafür sind Goldprodukte gemacht. Gold ist Geld. Daß man Goldmünzen als besonders schön empfindet, hängt auch damit zusammen, daß sie teuer sind.
Dann geht es um das Sammeln. Wer es sich leisten kann, Goldmünzen ohne Rücksicht auf die Preisentwicklung zu kaufen, ist fein raus und kann aus seiner Sicht nicht viel falsch machen. Die meisten tun aber nur so. Sobald das Wort "Goldmünzen" fällt, geht hier immer die Wertdiskussion los, die auch stets im Aktienkauderwelsch endet.
Habe gerade fast all meine Ersparnisse (bis auf ein paar zerquetschte) fast ausschließlich in Münzen angelegt. Ich weiss, ist verrückt. Na und ? Das Leben ist verrückt. Gut, ist ein bischen riskant. Aber ich kenne Leute, die sind auch bei Aktien kräftig auf die Nase gefallen. Und ich kenne welche, die hatten ein Unternehmen, haben es jetzt nicht mehr, dafür ne halbe Million Schulden.
Da stimme ich Dir völlig zu. Es ist bestimmt nicht unvernünftig, sein Geld in Goldmünzen einzuwechseln. Allerdings müssen es die richtigen sein. Gold bunkert man, um sein Geld in Sicherheit zu bringen, nicht wegen der Rendite. Die fällt im günstigsten Falle klein, im Vergleich zu Wertpapieren aber eher negativ aus.
Der Vorteil bei Münzen ist ja - es bleibt zumindest ETWAS.
Ja, aber wenn man Goldmünzen aus Anlagegründen kauft, sollte man sehen, daß möglichst viel bleibt, und da ist eben nur auf den Metallwert Verlaß. Der hat sich in den letzten 5000 Jahren als sehr stabil erwiesen.
Meint ihr die Negativprognose nur auf die Deutschen Goldmünzen bezogen, oder auf Goldmünzen allgemein ?
Ich halte die deutschen Goldeuros für nicht besonders schön und numismatisch völlig uninteressant, aber als Spargold zusammen mit den gleichfalls nicht umwerfenden Philharmonikern für die besten. Nach meinem Geschmack gibt es viel aufregendere Münzen für weniger Geld. Die Negativprognose bezieht sich ausschließlich auf die Marktpreisentwicklung. Ich gehöre zu denen, die voraussagen, daß so gut wie alle Euro-Gedenkprägungen im Sammlerwert dramatisch absinken werden. Fast alle Länder der Welt produzieren das Zeug um die Wette und es wird eigentlich nur als Neuheiten-Artikel verkauft und später als Ladenhüter verramscht. Die meisten Eurosammler besitzen ja nicht einmal einen Katalog und können Münzen, über die man nicht spricht, gar nicht einordnen.
Wir haben doch viel zu hohe Auflagen. Warum können wir es nicht machen wie Frankreich? Oder Spanien? 5000 Auflage ist dort ja fast die regel, ist doch traumhaft. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass Goldmünzen mit extrem geringer Auflage extrem sinken werden.
Klar können sie das. Sie haben doch nicht deshalb eine geringe Auflage, um Dir oder mir einen Wertgewinn zu bescheren, sondern weil sich von dem minderhaltigen Zeug nicht mehr absetzen läßt.
Ich ärgere mich wahnsinnig über die Ausgabepolitik mit den Gedenkmünzen - Sorry, aber bei 8 Millionen Auflage wird es für einen Sammler eben uninteressant.
Das ist eben das dauernde Mißverständnis in der weltfremden Münzsammlerszene: Die Goldmünzen werden nicht in erster Linie für Euch und Eure Sammlung produziert, ebenso wie Briefmarken nicht für die Philatelisten gedruckt werden. Daß man sie sammeln kann, ist nur ein Nebeneffekt.
Unzählige Sammler (auch ich) mussten sich vom Händler anhören "Sorry, wir kaufen keine an. Nur die ersten vier: Germanisch Mu..." - "Danke, schon klar". "Hier, ich schreibe Ihnen die Adresse der Landeszentralbank auf..."
Und was lernen wir daraus ?
Naja, also ich hoffe dass eure Prognose nicht eintreten wird (wenn ihr auch Münzen habt, wovon ich ja ausgehen darf, dann hofft ihr das ja selbst!).
Ja. Jeder von uns möchte natürlich, daß unsere geliebten Münzen möglichst wertvoll werden. Aber das kümmert die Welt nicht.
Also: meintet ihr das für deutsche Goldeuros, oder Goldmünzen/Münzen/Euros etc. allgemein?
O.k., mein Beitrag zur Abstimmung: Echte, gut goldhaltige Münzen werden sich halten, Pseudomünzen zum Gotterbarmen absacken.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-05-2004, 10:40   #14 (permalink)
 
Ganz genau.

Die Entwicklung war auch in anderen Bereichen so. Kein Mensch will mehr die Bund Erstagsblätter, Telefonkarten oder die BRD Gedenk 5er und 10er ( außer die ersten) . Die Händler kaufen den o.g. Schrott gar nicht mehr an. BRD Briefmarken werden fast nur noch bis zu 20% unter NENNWERT angekauft.

Mit Pseudoniedrigauflagen ( wie Frankreich ) erreiche ich gar nichts. Die bringen im Jahr 50 Goldmünzen raus. Wer soll sich das den noch leisten?
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-05-2004, 12:06   #15 (permalink)
 
Und noch etwas zu den tollen (Pseudo-)Gedenkmünzen: Der Euro ist nicht der Nabel der Welt, für den sich der ganze Planet interessieren müßte. Es gibt viele Münzwelten: Amerika, England/Commonwealth, die spanische Welt, China, alte Münzen, römische Münzen, Themenmünzen ...

Die Münzfabriken in aller Welt versuchen angestrengt, wenigstens die Themensammler anzusprechen. Heraus kommen Lächerlichkeiten wie Franz Beckenbauer und Kaiser Wilhelm auf Palau-"Münzen", oder Elvis in bunt. Jeder Weltmünzenkatalog ist deshalb doppelt so dick wie sein Vorgänger vom letzten Jahr. Glaubt jemand im Ernst, dieses Fließbandzeugs könnte wertbeständig sein ? Kauft Ihr denn den Gedenkmünzenschrott von 1985 ? Das Gelumpe verstopft alle Ibeh-Münzbretter und läßt sich nur zu Bruchteilen des ursprünglichen Verkaufspreises losschlagen.

Was soll an den Gedenkeuros Besonderes sein ? Das sind fast ausschließlich auch nur kommerziell hergestellte Prägeerzeugnisse von privaten oder staatseigenen Firmen, die sich dafür eine Lizenz gekauft haben.

Die Überlegung gilt eben auch für Goldmünzen: Wer sie sammelt, muß im Auge behalten, daß er womöglich viel Geld für einen fiktiven Sammlerwert ausgibt, der sich eher verflüchtigen als vermehren wird. Glückwunsch, wenn das einen nicht interessieren muß, jedenfalls sollte man sich nichts vormachen.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-05-2004, 12:34   #16 (permalink)
 
... BRD Briefmarken werden fast nur noch bis zu 20% unter NENNWERT angekauft...
Dabei musst du bedenken, dass die Marken, die du meinst, jetzt gar keinen Nennwert mehr haben.
poerings ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-05-2004, 12:42   #17 (permalink)
 
Meine Tips zu Goldmünzen:

Reine Werterhaltung: Goldmünzen nahe am Goldwert, idealerweise ehemalige Umlaufmünzen. Darauf schauen dass man sie in billig (eben nahe am Goldpreis) in guter Erhaltung bekommt. Dann kann sich immer noch rausstellen, dass es eben doch weniger gut erhaltene davon gibt. Dann wird der Preis sogar steigen. Mein Tip derzeit: Gut erhaltene Goldhelvetia. Alternativ Krügerrands oder sonstige billige Bullions, aber dann kann auch gleich eckige Barren kaufen.

Sammlermünzen mit Werterhaltung: Niedrige Auflagen kombiniert mit wenigen Ausgaben. Keine superexotischen Länder. Und natürlich niedriger Preis. Alternativ seltene, historisch interessante Stücke. Nur für Profis. Dann muss man sich ganz genau auskennen!. Deshalb lass ich da noch die Finger davon.

Sammlermünzen des Sammelns wegen: Preise vergleichen. Tendenzen beobachten. Geduldig sein. Fällt der Preis? Man muss ja nicht sofort zuschlagen. Man kann sich auch in ein paar Jahren noch über das schöne Stück freuen.

Und natürlich immer Goldpreis im Auge halten. Wenn der Goldpreis unter 280-€300 sinkt, habe ich auch keine Angst mehr noch irgendwas falsch machen zu können.

Zu den modernen Goldmünzen: Auch vermeintlich niedrigere Auflagen sind nicht ungefährlich. Diese hermetisch verkapselten Dinger nutzen sich nicht ab, wenn nicht gerade die Kids im Sandkasten damit spielen. Es wird auch in 50 Jahren noch fast ebensoviele gut erhaltene Stücke am Markt geben.

Gruss,
jeggy

Geändert von jeggy (20-05-2004 um 12:45 Uhr)
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-05-2004, 12:58   #18 (permalink)
 
Dabei musst du bedenken, dass die Marken, die du meinst, jetzt gar keinen Nennwert mehr haben.
Außer den BRD-Briefmarken, die auch das Euro-Zeichen ziert....
Wastl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-05-2004, 19:46   #19 (permalink)
 
Ich meinte deutsche Briefmarken mit dem Eurozeichen. Marken die ich noch auf einen Brief kleben könnte, werden von Händlern 10-20 % unter dem Nennwert angekauft.


Wenn man werterhaltend sammeln will, muß man Ahnung von Münzen haben oder die Finger davon lassen. Es gibt genug Sammelgebiete sich mit relativ geringem finanziellen Aufwand sammeln lassen.

Wer natürlich Goldmünzen sammelt hat sich eines der teuersten Sammelgebiete ausgesucht. Da sollte man sich wirklich langsam rantasten. Die passende Literatur und Hilfsmittel zur Fälschungserkennung ( Mikroskop, Feinwaage, Präzisionschieblehre ) sind genauso wichtig wie der Kontakt zu echten Profis und Kennern ( und nicht zu solchen die sich nur aufspielen ).

Nur wer sich Zeit läßt und bereit ist sein Wissen mit einigem Aufwand zu erweitern hat die Chance eine numismatisch interessante Sammlung aufzubauen ohne sein Geld aus dem Fenster zu werfen.
Goldnase ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-05-2004, 19:58   #20 (permalink)
 
Marken die ich noch auf einen Brief kleben könnte, werden von Händlern 10-20 % unter dem Nennwert angekauft.
... und sind auch bei Ibeh unter dem Nennwert zu bekommen.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-05-2004, 00:16   #21 (permalink)
 
Wenn man werterhaltend sammeln will, muß man Ahnung von Münzen haben oder die Finger davon lassen.
Ahnung von Münzen habe ich zugegeben wenig, daher lese ich hier meistens auch nur fleissig mit und schreibe nicht so fürchterlich viel. Ist auch besser so

Das Gleiche gilt aber auch für Briefmarken, vorausgesetzt man investiert darin mehr als nur z.B. 20 Euro im Monat. Es gibt bei Briefmarken durchaus Sammelgebiete oder sagen wir auch Stücke, die von dem hohen allgemeinen Preisverfall bei Briefmakren nicht bis weniger betroffen sind. Wobei auch nicht gesagt werden kann, dass Gebiet "Bund und Berlin" ist dem Preis verfallen. Für die meisten einzelnen Marken sicherlich schon, aber nicht für ausserwöhnliche Briefe/Belege. Aber ich will das jetzt nicht weiter ausführen, denn wir sind in einem Münzforum. Obwohl ich schon glaube, einige hier sammeln auch noch Briefmarken.

Für beide Sammelgebiete (Briefmarken & Münzen) gibt es verschiedene Typen von Sammlern. Manche sammeln spekulativ, als Geldanlage oder einfach nur so und geben auch sehr wenig Geld dafür aus. Denn es werden auch Münzen und Briefmarken gesammelt, die einem später finanziell nichts bringen oder letztendlich sogar noch schaden.

Ich finde es auch mal schön, mir Briefe mit Stempeln vom Tag meiner Geburt anzuschauen. Oder Stempel mit dem Jahrgang, wo ich eingeschult wurde, meine Ausbildung begonnen habe etc. - So wie viele von euch sich Münzen entfernte Länder anschauen und sich vorstellen, wie Menschen damit bezahlt haben (Weltmünzen/Umlaufmünzen).

Vergesst niemals, viele sammeln aus Freude, nicht nur um damit Gewinne zu erzielen oder als Wertanlage. Wie Goldnase richtig sagt, muss man ansonsten wirklich Ahnung von der Materie haben bzw. sich da langsam rantasten.

Gruss Impaler
Impaler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-05-2004, 02:00   #22 (permalink)
 
Das Schlimme ist, ich hab gerade gesehen, es betrifft nicht nur die Deutschen 100 Euro-Stücke, sondern mehrere andere Münzen. Der 100 Euro "FRanc Germinal" Gold, aus Belgien ist ziemlich gesunken, der 20 Euro "merci le franc", Gold(eine meiner Lieblingsmünzen) ebenso, und der "Giotto", 50 und 20 Euro Gold aus San Marino ist das allererste mal unter die 300 Euro-Marke gesunken!!!


Ich hoffe nur , dass das sich wieder ändert. ....

(der Giotto ist nämlich einer meiner Lieblinge...)

Geändert von Florin (25-05-2004 um 02:04 Uhr)
Florin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-05-2004, 00:56   #23 (permalink)
 
Ich hoffe nur , dass das sich wieder ändert. ....
Laß besser alle Hoffnung fahren. An der Tendenz in Richtung Goldpreis wird sich nichts ändern.
der Giotto ist nämlich einer meiner Lieblinge...
Dann hast Du ihn ja völlig richtig gekauft. Nur eben zu früh.
Bukanier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-05-2004, 18:38   #24 (permalink)
 
Wenn ich mein Sammelgebiet definiert habe, dann sammle ich. Ich versuche alle Münzen die mir fehlen möglichst günstig und vollständig zu bekommen, so wie die meisten Sammler. Wenn eine Münze dann in meine Sammlung einsortiert ist, vergesse ich sehr bald was sie konkret gekostet hat und es interessiert mich nur am Rande welchen Wert sie z.Zt. hat. Wichtig ist in erster Linie dass ich sie habe und dass ich mich gelegentlich darüber freue. Wenn sich viele Raritäten in der Sammlung finden, steigert das natürlich den Besitzerstolz gewaltig, aber der augenblickliche Wert ist sekundär. Er steht nur in irgend einem Katalog und ließe sich nur realisieren, wenn ich verkaufen würde. Das will ich doch gar nicht.

Natürlich kann man Münzen auch als Wertanlage horten, aber das ist eine völlig andere Motivation und hat mit Sammelleidenschaft nur am Rande zu tun.

Ein Freund von mir sammelt alte Blechbüchsen aus aller Welt, runde und eckige, große und kleine, für Lebkuchen, Pillen, Tee, Hustenbonbon, Präservative, Nägel und weiß der Geier was früher noch alles in Blech verpackt war. Der ist fein raus, weil es dafür keine Kataloge gibt, in denen er ständig den Wert seiner Sammlung nachschlagen kann. Das ist Sammelleidenschaft in seiner reinsten Form.
tisso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27-05-2004, 19:20   #25 (permalink)
 
Laß besser alle Hoffnung fahren. An der Tendenz in Richtung Goldpreis wird sich nichts ändern.
Welche Tendenz meinst du? Im Moment geht sie runter, aber ich würde nicht
glauben dass das langfristig so bleibt. Wenn ich die Giotto's (erinnert mich irgendwie an Süßigkeiten, merkwürdig...) zu früh gekauft habe, um so besser.

Natürlich kann man Münzen auch als Wertanlage horten, aber das ist eine völlig andere Motivation und hat mit Sammelleidenschaft nur am Rande zu tun.
Tisso, ich finde das stimmt so nicht. Die alte Diskussion, ist es "legitim", Münzen sammeln zu wollen und dabei sich auch eines steigenden materiellen Wertes zu erfreuen? Ich sage: Ja. In unserer "entweder/oder"-Kultur ist es den meisten schwer vorstellbar, dass ein Sachverhalt oft nach dem "Sowohl/als auch" Prinzip mehrere Ursachen haben kann. Der eine sammelt, wie du sagst, ganz ehrenhaft und selbstlos wertlose Blechbüchsen, der andere ist ein verbohrter, geiziger Dagobert Duck und weint wenn er einen "Kreutzer" verliert. Beides widerspricht sich nicht. Ich gebe zu, ich bin beides. Wieso soll man sich nicht an der Optik einer wunderschönen Münze erfreuen können, und gleichzeitig beim Betrachten sich bewusst sein: "Das Ding ist nicht nur wunderschön, sondern zusätzlich sehr begehrt, selten, und bevor ich mal unter einer Brücke schlafen sollte kann ich dafür noch ein paar Nächte im Kempinski residieren". (Extrembeispiel, theoretisch aber durchaus denkbar).

Ich gebe offen zu dass ich auch mit Münzen etwas spekuliere. Genau so offen gebe ich zu, dass ich dabei vermutlich auf die Nase fallen werde. Und genau so offen bin ich aber auch der Ansicht, dass weder das eine noch das andere moralisch problematisch ist.

Mal ehrlich: Wenn der numismatisch-/materielle Wert tatsächlich so völlig irrelevant sein sollte wie du sagst, dann würden doch all diejenigen für die es irrelevant ist, Medaillen sammeln. Ich nehme es niemandem ab, der behauptet, der materiell-numismatische Wert sei ihm völlig schnuppe - es sei denn, er drückt wirklich nur einen Euro nach dem anderen in ein 12-Länder Wandbild mit gemischten Jahreszahlen, oder er sammelt von Fernreisen mitgebrachte Alu-Chips und Pfennige in staubigen Tassen und Büchsen im Bücherregal (ich tue das übrigens selbst - aber eben nicht NUR. Banksafe mit Krügerrand haben einerseits, und in gesprungenen, staubigen Porzellantassen chaotisch lagernde merkwürdige Münzen sammeln andererseits, von denen man nicht mal weiss wo sie herkommen, widersprechen sich m.E. gar nicht).

Ausserdem: Selbst der von dir erwähnte Blechbüchsensammler ist keineswegs so ideell, wie es scheint - auch seine seine Objekte haben einen "Wert". Psychologen benutzen einen wirtschaftlichen Aussdruck, wenn sie damit beschreiben wollen, dass etwas jemandem etwas "bringt"; um es salopp zu sagen: "Gewinn". Psychologen sagen beispielsweise, dass manche Leute ständig betonen wie schlecht es ihnen ginge; dafür müssen sie Nachteile in Kauf nehmen, die aber durch den "Gewinn" in Form von Zuwendung eventuell ausgeglichen wird. Auch diese Form von "Gewinn" gibt es also, und sie ist im Leben der Menschen essentieller Bestandteil. Auch der Begriff "Wert" ist nicht allein monetär zu sehen, sondern kann auch psychologisch Sinn machen. Ein Mönch, der im Kloster lebt und in Christlicher Nächstenliebe nur für andere da zu sein scheint, handelt in Wahrheit egoistisch: Er täte das nämlich nicht, wenn ihm dieses Handeln nichts "wert" wäre. Wenn man so will, war Mutter Theresa, die ausser drei Kleidern nichts besaß, sehr "reich". Innerlich. Aber auch DAS ist Reichtum. Vielleicht sogar der größere als meine Goldmünzen....

Ein schöner Spruch zum Abschluss, um die Verwirrung komplett zu machen:

"Liebe dich selbst am Meisten, sei dir selbst am Meisten wert. Denn nur dann kannst du das, was dir am Meisten wert ist, und was du am Meisten liebst, jemandem zum Geschenk machen".

Egoismus kann also super für die anderen sein. Widersprüchlich, aber sinnvoll...

Geändert von Florin (27-05-2004 um 19:43 Uhr)
Florin ist offline   Mit Zitat antworten
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