Auch eine ART; Geld zu verdienen. Und eine sehr böse Schwachstelle des Ebay-Systems für Verkäufer.
Meine Meinung: Als Startpreis das Minimum dessen eingeben, was man unbedingt für seine Ware haben muß um kein Geld dabei zu verlieren.
Alles andere ist schlichtweg auch ein wenig Zockerei.
Einen wertvollen Taler oder eine Goldmünze im Gewicht einer halben Feinunze sollte man selbst theoretisch nicht für 20 oder 30 EUR kaufen können. Denn genau hier liegt der Anreiz für gezielte Manipulationen.
Ganz gut finde ich in diesem Zusammenhang das Instrument des (verdeckten) Reservepreises (wie bei Ebay Frankreich), der den Verkäufer erst verpflichtet zu liefern, nachdem dieser überschritten oder erreicht wurde.
So hat der "freie Markt" Gelegenheit, dem Verkäufer seine "Wertvorstellung" mitzuteilen, ohne daß Ware unter Preis verkauft werden muß.
Genervt an diesem Reservepreis-System hat mich als Käufer stets, daß man ggf. einen Kollegen auffordern musste, den Artikel zumindest so hoch zu treiben, daß man (mangels Nachfrage) überhaupt die Chance hatte, den Reservepreis zu erreichen und so ggf. kaufen zu können. Einige Verkäufer geben daher den Reservepreis in der Artikelbeschreibung an.
@TH: Ein Tipp noch:
Sollte der Bieter Sie durch wiederholte Gebotsrückzieher für gleiche oder ähnliche Artikel geschädigt haben und sind dabei größere Beträge zusammengekommen, so kann es sinnvoll sein, die Staatsanwaltschaft darüber in Kenntnis zu setzen und Strafanzeige wegen Betrugsverdachtes zu stellen. Denn: gelingt ein plausibler Nachweis oder ein Anscheinbeweis dafür, daß der Bieter bereits mit der absicht des Gebotsrückziehers geboten hat, so kommt Betrug, bei drei Nicks, hinter denen drei Personen stehen sogar bandenmäßiger Betrug in Betracht.
Vielleicht sind auch noch Händlerkollegen geschädigt (da müsste man mal im Profil der Käufer nachsehen, sofern die nicht "Privat" sind....) sodaß gleich mehrere Anzeigen gegen solche "Spassbieter" gestellt werden können, was die Gefahr tatsächlich schmerzhafter Sanktionen für die vermeintlichen Übeltäter erhöht.
Ein Tipp an das FI-Amt kann auch nicht schaden. Wer den gleichen Artikel mehrfach erwirbt, "vertickt" den auch wieder (schwarz?).
Mutmaßliche Betrüger "teilen" ihren "Erfolg" sicherlich nicht sonderlich gerne mit dem Staat. Und: wenn schon betrügen, dann auch richtig....