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Münzauktionen im Internet Alle Infos rund um Internet-Auktionen z.B. kuriose Auktionen, Fragen und Antworten etc.

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Alt 22-08-2007, 17:43   #1 (permalink)
 
Größte Münzpowerseller-Pleite ?

Bisher waren es weitgehend Gerüchte, jetzt ist es wohl Wirklichkeit:

Einer der größten Münz-Platin-Powerseller EbayDeutschlands hat den Zenith wohl hinter sich.
eBay-Bewertungsprofil für bodenseepowershop


Der Anbieter Marcus Müller aus LINDAU, der unter dem Ebay-Account Bodenseepowershop vor allen Dingen Goldmünzen drastisch unter marktwert verkauft hat, hat von der Realität die Grenzen aufgezeigt bekommen. Es gibt etliche Kunden, die 4 und 5 stellige Beträge per Vorkasse überwiesen haben und seit Wochen kein Geld und keine Ware sehen.



Marcus Müller aus Lindau, der Betreiber der Plattform bodenseepowershop.de und des ebay-accounts bodenseepowershop, der großspurig verkündet hat, alle Kunden bekommen ihre Ware oder Geld zurück, hat tatsächlich am 14.8. die Eidesstattliche Versicherung abgelegt. Unter dem Az. M1976 a 07 kann man beim Amtsgericht Lindau auch Einsicht in die Unterlagen nehmen, wenn man denn einen vollstreckbaren Titel hat.

Für Laien nochmal kurz erklärt:

Wenn ein Kunde Geld zu bekommen hat und dies auf Nachfrage nicht erhält, wird z.B. durch einen Mahnbescheid ein vollstreckbarer Titel erreicht, d.h. das Gericht stellt fest, daß dem Gläubiger ein bestimmter Betrag zusteht.
Mit diesem Titel kann man einen Gerichtsvollzieher beauftragen, entsprechend zu pfänden.
Verläuft die Pfändung ergebnislos oder nur unzureichend, weil nichts da ist oder nichts da sein soll, kann man den Schuldner zur Eidesstattlichen Versicherung zwingen (früher: Offenbarungseid). Dabei muß der Schuldner an Eides statt seine Vermögensverhältnisse und Schulden offenlegen (sozusagen beweisen, daß wirklich nichts zu holen ist).
Dieser Termin zur Abgabe der EV hat bei Herrn Müller am 14.8.2007 stattgefunden.
Einblick in die EV und damit seine Vermögensverhältnisse kann man nehmen, wenn man einen vollstreckbaren Titel hat.

--

Insoweit ist wohl Müllers bunte Traumwelt und Aussendarstellung zusammen gebrochen.

Nunmehr gibt es auch für niemanden mehr einen Grund, mit der Abgabe einer Strafanzeige noch zu warten.

Aussenstandsübersichten, die z.B. im Ebay-Club "bodenseepowershop" zu sehen sind, nehmen ein erschreckendes Mass an:
eBay Clubs - Begrüßung

Münchhausen wäre gegen Müller wohl der "King of Reality"

----

Um keine Verwechslungen aufkommen zu lassen: Marcus Müller aus Lindau ist NICHT identisch mit Marcus Müller aus Knittlingen, den man unter Insolvenzen findet:
https://www.insolvenzbekanntmachungen.de/cgi-bin/bl_aufruf.pl?PHPSESSID=b98c1e0939c9db5143a78cc74ea 83fb1&datei=gerichte/bw/agpforzheim/07/3_IN_211_07/2007_08_09__11_58_07_Eroeffnung.htm
RomanSchneider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-08-2007, 20:18   #2 (permalink)
 
Beileid allen Opfern, war aber abzusehen.
bleibt zu hoffen, dass der Mann wohlhabende Angehörige hat die ihm in dieser schweren Zeit unter die Arme greifen können....
elwin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-08-2007, 20:21   #3 (permalink)
 
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Bisher waren es weitgehend Gerüchte, jetzt ist es wohl Wirklichkeit:

Einer der größten Münz-Platin-Powerseller EbayDeutschlands hat den Zenith wohl hinter sich.
eBay-Bewertungsprofil für bodenseepowershop


Der Anbieter Marcus Müller aus LINDAU, der unter dem Ebay-Account Bodenseepowershop vor allen Dingen Goldmünzen drastisch unter marktwert verkauft hat, hat von der Realität die Grenzen aufgezeigt bekommen. Es gibt etliche Kunden, die 4 und 5 stellige Beträge per Vorkasse überwiesen haben und seit Wochen kein Geld und keine Ware sehen.



Marcus Müller aus Lindau, der Betreiber der Plattform bodenseepowershop.de und des ebay-accounts bodenseepowershop, der großspurig verkündet hat, alle Kunden bekommen ihre Ware oder Geld zurück, hat tatsächlich am 14.8. die Eidesstattliche Versicherung abgelegt. Unter dem Az. M1976 a 07 kann man beim Amtsgericht Lindau auch Einsicht in die Unterlagen nehmen, wenn man denn einen vollstreckbaren Titel hat.

Für Laien nochmal kurz erklärt:

Wenn ein Kunde Geld zu bekommen hat und dies auf Nachfrage nicht erhält, wird z.B. durch einen Mahnbescheid ein vollstreckbarer Titel erreicht, d.h. das Gericht stellt fest, daß dem Gläubiger ein bestimmter Betrag zusteht.
Mit diesem Titel kann man einen Gerichtsvollzieher beauftragen, entsprechend zu pfänden.
Verläuft die Pfändung ergebnislos oder nur unzureichend, weil nichts da ist oder nichts da sein soll, kann man den Schuldner zur Eidesstattlichen Versicherung zwingen (früher: Offenbarungseid). Dabei muß der Schuldner an Eides statt seine Vermögensverhältnisse und Schulden offenlegen (sozusagen beweisen, daß wirklich nichts zu holen ist).
Dieser Termin zur Abgabe der EV hat bei Herrn Müller am 14.8.2007 stattgefunden.
Einblick in die EV und damit seine Vermögensverhältnisse kann man nehmen, wenn man einen vollstreckbaren Titel hat.

--

Insoweit ist wohl Müllers bunte Traumwelt und Aussendarstellung zusammen gebrochen.

Nunmehr gibt es auch für niemanden mehr einen Grund, mit der Abgabe einer Strafanzeige noch zu warten.

Aussenstandsübersichten, die z.B. im Ebay-Club "bodenseepowershop" zu sehen sind, nehmen ein erschreckendes Mass an:
eBay Clubs - Begrüßung

Münchhausen wäre gegen Müller wohl der "King of Reality"

----

Um keine Verwechslungen aufkommen zu lassen: Marcus Müller aus Lindau ist NICHT identisch mit Marcus Müller aus Knittlingen, den man unter Insolvenzen findet:
https://www.insolvenzbekanntmachungen.de/cgi-bin/bl_aufruf.pl?PHPSESSID=b98c1e0939c9db5143a78cc74ea 83fb1&datei=gerichte/bw/agpforzheim/07/3_IN_211_07/2007_08_09__11_58_07_Eroeffnung.htm

Ich habe absolut kein Mitleid mit den Käufern, die meinen, Sie könnten einen 500 Euro-Schein bei eBay für 350 Euro ersteigern.

Zum M.M. aus Knittlingen - ist diese Person identisch mit demjenigen, der einen Online-Shop unter ähnlichem Namen betreibt ? Das kann ich mir gar nicht vorstellen ...
Tobias Honscha ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-08-2007, 20:30   #4 (permalink)
 
Mitleid habe ich auch nicht..

... das Profil war in den letzten Monaten schon so dramatisch, daß die Käufer der letzten 3 Monate dies hätten einkalkulieren müssen, dennoch ist natürlich der Verkäufer in einer Unrechtsposition, nicht der Käufer...
Aber wer nach der gier frisst Hirn und Geiz ist geil-Mentalität seine Einkäufe stur nach dem tiefsten Preis ausrichtet, wird dies sicher öfter im Leben erleben.
Geht auch mit Immobilien, Autos und anderen Wirtschaftsgütern...

--
Inwieweit Marcus Müller aus Knittlingen (s. Insolvenzbekanntmachungen.de ) mit einem gleichnamigen Onlineshopbetreiber aus gleichem Ort identisch ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Ich habe dem Onlineshopbetreiber per email dieselbe Frage gestellt, - diese blieb bis dato unbeantwortet. Ob dies daran lag, daß meine Frage im Spamfilter verschwunden ist, man sich in Urlaub befindet oder nicht reagieren wollte/konnte, vermag ich nicht zu beurteilen.
--

In der Causa M.Müller Lindau habe ich mich persönlich beim Amtsgericht von der E.V. überzeugt, hier ist kein Zweifel möglich.
RomanSchneider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-08-2007, 20:38   #5 (permalink)
 
Einblick in die EV und damit seine Vermögensverhältnisse kann man nehmen, wenn man einen vollstreckbaren Titel hat.
In der Causa M.Müller Lindau habe ich mich persönlich beim Amtsgericht von der E.V. überzeugt, hier ist kein Zweifel möglich.
@roman:
doch gold in lindau gekauft?
oder einen anderen vollstreckbaren titel?

tom40 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-08-2007, 21:59   #6 (permalink)
 
Neugierige

Für die Neugierigen: ja, ich habe Gold in Lindau gekauft.

Und zwar genau aus einem Grund: um im Falle der Nichtlieferung diesem Anbieter sofort den Hahn mit allen juristischen Mitteln zuzudrehen.

Allerdings kam es dazu nicht, da er mich nach ca. 5-6 Tagen einwandfrei beliefert hat (alles andere wäre auch sehr unklug gewesen...) und es aber im gegenzu wohl etliche andere Käufer mit weniger Glück oder Bekanntheit gab, die Vorkasse im4- und 5-stelligen Bereich gelastet haben und nicht die Freude einer schnellen Belieferung erleben durften, dafür dann in der Folge die Abgabe der e.V. forcierten.

Ich selber habe hier keinerlei Abschreibungsbedarf, was die Sache für die vielen Wartenden aber nicht angenehmer macht.

Ich habe allerdings in der Tat den Verlust mit einkalkuliert.
RomanSchneider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-08-2007, 22:04   #7 (permalink)
 
Einblick in die EV und damit seine Vermögensverhältnisse kann man nehmen, wenn man einen vollstreckbaren Titel hat.
In der Causa M.Müller Lindau habe ich mich persönlich beim Amtsgericht von der E.V. überzeugt, hier ist kein Zweifel möglich.
Allerdings kam es dazu nicht, da er mich nach ca. 5-6 Tagen einwandfrei beliefert hat
aber für eine einwandfreie lieferung bekommt man keinen vollstreckbaren titel.

wie erklärt sich das denn nun,
eine der aussagen scheint nicht richtig zu sein
tom40 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-08-2007, 00:16   #8 (permalink)
 
Gerne will ich Ihnen helfen

...

a) Jede Hanswurst hat einen Auskunftsanspruch über die Leute, die eine E.V. abgegeben haben, d.h., daß jeder beim Amtsgericht anrufen kann und fragt dort, ob Herr marcus müller vielleicht zufällig eine E.V. abgegeben hat. Darüber muß Auskunft erteilt werden. Probieren Sie es einfach aus. Grüsse an Frau Paul im AG Lindau :-))
Die kann den Namen schon nicht mehr hören, weil jeder zweite Gläubiger dort anruft...und dies sind insgesamt mehr als 2 :-)

b) Auch wenn ICH nicht selber betroffen bin, schliesst dies nicht aus, daß ich jemanden kenne, der betroffener ist als ich und der deswegen weitergehende Auskunftsansprüche hat und so nett ist, mich teilhaben zu lassen.

Wenn ich hier poste, daß ein bestimmter Sachverhalt so ist, dann ist er so. Wenn ich Ihnen darüberhinaus auch noch das Aktenzeichen poste, können Sie davon ausgehen, daß ich mich mit der Materie etwas beschäftigt habe... :-)
An einer Holzkiste gibt es nichts zu löten :-)

--
Statt eines Verlustes habe ich 500 Euro an seinen Münzen verdient, weil er sie drastisch unter Marktpreis abgegeben hat, - dies zeigt aber auch, daß dieses Geschäftsmodell für den Dauerbetrieb nur bedingt geeignet ist.
RomanSchneider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-08-2007, 08:13   #9 (permalink)
 
Statt eines Verlustes habe ich 500 Euro an seinen Münzen verdient, weil er sie drastisch unter Marktpreis abgegeben hat
Da wäre es doch jetzt ein guter Zug, diesen bekannten Betroffenen an diesem Gewinn teilhaben zu lassen, falls dieser seinen Einsatz abschreiben muss
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-08-2007, 23:10   #10 (permalink)
 
Den Vorschlag kann ich leider nicht ...

...annehmen... Wir handeln hier aus rein wirtschaftlichen Gründen. Es hätte mir auch niemand den Verlust ersetzt, wenn ich leer ausgegangen wäre.

Ich habe mein Geld eingesetzt und riskiert, um andere zu schützen.

Ich nehme auch jetzt noch in Kauf, daß solche Leute auch noch auf die Idee kommen, mich wegen Schadenersatz und übler Nachrede zu belangen. Auch das würde mich meine Zeit kosten, die mir niemand ersetzt. Er wird zwar in der Sache nicht weiter kommen, aber es kostet mich Zeit und Nerven. Das ist sicher mehr wert als 500 Euro.

Ich bin nicht der Robin Hood des deutschen Münzenhandels... der betroffene Anbieter hat es aber deutlich übertrieben, sodaß mathematisch über kurz oder lang ein Schaden entstehen mußte.
RomanSchneider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23-08-2007, 23:59   #11 (permalink)
 
Für Leute mit ganz viel Zeit

Interessant wird es am Ende
Zwerg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-08-2007, 08:22   #12 (permalink)
 
RomanSchneider schrieb:
Ich habe mein Geld eingesetzt und riskiert, um andere zu schützen.
Ja-ja... Der Herr Schneider ist schon ein wahrer Samariter....
anno1977 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-08-2007, 14:38   #13 (permalink)
 
Suche nach der Story dahinter

Hallo,
zuerst vorab: ich bin von dieser Sache in keiner Weise tangiert, lese den Thread aber seit einiger Zeit mit wachsendem Interesse und ebenfalls wachsendem Unverständnis mit.
Was mir nicht klar ist, ist die Motivation eines -natürlich nur fiktiven- Händlers, der Waren ständig unter Einstandspreis verkauft. Geld kann man wesentlich einfacher durchbringen, da braucht man nicht diesen Aufwand. Nur um "berühmt" zu werden??? Wenn jemand ein Geschäft aufzieht, habe ich immer die Vermutung, dass er daran was verdienen will, sicher soll und schlussendlich muss.
Frage ergo: Ist ein Geschäftsmodell denkbar, das unter den Umständen eine positive Marge zulässt?
1. Möglichkeit: günstiger als zum Weltmarktpreis beschafftes Gold. Aber ein kluger Spruch sagt da schon: "Woher nehmen und nicht ...?" Man muss ja vorsichtig sein, mit allem was als Unterstellung gewertet werden könnte. Ist ja auch rein fachlich schwierig genug, da die, die Gold haben, sich das nur äußerst ungern entwenden lassen und dementsprechende Vorbeugemaßnahmen treffen. Also wahrscheinlich die falsche Fährte.
Variante 1a. Gold von Leuten, die selbst nicht als Verkäufer in Erscheinung treten wollen ("Schwarzgold"). Gibt es sowas? Zweifelhaft, mag im Einzelfall ja mal vorkommen, aber es geht über meine Vorstellungskraft, dass die anfallenden Mengen für kontinuierliche Lieferungen reichen sollten.
Variante 1b. Gold von Leuten, die Sanktionen unterliegen hinsichtlich ihrer Bewegungsfreiheit? Saddam's Familie, Robert Mugabe oder Lukaschenka? Wahrscheinlich hätten die bessere Möglichkeiten.
2. Möglichkeit: Erhöhung der Marge durch Verschlechterung / Verschnitt der Ware? Gold hat eine Wichte von 19,32. Ganz nah dabei liegen Uran mit 19,16 und Wolfram mit 19,25. Früher sind ja schon Leute aufgefallen, die Goldmünzen ausgehöhlt und mit Blei gestopft haben. Gibt's wohl schon seit dem Altertum. Ließ sich aber leicht durch Wiegen oder spätestens durch Tauchwägung feststellen. Aber wenn die Wichtedifferenz so gering ist, wird das schon schwieriger. Der Krügerrand könnte da ja ein dankbares Objekt sein, da er eine Feinheit von 925/1000 (?) und dementsprechend eine geringere Wichte hat.
Hat eigentlich irgendjemand schon mal die unter Weltmarktpreis erhaltenen Goldies untersucht / untersuchen lassen, evtl. mit Röntgenspektrometrie oder einen Geigerzähler darangehalten? Immer nach der alten Weisheit: Alles was zu schön ist, um wahr zu sein, ist auch mit Sicherheit nicht wahr.
Es wäre interessant, könnte einer der glücklichen Auktiongewinner mal Ergebnisse veröffentlichen.
Ich hoffe, niemandem durch diese Ausführungen schlaflose Nächte zu bereiten!
Grüße; collettore
Collettore ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-08-2007, 20:33   #14 (permalink)
 
Wenn er gefälschte Stücke verkaufen

würde, könnte er diese ja sofort verschicken und muß die Kunden nicht 2 oder 3 Monate warten lassen.

Da es aber in der "Endphase" zu Lieferzeiten von 2-3 Monaten und NICHT-Lieferung kam, liegt die Vermutung nahe, daß Geld oder Ware knapp wurden.

Natürlich hätte auch Fehlorganisation, Überforderung, Krankheit etc. der Grund sein können, - dies alles wurde aber nicht vorgebracht.

Natürlich könnte er das Gold billiger als die VKS und heutigen Preise eingekauft haben, sodaß er immer noch einen Gewinn macht, wenn er es UNTER den heutigen Marktpreisen verkauft. Aber warum sollte er das dauerhaft tun? Und wenn er die Ware früher billiger eingekauft hat, warum liefert er sie dann nicht nach Bezahlung aus?

Insoweit muß sich ein solcher Betreiber den Vorwurf gefallen lassen, er betreibt ein solches Modell, um sich einen hohen Kredit zu verschaffen (durch diese Methode erhält man leicht monatlich 500.000 - 1 Mio Euro). Er kann natürlich darauf hoffen, daß Gold volatil ist und er innerhalb der Kunden-Wartezeit das Gold billiger eindecken kann.
Dies ist allerdings in steigenden Märkten schwierig :-))

Schlußendlich tritt ein Vertrauensverlust auch der Hasardeur-Käufer dann auf, wenn Wartezeiten immer länger werden, bei immer mehr Produkten auftreten und die Anazhl der offensichtlichen Lügengeschichten immer höher wird.

Jeder kann mal Pech haben, jeder verschludert mal etwas oder verkauft Ware irrtümlich doppelt.

Wenn aber der Beschwerdefall zum Regelfall wird, stimmt etwas nicht.

Herr Müller hat zum Schluß vom Todesfal in der Familie über verlorene DHL-Pakete bis hin zum Angestellten, der etwas vergessen haben soll, alle möglichen Geschichten erzählt.

Letztendlich blieb die Diskrepanz zwischen Aussage und Realität.
auch heute noch ist seiner Homepage zu entnehmen "Alle Fälle werden regulär abgearbeitet" o.ä.

Darüber können Kunden, die seit 2 Monaten bezahlt haben, aber keine Ware gesehen haben, wohl nicht mehr lachen.

3 Goldtranchen wurden von Münzsachverständigen eingehend untersucht, diese waren echt und beanstandungsfrei.

Die Gerichte und die Staatsanwaltschaft werden zu prüfen haben, welches System ioder welcher Versuch dahinter lag. Mit einem einfachen "Das ist mir wohl über den Kopf gewachsen" ist das sicher nicht erklärt.

--

Typische Schneeballsystembetreiber sind oft nur bauernschlau, aber schlechte Mathematiker und schlechte Betriebswirtschaftler:

Wenn man vorhat, sich durch solche großen Goldverkäufe einen Kredit zu verschaffen, muß man große Mengen Ware anbieten. Dies macht im Edelmetallbereich Kunden vorsichtig und senkt auch den im Auktionsbereich erzielbaren Preis. Dadurch verkaufe ich unter Einstandspreisen. Die entstehende Lücke muß man durch immer mehr Verkäufe in immer kürzeren Abständen decken. Durch das damit steigende Angebot fällt der erzielte Preis noch mehr. Durch das dann ausserordentlich stark steigende Angebot erziele ich aber auch die Aufmerksamkeit von Kritikern, die durch Warnungen für noch niedrigere Preise sorgen. Schlußendlich muß ich jeden Tag ein solch großes Rad drehen, daß man es auch schon organisatorisch gar nciht mehr handeln kann. Der Kundendruck durch Beschwerden wird immer größer, die erzielten Preise immer niedriger, dies kann man nur durch längere Lieferzeiten ausgleichen. Wenn dann noch Ablaufhemmungen wie Sperren durch Ebay und damit ein Mittelzuflußstop hinzukommen, ist das Zusammenbrechen des Schneeballsystems vorprogrammiert. Die entstandene Lücke lässt sich sogar relativ exakt berechnen und führt (ohne kapitalzufluss von aussen) dazu, daß ein teil der kunden nicht beliefert wird.

Ob im hier vorliegenden Fall ein Schneeballsystem mit oder ohne Betrugsabsicht vorliegt oder auch nicht, mögen die Staatsanwälte eruieren.

Gleichsam werden sie eruieren, wo vereinnahmte Kundengelder sind. Ob diese nur für den Unterschied zwischen EK und VK oder auch für Lebenswandel, Spielbankbesuche, Pokerabende etc verbraucht worden sind. Vielleicht war ja auch alles ordnungsgemäß und wir sind nur etwas überempfindlich. Eine eidesstattliche Versicherung deutet aber nicht darauf hin.

--
Die Gier vieler Ebay-Käufer ist aber so groß, daß ich annehme, daß ein Nachahmer sicherlich spielend leicht 500.000€ erwirtschaften könnte.
Doof ist nur, daß er anschliessend in den Knast geht und auch zivilrechtlich das Geld zurückzahlen muß. Ein entsprechender Titel verjährt in 30 Jahren.
RomanSchneider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-08-2007, 23:07   #15 (permalink)
 
ich hatte mal einen Titel gegen einen Schuldner mit eV. Er lebte in Villa, fuhr Mercedes etc. Gehörte alles der (in Gütertrennung mit ihm lebenden) Ehefrau und war somit nicht verwertbar. Die wiederum hatte das Geld wohl von einem ausländischen Gönner geschenkt bekommen, wo ein einfacher Brief den Behörden wohl ausreichte da nicht weiter nachzuhaken.
Im Übrigen kann man sich ja als Unternehmer auch ein Gehalt bewilligen, solange Liquidität vorhanden ist. Dieses Geld ist dann ja zunächst rechtmäßig vereinnahmt... usw.
elwin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-08-2007, 23:20   #16 (permalink)
 
elwin, frag mal viele Unternehmer, die Forderungen gegen Privatpersonen haben und ihr Geld nie wiedersehen.

Da ist auch jeder schuld nur die Leute selbst nicht.
hegele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-08-2007, 00:33   #17 (permalink)
 
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Herr Müller hat zum Schluß vom Todesfal in der Familie über verlorene DHL-Pakete bis hin zum Angestellten, der etwas vergessen haben soll, alle möglichen Geschichten erzählt.
Solche Geschichten hat er einem Kollegen von mir schon im Jahr 2004 (oder Anfang 05) erzählt, der wochenlang auf seine Ware warten musste. Ich selber habe daraufhin lieber die Finger von den Angeboten dieses Anbieters gelassen.
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25-08-2007, 23:48   #18 (permalink)
 
Märchenerzähler

..ob und welche Geschichten ich vor Jahren von ihm bereits hören mußte oder nicht, darf ich aus arbeitsrechtlichen Gründen hier nicht breit treten.
RomanSchneider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26-08-2007, 00:29   #19 (permalink)
 
Beitrag anzeigen
...

Statt eines Verlustes habe ich 500 Euro an seinen Münzen verdient, weil er sie drastisch unter Marktpreis abgegeben hat, - dies zeigt aber auch, daß dieses Geschäftsmodell für den Dauerbetrieb nur bedingt geeignet ist.
Hallo Herr Schneider,
ich hoffe, Sie haben ihn wenigstens positiv bewertet
armin1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26-08-2007, 10:47   #20 (permalink)
 
Ich wünsche keinem hier schreibenden Großhändler oder Händler, auch Roman nicht, daß man über ihn mal solche Pleite-Geschichten schreibt.

Aus meiner beruflichen Erfahrung kenne ich viele Fälle, bei denen einer den Mund sehr voll genommen hat und einige Zeit später ging es ihm genauso.
hegele ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26-08-2007, 14:57   #21 (permalink)
 
Statistisch gesehen und der menschlichen Natur folgend, trifft es Unternehmer, die den Mund bei vielen Gelegenheiten allzu voll nehmen, öfter als die ruhigen anderen. Das ist meine Erfahrung, und ich habe auch schon einige den Bach hinunter gehen sehen.
jeggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26-08-2007, 15:43   #22 (permalink)
 
funny world

Hallo Herr Schneider,
ich hoffe, Sie haben ihn wenigstens positiv bewertet
sie werden es nicht glauben: ich weiß es nicht mehr, ist mir aber auch egal, der User ist sicher für längere Zeit gesperrt, ein "ersatzaccount", der auf den vater angemeldet und auch von MM betrieben wurde, weist keine Auktionen auf. Mir wäre auch unklar, was es bei Abgabe einer EV noch Nennenswertes zu versteigern geben sollte, was nicht gepfändet werden konnte.
Ich habe mächtig Kritik für diese Warnungen eingesteckt, zahlreiche Anwaltsdrohungen und Schadenersatzandrohungen erhalten, - letztendlich aber sicher einige Kunden vor Schaden bewahrt.

---
Statistisch gesehen und der menschlichen Natur folgend, trifft es Unternehmer, die den Mund bei vielen Gelegenheiten allzu voll nehmen, öfter als die ruhigen anderen. Das ist meine Erfahrung, und ich habe auch schon einige den Bach hinunter gehen sehen.
Das ist wohl so. Unternehmer, die etwas unternehmen, können aúch Fehler machen. Unterlasser machen nichts und deswegen auch nichts falsch.
Wenn Sie sich um mich Sorgen machen, rührt mich das. Bis Ende der Woche sehe ich jedoch keine Grund für eine E.V. :-)
Goldmünzen, die ich verkaufe, werden auch geliefert.
RomanSchneider ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-01-2009, 00:30   #23 (permalink)
 
Hallo,

ich bin gerade zufällig auf dieses Thema gestoßen.
Und auch wenn die Angelegenheit nun schon länger zurückliegt, möchte ich es auch hier noch klarstellen:
Ich bin der Marcus Müller aus Knittlingen, der einen Onlineshop für Münzen betreibt.
Ich habe weder etwas mit der gleichnamigen Person aus Lindau zu tun, die über Ebay offensichtlich einen großen Schaden angerichtet hat, noch mit dem Marcus Müller, der wie es hier aufgeführt wurde, beim Amtsgericht Pforzheim Insolvenz angemeldet hat. Dieser ist wohl auch aus Knittlingen, ich kenne ihn aber nicht persönlich.

Eine Nachfrage diesbezüglich von Herrn Schneider habe ich leider wirklich nie erhalten, denn darauf hätte ich sicher reagiert, da ich auch gegenüber meinen Kunden immer um Klarstellung bemüht war und mit Herrn Schneider sowie Herrn Honscha bei anderen Transaktionen doch auch schon gelegentlich E-Mail-Kontakt hatte.

Die Angelegeheit hat mir leider eine Menge Ärger eingebracht. Ich hoffe, nun aber, dass über die Sache Gras gewachsen ist, und dass man bei aller Empörung über schwarze Schafe, doch zukünftig auch etwas vorsicht walten lässt, wenn ein Name wie Müller, Maier oder Schmidt im Spiel ist...

MfG

M. Müller
mm_muenzen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-02-2009, 14:57   #24 (permalink)
 
Vorläufiges Ende eines Betrugsprozesses

fficeffice" />>Hallo,>>
>>
ich möchte euch folgenden Artikel aus der Schwäbischen Zeitung nicht vorenthalten, der am 12. Dezember 2008 erschienen ist.>>
>>
>>
Goldener Köder im Internet>>
>>
KEMPTEN – Das Landgericht Kempten hat gestern einen 37-jährigen Lindauer zu drei Jahren Haft wegen Betrugs verurteilt. Der Mann hatte von seiner Wohnung aus über die Internet-Auktionsbörse Ebay Goldmünzen angeboten, dafür 500 000 Euro kassiert, die bezahlten Münzen aber nicht geliefert.>>
>>
Dieses Gerichtsverfahren war harte Arbeit. Zuerst für die Ermittler, weil sie ein schier unüberschaubares Finanzgewirr entheddern mussten, was schließlich zu einer sechs>>
Leitzordner dicken Prozessakte führte. Zweitens für das Gericht, das sich durch die Ordner zu kämpfen hatte und drittens für die Staatsanwaltschaft: Denn der Staatsanwalt musste geschlagene 20 Minuten lang alle 112 Fälle vorlesen, in denen der angeklagte Lindauer Krügerrands oder Maple Leaves verkauft hatte, die es gar nicht gab.>>
Verfahren wegen Internet-Betrugs sind für deutsche Gerichte mittlerweile zwar an der Tagesordnung, aber in derartigem Umfang und dazu noch mit einfachsten Mitteln bislang eher ungewöhnlich. Dennoch ist es erstaunlich, wie einfach die Geschädigten es dem Angeklagten gemacht haben.>>
Und dabei ist der Lindauer keineswegs mit krimineller Absicht ins Münzgeschäft eingestiegen. Der frühere Filialleiter bei McDonalds hatte schon 2005 angefangen, Goldmünzen zu verkaufen. Er hatte sie im Internet zunächst bei Ebay, dann in einem eigenen Online-Shop zum Verkauf angeboten. Die Käufer bezahlten, der Täter kaufte die Münzen ein paar Tage später oder Wochen später beim örtlichen Münzhändler oder bei der Raiffeisenbank in Bregenz – und da die Goldpreise sanken, machte er einen kleinen Gewinn.>>
Er hatte zwar ein Gewerbe angemeldet, aber von Buchführung keinen Schimmer, weshalb er sich offensichtlich von den hohen Beträgen, die über sein Konto wanderten, blenden ließ, seinen Job aufgab und voll ins Geschäft einstieg. Das ging gut, solange die Goldpreise sanken. Es fiel nicht auf, solange das Geschäft lief und er mit dem Geld der neuen Kunden die Münzen für die alten Kunden kaufen konnte. Aber es wurde spätestens im April 2007 kritisch, als der Goldpreis stieg, die Verbindlichkeiten immer größer wurden und er immer mehr Münzen, die er nicht hatte, verkaufen musste, um die wartenden Kunden bedienen zu können.>>
>>
Lieferungen bleiben aus>>
>>
Bis zu diesem Zeitpunkt war es einfach ein schlechtes Geschäft gewesen, aber spätestens jetzt wurde es Betrug. Immer mehr verkaufte er, und wie bei einem Schneeballsystem wurden die Löcher immer größer. Die ersten Kunden drohten, erstatteten Anzeige und Ende Juli 2007 flog alles auf. In 112 Fällen hatte er zu diesem Zeitpunkt für Münzen kassiert, und zwar in der Regel zehn Unzen zu einem Preis von 4000 bis 5000 Euro, konnte aber nicht liefern. Das Geschäft implodierte buchstäblich, und der Mann, der sich ein paar Wochen vorher noch als einen erfolgreichen Unternehmer gesehen hatte, plagte ein Riesenproblem.>>
Zig Anzeigen, Privatinsolvenz, Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und ein Heer enttäuschter, wütender Kunden – bis hin zur Gewalttätigkeit. Einer von ihnen tauchte vor dem Elternhaus des Täters auf, beschlagnahmte kurzerhand die Kennzeichen des elterlichen Autos und verschwand wieder – er ist mittlerweile vom Amtsgericht Lindau wegen Nötigung und Erpressung verurteilt.>>
Vor Gericht war der 37-jährige Lindauer entsprechend kleinlaut. Mit hochrotem Kopf saß er da und hörte sich eine gewaltige Strafpredigt des Vorsitzenden Richters Dietmar Herrmann an. „Ich weiß einfach nicht, wo das Geld geblieben ist“ beteuerte der Angeklagte, als ob er bis heute nicht begriffen habe, dass die Sache systematisch schief gehen musste.>>
Da es trotz der intensiven Ermittlungen der Lindauer Kripo keinen Hinweis gab, dass er Geld ins Ausland geschafft hatte, da er Ersttäter ist und da ihm viele allzu gutgläubige Käufer nicht zuletzt die Internet-Plattform Ebay das Betrügen leicht gemacht haben, ist er mit einer verhältnismäßig geringen Haftstrafe von drei Jahren davongekommen. Die ihn allerdings nicht davor schützt, dass alle seine Gläubiger das Recht haben, ihr Geld zurückzubekommen, zumindest theoretisch. Einen Gewinner gibt es übrigens doch bei der Angelegenheit. Ebay hat allein zwischen Mai und Juli 2007 Gebühren in Höhe von 90 000 Euro für die Verkäufe in Rechnung gestellt. Und diese Rechnung wurde bezahlt.>>
>>
>>
Glückspfennig>>
>
Glückspfennig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01-01-2012, 23:59   #25 (permalink)
 
bodenseepowershop

Hallo Zusammen,
kennt jemand den Aufenthaltsort von:
Marcus Müller
Erlachweg 4
88131 Lindau

bodenseepowershop

Ich habe noch eine offene Rechnung mit ihm.

Vielen Dank.
kal2hi ist offline   Mit Zitat antworten
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