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Muenzen der Antike Europäische Münzen, Kelten, Römer, Griechen, Byzanz, alles vor 800 n. Chr.

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Alt 05-12-2004, 14:08   #1 (permalink)
 
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Bestimmungshilfe Römische Münzen Augustus bis M. Aurelius / einwenig röm. Münzkunde

Das Römische Imperium



Das Römische Imperium faszinierte schon unsere Vorfahren in aller Welt. Rom war das größte, dass Glanzvollste was die damalige Antike Welt zu bieten hatte. Durch militärische, diplomatische und wirtschaftliche Überlegenheit, dominierte das Imperium in fast allen Regionen der damaligen bekannten Welt. Fast 500 Jahre lang, bestimmte Rom die Weltpolitik Europas, bis es zerbrach. Die Gründe des Zerfall sind wohl vielseitig, und spekulativ. Sei es zum einen, der Größe des Imperium zuzuschreiben, oder zum anderen die Inkompetenz einiger Herrscher. Oder lag es am Regierungssystem, was am Anfang des 1. Jahrhunderts n. Chr. noch so modern war, aber nach 500 Jahren hoffnungslos veraltet?

Noch heute sind überall die Einflüsse der Römischen Kultur in Europa zu spüren. Sei es durch Bauten, Bräuche oder der Antiken Archäologie. Ein Punkt, wie ich finde der Europa eins werden läst. Einige beschäftigen sich mit der Geschichte, andere mit der Numismatik der Römer. Wobei beide Gebiete sehr interessant sind, und gut zu kombinieren sind.

Ich möchte in diesem Projekt versuchen etwas Klarheit in Bezug auf Röm. Numismatik und Geschichte zu schaffen. Sicherlich können nicht alle Punkte behandelt werden, und auch wird das ganze nicht in ein paar Tagen erarbeitet werden können. Es ist ein Projekt was immer erweiterbar ist, und wo jeder sich einfließen lassen kann, der Interesse hat.
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Geändert von Don_Carleone (05-12-2004 um 21:48 Uhr)
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Alt 05-12-2004, 14:10   #2 (permalink)
 
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Die Römische Kaiserzeit als Übersicht

Es gab in der Kaiserzeit viele Adlige Geschlechter die den Kaiserthron besteigen wollten, und die Macht für sich beanspruchen wollten. So läst sich das Imperium in verschiedene Abschnitte aufteilen.


-DAS IULISCH-CLAUDISCHE KAISERHAUS-

Die Kaiser im Überblick:

- Augustus
- Tiberius
- Caligula
- Claudius
- Nero

Hatte bestanden von 27 vor Chr. bis 68 nach Chr.


-DER ERSTE GROSSE BÜRGERKRIEG-

von 68 nach Chr. bis 69 nach Chr.

Die Kaiser im Überblick

- Galba
- Otho
- Vitellius


-DAS FLAVISCHE KAISERHAUS-


Die Kaiser im Überblick

- Vespasianus
- Titus
- Domitianus

Hatte bestanden von 69 nach Chr. bis 96 nach Chr..


-DIE ADOPTIVKAISER VON NERVA BIS COMMODUS-

Die Kaiser im Überblick

- Nerva
- Trajanus
- Hadrianus ( Vorgesehener Nachfolger von Hadrianus war AELIUS ( verstarb aber leider ))
- Antoninus Pius
- Marcus Aurelius ( Mitrgent sein Bruder LUCIUS VERUS )
- Commodus

Hatte bestanden von 96 n. Chr. bis 192 n. Chr..


-DER ZWEITE GROßE BÜRGERKRIEG-

von 193 n. Chr.

Die Kaiser im Überblick

- Pertinax
- Didius Iulianus
- Pescennius Niger
- Codius Albinus


-DAS SEVERISCHE KAISERHAUS-

Die Kaiser im Überblick

- Septimius Severus
- Caracalla ( und sein Bruder GETA ( Wurde aber ermordet ))
- Macrinus
- Elagabalus
- Severus Alexander

Hatte bestanden von 193 n. Chr. bis 235 n. Chr..
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Geändert von Don_Carleone (05-12-2004 um 21:53 Uhr)
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Alt 05-12-2004, 14:17   #3 (permalink)
 
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Die verschiedenen Nominale, und das Münzsystem der Röm. Kaiserzeit

Bis zum 4. Jahrhundert vor Christus war die Waage das wichtigste Hilfsmitte
der Römer bei Tauchgeschäften.
Mit ihr wurden unregelmäßig geformte Bronzebarren ("Aes rude" = rohes Erz )
gewogen, welche als vormünzliches Zahlungsmittel gelten.
Diesem "Aes rude" folgte das "Aes signum" = gezeichnetes Erz.
Diese Bronzevierecke mit einem schreitenden Stier ( pecus = Vieh / pecunia = Geld ) erhielten nach und nach feste Gewichte, und machten die Waage
überflüssig.
Es folgte das "Aes grave" ( Schwergeld mit einem Gewicht von 270g bis 380g je Stück ), welches im 3. Jahrhundert in Mittelitalien aus Bronze gegossen wurde.
Sie blieben bis zum ersten punischen Krieg (264-261 v.Chr.) Zahlungsmittel und zeigen auf der Rückseite die sogenannte Prora, den Bug eines Schiffes mit Rammsporn.
Dies geschah als Erinnering an die Wegnahme der Foltte von Antium.

Der AUREUS



Der Name Aureus (Mz. Aurei) leitet sich vom gleichnamigen lateinischen Wort für "golden" ab. Manchmal erscheint auch die Bezeichnung aureus nummus zur Bezeichnung einer Goldmünze. Die gelegentlich in Anlehnung an das silberne Grundnominal der römischen Währung erscheinende Form aureus denarius ist falsch. Im allgemeinen bezeichnet Aureus DIE römische Goldmünze.

Münzprägungen in Gold tauchten in Rom - genauso wie im antiken Griechenland - zunächst nur selten auf. Wenn, so lediglich als kurzfristige Notmassnahme. Die antiken dynastisch ausgerichteten Monarchien, wie die Diadochenreiche, haben dagegen eine andere Ausrichtung in Bezug auf die Emissionspolitik ihrer Münzen. An ihnen orientierte sich später das römische Kaiserreich, für das Goldmünzen typisch sind.

Die ältesten Aurei dürften Ende des 3.Jh.v.Chr. ausgegeben worden sein und zeigen auf ihrer Vorderseite einen bartlosen Januskopf. Der Revers lieferte eine Schwurszene (Ferkelopfer bei Vertragsabschluss).


Augustus setzte das Gewicht des Aureus auf 7,42 g. Während der Zeit wurde der Aureus mehrfach im Gewicht rauf -und runtergesetzt. Anfang des 2. Jahrhunderts nach Chr. wurden auch schon mal Kupferbeimengungen hinzugegeben ( Rötlich Färbung der Aurei ). Unter Valerianus/Gallienus brach die Prägung der Aurei ganz zusammen, und später durch Konstantin den Großen ( 306 - 337 n.Chr. )
durch den Solidus abgelöst.

Unter das Volk gebracht wurden Goldmünzen auf dreierlei Art. Die regelmässigste Quelle waren Entlassungsgeld, Donativa und der Sold der Offiziere, die zumeist in Gold bezogen wurden. Dann gab es noch Geschenke und Sonderprägungen bei besonderen Anlässen des Kaiserhauses. Hier wanderten die Münzen zumeist in die Taschen der ohnehin schon Reichen. Der dritte Weg führte über die Grenzen hinaus. Zahlungen an Grenzvölker zur Wahrung von Friedensverträgen konnten ebenfalls in Gold geleistet werden. Über den Fernhandel kamen sie dann wieder in das Reichsgebiet zurück. Weit mehr floss allerdings zur Bezahlung von teuren Importwaren ins Ausland. Römische Münzen sind immerhin bis China belegt.

Der Aureus ähnelte im Münzbild der des Denares.

Gewichtsminderungen des Aureus

-Regierung Sulla ( 82 - 79 v.Chr. )
1/30 röm. Pfund = 10,90 g

-Regierung Augustus ( 27 v.Chr - 14 n.Chr. )
1/40 röm.Pfund = 8,9g

-Regierung Nero ( 54 - 68 v.Chr. )
1/45 röm. Pfund = 7,28g

-Regierung Caracalla ( 198 - 217 n.Chr. )
1/50 röm. Pfund = 6,55g

-Regierung Severus Alex. ( 222 - 235 n.Chr. )
sehr unteschiedlich

-Regierung Diocletian ( 284 - 304 n. Chr. )
1/70 röm. Pfung 4,68g


Der SOLIDUS



Der Name Soldius (Mz. Solidi) leitet sich vom gleichlautenden lateinischen Wort für massiv, gediegen ab. Solidus aureus bezeichnet folglich ein vollwertiges Goldstück. Im speziellen ist das „massive“ römische Goldstück zu 1/72 römisches Pfund (4,55 g) gemeint, das gewichtsmässig einer sextula entsprach.

Er wurde um 324 n. Chr. von Constantinus I. eingeführt. Er hatte stets einen Reingehalt an Gold. Der Solidus wurde sogar nach dem Zerfall des röm. Reiches weitergeprägt. Sogar im Mittelalter ist der Solidus ein Begriff. Er stand stets für das Wort Solide.


Der DENAR




Denar der Zehner, wurde zur Zeit des Augustus zur Hauptmünze des Imperiums ernannt. Geprägt wurde er seit Antonius III ( 211 - 217 n.Chr. ) Der Denar hatte ein Durchmesser von durchschnittlich 16 – 18 mm und wog um die 3,89 g. Anfangs aus sehr gutem Silber, schwankte der Silbergehalt ab Nero und Nerva. Das Rauhgewicht sank zeitweilig bis auf 3,3 g herab. Denare wurden ab Mitte des 3. Jahrhunderts immer seltener, und verschwanden ab Diocletianus ganz von der Bildfläche.


Der ANTONINIAN



Der sogenannte Antoninian ( Doppeldenar ) wurde von Caracalla 215 n. Chr. eingeführt. Dieses Nominal wog ursprünglich 4,7 - 5,6 g und war aus gutem Silber. Der Silbergehalt nahm ab Balbinus und Pupienus zusehenst ab. Bis unter Valerianus nur noch 4 % Silber übrig blieben.

Der Avers zeigt den Herrscherkopf mit Strahlenkranz bzw. die Büste der Kaisergattin auf einer Mondsichel. In der Spätantike war dies ein typisches Erscheinungsbild für ein Geldstück in doppeltem Wert einer beliebigen Einheit.

In den Jahren 222 bis 238 wurde er nicht geprägt. Seit Philippus Arabs war der Antoninan die am meisten verwendete Münze des 3.Jh.n.Chr. Zunächst lag der Feingehalt noch bei 40 %, doch sank der Silberanteil ständig und erreichte unter Valerian gerade einmal 2 %. Kaiser Aurelian versuchte eine Reform. Aus dieser Zeit stammen mit XX, XXI, K und KA Zahlzeichen, die immer noch einer Erklärung harren. Diocletian ersetzte ihn schliesslich 293/294 durch den Follis.

Der ARGENTEUS



Der Name Argenteus ist nichts anderes als eine Analogiebildung wie Aureus und bedeutet "der Silberne". Während der gesamten Antike bezeichnete man damit allgemein eine Silbermünze vom Charakter eines Victoriatus, Denars oder Antoninans. Als eigenständige Münzbezeichnung taucht der Argenteus um das Jahr 294 n.Chr. auf, als Kaiser Diocletian im Zuge seiner Währungsreform eine neue Standardsilbermünze schaffen wollte
( der altbewährte Denar wurde abgelöst )

Mit der Zeit viel auch er der Herabsetzung des Silbergehaltes zum Opfer. Mit der Einführung der Siliqua, ab der Constantinischen Zeit verschwand der Aurgenteus ganz.


Die SILIQUA




Der Name Siliqua (grch. keration) bezeichnet die Schote einer Hülsenfrucht bzw. den Samen des Johannisbrotbaumes und stellt eigentlich ein spätantikes Gewicht dar. Als 1/144 der römischen Unze und somit 1/6 der Sextula wog sie 0,19 g. Zwei weitere Unterteilungen sind bekannt: in 3 grana hordei (Gerstenkörner) bzw. in 4 staria (Weizenkörner)

Die Siliqua wurde vom Constantinischen Kaiserhaus eingeführt, und löste den Argenteus ab. Sie war das wichtigste und häufigste Zahlungsmittel dieser Epoche. Sie wog anfänglich 3,4 g, wurde aber in ihrem Silbergehalt immer mehr reduziert.

Bis Kaiser Honorius wurde die Münze massenhaft in Umlauf gebracht, danach nur mehr spärlich. In den oströmisch-byzantinischen Münzstätten im westlichen Mittelmeergebiet prägte man die Siliqua mit ständig reduziertem Gewicht bis ins 7.Jh.n.Chr. Im Byzantinischen Reich hielt sie sich bis ins Mittelalter.



Das AS



Ab der Münzreform des Augustus wog das As anfänglich um die 10,92 g (Kupfer), und hatte ein Durchmesser von 25 – 27 mm. Später sank das Rauhgewicht des Asses, und es wurde weniger Zink beigemischt. Es war bekannt für seine unterschiedliche Schrötlingsstärke. Unter den Severern erfuhr das As ein Nachlassen der Ausprägung. Die Äußerlichen Kennzeichen für ein As sind der bloße oder belorbeerte Kopf auf der Vorderseite, und auf der Rückseite das S-C ( Senatus Consulto ).
Das As wurde zur Grundeinheit des römischen Münzsystems.


Der DUPONDIUS




Der Dupondius (später auch Dupondium genannt) bezeichnete eigentlich ein Gewicht von zwei röm. Pfund (= 654,9 g). Als Münze entsprach er zwei (urspr. librale = pfundige) Asse. Daher wurde er auch dussis genannt und die Wertmarke II fand sich in vielen gegossenen Münzserien bis hin zu etruskischem Schwergeld und auch in Venusia.

Der Dupondius wurde größtenteils aus Messing geprägt, und hatte ein Durchmesser von 26 – 29 mm. Er wog um die 13,64 g. Damit man ihn vom As unterscheiden konnte, wurde dem Porträt des Kaisers auf der Vorderseite eine Strahlenkrone aufgesetzt.

Auf dem Avers (Vorderseite) erscheint erst seit Nero der Kaiserkopf. In republikanischer Zeit dominierten Götterdarstellungen (Minerva), in frühkaiserlicher Epoche die Mitglieder der kaiserlichen Familie. Um eine Unterscheidung zum As zu haben, trägt der Kaiser die Strahlenkrone und nicht den Lorbeerkranz. Der Revers (Rückseite) glich hingegen dem As. Die Prägung der Münze dürfte wegen der Inflation wohl unter Kaiser Probus eingestellt worden sein. Die letzten Exemplare sind von 282 n.Chr. bekannt.


Der SESTERZ



Der Sestertius - wohl die bekannteste römische Münze - leitet seinen Namen von semis-tertius (dritthalb = 2 ½) ab. Die Bezeichnung konnte mit und ohne nummus (Münze, Abk. n) stehen und galt damit 2 ½ Asse, was einem Viertel des 211 v.Chr. eingeführten Denarius entsprach. Die Neuordnung des Münzwesens um 130 v.Chr. brachte eine Abwertung auf 4 Asse.

Der Sesterz bestand zur Augustäischen Zeit aus Messing, später aus Kupferbronze mit sinkendem Zinkgehalt. Er war mit die wichtigste Recheneinheit im Imperium. Der Durchmesser betrug etwas über 30mm. Wahrscheinlich war die letzte Emission nach dem Tod des Aurelianus geprägt worden.

Sesterzen wurden in der Republik nur selten und dann in Silber geprägt. Die ältesten Serien enden um 200 v.Chr. und gleichen im Typus dem Denar mit dem Romakopf auf der Vorderseite. Als Wertbezeichnung wurde IIS verwendet, die Rückseite schmückten die Dioskuren samt der Bezeichnung ROMA. Das Gewicht der ersten Sesterzen betrug 1 Scripulum (= 1/288 römisches Pfund oder 1,137 g), was einem allgemein verbreiteten Edelmetallgewicht entsprach. In dieser Tatsache dürfte das Phänomen liegen, dass die Münze zum Rechenwert schlechthin wurde. Selbst Grossbeträge wurden in Sesterzen angegeben. Erst in der Inflationszeit vor Diocletian begann der Denar ihm diesbezüglich den Rang abzulaufen. Seit Valerian ging die Prägung merklich zurück. Die letzten Münzen scheinen kurz nach dem Tod von Kaiser Aurelian in Umlauf gekommen zu sein.



Das FOLLIS





Das Wort Follis (Mz. Folles) bezeichnete ursprünglich einen Beutel, Ball oder Blasebalg. Daraus entwickelten sich drei verschiedene numismatische Bedeutungen. In der Spätantike des ausgehenden 3.Jh.n.Chr. wurde damit ein Geldbeutel verstanden, der mit Kupfermünzen gefüllt und durch ein Siegel in seinem Wert garantiert wurde. Für den täglichen Verkehr waren diese Folles ziemlich unhandlich (vgl. die schwedischen Kupferbarren Mitte des 17.Jh.), doch aufgrund ihres Wertes (eine feste Grösse liess sich bislang nicht ermitteln; möglicherweise entsprach ein Follis 12.500 Denaren) handelte es sich ohnedies um Grossgeld, das nicht vorhandenes Edelmetall ersetzte. Die collatio glebalis (eine wohl von Konstantin eingeführte, von Senatoren zu entrichtende Abgabe in 3, später 4 Steuerklassen) wurden konnte etwa bei Mangel an Gold in Folles entrichtet werden.

Das Follis hatte in seiner Anfangszeit einen Durchmesser von 25 – 27 mm, er bestand aus Kupfer und 2 – 4 % Silbersud und wog ca. 10 g. Bereits in der Anfangszeit des Constantinus I. wird der Follis auf bis zu 4,5 g reduziert, wobei dies schwankend bis 7 g möglich war. Zwischen 312 und 335 n. Chr. wird der Follis fortwährend Reduziert. So fällt das Gewicht von durchschnittlich 4,5 g auf 1,5 g 1/216 des röm. Pfundes ab. Auch der Durchmesser des Schrötlings schrumpfte auf 10 – 12 mm. Der Silbersud wurde fortan von Zink, Zinn und Blei abgelöst.

Vom Prägebild her ist der Follis zwar typenarm, dafür sehr variantenreich. Bis 311 n.Chr. dominiert vor allem der Genius des römischen Volkes samt der entsprechenden Legende Genio populi. Andere Legenden sind beispielsweise: Marti conservatori und Soli invicto comiti (308/317), Victoriae laetae princ. perp. (317/320), Beata tranqullitas (320/324), Providentiae Augg. bzw. Providentiae Caess (324/330), Gloria exercitus (330/341) und Victoriae dd. Auggq. nn. (341/346).

Trotz der ständigen Gewichtsreduktion wurde die Münze massenhaft ausgegeben. Auch erschienen auf ihr erstmals christliche Symbole (Christusmonogramm auf einem Helm). Zwischen 330 und 346 wurden vor allem Kleinfolles als Gedenkprägungen für Konstantinopel und Rom ausgegeben. Im letzten Jahr dieser Emissionen erschien mit der Maiorina eine neue, den Follis ablösende, Münze

Umrechnungshilfe:

1 Aureus = 25 Argentei
1 Argenteus = 8 Follis

1 Aureus = 25 Denare = 100 Sesterze = 200 Dupondien = 400 Asse
1 Denar = 4 Sesterze = 8 Dupondien = 16 Asse
1 Sesterz = 2 Dupondien = 4 Asse
1 Dupondius = 2 Asse
Löhne

Tageslohn eines Handwerkers: 10 Denare

Preise:

1 Pfund Fleisch = 11 Denare
1/2 Liter Wein = 15 Denare
1/2 Liter Bier = 4 Denare
1 Paar Sandalen = 100 Denare
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Geändert von Don_Carleone (06-12-2004 um 21:15 Uhr)
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Alt 05-12-2004, 14:25   #4 (permalink)
 
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Das IULISCH-CLAUDISCHE KAISERHAUS 27 v. Chr. - 68 n. Chr.




Kaiser Caius Octavius AUGUSTUS

Geboren im Jahr 63 v. Chr.
Regierte von 27 v. Chr. - 14 n. Chr.

Hatte ein Frau Namens Livia Drusilla, und zwei Enkel die die Nachfolge antretten sollten. Augustus starb 77 jährig eines natürlichen Todes. Er brachte Rom die PAX AUGUSTA ( Rechtssicherheit, Frieden und Wohlstand ). Er wurde nach seinem Tot zum Gott erhoben, und bekam viele Ehrentitel und Auszeichnungen.




VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Kaiser Augustus

AVGVSTVS
AVGVSTVSDIVIF
AVGVSTVSTRPOT
AVGVSTVSTRPOTVII
CAESARAVGPONTMAXTRIBVNICPOT
CAESARAVGTRIBVNPOTES
CAESARAVGVSTPONTMAXTRIBVNICPOT
CAESARAVGVSTVS
CAESARAVGVSTVSDIVIF
CAESARAVGVSTVSDIVIFPATERPATRIAE
CAESARAVGVSTVSSPQR
CAESARAVGVSTVSTRIBVNICPOTEST
CAESARAVGVSTVSTRPOT
CAESARAVGVTRIBVNPOTES
CAESARCOSVI
CAESARDIVIFCOSVI
CAESARIAVGVSTO
CAESARIMP
CAESARIMPVII
CAESARIIIVIRRPC
CAESARPONTMAX
CCAESARIIIVIRRPC
CCAESARIPM
CCAESARIIIVIRRPC
DIVOAVGVSTO
DIVOAVGVSTOSPQR
DIVOAVGVSTOSPQROBCIVESSER
DIVVSAVGVSTVS
DIVVSAVGVSTVSPATER
DIVVSAVGVSTVSSC
DIVIIVLIF
GALVSMESSALLAIIIVIR
IMPCAESAR
IMPCAESARAVGVST
IMPCAESARAVGVSTRPOTIIX
IMPCAESARDIVIF
IMPCAESARDIVIFAVGVSTVSIMPXX
IMPCAESARDIVIFCOSVILIBERTATISPRVINDEX
IMPCAESARDIVIFIIIVIRITER
IMPCAESARDIVIFVIRITERRPC
IMPCAESARI
IMPCAESARDIVIIVLI
IMPIXTRPOV
LAMIASILIVSANNIVS
OBCIVISSERVATOS
PBETILIENVSBASSVS
PVLCHERTAVRVSREGVLVS
SCOBRPCVMSALVTIMPCAESARAVGCONS
SPQRIMPCAESARI
SPQRIMPCAESARIAVGCOSXITRPOTVI
SPQRPARENTCONSSVO

Durch die sehr lange Regierungsphase des Augustus, wurden sehr viele Münzen mit seinem Porträt geprägt. Auch gibt es sehr viele Rückseitenvarianten, die sie Rom in diesem Ausmaß noch nicht kannte. Trotz der großen Masse an Münzen die geprägt wurde, kommen heut zu Tage im Handel relativ wenig vor. Das Erklärt sich darin das die Augustus Münzen sich großer Beliebtheit erfreuen. Die häufigste Variante die zu finden ist, ist die des Denar mit der Gaius/Lucius Rückseite. Die beiden Enkel des Augustus.




Dieser Denar Typ wird in der Regel mit ungefähr 100 bis 200 Euro gehandelt. Aber auch hier gibt es ein Unterschied, der den Preis durchaus noch erhöhen kann.

Seltenere Rückseitendarstellung werden öfters hör gehandelt. Diese liegen dann bei einem sehr schönen Erhalt bei 200 - 500 Euro.

Unter Augustus Herrschaft wurden Aurei, Denare, Sesterzen, Dupondien, Asse und Quadrans herrausgebracht. Die Qualität von Gold und Silbermünzen war noch sehr gut.


TIBERIUS Claudius Nero


Geboren im Jahr 42 v. Chr..
Regierte von 14 n. Chr. - 37 n. Chr.

Erste Ehe mit Vipsania Agrippina, zweit mit Julia. Hatte einen Sohn aus erster Ehe, Drusus Julius Caesar, genannt "Castor". Tiberius starb eines natürlichen Todes 37 n. Chr. in der Villa des Lucullus in Misenum. Tiberius versuchte die Politik seines Vorgängers Augustus bei zu behalten. Hatte aber oft Konflikte mit dem Senat. Das Ende seiner Regierungszeit war von Verfolgungswahn und Misstrauen geprägt.




VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Tiberius

CIVITATIBVSASIAERESTITVTIS
TICAESARAVGFTRPOTXV (Tiberius und Augustus)
TICAESARDIVIAVGFAVGVSTIMPVII
TICAESARDIVIAVGFAVGVSTIMPVIII
TICAESARDIVIAVGFAVGVSTVS
TICAESARAVGVSTIFIMPERATOR
TICAESARAVGVSTIFIMPERATORV
TI CAESARAVGVSTFIMPERATVII
TICAESARDIVIAVGFAVGVSTVS
TIDIVIFAVGVSTVS


Trotz der langen Regierungszeit sind die Münzen des Tiberius ziemlich selten, und einseitig. Der "Standart-Denar" mit Rückseite, nach links sitzende Livia, wird in einem sehr schönen Erhalt bei 150 bis 250 Euro gehandelt. Die Seltenheit ist damit zu erklären, dass er so wenig Nominale wie möglich mit seinem Porträt herausbringen wollte. Er war ein typischer Einzelgänger und lebt ziemlich zurückgezogen.

Unter Tiberius Herrschaft wurden Aurei, Denare, Sesterzen, Dupondien, Asse und Quadrans herausgebracht. Die Qualität von Gold und Silbermünzen war noch sehr gut.

Manche Münz-Portäts des Tiberius wurden noch nach Vorbild des Augustus geprägt (Idealvorstellung eines röm. Kaisers). Nur manche Münzen zeigen das "fast" wahre Gesicht des Tiberius. Der abgebildete Denar oben, zeigt ein "fast" wirkliches Porträt.


Caius Caesar Germanicus, genannt CALIGULA ( Stiefelchen )
(Caligula liebte es als Kind mit den viel zu grossen Militärstiefeln seines Vaters zu marschieren)

Geboren im Jahr 12 n. Chr.
Regierte von 37 - 41 n. Chr.

Caligula war vier mal verheiratet, zuletzt mit Caesonia. Caligula hatte eine Tochter.
Der Kaiser begann seine Herrschaft unter dem Jubel von Volk und Senat. Am Anfang seiner Regierungszeit regierte er Weise und Gerecht. Später wurde er von einer heimtückischen Krankheit bemannt. Diese veränderte seine Psyche. Es begann eine Schreckensherrschaft. Machtgier und Rachsucht beherrschten den Kaiser. Es wurde ein neues Wort geboren, das uns heute unter dem Namen "CAESARENWAHN" bekannt ist. Schließlich wurde er, seine Frau und seine Tochter 41 n. Chr. von einem seiner Prätorianer ( Leibgarde der Kaiser ) ermordet. Die Neuigkeit von seinem Tod, wurde bei Senat und Volk mit Jubel entgegengenommen.




VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Kaisers Caligula

CCAESARAVGPONMTRPOTIII
CCAESARAVGGERMANICVS
CCAESARAVGGERMANICVSPONMTRPOT
CCAESARAVGGERMPMTRPOT
CCAESARDIVIAVGPRONAVGPMTRPIIII
CCAESARDIVIAVGPRONAVGSC
CCAESARAVGPONMTRPOTIIICOSIII
CCAESARAVGGERMPMTRPOT


Die Münzen des Caligula sind BESONDERS SELTEN und BEGEHRT. Besonders Denare und Aurei gehören zu den Raritäten. Wobei Bronzen häufiger auftreten. Aber warum sind die Münzen des Caligula so selten? Das läst sich erstens durch die kürze seiner Regierungszeit erklären, und zweitens dadurch, dass viele seiner Porträt Münzen aus Hass nach seinem Tot eingeschmolzen worden sind. Was die Münzen des Caligula von seinen Vorgängern unterscheidet, ist das die Rückseitendarstellungen anders sind. Caligula legte wohl sehr viel Wert auf die Familie, so das er auf den Rückseiten der Münzen seine Angehörigen verewigte. Wie z.B. Germanicus, Augustus und Agrippina Senior. Solche Doppel-Kopf Denare werden meist in einem Sehr Schönen Erhalt nicht unter 800 Euro gehandelt. Die Aurei des Caligula nehmen die absolute Spitzenposition im Seltenheitsgrad ein. Sie werden meist ab 7000 Euro aufwärts gehandelt.

Unter Caligulas Herrschaft wurden Aurei, Denare, Sesterzen, Dupondien, Asse und Quadrans herausgebracht. Die Qualität von Gold und Silbermünzen war noch sehr gut.

Das Typische Erkennungsmerkmal der Münzen des Caligula, ist die abgeflachte Stirn mit der Spitzzulaufenden Nase.


CLAUDIUS I.

Sein voller Name lautet: C. Tiberius Claudius Drusus Nero Germanicus


Geboren im Jahr 10 v. Chr.
Regierte von 41 - 54 n. Chr.
Hatte mit seiner ersten Frau Messalina einen Sohn namens Britannicus, und eine Tochter Octavia Claudius ließ sich von Messalina scheiden, und heiratete seine Nichte Agrippina Junior. Sie brachte einen Sohn aus erster Beziehung mit in die Ehe. Sein Name war Nero. Claudius I. war bei Volk und Senat relativ beliebt. Er wurde 54 n. Chr. von seiner Frau Agrippina Junior vergiftet.




VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Claudius I.

DIVVSCLAVDIVSAVGVSTVS
TICLAVDCAES
TICLAVDCAESAVG
TICLAVDCAESARAVGGERPMTRP
TICLAVDCAESARAVGGERMPMTRP
TICLAVDCAESARAVGPMTRPIII
TICLAVDCAESARAVGPMTRPIIII
TICLAVDCAESARAVGPMTRPVIIMPXI
TICLAVDCAESARAVGPMTRPVIIIIMPXVI
TICLAVDCAESARAVGPMTRPVIIIIIMPXVI
TICLAVDCAESARAVGPMTRPVIIIIIMPXVII
TICLAVDCAESARAVGPMTRPVIIIIIMPXVIII
TICLAVDCAESARAVGPMTRPXPP
TICLAVDCAESARAVGPMTRPXIMPPP
TICLAVDCAESARAVGPMTRPXPPIMPXVIII
TICLAVDCAESARAVGPMTRPXIIMPPPCOSV
TICLAVDCAESARAVGPMTRPXIPPIMPXVIII
TICLAVDIVSCAESARAVG
TICLAVDIVSCAESARAVGPMTRPIMP
TICLAVDIVSCAESARAVGPMTRPIMPPP
TICLAVDCAESARAVGGERMPMTRIBPOTPP



Die Münzen des Claudius gehören ebenfalls zu den Raritäten. Sind meiner Meinung sogar noch beliebter als die des Caligula. Das Erklärt sich darin, das Claudius ein Idealbild eines Röm. Kaiser aufweißt. Trotz seiner langen Regierungszeit, kommen im Münzhandel relativ wenig Exemplare vor. Was seine Beliebtheit bei Sammlern bezeugt. Das gilt besonders für Denare und Aurei. Für normale Rückseitendarstellungen mit einem Erhaltungsgrad von Sehr Schön, werden Denare mit ungefähr 400 Euro gehandelt. Es gibt aber auch hier Aussnahmen. Wie z.B. der berühmteste Denar, mit Vorderseite Claudius, Rückseite seine Frau Agrippina. Diesen Münztyp gibt es als Denar und Aurei.

Unter Caligulas Herrschaft wurden Aurei, Denare, Sesterzen, Dupondien, Asse und Quadrans herausgebracht. Die Qualität von Gold und Silbermünzen war noch sehr gut.

Die Münzen des Claudius I. kann man eigentlich gar nicht verwechseln. Man erkennt das Porträt an seiner Erhabenheit und Perfektion.


NERO Claudius Caesar

Geboren im Jahr 37 n. Chr.
Regierte von 54 – 68 n. Chr.

Nero war mit Octavia, die Tochter des ermordeten Kaiser Claudius I. verheiratet. Während seiner Regierungszeit ließ er viele seiner Angehörigen und Vertrauten umbringen. Darunter auch seine Frau und seine Mutter. Nero galt als grausam und autoritär. Er liebt Wettkämpfe und Gesang. Führte Theateraufführung auf, in der er selbst mitspielte. Sein Talent als Künstler beschrieben aber viele als Zumutung. Hatten aber Angst davor es zu sagen, da sie sonst wahrscheinlich hingerichtet worden währen. Als sich viele von Nero abwendeten, und auch der Senat und die Leibgarde sich von ihm absagten, und Revolten im Reich ausbrachen, begann er 68 n. Chr. Selbstmord. Nero war der letzte der Julisch-Claudischen Dynastie.




VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Nero

IMPNEROCAESARAVGPMAXTRPOTPP
IMPNEROCAESARAVGPMAXTRPPP
IMPNEROCAESARAVGPMTRPOTPP
IMPNEROCAESARAVGPONTMAXTRPOTPP
IMPNEROCAESARAVGPP
IMPNEROCAESARAVGVSTVS
NEROCAESAR
NEROCAESARAVGGERMIMP
NEROCAESARAVGIMP
NEROCAESARAVGVSTVS
NEROCAESAVGIMP
NEROCLAVCAEAVGGER
NEROCLAVDCAESARAVGGERMANI
NEROCLAVDCAESARAVGGERMPMTRPIMP
NEROCLAVDCAESARAVGGERPMTRPIMPPP
NEROCLAVDCAESARAVGGERMPMTRPIMPPP
NEROCLAVDCAESDRVSVSGERMPRINCIVVENT
NEROCLAVDDIVICLAVDFCAESARAVG
NEROCLAVDDIVICLAVDFCAESARAVGGERMANI
NEROCLAVDIVSCAESARAVGGERMA
NEROCLAVDIVSCAESARAVGGERMANIC
NEROCLAVDIVSCAESARAVGGERMPMTRPIMPPP
NEROCLDIVIFCAESAVGPMTRPII
NERONERONICLAVDIODRVSOGERMCOSDESIGN
NERONICLAVDIODRVSOGERMCOSDESIGN

Neros Münzen kann man nicht als selten bezeichnen. Sie kommen häufiger im Handel vor, als die seiner Vorgänger. In besserer Qualität als Sehr Schön, sind sie allerdings Selten und haben einen entsprechenden höheren Preis. Die Rückseitenvarianten bei Denaren ist ebenfalls sehr eintönig. Die häufigsten sind SALVS und IVPITER CVSTOR. Ein Denar mit diesen Rückseitenvarianten in einem Erhalt von Sehr Schön, sollte sich in einer Preisspanne von 150 – 250 Euro bewegen.

Zu erwähnen sind hier noch Ausnahmestücke. Die Jugendlichen Gepräge des Nero. Diese werden bei ungefähr 400 Euro gehandelt.



Unter Neros Herrschaft wurden Aurei, Denare, Sesterzen, Dupondien, Asse und Quadrans herrausgebracht. Die Qualität von Goldmünzen war noch sehr gut. Bei den Silbermünzen trat eine erste Verschlechterung ein.
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Geändert von Don_Carleone (05-12-2004 um 21:57 Uhr)
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Alt 05-12-2004, 20:19   #5 (permalink)
 
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Der ERSTE BÜRGERKRIEG VON 68 - 69 n. CHR.


Man könnte meinen mit Neros Tot wäre endgültig Frieden im Röm. Reich eingekehrt. Das ist aber falsch. Es gab leider keine gültige Nachfolgereglung, die eine ordentliche Übergabe des Reiches an einen Imperator zuließ. Dies gab Ausschlag dazu das Rom in einen neuen Bürgerkrieg gezogen wurde. Verschieden mächtige Männer versuchten die Macht an sich zu reißen. Das Entresultat, Chaos, Tot und Zerstörung. Und das schlimmste, Römer kämpften gegen Römer.



Servius Sulpicius GALBA

Geboren im Jahr 3 v. Chr.
Regierte von Juni 68 bis Januar 69 n. Chr.

Galba war nach einer Verschwörung gegen Nero in dessen Ungnade gefallen. Er hatte aber Glück, den Nero starb kurz nach dem missglücken Kommplot. Galba ließ sich daraufhin 68 n. Chr. von seinen Truppen zum neuen Kaiser Roms ausrufen. Der Senat erkannte dies an. Der neue Kaiser war bereits 72 Jahre, als er die Herrschaft antrat. Wohl seinem Alter zuzuschreiben, war sein Geiz und seine Strenge, die bei manchen Leuten überhaupt nicht gut ankam. Daraufhin kam es nach einer nur siebenmonatigen Regierungszeit zum Aufstand der obergermanischen Truppen unter Vitellius. Ein gewisser Otho ließ sich dann auch noch von den Prätorianern zum neuen Kaiser ausrufen. Galba wurde daraufhin von Soldaten auf dem Forum erschlagen.




VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Galba

CAESARAVGGALBAIMP
GALBACAESARAVGPM
GALBAIMP
GALBAIMPER
GALBAIMPERAT
GALBAIMPERATOR
IMPGALBA
IMPBALBACAESARAVGPP
IMPSGALBA
IMPSERGALBA
IMPSERGALBAAVG
IMPSERGALBAAVGPM
IMPSERGALBACAESAR
IMPSERGALBACAESARAVG
IMPSERGALBACAESARAVGPM
SEAGALBAEHISPANIA
SERGALBACAESARAVG
SERGALBAAVG
SERGALBAIMP
SERGALBAIMPAVG
SERGALBACAESARAVGPMTRP
SERGALBAIMPCAESARAVGTRP
SERGALBAIMPERATOR
SERGALBEIMPERATOR
SERSVLPICGALBACAESAVGTRP
SERSVLPICIGALBAEIMPA
SERSVLPICIVSGALBA
SERSVLPICIVSGALBAIMPAVG
SERVGALBAIMP
SERVIVSGALBAIMPERATOR
SGALBAIMP


Trotz der kurzen Regierungszeit des Galba gibt es erstaunlich viele Münzen von ihm. Für ein Denar des Galba in einem Erhalt von Sehr Schön, sollten um die 300 Euro investiert werden. Bei Aurei bin ich leider Überfragt, denke aber das diese nicht unter 2000 Euro zu erstehen sind.

Unter Galbas Herrschaft wurden Aurei, Denare, Sesterzen, Dupondien, Asse und Quadrans herausgebracht. Die Qualität von Gold und Silbermünzen war noch sehr gut.

Das Erkennungsmerkmal für Münzen des Galba ist das typische Altersporträt.



Marcus Salvius OTHO

Geboren im Jahr 32 n. Chr.
Regierte von Januar 69 - April 69 n. Chr.

Nach Galbas gewaltsamen Tot, nutzte Otho die Gunst der Stunde. Er ließ sich von den Prätorianern zum neuen Kaiser Roms ausrufen. Über die Tätigkeiten des Otho ist nicht viel bekannt. Sicherlich durch die kurze Regierungszeit zu erklären. Auch ein anderer Mann namens Vitellius nutzte die Gelgenheit. Er zettelte einen Austand der obergermanischen Truppen an. Der Rebell macht sich mit seinen Truppen auf den Weg nach Rom. Bei den Schlachten blieb Vitellius stets siegreich. Der Weg zum Imperatorenthrohn wurde immer geringer. Es kam aber nicht mehr zur Endschlacht. Otho nahm sich vorher das Leben. Wie es hieß zum wohle Roms.




VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Otho

IMPMOTHOCAESARAVGTRP
IMPOTHOCAESARAVGTRP


Die Münzen des Otho sind im Handel extrem selten, und gelten als Raritäten. Dies gilt für Denare und Aurei. Reichsprägungen in Bronze sind nicht bekannt. Wenn man den Antiken Münzhandel verfolgt, wird man feststellen, dass Denare des Otho ziemlich abgegriffen sind. In einem besseren Zustand sind Münzen kaum zu finden. Für ein Denar des Otho kann man mit rund 500 Euro rechnen. Ein besserer Erhalt wäre kaum noch zu bezahlen, hier sind Preise für Denare bis zu über 1000 Euro möglich.

Erkennungsmerkmal für Otho wäre die Haartracht.


Aulus VITELLIUS

Geboren im Jahr 15 n. Chr.
Regierte von April 69 - Dezember 69 n. Chr.


Vitellius hatte über Otho gesiegt, nun stand ihm der Kaisertrohn offen. Dem Senat blieb nichts anderes überig als Vitellius als neuen röm. Kaiser zu akzeptieren. Man sagte Vitellius verbrachte die meiste Zeit seiner Regierung bei Weib und Wein. Als die Legionen im Osten Vespasian zum Kaiser ausriefen, kämpften wieder Römer gegen Römer. Vespasian konnte die Schlacht von Cremona für sich entscheiden. Vitellius wurde kurz danach in Rom hingerichtet. Er hinterließ zwei Kinder.

Nun war die Zeit für eine neue Ärea Roms gekommen.




VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Vitellius

AVITELLIVSGERMAIMPAVGPMTRP
AVITELLIVSGERMANICVSIMP
AVITELLIVSGERMANIMPAVGPMTRP
AVITELLIVSGERMANIMPTRP
AVITELLIVSGERMIMPAVGTRP
AVITELLIVSGERIMPAVGPMAXTRP
AVITELLIVSIMPGERMAN
AVITELLIVSIMPGERMANICVS

Man kann nicht behaupten das die Münzen des Vitellius zu den Raritäten gehören. Ein Denar in einem Erhalt von Schön+, kann man bereits für 80 Euro erhalten, oder ersteigern. Dabei werden besser erhaltene Stücke bei 150 bis 300 Euro gehandelt. Die wohl bekannteste Rückseite, mit Dreifuß darunter Delphin, wird in besserem Erhalt auch schon mal mit um die 350 Euro gehandelt.



Die Merkmale des Vitellius sind wohl das füllige Gesicht, mit der Spitz/Krummen zulaufenden Nase. Auch der Stirnacken ist ein Merkmal.
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Alt 05-12-2004, 20:23   #6 (permalink)
 
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Auferstehung und Niedergang eines Römischen Kaisers lagen damals dicht nebeneinander. Der Anfang einer Dynasty war ungemein zerbrechlich. Doch ein Kaiserhaus sollte es schaffen, wenigstens ein par Jahrzehnte für Ordnung und Sicherheit im Imperium zu sorgen.


Das FLAVISCHE KAISERHAUS 69 - 96 n. Chr.


Es ist einer der Kaiserhäuser,welches die Römer einigermaßen im Guten in Erinnerung halten werden



Kaiser Titus Flavius VESPASIANUS

Geboren im Jahr 9 n. Chr.
Regierte von 69 - 79 n. Chr.
Hatte eine Frau Namens Domitilla, eine Tochter gleichen Namens, und zwei Söhne. Titus und Domitianus. Diese führten das Flavische Kaiserhaus nach dem Tot des Vaters weiter. Vespasianus starb mit 70 Jahren eines natürlichen Todes. Er wurde von Senat und Volk hoch angesehen, und wurde nach seinem Tot zum Gott erhoben.



VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Kaiser Vespasianus

CAESARVESPASIANVSAVG
DIVVSAVGVSTVSVESPASIANVS
DIVOAVGVESPSPQR
DIVOVESPASIANO
IMPCAESARAVGVESPASIANVS
IMPCAESARVESPASAVG
IMPCAESARVESPASAVGCOSII
IMPCAESARVESPASAVGCOSIIITRPPP
IMPCAESARVESPASIANVSAVGCOSIIITRPPP
IMPCAESARVESPASAVGCOSVTRPPP
IMPCAESARVESPASIAN
IMPCAESARVESPASIANVS
IMPCAESARVESPASIANVSTRP
IMPCAESARVESPASIANAVG
IMPCAESARVESPASIANAVGCOSIII
IMPCAESARVESPASIANAVGCOSIIII
IMPCAESARVESPAVG
IMPCAESARVESPAVGCOSVCENS
IMPCAESARVESPAVGVST
IMPCAESVESPASAVG
IMPCAESVESPASAVGPMTRPPPCSIII
IMPCAESVESPASAVGTRPCOSIII
IMPCAESVESPASIANAVGCOSIII
IMPCAESVESPASIANAVGCOSIIII
IMPCAESVESPASIANAVGCOSVIII
IMPCAESVESPASIANAVGCOSVIIIPP
IMPCAESVESPASIANAVGPMTRPPPCOSIII
IMPCAESVESPASIANAVGPMTRPPPCOSVCENS
IMPCAESARVESPASCOSIIICENS
IMPCAESARVESPASIANVSAVG
IMPCAESARVESPASIANVSAVGPMTPPPCOSIII
IMPCAESVESPAVGCEN
IMPCAESVESPAVGCENS
IMPCAESVESPAVGPMCOSIIII
IMPCAESVESPAVGPMCOSVCENS
IMPCAESVESPAVGPMCOSIIIICEN
IMPCAESVESPAVGPMCOSVCEN
IMPCAESVESPAVGPMTPCOSIIIICENS
IMPCAESVESPAVGPMTRPPPCOSIII
IMPCAESVESPAVGPMTRPIIIIPPCOSIIII
IMPVESPASAVGPMTRIPPPCOSIIII
IMPVESPASIANAVG
IMPVESPAVG
IMPVESPCAESAVGPONTMAXTRIBPOTCOSIIPP
IMPVESPCAESAVGPONTMAXTRIBPOTCOSIIIIPP

Münzen des Vespasianus kommen sehr häufig vor( Besonders Denare ), was wohl an der langen Regierungszeit liegt. Bronzen wie z.B. Sesterzen und Asse, sind im besserne Erhalt seltener und haben einen etwas größeren Wert. In der Regel sollte ein Denar des Kaisers Vespasinaus mit normaler Rückseite nicht teurer als 50 Euro sein.

Unter Vespasianus Herrschaft wurden Aurei, Denare, Sesterzen, Dupondien, Asse und Quadrans herrausgebracht. Die Qualität von Gold und Silbermünzen war noch sehr gut.

Die Erkennungsmerkmale für Vespasianus sind der Stiernacken und die kleine Knubbelnase


Kaiser TITUS Flavius Vespasianus

Geboren 39 n. Chr.
Regierte von 79 - 81 n. Chr..
Der erste Sohn des Vespasianus hatte mit seiner zweiten Frau Marcia Furnilla, eine Tochter Namens JULIA Titi. Es heisst Tiuts wurde von seinem Bruder Domitianus 81 n. Chr. vergiftet. Titus war sehr beliebt im Volk. Unter seiner Herrschaft fällt der Untergang von Pompeji.



VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Kaisers Tiuts

DIVOTITO
IMPERATORTCAESARAVGVSTIF
IMPTCAESARCOSIII
IMPTCAESARVESPASIANVSAVG
IMPTCAESVESPASIANAVGPM
IMPTCAESVESPAVGPMTRPCOSVIII
IMPTCAESVESPAVGPMTRPPPCOSVIII
IMPTITVSCAESVESPASIANAVGPM
IMPTITVSCAEVESPASIANVSAVGPM
IMPTVESPAVGCOSVIII
TCAESARIMPCOSIIICENS
TCAESARIMPCOSIIII
TCAESARIMPVESP
TCAESARIMPVESPASIAN
TCAESARIMPVESPASIANVS
TCAESARIMPVESPASIANVSCOSIII
TCAESARIMPVESPASIANVSCOSVI
TCAESARVESPASIANVS
TCAESIMP
TCAESIMPAVGFTRPCOSVICENSOR
TCAESIMPPONTRPCOSIICENS
TCAESIMPVESPCEN
TCAESIMPVESPCENS
TCAESIMPVESPPONTRPOT
TCAESIMPVESPPONTRPCENS
TCAESVESPASIANIMPPONTRPOTCOSIIICENS
TCAESVESPASIANIMPPTRPCOSII

Trotz der kurzen Regierungszeit des Tiuts wurden relativ viele Denare geprägt. Sie kommen im Handel gelegentlich vor. Es sollte für ein Denar des Titus, in einem Erhalt von sehr schön, und mit einer normalen Legende nicht mehr als 70 Euro ausgegeben werden. Bronzen sind entsprechend seltener.

Unter Titus Herrschaft wurden Aurei, Denare, Sesterzen, Dupondien, Asse und Quadrans herrausgebracht. Die Qualität von Gold und Silbermünzen war noch sehr gut.

Die Erkennungsmerkmale für Titus sind der Stiernacken und die kleine Knubbelnase. Die Erkennungsmerkmale sind dem seines Vaters gleich. Daher kann man die beiden sehr schwer auf Münzen unterscheiden. Normalerweise bringt die Münzlegende Licht ins Dunkle.


Kaiser Titus Flavius DOMITIANUS


Geboren 51 n. Chr.
Regierte von 81 - 96 n. Chr.
Der zweite Sohn des Vespasianus hatte eine Frau Namens Domitia.
Domitian wurde 96 n. Chr. ermordet. Er war bei Volk und Senat nicht sehr beliebt. Er litt unter dem sogenannten Caesarenwahn.



VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Domitianus

CAESARAVGFDOMITIANCOSII
CAESARAVGFDOMITIANVS
CAESARAVGFDOMITIANVSCOSII
CAESARAVGFDOMITIANVSCOSIII
CAESARAVGFDOMITIANVSCOSIIII
CAESARAVGFDOMITIANVSCOSV
CAESARAVGFDOMITIANVSCOSVI
CAESARAVGFDOMITIANVSCOSVII
CAESARDIVIAVGVESPFDOMITIANVSCOSVII
CAESARDIVIFDOMITIANVSCOSVII
CAESAVGFDOMITCOSII
CAESAVGFDOMITCOSIII
CAESAVGFDOMITIANCOSII
CAESDIVIAVGVESP
CAESDIVIFDOMITIANVSCOSVII
CAESDIVIVESPFDOMITIANCOSVII
DOMITIANVSAVGGERM
DOMITIANVSAVGGERMANICVS
DOMITIANVSAVGVSTVS
DOMITIANVSCAESARAVGF
IMPCAESARDOMITIANVSAVG
IMPCAESDIVIVESPFDOMITIANAVG
IMPCAESDIVIVESPFDOMITIANAVGPM
IMPCAESDOMITAVGGERMANPMTRPVII
IMPCAESDOMITAVGGERMCOSXI
IMPCAESDOMITAVGGERMCOSXICENSPOTPP
IMPCAESDOMITAVGGERMCOSXICENSPERPP
IMPCAESDOMITAVGGERMCOSXIICENSPERPP
IMPCAESDOMITAVGGERMCOSXIIICENSPERPP
IMPCAESDOMITAVGGERMCOSXIIIICENSPERPP
IMPCAESDOMITAVGGERMCOSXVCENSPERPP
IMPCAESDOMITAVGGERMCOSXVICENSPERPP
IMPCAESDOMITAVGGERMCOSXVIICENSPERPP
IMPCAESDOMITAVGGERMPMCOSVII
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPOTV
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPIIII
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPV
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPVI
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPVII
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPVIII
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPVIIICENSPERPP
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPVIIII
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPX
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPXI
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPXII
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPXIII
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPXIIII
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPXV
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPXVI
IMPCAESDOMITAVGGERMPMTRPVIIICENSPERPP
IMPCAESDOMITIANAVGGERMCOSX
IMPCAESDOMITIANAVGGERMCOSXI
IMPCAESDOMITIANAVGGERMANIC
IMPCAESDOMITIANAVGGERMANICVS
IMPCAESDOMITIANAVGGERMV
IMPCAESDOMITIANAVGPMCOSVII
IMPCAESDOMITIANAVGPMCOSVIII
IMPCAESDOMITIANVSAVGGERMANIC
IMPCAESDOMITIANVSAVGGERMANICVS
IMPCAESDOMITIANVSAVGPM
IMPCAESDOMITIANVSAVGPONT
IMPDOMITAVGGERM
IMPDOMITAVGGERMCOSXI
IMPDOMITIANCAESDIVIVESPFAVGPMTRPPPCOSVIII
IMPDOMITIANVSAVG

Domitianus regierte das Römische Reich 15 Jahre lang, dementsprechend häufig kommen seine Münzen vor. Ein Denar mit dem Erhaltungsgrad sehr schön mit normaler Rückseite, sollte nicht mehr als 55 Euro kosten. Die Münzen des Domitianus sind beliebter als die des Vaters Vespasianus. Mein Eindruck jedenfalls.

Unter Titus Herrschaft wurden Aurei, Denare, Sesterzen, Dupondien, Asse und Quadrans herausgebracht. Die Qualität von Gold und Silbermünzen war noch sehr gut.

Die Erkennungsmerkmale des Domitianus sind gleich dessen seines Vaters und Bruders. Nur das er ein etwas schmaleres Gesicht hat. Auch der Hals scheint auf Münzen etwas länger.
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Alt 05-12-2004, 20:38   #7 (permalink)
 
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Die ADOPTIVKAISER VON NERVA BIS COMMODUS 96 n. Chr. bis 192 n. Chr.



Adoptivkaiser? Was sind das eigentlich? Und wofür? Einige haben sicherlich noch nicht davon gehört, dass im röm. Reich auch zukünftige Kaiser, von ihren Vorgängern adoptiert wurden. Das hat jetzt sicherlich nicht damit zu tun, dass die Kaiser kinderlos wahren. Sondern hat einen ganz anderen Grund. Wenn das röm. Volk und der Senat in der Vergangenheit eins gelernt haben, dann ist es das auch Tyrannen und Wahnwitzige ganz einfach an die Macht kommen können. So war nun mal das System der Monarchie. Und genau so war die röm. Erbfolge bis dato aufgebaut. Auf das Prinzip des Weitervererbens. Der Vater an den Sohn. Das sollte ich aber ab Kaiser Nerva ändern!

So hatte man sich überlegt das der amtierende Kaiser, noch zu Lebzeiten einen kompetenten, aufrichtigen und klugen Herrscher zum Nachfolger bestimmt, und nicht sein eigen Fleisch und Blut. So sollte gesichert werden das das Reich gerecht und klug regiert würde, und die Gefahr eines Zerfalls und Zusammenbruchs gebannt werden. Und in war, das Konzept ging auf. Die nächsten Jahrzehnte blühte das Reich nur so auf, wirtschaftlich und militärisch. Bis ein Kaiser Namens Marcus Aurelius einen furchtbaren Fehler machte. Aber dazu später!





Marcus Cocceius NERVA


Geboren im Jahr 32 n. Chr.
Regierte von 96 - 98 n. Chr.

Nach dem Ableben des Kaisers Domitianus wurde Nerva vom Senat zum neuen Kaiser ausgerufen. Er hatte sich bereits unter Vespasian verdient gemacht. Anfangs war das Volk noch skeptisch, da es gerade díe Tyrannenherrschaft des Domitianus hinter sich hatte. Nerva erwieß sich aber als gütiger, weiser und furchtloser Kaiser. Er war ein Mann des Friedens. Das Millitär allerdings war nicht sondernlich begeistert. Als Nerva nach kurzer Zeit erkrannkte setzte er Trjanus als sein Nachfolger ein. Nach 16 monatiger Regierungszeit verstarb Nerva.




VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Nerva

DIVVSAVGVSTVS
IMPNERVACAESAVGGERMPMTRPII
IMPNERVACAESAVGGERMPMTRPOTPPP
IMPNERVACAESAVGPMTRPCOSIIDESIGNIIIPP
IMPNERVACAESAVGPMTRPCOSIIPP
IMPNERVACAESAVGPMTRPCOSIIIPP
IMPNERVACAESAVGPMTRPIICOSIIIPP
IMPNERVACAESAVGPMTRPOT
IMPNERVACAESAVGPMTRPOTPP
IMPNERVACAESAVGPMTRPOTII
IMPNERVACAESAVGPMTRPPP
IMPNERVACAESAVGPMTRPPPCOSIII
IMPNERVACAESAVGPMTRPPPCOSIIII
IMPNERVACAESAVGPONTMAXTRP

Denare Nervas trifft man im Handel relativ häufig an. Bronzen sind seltener und teurer ( besonders im besseren Erhalt ). Auch wenn der Kaiser nur knapp 2 Jahre im Amt und Würden war, wurden doch recht viele Münzen mit seinem Portrait geprägt. Besonders der Typus mit Priestergeräte und Handschlag ( obrige Abbildung ) auf der Rückseite sind sehr beliebt, und seltener als die normalen Typen. Der Preis liegt je nach Erhalt bei 70 - 200 Euro. Die vorherigen werden bei 70 Euro gehandelt.

Nerva ist an seinem langen dünnen Hals, dem wuscheligen Haar, dem schmalen Gesicht und der Hackennase zu erkennen. ( Nerva vergib mir bitte! )



Marcus Ulpius TRAJANUS


Geboren im Jahr 52 n. Chr.
Regiert von 98 - 117 n. Chr.


Trjanus war der Nachforger des verstorbenen Nerva. Nerva sollte das Vertrauen das er in Trajan als Nachfoger gesteckt hatte nicht bereuen. Kaiser Trajan war und ist wohl mit der berühmteste Römische Kaiser. Unter seiner Herrschaft erreichte das Imperium seine größte Ausdehnung. Mit zwei großen Feldzügen unterwar er entgültig die Daker, und anektierte Mesopotamien, Assyrien, Armenien und große Teile Arabiens. Auf seinem letzten Feldzug erkrante Trajanus und starb als 65 jähriger. Er strebte stets nach der Einheit von Volk und Senat. Seine Persönlichkeit war von kraftvoller und zielstrebiger Natur geprägt. Auch sollte die neue Nachfolgeregelung der Adoptivkaiser ( Ausleseprinzip ) weiter geführt werden. So erführ das Imperium für die nächsten 100 Jahre eine Blühtezeit.




VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Trajanus

BONEVENTLIBO
DIVOTRAIANO
DIVOTRAIANOPARTHAVGPATRI
DIVVSTRAIANVSPATERAVGVSTVS
IMPCAESNERTRAIANOOPTIMOAVGGERDAC
IMPCAESNERTRAIANOPTIMAVGGERDACPARTHICOPMTRPCOSVIPP
IMPCAESNERTRAIANOPTIMAVGGERDACPMTRPCOSVIPP
IMPCAESNERTRAIANOPTIMAVGGERMDAC
IMPCAESNERTRAIANOPTIMAVGPMTRPCOSVI
IMPCAESNERVAETRAIANOAVGGERDACPMTRPCOSVPP
IMPCAESNERVAETRAIANOAVGGERDACPMTRPCOSVIPP
IMPCAESNERVATRAIANAVGGERM
IMPCAESNERVATRAIANAVGGERMDACICVSPM
IMPCAESNERVATRAIANAVGGERMPM
IMPCAESNERVATRAIANAVGGERMPMTRPPP
IMPCAESNERVATRAIANOGERM
IMPCAESNERTRAIANAVG
IMPCAESNERTRAIANOOPTIMOAVGGERDAC
IMPCAESNERTRAIANOOPTIMOAVGGERDACPARTHICOPMTRPCOSVI PP
IMPCAESNERTRAIANOOPTIMOAVGGERM
IMPCAESTRAIANAVGGERDACPPREST
IMPCAESTRAIANAVGGERM
IMPNERVATRAIANAVGGERMPM
IMPNERVACAESTRAIANAVGGERMPM
IMPNERVACAESTRAIANAVGGERMPMTRPPP
IMPNERVATRAIANVSAVGGERDACICVS
IMPTRAIANOAVGGERDACPMTRP
IMPTRAIANOAVGGERDACPARTHICO
IMPTRAIANOAVGGERDACPMTRPCOSVPP
IMPTRAIANOAVGGERDACPMTRPCOSVDESVI
IMPTRAIANOAVGGERDACPMTRPCOSVIPP
IMPTRAIANOAVGGERDACPMTVCOSVPP
IMPTRAIANOPTIMAVGGERMDAC
IMPTRAIANOOPTIMOAVGGERDACPMTRP
IMPTRAIANOPIOFELAVGPP
IMPTRAIANVSAVGGERDACPMTRPCOSVIPP
IMPTRAIANVSAVGGERMDACICVS



Die lange Regierungszeit, sowie das Aufblühen des röm. Reiches unter Trajanus Herrschaft, ist Grund dafür das von allen Nominalen große Mengen geprägt worden sind. Die Rückseitendarstellungen auf Bronzen sowie bei Denare und Aurei sind vielseitig, und beflügeln das Herz eines jeden Antik-Sammlers. Auch das Porträt des Kaiser auf Münzen wirkt plastischer und echter. Die Münzen des Trajanus sind aufgrund der Vielseitigkeit sehr beliebt bei Sammlern. Für Denare in einem Erhalt von sehr schön, und einer normalen Rückseidendarstellung werden im Handel mit ungefähr 30 - 50 Euro gehandelt. Sesterzen mit einem Erhalt von sehr schön, und einer schöner Patina mit normaler RS sind in einer Preisklasse von 200 - 600 Euro zu suchen.

Trajanus ist sehr gut an seiner ausgeprägten Kopfform zu erkennen.


Publius Aelius HADRIANUS

Geboren im Jahr 76 n. Chr.
Regierte von 117 - 138 n. Chr.

Hadrianus der Nachfolger Trajans wurde bereits mit 10 Jahren unter des Kaisers Vormundschaft gestellt, da sein Vater früh verstarb. Hadrianus begleitete Trajan oft auf seinen Feldzügen, und wurde von ihm zum Nachfolger ernannt. Hadrianus so schreiben die Geschichtsschreiber hielt es nicht lange in Rom aus, sondern er duchstreifte viel lieber des Imperiums Provinzen. Er war wohl der einzigste röm. Kaiser der es geschafft hat alle Privinzen zu bereisen. Vielleicht war der Grund ja seine Frau Sabina, zu der er ja kein sonderlich gutes Verhältniss gehabt haben sollte. Hadrianus starb 138 n. Chr. an einer schweren Krankheit. Zuvor ernannte er AELIUS als sein Nachfolger, dieser starb aber etwa 4 Monate vor Hadrianus an Tuberkulose. Daraufhin viel die Wahl auf Antoninus Pius.





VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Hadrianus

AVGVSTVSHADRIANVS
AVGVSTVSHADRIANVSPP
DIVVSHADRIANVSAVG
HADRIANVSAVGCOSIIIPP
HADRIANVSAVGVST
HADRIANVSAVGVSTVS
HADRIANVSAVGVSTVSPP
IMPCAEDITRAIANFDIVNERNEPTRAHADRIANOAVG
IMPCAEDIRAPARFDIVINERNEPTRAHADRIANOAVG
IMPCAESARTRAIAHADRIANVSAVG
IMPCAESARTRAIANHADRIANVSAVG
IMPCAESARTRAIANVSHADRIANVSAVG
IMPCAESARTRAIANVSHADRIANVSAVGPMTRPCOSIII
IMPCAESHADRIANDIVINERTRAIANOPTFIL
IMPCAESTRAHADRIANOAVGPP
IMPCAESTRAIANHADRIANOAVGDIVITRA
IMPCAESTRAIANHADRIANOAVGDIVITRAPARTHF
IMPCAESTRAIANHADRIANOPTAVGGERDAC
IMPCAESTRAIANHADRIANOOPTAVGGERDAC



Die Münznominale des Hadrianus sind ebenso zahlreich vertreten wie dessen Vorgänger Trajanus. In der Beliebtheit etwa gleich, wobei gute Bronzen seltener anzutreffen sind als die des Trajanus. Dies gilt für Sesterzen, Asse und Dupondien. Wie überall gibt es auch bei den Denaren des Hadrianus seltene Rückseitendarstellungen, die im Preis bei etwa 100 bis 150 Euro wankeln. Um einige zu nennen. Die Darstellungen der Provinzen wie AFRICA oder AEGYPTOS, aber auch Rückseite mit Galeere sind sehr gesucht.





Nach der Ernennung des Aelius zum Nachfolger liess Hadrian Münzen mit dessen Portrait prägen, um den Nachfolger propagandistisch bekannt zu machen. Münzen des Aelius kommen relativ selten vor, und werden in einem Erhalt von ss bei ungefähr mit 110 bis 250 Euro gehandelt.




VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Aelius

LAELIVSCAESAR
LAELIVSCAESARTRPCOSII

Hadrianus ist sehr gut an seiner Haartracht zu erkennen. Auch sonst ist das Portait sehr auffallend, und gut zu unterscheiden. Bei den Münzen des Aelius besteht oft verwechslungsgefahr mit dennen des Lucius Verus. Man merke, Lucius Verus hat einen spitz zugehenderen Bart als Aelius, auch ist das gesicht des Aelius fülliger.



ANTONINUS PIUS

Geboren im Jahr 86 n. Chr.
Regierte von 138 - 161 n. Chr.



Nach dem überraschendem Tot des Aelius ernannte Hadrian kurzfristig seinen Ratgeber Antoninus Pius zum Caesar, und damit zu seinem Nachfolger. Der neue Kaiser steuerte eine Politik des inneren und äußeren Friedens an, und setzte dies auch durch. Kriegerische Absichten seitens dem Militär oder dem SENAT wurden bereits im Keim erstickt. Auch der wirtschaftliche Wohlstand prägte seine Regierungszeit. 139 n. Chr. erhebt er Marcus Aurelius zu seinem Nachfolger. Dies wird bekräftigt mit der Vermählung seiner einzigsten Tochter Faustina II. Filia.
Die antiken Geschichtsschreiber beschreiben A.P als würdevollen Aristokraten, bescheiden, enthaltsam und gelehrt. Vielen Römern ( bes. in der spät. röm. Zeit )bleibt die Regierungszeit des A.P als goldenes Zeitalter Roms in Errinerung. Heute sagen einige Historiker das unter des Kaiser Herrschaft viel Versäumnisse fallen, die sich unter Marcus Aurelius Herrschaft rächen sollten.




VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Antoninus Pius

ANTONINVSAVGPIVS
ANTONINVSAVGPIVSCOS
ANTONINVSAVGPIVSPP
ANTONINVSAVGPIVSPPCOSIII
ANTONINVSAVGPIVSPPCOSIIII
ANTONINVSAVGPIVSPPIMPII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRP
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXI
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXIII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXIIII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXV
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXVI
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXVII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXVIII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXVIIII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXX
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXXI
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXXII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXXIII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXXIIII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPCOSII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPCOSIII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPCOSIIII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXI
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXIII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXIIII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXV
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXVI
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXVII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXVIII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXIX
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXX
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXXI
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXXII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXXIII
ANTONINVSAVGPIVSPPTRPXXIIII
ANTONINVSAVGPPTRIXX
ANTONINVSFXII
ANTONINVSFXVI
ANTONINVSFXVII
ANTONINVSFXXII
IMPANTONINVSAVGCOS
IMPANTONINVSAVGVSTVS
IMPCAESAELANTONINVSAVG
IMPCAESAELIVSANTONINVSAVG
IMPCAESTAELANTONINVSAVGPIVSPP
IMPCAESTAELHADRANTONINVSAVGPIVSPP
IMPCAESTAELHADRIANTONINVSAVGPIVS
IMPCAESTAELHADRIANTONINVSAVGPIVSPP
IMPTAELCAESANTONINVS
IMPTAELCAESANTONINVSAVG
IMPTAELCAESARHADRANTONINVS
IMPTAELCAESHADRANTONINVS
IMPTAELCAESHADRIANTONINVS
IMPTAELIVSCAESARANTONINVS


Die Münzen des Antoninus Pius kommen ebenso zahlreich vor, wie von seinen Vorgängern Trajan und Hadrian. Bronzenominale sind vom Preis u. Häufigkeit deren des Trajanus vergleichbar. Denare mit normalen Rückseitenvarianten werden bei 20 bis 35 Euro gehandelt. Aber auch hier gibt es einige Ausnahmen. Die posthumen ( nach seinen Tot ) Prägungen des A.P die besonders von seinem Schwiegersohn Marcus Aurelius geprägt worden sind, sind in einer Preisklasse von 30 bis 60 Euro zu finden. Rückseitendarstellungen wie z.B. Adler, Scheiterhaufen oder geschmückter Altar sind typisch dafür.



Das Portrait des Kaisers Antoninus Pius auf Münzen, wird manchmal von Anfängern/Leihen mit Marcus Aurelius, Lucius Verus o. gar Aelius verwechselt. Wenn man sich längere Zeit mit der Materie beschäftigt, wird man sehen das man die verschiedenen Portraits aus dieser Zeit zu unterscheiden lernt.
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Geändert von Don_Carleone (05-12-2004 um 20:47 Uhr)
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Alt 05-12-2004, 20:43   #8 (permalink)
 
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MARCUS AURELIUS Antoninus II.


Geboren im Jahr 121 n. Chr.
Regierte von 139 - 161 n. Chr. Caesar, 161 - 180 n. Chr. Augustus

+

Mitregend LUCIUS Aurelius VERUS

Geboren im Jahr 130 n .Chr.
Regierte von 161 - 169 n. Chr.


139 n. Chr. wurde Marcus Aurelius von Antoninus Pius zu seinem Nachfolger, und zum Caesar ernannt. Später wurde diese Nachfolge mit der Vermehlung des Kaisers Tochter Faustina II. Filia und Marc Aurel bekräftigt. Als Antoninus Pius 161 n. Chr. starb, trat sein Nachfolger M. A. die Regentschaft an. Gleichzeitig ernannte er seinen Stiefbruder Lucius Verus zu seinem Mitregenten. Dies geschah zum ersten mal in der römischen Geschichte. Marcus Aurelius Neigung gegenüber Krieg war vergleichbar mit denen seines Adoptivvaters Antoninus Pius. Dennoch gab es zahlreiche Aufstände an den Grenzen Roms, die die Gegenwart des Kaisers unablässlich machten. 169 n. Chr. kam noch dazu das Lucius Verus an einem Schlaganfall starb, und sich Marc Aurel nun allein um das Reich kümmern musste. Zahlreiche Abwehrkämpfe gegen die Germanen zermürbten den Kaiser, so das er 180 n. Chr. mit 59 Jahren vereinsamt und entkräftet in einem Feldlager bei Wien starb. Er hinterließ mehrere Kinder, darunter Lucilla und Commodus der 180 n. Chr. die Regentschaft antrat. Mit Commodus endete die Erbfolge der Adoptivkaiser. Marcus Aurelius blinde Vaterliebe zu seinem Sohn sollten sich als verhängnissvoll für das gesmate Imperius auswirken.

Marcus Aurelius ging als Philosphen-Kaiser in die Geschichte ein. Mit ihm endete das goldene Zeitalter Roms, es folgten Krieg und Chaos.



VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Marcus Aurelius

ANTONINVSAVG
ANTONINVSAVGARMENIACVS
AVRELIVSCAESANTONAVGPIIF
AVRELIVSCAESARANTONINIAVGPIIFIL
AVRELIVSCAESARAVGPIIF
AVRELIVSCAESARAVGPIIFCOS
AVRELIVSCAESARAVGPIIFIL
AVRELIVSCAESARAVGPIIFCOS
AVRELIVSCAESAVGPIIF
AVRELIVSCAESAVGPIIFCOS
AVRELIVSCAESAVGPIIFCOSDES
DIVOMARCO
DIVOMARCOANTONINO
DIVVSMANTONINVSPIVS
IMPCAESMAVRELANTONINVSAVG
IMPCAESMAVRELANTONINVSAVGPM
IMPMANTONINVSAVG
IMPMANTONINVSAVGTRPXXV
IMPMAVRELANTONINVSAVG
MANTONINVSAVG
MANTONINVSAVGARMENIACVS
MANTONINVSAVGARMENPM
MANTONINVSAVGARMPARTHMAX
MANTONINVSAVGGERMSARM
MANTONINVSAVGGERMSARMATICVS
MANTONINVSAVGGERMSARMMAX
MANTONINVSAVGGERMSARMTRPXXXI
MANTONINVSAVGGERMSARMTRPXXXPP
MANTONINVSAVGGERMTRPXXIX
MANTONINVSAVGIMPII
MANTONINVSAVGTRPXX
MANTONINVSAVGTRPXXIII
MANTONINVSAVGTRPXXIIII
MANTONINVSAVGTRPXXV
MANTONINVSAVGTRPXXVI
MANTONINVSAVGTRPXXVII
MANTONINVSAVGTRPXXVIII
MANTONINVSAVGTRPXXIX
MAVRELANTONINVSAVG
MAVRELANTONINVSAVGARMENIACVSPM
MAVRELANTONINVSAVGARMPARTHMAX
MAVRELANTONINVSAVGTRPXXXIII
MAVRELIVSCAESARANTONINIAVGPIIF
MAVRELIVSCAESARAVGPIIF
IMPCAESMAVRELANTONINVSAVG
IMPMANTONINVSAVG
IMPMANTONINVSAVGTRPXXV
IMPMAVRELANTONINVSAVG




VORDERSEITENLEGENDEN der Münzen des Lucius Verus

DIVVSVERVS
IMPCAESLAVRELVERVSAVG
IMPCAESLVERVSAVG
IMPLAVRELVERVSAVG
IMPLVERVSAVG
LAVRELVERVSAVGARMENIACVS
LVERVSAVG
LVERVSAVGARMENIACVS
LVERVSAVGARMPARTHMAX
VERVSAVG


Sämtliche Münznominale des Marcus Aurelius als AVG = Augustus ( 161 - 180 n. Chr. ) kommen im Handel zahlreich vor. Denare in einem Erhalt von sehr schön, und normaler Rückseite werden bei 20 - 30 Euro gehandelt. Bronzen wie z.B. das As u. der Dupondius sollten bei ungefähr 50 - 100 Euro erhätlich sein. Die Preisklasse der Sesterzen ist mit dessen des Antoninus Pius gleich zu setzen. Anders verhält es sich bei den Caesarenprägungen ( 139 - 161 n. Chr. ) des Marcus Aurelius. Diese Nominale wurden ausschließlich von seinem Adoptivvater Antoninus Pius geprägt. Dies diente der Bekanntmachung des zukünftigen Kaiser an das Volk, und um die Nachfolgeregelung ein für alle mal klar zu stellen.

Die Münzen des Kaisers Marcus Aurelius sind für mich persönlich ein sehr interessante Sache. Schließlich wird bei keinem anderen Kaiser der Alterungsprozess so deutlich wie bei Marc Aurel. 41 Lebensjahre des Kaisers auf Münzen festgehalten. Vom jungen kraftvollen, bis zum alten ausgebrannten, verbrauchten Aurel.




Jetzt aber zu den Preiseinschätzungen der Caesarenprägungen. Denare die die Legende CAESAR, CAES beinhalten, sowie das junge Porträt des M. A. zeigen, werden bei 40 - 80 Euro gehandelt.



Ein besonders und sehr bekanntes Münzbild ist der Doppelkopf Denar. Auf der Vorderseite ist Marcus Aurelius, und auf der Rückseite Antoninus Pius abgebildet. Der normale Durchschnittspreis für ein solches Stück liegt bei etwa 100 Euro.



Dieses Münzbild wurde auch für andere Nominale wie z.B. dem Aurei verwendet. Hier liegt der Preis wohl so um die 3500 Euro.



Die Münzen des Kaisers Lucius Verus, dem Stiefbruder und Mitregent Marc Aurels kommen etwas seltener vor. Hierfür liegt der Preis bei einem normalen Denar mit einem Erhalt von sehr schön bei ungefähr 60 - 90 Euro.





Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Vielen Dank an den Administrator Marcel
der Website www.bodenfundforum.de
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Don_Carleone ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-12-2004, 21:47   #9 (permalink)
 
Alter: 48
Beiträge: 1.809
Zitat:
Zitat von Don_Carleone
vielleicht könnten die anderen ihre mittigen
Beiträge rausnehmen.
Schon passiert. Dann wirds halt hinten angehängt.

Wirklich toll gemacht.

Den Thread sollte man auf jeden Fall TOP setzen, damit er nicht in den Tiefen des Forums versinkt. Das wäre wirklich schade.

Gruß

Michael
namibia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30-12-2004, 13:24   #10 (permalink)
 
Beiträge: 4
dankeschön

hat zwar lang gedauert aber bin fertig mit dem durchlesen. sofort ins word kopiert. nochmal herzlichen dank für diese ausführlichen Informationen.

MEINE FRAGE: Mit was kann ich römische münzen reinigen bzw pflegen??

mfg ABH
aryanbhood ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30-12-2004, 14:01   #11 (permalink)
 
Beiträge: 1.505
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In dem man die Bordsuche anschmeißt,
oder ganz einfach unter "Pflege und Aufbewahrung" nachfragt.
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Geändert von Don_Carleone (07-01-2005 um 20:36 Uhr)
Don_Carleone ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31-12-2004, 01:13   #12 (permalink)
 
Beiträge: 4
was zum teufel ist brodsuche?
aryanbhood ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07-01-2005, 20:36   #13 (permalink)
 
Beiträge: 1.505
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Ups,
ich meinte natürlich die Bordsuche,
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Don_Carleone ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-07-2005, 00:01   #14 (permalink)
 
Alter: 38
Beiträge: 8
Einfach nur SUPER !!! Respekt habe viel gelernt.
Viragos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15-07-2005, 12:33   #15 (permalink)
 
Beiträge: 1.505
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Hat sich jemand den Orginaltext gespeichert ?
Bei der Abschaltung von Heimdalls Forum gingen leider alle Bilder verloren.
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Don_Carleone ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31-05-2007, 17:30   #16 (permalink)
 
Beiträge: 2
Vielen Dank. Da hast du ja mächtig viel Arbeit gehabt!!
KLASSE!!!!!
Coca-Cola ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08-06-2008, 00:07   #17 (permalink)
 
Beiträge: 10
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ui

Schön geschrieben!Obwohl ich nich so ins eingemachte gehe war des ne echt Interessante Sache!!
Falli ist offline   Mit Zitat antworten
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