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| Münzen im TV alles über Münzenangebote im TV |
21-04-2004, 17:58
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#1 (permalink)
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Wertsteigerungen von Münzen im TV (ADT Monaco Satz 2003 auf HSE24)
Hallo Leute!
Würde mal gerne eure Meinung wissen und zwar ob wirklich wertsteigerungen bei den münzen im tv insbesondere bei HSE 24 in der Münzengallerie mit Ralf Reppa zu erwarten sind  .
Wie siehts da mit dem ADT von gestern aus dem Monaco Satz 2003
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...=STRK:MEBWA:IT
aus  ? Wie seriös findet Ihr Reppa und sind seine Münzen überteuert mal abgesehen von ebay?
freue mich auf antworten...
mfg ja.ba
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21-04-2004, 18:13
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#2 (permalink)
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Hallo Leute!
Würde mal gerne eure Meinung wissen und zwar ob wirklich wertsteigerungen bei den münzen im tv insbesondere bei HSE 24 in der Münzengallerie mit Ralf Reppa zu erwarten sind  .
Wie siehts da mit dem ADT von gestern aus dem Monaco Satz 2003
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?...=STRK:MEBWA:IT
aus  ? Wie seriös findet Ihr Reppa und sind seine Münzen überteuert mal abgesehen von ebay?
freue mich auf antworten...
mfg ja.ba
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Hallo und willkommen im Forum,
die in der von Dir geposteten Auktion gezeigten Euromünzen sind so um die 30 Euro wert, die hässliche Medaille in der Mitte hat nach Meinung der meisten Sammler höchstens den Materialwert.
Viele Grüße,
kkaefer
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21-04-2004, 18:58
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#4 (permalink)
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Einige Münzen waren nicht überteuert: die 200er Goldeuros waren echte Schnäppchen  - aber nur für kurze Zeit...in 2002... 
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stimmt
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21-04-2004, 20:35
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#6 (permalink)
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Naja
Also ich habe auch schon mal (ganz lange her) bei QVC einen Vatikan KMS 2002 in Stgl. fur nur 599€ gekauft und der Herr Roman Schneider sagte hohes Wertsteigerungspotential voraus,  daran hat er aber bestimmt nicht gedacht das der Preis auch noch ansteigt und er eigentlich Miese macht.
Mfg. endlerfloh
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22-04-2004, 10:14
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#8 (permalink)
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Hallo,
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Also ich habe auch schon mal (ganz lange her) bei QVC einen Vatikan KMS 2002 in Stgl. fur nur 599€ gekauft und der Herr Roman Schneider sagte hohes Wertsteigerungspotential voraus,  daran hat er aber bestimmt nicht gedacht das der Preis auch noch ansteigt und er eigentlich Miese macht.
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Das muß wohl um die Zeit rum gewesen sein, als es das Ding bei Ebay für 300 EUR oder so gegeben hat...
Ich glaube, alles, was da im TV angeboten wird, kriegt man bei Ebay durchschnittlich für die Hälfte...
Gruß,
Thomas
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23-04-2004, 11:21
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#9 (permalink)
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@ja.ba: Mich würde überhaupt mal interessieren, ob speziell bei den modernen Euro-Prägungen überhaupt davon ausgegangen werden kann, daß für den breiten Markt Wertsteigerungen eintreten werden und zwar in einem noch für Sammler erlebbaren Zeitraum.
Ich persönlich gehe davon aus, daß echte Wertsteigerungen, so es sie denn geben wird, nur bei einem Bruchteil der ausgegebenen Münzen überhaupt auftreten werden.
Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt uns dies ganz deutlich: Wenn ich bei heutigen Netto-Stundenlöhnen in Größenordnungen irgendwo um die 10 Euro zu einem Preis von vielleicht 35 Euro bis 100 Euro eine vz oder besser erhaltene 5-Mark-Münze des Kaiserreiches kaufe, für die damals vielleicht 25 bis 50 Stunden gearbeitet werden mußte, so frage ich mich doch sehr,
1.) wo ist die (realen) Wertsteigerung abgeblieben
2.) was kann man daraus für das Münzensammeln unter Anlagegesichtspunkten lernen?.
Auch für die meisten römischen Aurei und Solidi (seltene Kaiser und echte FDC-Exemplare auf künstlerisch hohem Niveau vielleicht ausgenommen) mußte in der Antike von den normalverdienenden Erwerbern viel länger und wahrscheinlich auch viel härter gearbeitet werden, als von den heutigen Sammlern. "Wertsteigerung" ebenfalls Fehlanzeige.
Natürlich gibt es auch Stücke, die echte Wertsteigerungen hatten, die waren aber bereits damals kaum oder extrem selten anzutreffen und somit für Normalbürger praktisch nicht erhältlich.
Ich zumindest halte das Argument "Wertsteigerung" als Grund für eine Sammeltätigkeit daher für nicht stichhaltig.
Und wenn man sich dieser Meinung anschließt, so ist es doch völlig unerheblich, wo der Kapitalanleger kauft. Eine Rendite wird er so oder so kaum erzielen. Das ist alles dummes Geld, das so oder so abgeschöpft werden wird.
Wer unter Kaiptalanlagegesichtspunkten sammelt, de rhat sein Geld so oder so mit mehr als 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit ohnehin hoffnungslos in den Sand gesetzt, Edelmetallsammler, die sich bei ihren Erwerbungen am Materialwert orientieren einmal ausgenommen.
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23-04-2004, 11:44
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#10 (permalink)
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@ja.ba: Mich würde überhaupt mal interessieren, ob speziell bei den modernen Euro-Prägungen überhaupt davon ausgegangen werden kann, daß für den breiten Markt Wertsteigerungen eintreten werden und zwar in einem noch für Sammler erlebbaren Zeitraum.
Ich persönlich gehe davon aus, daß echte Wertsteigerungen, so es sie denn geben wird, nur bei einem Bruchteil der ausgegebenen Münzen überhaupt auftreten werden.
Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt uns dies ganz deutlich: Wenn ich bei heutigen Netto-Stundenlöhnen in Größenordnungen irgendwo um die 10 Euro zu einem Preis von vielleicht 35 Euro bis 100 Euro eine vz oder besser erhaltene 5-Mark-Münze des Kaiserreiches kaufe, für die damals vielleicht 25 bis 50 Stunden gearbeitet werden mußte, so frage ich mich doch sehr,
1.) wo ist die (realen) Wertsteigerung abgeblieben
2.) was kann man daraus für das Münzensammeln unter Anlagegesichtspunkten lernen?.
Auch für die meisten römischen Aurei und Solidi (seltene Kaiser und echte FDC-Exemplare auf künstlerisch hohem Niveau vielleicht ausgenommen) mußte in der Antike von den normalverdienenden Erwerbern viel länger und wahrscheinlich auch viel härter gearbeitet werden, als von den heutigen Sammlern. "Wertsteigerung" ebenfalls Fehlanzeige.
Natürlich gibt es auch Stücke, die echte Wertsteigerungen hatten, die waren aber bereits damals kaum oder extrem selten anzutreffen und somit für Normalbürger praktisch nicht erhältlich.
Ich zumindest halte das Argument "Wertsteigerung" als Grund für eine Sammeltätigkeit daher für nicht stichhaltig.
Und wenn man sich dieser Meinung anschließt, so ist es doch völlig unerheblich, wo der Kapitalanleger kauft. Eine Rendite wird er so oder so kaum erzielen. Das ist alles dummes Geld, das so oder so abgeschöpft werden wird.
Wer unter Kaiptalanlagegesichtspunkten sammelt, de rhat sein Geld so oder so mit mehr als 95 prozentiger Wahrscheinlichkeit ohnehin hoffnungslos in den Sand gesetzt, Edelmetallsammler, die sich bei ihren Erwerbungen am Materialwert orientieren einmal ausgenommen.
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Sehr interessante Betrachtung. Ich hatte mir diese Frage auch schon mal gestellt und bin auf ein ähnliches Ergebnis bekommen. Langfristig ist ein Portfolio aus Münzen eher wenig als Anlage geeignet. Aber kurz- und mittelfristig gibt es bei sehr guter Marktkenntnis viele gute Münzen als Anlage. Kurzfristiges Beispiel sind die Euro-Münzen. Mittelfristig gibt es auch viele ältere Münzen, die (oder deren Sammelgebiet) entweder plötzlich einen Nachfrageboom erleben oder deren Angebot überschätzt wurde. Dazu ist aber sehr gutes Wissen und auch Gespür notwendig.
Achja, Dein Vergleich mit den Einkommen hinkt natürlich. So darf man das nicht vergleichen. Man muss Münzen ausschließlich im Vergleich zu anderen Anlagen sehen, deren Risiko wenn möglich ähnlich ist (wie z.B. Aktien).
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23-04-2004, 11:57
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#11 (permalink)
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Das sehe ich ganz genauso. Chancen wie Germanisches Museum, oder die Erstausgaben Euro der Zwergstaaten bieten sich mal alle Jubeljahre. Und ob man nun eine Wertsteigerung hat, hängt auch ganz massgeblich von Kauf- und Verkaufszeitpunkten ab.
Das ist auch mein Vorwurf an Reppa: Er argumentiert schwerpunktmässig über Wertsteigerungen. Wenn der Papst stirbt, wenn Fürst Rainier zurücktritt, wenn dies und das passiert usw. usw. und natürlich bietet er ganz selbstlos alles 50% unter irgendwelchen obskuren Katalogwerten an, so das man nur kaufen muss und schon ist man reich. Wer's glaubt ;-)
Für mich als Sammler stehen dabei ganz andere Dinge im Vordergrund. Die Freude am Sammeln, Sortieren und Vervollständigen, etwas über das Sammelgebiet zu lernen, die Sammlung durchzublättern usw. Natürlich will niemand übervorteilt werden. Aber wenn ich ins Kino gehe oder mir Lauf-Schuhe kaufe oder sonstwie Geld für andere Freizeitbeschäftigungen ausgebe, frage ich ja auch nicht immer nach dem geldwerten Gegenwert.
Arbeit bringt Geld, Hobbies kosten Geld. Da sollte man kein Drama draus machen.
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23-04-2004, 12:30
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#12 (permalink)
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mesedor39:
Guter Gedanke mit der Arbeitszeit.
Eine reine Zinsbetrachtung ergäbe für einen Silberadler (5DM), den ich 1951 gekauft hätte, eine Verzinsung (53 Jahre, langfristig angelegt, Bundesanleihen, Durchschnitt) von:
4 %: 39 DM
4,5 %: 51 DM
5 %: 66 DM
5,5 %: 85 DM
Joro 73:
Du hast recht Joro 73, wer mit Münzen "Geld anlegen" möchte, muss handeln und relativ schnell reagieren.
Langfristig ist das Geld anders besser angelegt.
Die "Schätze" entpuppen sich häufig expost und sind auch starken Preisschwankungen unterworfen (Germanisches Museum, Vatikan 2002).
Und die wahren Schätze möchte man ohnehin nicht verkaufen.
Nachtrag: Eine sehr gute Erhaltung ist natürlich sehr hilfreich für eine lfr. Anlage.
Geändert von 112233 (23-04-2004 um 12:38 Uhr)
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23-04-2004, 12:44
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#13 (permalink)
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Ja, die Frage nach den "Benchmark"
@joro_73: man kann das mit dem Vergleichsmaßstab natürlich sehen, wie man möchte.
Aktien, insbesonders Einzelwerte würde ich sowieso niemals empfehlen, da habe ich, obgleich ich mich lange und intensiv darum bemüht hatte, sehr viel Geld mit verloren.
Wer sein Geld sehr lange in Banknoten oder in auf Geld lautende Forderungen investiert, der wird oftmals Steuer- und Inflationsopfer. Da bleibt dann unter dem Strich meist deutlich weniger über, als man ursprünglich hatte.
Dann doch lieber eine Immobilie, in der man selbst wohnt, so hat man, Grundsteuer abgesehen und genügend Eigenkapital vorausgesetzt, Genuß & Rendite ständig & sofort.....
Die Geldanlage ist für mich immer eine ehr langfristige Sache. Kurzfristige "Wertsteigerungen" sind letztendlich nur für den möglich, der handelt, denn so schnell sie kommen, so schnell sind sie oftmals auch wieder verschwinden. Da würde ich vielleicht auch von "Spekulation" oder je nach Intensität auch von "Zockerei" sprechen
Und überhaupt:
der beste Philosoph ist doch der, der unbeschwert genießt, will sagen: wer sein Geld schnell und für sich selbst ausgibt, sich an seinen Ausgaben erfreut, der hat ohnehin zeitnah den maximal erzielbaren Gegenwert realisiert und dies zudem bei gleichzeitig minimalem Risiko. Er braucht sich darüber hinaus bezüglich ehr schwer zu behandelnder Themen wie Wertzuwachs und Geldanlagen keine Gedenken zu machen. Er hat sein Geld bereits "angelegt" und zudem seine Rendite gleich mit kassiert. Ganz ohne Risiko und viel nachdenken.
Geändert von mesodor39 (23-04-2004 um 12:48 Uhr)
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23-04-2004, 12:57
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#14 (permalink)
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@malte71: kaufen müssen doch nur die, die glauben, klüger zu sein, als alle anderen, die glauben etwas zu verpassen, wenn sie nicht sofort zuschlagen, die ihr Geld so leicht verdient haben, daß sie es nicht für nötig halten, sich vorab aus verschiedenen Quellen zu informieren.
Eben weil diese Sorte Menschen ohnehin zu leichtgläubig und zu unbedarft ihr Geld "anlegen" und somit stets verlieren werden, darf man es Herrn Reppa nicht zum Vorwurf machen, wenn er dieses "Marktsegment" bedient.
Ob der, dem sie ihr Geld in den Rachen werfen nun "Neuer Markt", "Reppa", "Steuersparmodell" oder "15 % Garantieverzinsung mit Sicherheitsgarantie einer schweizer Bank" heisst, das ist doch letztendlich (fast) egal.
Beim Reppa bekommen die Anleger zumindest noch geprägtes Metall für Ihr Geld; die anderen hingegen lassen es meist bei uneingelösten Besprechungen oder medienträchtigen Skandalpleiten a la "Schneider", "Balsam" und "Flowtex" bewenden.
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23-04-2004, 17:09
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#15 (permalink)
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Sehr guter Beitrag von mesodor39
Ein sehr guter Beitrag von mesodor39; möge ein Jeder seine Schlüsse ziehen.
Ich gestatte mir, den Begriff "dummes Geld" zu übernehmen.
Zur Werthaltigkeit deutscher Immobilien gestatte ich mir auf die Bevölkerungsentwicklung hinzuweisen, in spätestens 10 bis 12 Jahren ist ein Wertverfall sehr, sehr wahrscheinlich. Wie, vorab unvorstellbar, dies ausfallen kann, mag man sich in Deutschlands Osten heute bereits ansehen.
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23-04-2004, 17:37
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#16 (permalink)
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@joro_73: man kann das mit dem Vergleichsmaßstab natürlich sehen, wie man möchte.
Aktien, insbesonders Einzelwerte würde ich sowieso niemals empfehlen, da habe ich, obgleich ich mich lange und intensiv darum bemüht hatte, sehr viel Geld mit verloren.
Wer sein Geld sehr lange in Banknoten oder in auf Geld lautende Forderungen investiert, der wird oftmals Steuer- und Inflationsopfer. Da bleibt dann unter dem Strich meist deutlich weniger über, als man ursprünglich hatte.
Dann doch lieber eine Immobilie, in der man selbst wohnt, so hat man, Grundsteuer abgesehen und genügend Eigenkapital vorausgesetzt, Genuß & Rendite ständig & sofort.....
Die Geldanlage ist für mich immer eine ehr langfristige Sache. Kurzfristige "Wertsteigerungen" sind letztendlich nur für den möglich, der handelt, denn so schnell sie kommen, so schnell sind sie oftmals auch wieder verschwinden. Da würde ich vielleicht auch von "Spekulation" oder je nach Intensität auch von "Zockerei" sprechen
Und überhaupt:
der beste Philosoph ist doch der, der unbeschwert genießt, will sagen: wer sein Geld schnell und für sich selbst ausgibt, sich an seinen Ausgaben erfreut, der hat ohnehin zeitnah den maximal erzielbaren Gegenwert realisiert und dies zudem bei gleichzeitig minimalem Risiko. Er braucht sich darüber hinaus bezüglich ehr schwer zu behandelnder Themen wie Wertzuwachs und Geldanlagen keine Gedenken zu machen. Er hat sein Geld bereits "angelegt" und zudem seine Rendite gleich mit kassiert. Ganz ohne Risiko und viel nachdenken.
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Erstmal zu letzterem. Wir Volkswirte sagen, dass es immer von der "Zeitpräferenzrate" des jeweiligen abhängt. Wer aktuell viel Spaß haben will, der spart nicht. Wer später ganz sicher ein gutes Auskommen haben will, der spart.
Mögliche Anlageformen gibt es viele. Geldfonds oder festverzinsliche Wertpapiere sollten jedoch immer die Inflationsrate übesteigen. Das Steuerproblem bleibt natürlich. Da sind Münzen unschlagbar...!
Geldanlage kann auch mittelfristig sein. Viele mittelfristige Anlagen machen eine langfristige Strategie. Deutsche Immobilien würde ich übrigens langfristig auch nicht empfehlen, wegen des angesprochenen Bevölkerungsschwundes.
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23-04-2004, 18:43
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#17 (permalink)
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Ein sehr guter Beitrag von mesodor39; möge ein Jeder seine Schlüsse ziehen.
Ich gestatte mir, den Begriff "dummes Geld" zu übernehmen.
Zur Werthaltigkeit deutscher Immobilien gestatte ich mir auf die Bevölkerungsentwicklung hinzuweisen, in spätestens 10 bis 12 Jahren ist ein Wertverfall sehr, sehr wahrscheinlich. Wie, vorab unvorstellbar, dies ausfallen kann, mag man sich in Deutschlands Osten heute bereits ansehen.
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Das lasse ich so pauschal nicht stehen.
Es kommt zusätzlich noch drauf an, wo sich die Immobilie befindet. Die Bevölkerungsentwicklung hat zwei Richtungen:
- Die Bevölkerung der großen Städte sinkt kontinuierlich
- Die Bevölkerung auf dem Lande sinkt auch
Und wo sind die alle?
- Die Bevölkerung in den "Speckgürteln" rund um die Großstädte und Ballungszentren nimmt weiter zu.
Die Leute werden immer dort wohnen, wo Arbeit ist, und Neue Arbeit (wenn denn mal) gibt es immer nur dort, wo auch Leute wohnen.
Immobilien kommen für mich nur in den "Speckgürteln" in Frage.
Unabhängig davon ist die erste eigene immobilie zum selber drin wohnen eine unschlagbare Kapitalanlage. Während für andere die Mieten steigen sinken für die eigene immobilie die zu zahlenden Zinsen kontinuierlich.
Ich habe schon seit über 10 Jahren eigenen Immobilienbesitz, und zahle bereits jetzt weniger an Zinsen, als eine vergleichbare Immobilie an Miete kosten würde. Zugegebenermaßen war dies die ersten Jahre nicht so. Diesen "Mehraufwand" habe ich mir aufgerechnet, und vergleiche jetzt mit der "Esparnis". Mit Zins- und Zinseszins und eingerechneter Eigenkapitalverzinsung komme ich in ca. 10 Jahren in die Gewinnzone.
Dann sollte man die eigene Unabhängigkeit vom Vermieter bei einem Eigentum auch nicht unterschätzen. Ich brauche keinen Vermieter fragen, ob ich dieses, oder jenes verändern darf (oder mir Gedanken über die Rückbaumöglichkeit, Schadenersatzforderungen etc.) machen. Auch die Entscheidung, das etwas defekt ist und erneuert werden muss obliegt mir selbst. Insgesamt ist das Wohngefühl einfach ein anderes.
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23-04-2004, 18:59
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#18 (permalink)
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Das lasse ich so pauschal nicht stehen.
Es kommt zusätzlich noch drauf an, wo sich die Immobilie befindet. Die Bevölkerungsentwicklung hat zwei Richtungen:
- Die Bevölkerung der großen Städte sinkt kontinuierlich
- Die Bevölkerung auf dem Lande sinkt auch
Und wo sind die alle?
- Die Bevölkerung in den "Speckgürteln" rund um die Großstädte und Ballungszentren nimmt weiter zu.
Die Leute werden immer dort wohnen, wo Arbeit ist, und Neue Arbeit (wenn denn mal) gibt es immer nur dort, wo auch Leute wohnen.
Immobilien kommen für mich nur in den "Speckgürteln" in Frage.
Unabhängig davon ist die erste eigene immobilie zum selber drin wohnen eine unschlagbare Kapitalanlage. Während für andere die Mieten steigen sinken für die eigene immobilie die zu zahlenden Zinsen kontinuierlich.
Ich habe schon seit über 10 Jahren eigenen Immobilienbesitz, und zahle bereits jetzt weniger an Zinsen, als eine vergleichbare Immobilie an Miete kosten würde. Zugegebenermaßen war dies die ersten Jahre nicht so. Diesen "Mehraufwand" habe ich mir aufgerechnet, und vergleiche jetzt mit der "Esparnis". Mit Zins- und Zinseszins und eingerechneter Eigenkapitalverzinsung komme ich in ca. 10 Jahren in die Gewinnzone.
Dann sollte man die eigene Unabhängigkeit vom Vermieter bei einem Eigentum auch nicht unterschätzen. Ich brauche keinen Vermieter fragen, ob ich dieses, oder jenes verändern darf (oder mir Gedanken über die Rückbaumöglichkeit, Schadenersatzforderungen etc.) machen. Auch die Entscheidung, das etwas defekt ist und erneuert werden muss obliegt mir selbst. Insgesamt ist das Wohngefühl einfach ein anderes.
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Ich möchte dazu zwei Dinge anmerken. Zum einen wandern die Leute nur deshalb in den Speckgürtel aus, weil sie in der Stadt selbst keinen günstigen Bauplatz finden. Wenn aber die Bevölkerung weiter abnimmt, wird auch die Abwanderung aufhören, bzw. sich sogar umkehren.
Letztere Rechnung ist unvollständig. Hausbesitz bedeutet auch einen Kostenfaktor, wie Erhaltungs- und Modernisierungskosten etc. (ich gehe davon aus, dass Du andere Kosten wie höhere Grundmiete, etc. schon berücksichtigt hast). Daher kann man nicht einmal die volle Kaltmiete als Vergleichskosten anrechnen. Ausserdem hat Dein Haus sicherlich schon einen Wertverlust erlitten, den es zu berücksichtigen gilt. Dem steht natürlich ein eventueller Grundstückwertanstieg entgegen.
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23-04-2004, 22:58
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#19 (permalink)
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Mifrjoar (etwas blauäugig?):
Ja, wo sind die wohl alle, und vor allem wo werden die alle sein: gemäß der deutschen (und europäischen) Überalterung in einer sehr kleinen Parzelle mit Blumenschmuck und großem, witterungsfestem um Zahlen ergänzten Namensschild , jedoch ohne Tageslicht.
Ohoh, ob eine (über)alterte Gesellschaft noch in den Speckgürteln leben will und kann, wage ich zu bezweifeln; ein Retrotrend in die Zentren erscheint unter Gesichtspunkten wie gesundheitliche, kulturelle, ... Versorgung, Verkehrsanbindung usw. da viel eher sehr wahrscheinlich.
Deine Rechnung klingt aber nach uncooler Bausparkassenwerbung. Diese Rechnung hat vielleicht in den goldenen, in D nie wiederkehrenden 70ern, gegolten. Heute nicht und vor allem Morgen schon gar nicht mehr. Mein eigenes Haus ist eine denkbar schlechte Kapitalanlage; ich werde absehbar nie den Preis erzielen können, den ich aufgewendet habe. Zur Miete zu wohnen und das Eigenkapital anzulegen wäre wirtschaftlich sinnvoller gewesen. Als Mieter muss ich nicht für Kosten für Reparaturen am Haus aufkommen und eine Immobilie ist nun einmal immer immobil, als Mieter kann ich wechseln, wenn keine Arbeit da ist, eine Schnellstraße, eine Flughafenerweiterung, eine Müllverbrennungsanlage oder ähnliches Ungemach in meine Nähe kommt. Die Willkür der klammen öffentlichen Hand bei Erschließungsbeiträgen u.ä. überlese ich nur in der Zeitung. ABER: mein Sohn wird im Grünen groß, kann sich gefahrlos mit dem Fahrrad bewegen, der Vorteil einer kleinen “Dorf“schule ist unbezahlbar, die Lebensqualität empfinde ich als geborener Städter sehr viel besser. Und all das ist dann für mich nicht mit Geld zu bezahlen.
Geändert von 00007 (24-04-2004 um 01:24 Uhr)
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24-04-2004, 09:02
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#20 (permalink)
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Und überhaupt:
der beste Philosoph ist doch der, der unbeschwert genießt, will sagen: wer sein Geld schnell und für sich selbst ausgibt, sich an seinen Ausgaben erfreut, der hat ohnehin zeitnah den maximal erzielbaren Gegenwert realisiert und dies zudem bei gleichzeitig minimalem Risiko. Er braucht sich darüber hinaus bezüglich ehr schwer zu behandelnder Themen wie Wertzuwachs und Geldanlagen keine Gedenken zu machen. Er hat sein Geld bereits "angelegt" und zudem seine Rendite gleich mit kassiert. Ganz ohne Risiko und viel nachdenken.
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Das ist das beste, was ich in diesem Thread gelesen habe und trifft genau den Nagel auf den Kopf. Ich persönlich lebe auch heute und bin nicht jeden Tag in Gedanken bei meiner Altersvorsorge. Ich werde einen Teufel tun und irgendwelchen Versicherungen oder Banken jeden Monat mein sauer verdientes Geld in den Rachen werfen. Wenn ich dann mal in Rente gehe, sind diese entweder Pleite oder mein dort eingezahltes Geld hat sich kaum zu meinen Gunsten "vermehrt". Die einzigen, die mit dem Geld richtig Kasse machen sind ja die Banken und Versicherungen. Das sollen sie auch ruhig machen, aber ohne mich. Das einzige was ich den Banken anvertraue, sind meine Goldmünzen, die sie im Schließfach aufbewahren dürfen....
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24-04-2004, 21:56
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#21 (permalink)
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mesedor39:
Guter Gedanke mit der Arbeitszeit.
Eine reine Zinsbetrachtung ergäbe für einen Silberadler (5DM), den ich 1951 gekauft hätte, eine Verzinsung (53 Jahre, langfristig angelegt, Bundesanleihen, Durchschnitt) von:
4 %: 39 DM
4,5 %: 51 DM
5 %: 66 DM
5,5 %: 85 DM
Joro 73:
Du hast recht Joro 73, wer mit Münzen "Geld anlegen" möchte, muss handeln und relativ schnell reagieren.
Langfristig ist das Geld anders besser angelegt.
Die "Schätze" entpuppen sich häufig expost und sind auch starken Preisschwankungen unterworfen (Germanisches Museum, Vatikan 2002).
Und die wahren Schätze möchte man ohnehin nicht verkaufen.
Nachtrag: Eine sehr gute Erhaltung ist natürlich sehr hilfreich für eine lfr. Anlage.
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Das ist der Punkt.
Hat man einen Silberadler 1951 D bankfrisch zurückgelegt, erzielt er heute beim Verkauf um 40-50 EURO. Dann geht die Rechnung auf.
Ich gebe zu, dass die meisten von uns eher Umlaufmünzen haben/sammeln, die - Beispiel Silberadler 1951 D - für ungefähr "nur" 3-5 EUR zu kaufen sind.
Bei der Beispielmünze handelt es sich dabei um recht wertvolle Münzen (vom Materialwert her gesehen).
Die heutigen EURO Umlaufmünzen haben ja nur den Nennwert, hier ist eine weitere Wertsteigerung fraglich.
Anders erlebt man es bei den Gedenkmünzen, zum Beispiel 10 EURO Niob (Stadt Hall), die jetzt schon eine erhebliche Wertsteigerung aufweisen.
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25-04-2004, 09:47
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#22 (permalink)
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Was ihr schreibt, stimmt mit meine Philosophie überein:
Wertanlage : Edelmetall-Münzen/Barren per Materialwert
fast kein Thema - aber wer weiss ob man nicht in 20 Jahren Gold aus Meerwasser billig gewinnen kann...
Spekulation : hohe Spekulation (für mich fast ähnlich wie bei Optionsscheinen) :
Wertsteigerung bei neuen STGL/PP Umlauf- und Gedenkmünzen / KMS / Banknoten etc.
Und wenn man das schon tun muss, muss man eine gute Nase in folgenden Dingen haben:
- leicht: Verhältnis Ausgabepreis zu Nenn-/Materialwert
- leicht: Beschaffungskosten
- leicht: Indikator Auflage
- normal: Einschätzung des Volumens akt. Sammler/Investor-Interesses.
- normal: bei mehr Angebot als Interesse im Ausgabezeitraum: was passiert mit den nicht ausgegebenen Objekten, werden diese eingeschmolzen?
- schwierig: ANGEBOT: Einschätzung der Erhaltungsgrad-Abnahme bis hin zu Schwund (wie gehen die Käufer mit dem Objekt um)
- schwierig: ANGEBOT: Aufkommen von Hortungs-Posten v.a. in STGL/PP Qualität (gehört zu vorherigem Punkt)
- sehr schwierig: NACHFRAGE: Spekulation zukünftige Popularität und der Kaufkraft der ensprechend quantifizierten Zielgruppen
Also Spekulation auf zukünfiges Angebot/Nachfrageverhältnis + der Kaufkraft der zukünftigen Zielgruppen und damit den zukünftigen Marktpreis.
Mich persönlich überfordert das ungemein...
Sammeln : macht Spass und kostet in jedem Fall Geld
Gruss + schönen Sonntag,
jeggy
Geändert von jeggy (25-04-2004 um 09:49 Uhr)
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25-04-2004, 11:46
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#23 (permalink)
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@jeggy:
ich würde sogar soweit gehen und behaupten, daß eine Langfrist-Spekulation im Regelfall jeden Spekulanten völlig überfordert, denn die Zukunft kann und wird vieles bringen, was schlicht und einfach unvorhersehbar / unkalkulierbar ist.
@all: Das mit der Bevölkerungsentwicklung und dem Immobilienmarkt kann durchaus böse enden. Die Kausalität in der Argumentation kann nicht weggeleugnet werden. In Japan ist das schon Anfang der 90er / Ende der 80er passiert. Es muß aus vorgenannten Gründen (Unkalkulierbarkeit zukünftiger Entwicklungen) aber nicht zwingend böse enden.
Jedoch: was bringt es mir, wenn ich annehme (denn von Wissen kan ja keine Rede sein), daß in 10 oder 20 Jahren meine Immobilie unverkäuflich ist. Soll derjenige, der das Geld hat, sich eine schöne Immobilie zum selbst drinn wohnen zu leisten deswegen darauf verzichten?.
Was wäre von der folgenden in sich schlüssigen Argumentation zu halten?
Ich weis, daß ich irgendwann sterben werde. So ein Mist. Dann kann ich mich doch gleich aufhängen. Das Leben hat doch mangels langfristig günstiger Perspektive eh keinen Sinn mehr.....
Natürlich kann man sich eine schöne Wohnung oder ein Haus mit Garten mieten. Aber wenn man dies tut, so zahlt man binnen 20 Jahren in etwa das, was es kosten würde, solch ein Objekt zu kaufen. Mieten, das bringt es also nur kurz- bis mittelfristig, z.B. für bis zu 5 Jahre, wenn man ohnehin aussteigen möchte.
Also kauft man doch genau dann, wenn man soviel Geld hat, daß die Restbelastung innerhalb überschaubarer Zeit abtragbar ist und / oder deutlich unterhalb des Mietzinses liegt. Außerdem weis man nicht, ob der Geldwert bei sinkender Bevölkerung stabiel bleiben wird, denn schließlich steigt dann die Geldsumme je Kopf (und nicht nur die) automatisch an, wobei weniger konsumiert wird und dies bedeutet entweder eine offene oder verdeckte Inflation, denn dem Geldvermögen stehen dann (weil es weiniger Erwerbstätige geben wird) weniger Waren gegenüber.....
Ausreichend Platz und vielleicht noch ein schöner Garten, das ist auch eine Art Lebensqualität und "Rendite". Denn wozu möchte man denn letztendlich sein "gespartes" einsetzen außer zum gut davon leben.
Alle Anlageziele dienen doch letztendlich nur der Maximierung des eigenen Lebensstandards. Ansonsten wären sie Selbstzweck. Die Frage ist doch nur: jetzt oder später?.
@harzer: Und den Politikern, die aus Ideenmangel, Dummheit oder gar vorsätzlich der breiten Bevölkerung vormachen, daß sie ihren Lebensstandard mit privater Altersvorsorge halten könnten, denen darf sowieso NICHT geglaubt werden. Den Versicherungen und Banken erst recht nicht....
Das sind nicht nur dumme, sondern vor allem sehr gefährliche Lügen, die zudem die Bevölkerung sehr verunsichern und diese dazu ermuntern, ihren eigenen Lebensstandard bereits jetzt durch Konsumverzicht kaputtzusparen.
Und wieder einmal hat der "Schmalspurphilosoph in Zeitgeistform" zugeschlagen:
Ich weis, daß ich irgendwann ärmer sein werde, als ich es jetzt bin. Das will ich aber nicht sein (wer möchte das schon?.) Na, dann muß ich doch gleich (Eichel, Blüm & Co sei Dank!) einmal schaun und schon JETZT anfangen an allem zu "sparen". Geiz ist Geil!.
Schade dabei ist nur, daß Geilheit nicht unbedingt das Ergebnis sorgfältiger Überlegungen ist: Denn mit seinem Geiz nimmt doch damit genau das vorweg, was man sich für die Zukunft durch seine gegen sich selbst gerichtete Handlungen ersparen will. Auch die Werbung hat das schon länger erkannt und den Begriff "Falschgeiz" kreiert um dieses Phänomen zu beschreiben.
Und wenn man es bereits jetzt feiwillig in Kauf nimmt zu verzichten, so ist es doch im Grunden genommen nicht schlimm zu wissen, daß man später muß, was man bereits jetzt freiwillig tut. Wahrscheinlich wird man sich bis dahin drann gewöhnt haben. Schönes neues Leben.
Es dürfte zudem das erste mal in der jüngeren Menschheitsgeschichte sein, daß die Armut im Kopf beginnt:
Man sollte mal auf das Japan der späten 80er und frühen 90er schauen, und auf das, was 12 Jahre danach daraus geworden ist: Alles in allem sind das 15 Jahre Dauerflaute, also ein Schrecken ohne Ende!. Die haben es schon geschafft, sich armzusparen. Was deren Kapitalanlagen wohl wert sein mögen, wenn sie altersbedingt liquidiert werden?. Wir werden es sehr wahrscheinlich ca. 10 bis 15 Jahre bevor unsere (faulen?) Schecks, die wir in Händen halten zur Einlösung gelangen erfahren......
Aber wenn ich mir unsere überalterten Politiker so anschaue, so hat die Masse von denen an einer langfristigen Perspektive für unser Volk ohnehin kein persönliches Interesse, weil die eigenen Perspektiven deutlich kurzfristiger und demzufolge mehr jetzt- und hierbezogen sind. Anderen Wasser predigen aber selber Wein trinken. So kann man sie erkennen. Und nicht nur die.
Das hat nichts mit Neid zu tun, denn: glaubwürdig ist letztendlich nur der, der auch selber macht / vorlebt, was er anderen predigt.
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25-04-2004, 15:02
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#24 (permalink)
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stimmt

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Für wie viel wurden die denn damals verkauft?
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25-04-2004, 15:18
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#25 (permalink)
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Für wie viel wurden die denn damals verkauft?
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550
ok, dann noch dies hier dazu schreiben, damit die Mindestlänge auch erfüllt ist
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