Einerseits finde ich es gut, dass die Bekanntheit der Münzen auf diese Weise erhöht wird, auch weil die Motive so deutlich gezeigt werden.
Andererseits verstehe ich nicht, was damit beweckt werden soll. Fernsehwerbung im Vorabendprogramm kostet doch sicher eine ganze Menge. Allein für die normalen Münzen (10 Euro für 10 Euro) wird sich das vermutlich nicht lohnen?
Rechnen die damit, dass Sammler der Normalprägung langfristig Abonnenten der Spiegelglanzausführung werden? Oder sind die Normalprägungen so unbeliebt, dass sie die Münzen ohne Werbung nicht loswerden? Aber wieso dann die Abgabebegrenzung bei der Bundesbank?
Fernsehwerbung im Vorabendprogramm kostet doch sicher eine ganze Menge. Allein für die normalen Münzen (10 Euro für 10 Euro) wird sich das vermutlich nicht lohnen?
Wahrscheinlich ist selbst das durch Gebühren finanziert (GEZ!!). Man weiss es nie..
Vielleicht wollen sie auch nur das Lager räumen mit den lästigen Überbleibseln um dann einen so attraktiv belegten Online-Shop zu haben wie z.B. das AASFN in San Marino
Vielleicht hatten sie aber einfach nur Geld über, das nur für Fernsehwerbung ausgegeben werde darf. Das erklärt die Qualität (musste schnell gehen..) und Anlass..
Nee, nach 50 Jahren DM und 10 Jahren Euro wäre etwas spät
Sie habe immer zu viel geprägt und jetzt droht der Finanzminister.... Eine vernünftige Ausgabepolitik und die Sammler reißen ihnen die Stücke aus der Hand!
Grundsätzlich finde ich es nicht schlecht, dass die Nicht-Sammler auch mal darüber informiert werden, dass es sich bei den Dingern um echtes Geld handelt. Würde mich freuen, so Dinger mal im Zahlungsverkehr zu sehen. Dafür sind sie aber wahrscheinlich auch zu voluminös.
Der Spot ist aber irgendwie schon sehr laienhaft gemacht...
Die hohen Auflagen finde ich gar nicht so tragisch. So komme ich wenigstens relativ zuverlässig an die Dinger ran und muss keine Klimmzüge machen oder irgendwelche doofen Abos unterschreiben. Auf Wertsteigerung lege ich eh keinen Wert
Wäre auch bei niedrigeren Auflagen unrealistisch.
Die Herstellung der abenteuerlichen Menge verschlingt Steuergelder! Die Lagerkosten mögen nicht viel ausmachen, aber irgendwann müssen die zu viel produzierten Stücke wieder eingeschmolzen werden, kostet auch wieder etwas. Die Hälfte würde reichen um den "Markt" drei Mal zu sättigen!
Bevor ich nicht von jeder Ausgabe ohne Probleme 1 - 2 Rollen bekomme, werden meiner Meinung nach viel zu wenige geprägt.
Außerdem bezieht sich die Fernsehwerbung doch offenbar auf die PP-Ausgaben, die man noch nach 3 Jahren nachbestellen kann. Davon gibt es zu viele, die leisten sich nur echte Sammler.
Die Banken geben die Münzen nicht her, sie haben kein Bock darauf! 2.000.000 können sich nicht in Luft auflösen. Sammler dürften locker mit 400.000 bis 600.000 auskommen.
Sammler dürften locker mit 400.000 bis 600.000 auskommen.
Das sehe ich auch so, aber es interessieren sich nun mal nicht nur Sammler für diese Münzen, sondern auch Anleger. Ich kenne Leute, die eine Bargeldreserve von 50 - 100 Tausend Euro für sinnvoll erachten und die wollen nicht nur einzelne Rollen, sondern eingeschweißte Rollenlagen und bekommen sie auch.
Und es scheint überhaupt kein Problem zu sein, diese Mengen zu erhalten, aber nur dann, wenn man die richtigen Leute etwas näher kennt.
Mir dagegen wird seitens meiner Hausbank, bei der unsere Familie seit vielen Jahrzehnten Kunde ist, mitgeteilt, daß trotz aller Bemühungen es nicht möglich sei, mir 2 Rollen jeder Ausgabe zu beschaffen.
Selbst bei den Bundesbankfilialen werden die Schlangen an den Ausgabetagen immer länger und der gemeine Pöbel bekommt maximal eine Rolle zugeteilt.
Solange solche Zustände herrschen und man nur mit ausreichend Vitamin B an die gewünschte Anzahl Münzen herankommt, gibt es eindeutig zuwenig davon.
Das sehe ich auch so, aber es interessieren sich nun mal nicht nur Sammler für diese Münzen, sondern auch Anleger. Ich kenne Leute, die eine Bargeldreserve von 50 - 100 Tausend Euro für sinnvoll erachten und die wollen nicht nur einzelne Rollen, sondern eingeschweißte Rollenlagen und bekommen sie auch. ...
Was haben Anleger, die eine Bargeldreserve aufbewahren wollen, dann mit deutschen Zehnern am Hut? Hier liegt doch der Nominalwert, den man für die Scheiben hinblättern muss, deutlich über dem Materialwert. Also entweder ich lege mir eine Bargeldreserve beiseite, dann kann das aber auch jedes andere Nominal sein (2-Euro-Münzen, Banknoten, etc.), oder ich bereite mich auf eine eventuelle Geldentwertung vor, dann lege ich mir aber Anlagemünzen beiseite, die ich möglichst nah am Materialwert erhalte.
Deutsche Eurozehner braucht man also nicht wirklich.
Was haben Anleger, die eine Bargeldreserve aufbewahren wollen, dann mit deutschen Zehnern am Hut? Hier liegt doch der Nominalwert, den man für die Scheiben hinblättern muss, deutlich über dem Materialwert. Also entweder ich lege mir eine Bargeldreserve beiseite, dann kann das aber auch jedes andere Nominal sein (2-Euro-Münzen, Banknoten, etc.), oder ich bereite mich auf eine eventuelle Geldentwertung vor, dann lege ich mir aber Anlagemünzen beiseite, die ich möglichst nah am Materialwert erhalte.
Deutsche Eurozehner braucht man also nicht wirklich.
Darüber hast du offenbar noch nicht tief genug nachgedacht, denn gerade aus der Sicht eines Anlegers ist der Unterschied zwischen einem Schein und einer 10 Euro-Münze besonders groß.
Bei einem Schein besteht das Risiko, daß er vollkommen wertlos wird, wenn die Krise katastrophale Ausmaße annimmt, bei einem 10 Euro Stück ist der Verlust durch den Wert des Silbers nach unten hin abgesichert. Allein das ist schon ein Grund die Münzen den Scheinen vorzuziehen.
Es kommt aber noch viel besser. Aus Sicht eines Anlegers ist ein 10 Euro Schein immer nur 10 Euro wert und das wird sich auch niemals ändern. Bei einer Silbermünze, die ich gegen einen 10 Euro Schein eintauschen kann, ist das genau so. Auch sie ist immer nur 10 Euro wert. Aber sie hat im Vergleich zum Schein zusätzlich einen kostenlosen Open End Optionsschein auf den Silberpreis eingebaut. Es besteht die geringe Chance, daß das enthaltene Silber irgendwann einmal mehr wert ist als 10 Euro.
Du siehst also, für einen logisch denkenden Anleger gibt es dein entweder/oder garnicht, sondern er bereitet sich mit dem Umtausch in diese Münzen gleichzeitig auf beide Mglichkeiten vor und das geht zur Zeit ausschließlich mit diesen Silberzehnern.
Natürlich legt man sich auch Handelsmünzen aus reinem Silber beiseite, aber die dienen allein der Spekulation auf einen höheren Silberpreis und bieten nicht die gleiche Sicherheit wie eine Bargeldreserve.
Mit der Bargeldreserve in den Zehnern schlägt man 2 Fliegen mit einer Klappe und deshalb reissen sich die Leute, die darüber nachgedacht haben, um diese Münzen.
Also so sehr ich auch darüber "nachdenke", ich kann die von Dir aufgeführten Vorteile nicht nachvollziehen. Ein 10-Euro-Schein wird immer denselben Nominalwert haben wie eine 10-Euro-Münze. Sofern ich also nicht darauf spekuliere, dass der Euro irgendwann abgeschafft wird, ist es im Prinzip egal, in welcher Form mein Bargeld vorliegt. Und warum sollen die Handelsmünzen nicht dieselbe Sicherheit bieten wie so ein Eurozehner? Wenn es eines Tages wirklich soweit kommt, dass Bargeld nichts mehr wert ist und es nur auf den Edelmetallgehalt ankommt, dann hab ich mir doch selbst einen Gefallen getan, wenn ich meine Anlagemünzen vorher so günstig wie möglich erworben habe.
Zwei mögliche Szenarien:
1.) Beim Euro bleibt alles wie gehabt, kein Währungswechsel mit Entwertung der alten Währung oder ähnliches. Jemand mit 10-Euro-Münzen daheim hat also keinerlei Vorteile gegenüber jemanden, der Banknoten oder Kleinmünzen und zusätzlich reine Anlagemünzen daheim hortet. Im Gegenteil sogar: Mit den Eurozehnern hat er es nach meiner Erfahrung deutlich schwieriger, sie im Supermarkt an den Mann zu bringen. Und er hat viel mehr bezahlen müssen für sein Silber.
2.) Die Währung ist nichts mehr wert. Jemand mit Anlagemünzen hat nun genauso viel Wert daheim wie jemand, der 10-Euro-Münzen gehortet hat. Nur dass er weniger dafür ausgegeben hat, als Geld noch was wert war. Sofern er also nicht allzu viel Bargeld gehortet hat, hat er nicht viel verloren. Im Gegensatz zum 10-Euro-Münzen-Aufbewahrer, der ja zwangsläufig immer soviel Bargeld hortet wie Edelmetall, da ja beides in den Zehnern integriert ist. Bei dem ist das halbe Vermögen futsch.
Hallo Lolo,
geh an solche Fragen nicht mit zu viel Rationalismus ran. Die Hortung von Werten / Wertgegenständen ist überwiegend eine Frage des Glaubens.
Die Wertabsicherung mit Euro-Silberzehnern würde funktionieren für den Fall, dass
1. der Euro (Papier) drastisch an Wert verliert
2. Silber seinen Metallwert behält oder sogar steigt und
3. alle anderen wesentlichen Umstände gegenüber heute unverändert bleiben (daher meine Überschrift).
Als da wären:
1. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen bleiben unverändert, es wird also der Agiohandel mit Silberzehnern nicht verboten oder wirksam unterbunden.
2. Ersatzweise müssten funktionierende Schwarzmärkte be- /entstehen
3. Es ist ein ausreichendes Angebot an den Waren da, die der Silberbesitzer nachfragt.
4. Silber an sich muss noch in ausreichender Menge nachgefragt und / oder verbraucht werden, um den Werterhalt zu sichern.
Die Edelmetallhortung ist m. E. ganz stark auf die Traumata der Hyperinflation nach dem ersten und besonders die Besatzungszeit nach dem zweiten Weltkrieg zurückzuführen. Damals waren diese Bedingungen in idealer Weise erfüllt, es gab insbesondere Siegermächte mit entspr. Nachfrage nach Wertgegenständen (Edelmetallen) und Angebot an begehrten Waren. Hochinteressant und immer eine Empfehlung zu diesem Thema ist das Buch von Rittmann "Deutsche Geldgeschichte seit 1914". Ob aber die nächsten Krisen auch so ablaufen - wenn sie denn kommen - sollte man zumindest skeptisch hinterfragen.
Nein Lolo, du betrachtest es einfach zu sehr getrennt von einander. Eben "entweder/oder". Es ist aber eine Mischung aus beidem. Mit der Rücklage von Silberzehnern kann man nicht viel falsch machen. Nur als Beispiel: du hast insgesamt 1.000 Silberzehner zuhause. Das heißt, du hast eine Bargeldreserve von 10.000 EUR. Rein vom Metallwert her sind das ca. 530 Unzen, also momentan ca. 6500 EUR. Natürlich hast du Recht, wenn du sagst, man hätte die 10.000 EUR auch nur in Silber investieren können. Dann hätte man jetzt gute 800 Unzen zuhause. Das ist so schon richtig.
Aber jetzt stell dir vor, du brauchst dringend Geld. Mit einer Silberunze kannst du nicht einfach so einkaufen gehen. Das heißt, du müsstest sie erst wieder irgendwo los bekommen. Und wenn du Pech hast, ist der Silberpreis dann gerade an einem Tiefstand, so dass du viel weniger dafür bekommst als was du ausgegeben hast.
Die Silberzehner hingegen könntest du entweder direkt zum Bezahlen nehmen oder, wenn das Geschäft sich eckig hat, zumindest die Münzen problemlos in einer Bank gegen Scheine tauschen. Somit hast du jederzeit eine sichere Geldquelle zuhause, die immer einen Wert von 10.000 EUR hat.
Und wenn du diesen Bargeldvorrat von 10.000 EUR nun in 2-Euro-Rollen anlegen würdest, dann würde zumindest die theoretische Gefahr bestehen, dass der Euro, aus welchen Gründen auch immer, seinen Wert verliert. Dann hast du 5.000 wertlose Münzen zuhause liegen, wohingegen der Silberzehner-Sammler noch immer seine 530 Unzen Edelmetall hat, die er dann tauschen kann. Notfalls auch gegen Nahrung oder was auch immer.
Ein Kompromiß wäre auch noch (unabhängig vom Gesamtanlagebetrag) 50 % in 10 Euro Münzen und 50 % in z.B. österreichischen Silberphilharmonikern anzulegen. Sollte der Silberpreis stark ansteigen, gibt man die Silberphils ab, fällt er, geht man mit den 10ern einkaufen.
Ich finde diese Diskussion jedenfalls sehr interessant. Früher habe ich mich öfter gewundert, wenn jemand eine ganze 10 Euro Rolle aus der Bank mitgenommen hat. Jetzt nicht mehr.
Ein Kompromiß wäre auch noch (unabhängig vom Gesamtanlagebetrag) 50 % in 10 Euro Münzen und 50 % in z.B. österreichischen Silberphilharmonikern anzulegen.
Ich denke, daß man das sehr genau auseinanderhalten sollte. Der Bargeldbestand als eiserne Reserve für Notfälle und Krisen ist ein ganz anderer Schuh als eine Geldanlage in Gold und Silber. Das hat überhaupt nichts miteinander zu tun.
Eine Bargeldreserve ist ein Notgroschen für Zeiten, in denen man nicht an Zahlungsmittel herankommt. Das können im Extremfall Bankenfeiertage im Zuge der Krise sein, aber auch ganz profane Ereignisse, wie ein mehrtägiger Stromausfall in der Region, so wie vor ein paar Jahren im Emsland.
Jeder muß für sich entscheiden, ob und wenn ja wieviel Bargeld für das persönliche Sicherheitsbedürfnis von Nöten ist. Aber wenn man sich für eine Bargeldreserve entscheidet, dann sollte man ruhig mal darüber nachdenken, was denn die momentan beste Form von Bargeld ist.
Und da liegt aus oben angeführten Gründen der Silberzehner mit weitem Abstand vorn. Warum soll ich mir bedruckte Papierzettel oder Münzen aus billigem Blech hinlegen, wenn ich ohne irgendwelche Nachteile genausogut Münzen aus Silber nehmen kann?
Da möchte ich nur ein stichhaltiges Argument hören.
Die Anlage oder das Sparen in Silberunzen wie dem Philharmoniker ist eine ganz andere Geschichte. Da würde ich auch nicht willkürlich festlegen, 50% das eine und 50% das andere zu machen. Man muß sich überlegen, wieviel Bargeld man haben möchte, ich fühle mich sehr wohl, wenn ich damit 6 Monate lang alles bezahlen kann. Ein anderer gibt sich mit 3 Monaten zufrieden und der nächste will 2 Jahre damit auskommen, das ist doch individuell sehr unterschiedlich. Auch der Geldbetrag pro Monat ist doch extrem unterschiedlich. Der eine hat ein Schuldenfreies Haus und wohnt 10 Minuten mit dem Fahrrad vom Arbeitsplatz entfernt und der andere muß 500,- Euro Miete bezahlen und fährt jeden Tag 30km bis zur Arbeit. Das sind Welten, was den Geldbedarf pro Monat angeht.
Was dann mit dem restlichen Vermögen geschieht, ist etwas ganz anderes, damit kann man Gold und Silber kaufen, in Aktien investieren oder Staatsanleihen kaufen oder alles zusammen. Aber das hat nichts mit der Bargeldreserve und den Silberzehnern zu tun.
Deinem Beitrag stimme ich voll und ganz zu. Ich wollte nur darauf hinweisen, daß es sinnvoll ist, seine Geldanlagen auf mehrere Standbeine zu verteilen (da sage ich ja eigentlich nichts neues). Und für die meisten Münzsammler ist es halt eher langweilig, Münzen in Rollen zu sammeln. Aber wie gesagt, Deine Theorie zu den 10 Euro Münzen als (Bar)Geldreserve finde ich durchaus nachvollziehbar und sinnvoll.